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	<title>Unternehmertum Archive - NW IHK</title>
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		<title>Gefahr durch kurze Laufzeiten von Corona-Krediten</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2021/04/gefahr-kreditlaufzeiten-corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[doermer.b]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2021 09:05:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzfristige Kreditlaufzeiten von drei bis fünf Jahren können bei Unternehmen zu Problemen führen, wenn es darum geht, Fremdkapital für Investitionen und Wachstum zu beschaffen. Während der Corona-Krise haben sich viele Unternehmen für relativ kurzfristige Kreditlaufzeiten von drei bis fünf Jahren entschieden. Die schnelle Liquidität und nicht der langfristige finanzielle Spielraum stand im Vordergrund. Dies kann  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Kurzfristige Kreditlaufzeiten von drei bis fünf Jahren können bei Unternehmen zu Problemen führen, wenn es darum geht, Fremdkapital für Investitionen und Wachstum zu beschaffen.</h5>
<p>Während der Corona-Krise haben sich viele Unternehmen für relativ kurzfristige Kreditlaufzeiten von drei bis fünf Jahren entschieden. Die schnelle Liquidität und nicht der langfristige finanzielle Spielraum stand im Vordergrund. Dies kann laut Mittelständischer Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG) künftig zu Problemen führen, wenn es darum geht, Fremdkapital für Investitionen und Wachstum zu beschaffen.</p>
<p>Zwar waren die staatlichen Zuschüsse zur Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise hilfreich; darüber hinaus wurden jedoch vielfach auch Kredite notwendig, um die Liquidität und den Fortbestand des Geschäftsbetriebs zu sichern. Die Hausbanken gewährten diese in der Regel schnell und unkompliziert. In der Erwartung, dass die Pandemie in absehbarer Zeit endet, wurden allerdings die Laufzeiten von den sonst üblichen zehn Jahren auf drei bis fünf Jahre verkürzt – mit teilweise verheerenden Folgen für die Kapitaldienstfähigkeit: Als Kapitaldienstfähigkeit wird die Fähigkeit bezeichnet, die laufenden Kreditbelastungen aus den erwirtschafteten Erträgen zu bedienen. Bei stark verkürzten Kreditlaufzeiten steigt jedoch auch die jährliche Tilgungsrate entsprechend stark – bei fünf statt zehn Jahren etwa auf das Doppelte. Die Folge: Unternehmen haben ihre Kapitaldienstfähigkeit teilweise bis auf das Äußerste ausgereizt oder sogar überzogen. Zudem sinken durch einen Kredit die Eigenkapitalquote und damit auch die Bonität. Wer später Kapital für wichtige Investitionen oder ansteigenden Auftragsvorfinanzierungsbedarf benötigt, kann dann bei Kreditgebern vor verschlossenen Türen stehen. „Im letzten halben Jahr war das bei 10 bis 15 Prozent der Neuprojektanalysen, die Unternehmen bei uns eingereicht haben, der Fall“, stellt Andreas Schramm, Leiter Beteiligungsmanagement bei der MBG, fest.</p>
<p>Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, kann eine Beteiligung mit Mezzanine-Kapital für neue finanzielle Spielräume sorgen, da es zahlreiche Vorteile von Fremd- und Eigenkapital miteinander verbindet. Bilanziell und wirtschaftlich zählt Mezzanine-Kapital zu den Eigenmitteln und verbessert daher nicht nur die Liquidität, sondern auch die Bonität und damit die Möglichkeit, zusätzliches Fremdkapital aufzunehmen. Die MBG bietet Mezzanine-Kapital mit einer Laufzeit von zehn Jahren. In den ersten fünf Jahren ist das Kapital tilgungsfrei, sodass die Kapitaldienstfähigkeit nur unerheblich zusätzlich belastet wird. Die vertragliche Umsetzung erfolgt auf der Basis von wenigen Unterlagen und Standardverträgen, die nicht notariell beurkundet werden müssen. Dadurch entstehen Kosten- und Zeitvorteile gegenüber anderen Investmentformen. Ebenso müssen keinerlei Stimmrechte abgegeben werden und die Gesellschafterverhältnisse bleiben unangetastet. Beste Voraussetzungen, um auch nach der Corona-Krise weiter erfolgreich und finanziell unabhängig zu agieren. „Ich wüsste kein anderes Finanzierungsinstrument, das da greifen könnte“, so Schramm. „Die Kunden können sich zwar mit ihrer Hausbank in Verbindung setzen und um längere Tilgungszeiten bitten; das ist aber schwierig oder die Banken lehnen das häufig ab.“</p>
<p>Die MBG ist seit 1991 ein zuverlässiger, kompetenter Partner für kleine und mittlere Unternehmen, Kreditinstitute und Berater von Unternehmen. Sie investiert in Form von Eigen- und Mezzanine- Kapital und ist an mehr als 350 niedersächsischen Unternehmen beteiligt. Gesellschafter sind sechs Kreditinstitute und ein Wirtschaftsinstitut. Dies gewährleistet, dass nicht Interessen einzelner Kapitalgeber im Vordergrund stehen. Die Geldgeber der MBG erwarten keine Ausschüttungen, die Beteiligungsgewinne werden in neue Projekte reinvestiert und alle Beteiligungen sind langfristig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
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		<title>Gründer: Flexibel bleiben und weitermachen</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2021/03/gruenden-aktuell-interview-guido-langemann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[doermer.b]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2021 15:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was war 2020 für ein Jahr für Unternehmensgründerinnen und -gründer? Und wichtiger: Wie wird es in diesem Jahr laufen? Ein Interview mit Guido Langemann, Federführer Wirtschaftsförderung und Gründung der IHK Niedersachsen und Abteilungsleiter Handel und Dienstleistungen der IHK Hannover, sowie Henning Schiel, Gründungsberater bei der IHK Hannover. Würden Sie sich aktuell selbstständig machen? Guido Langemann: Ich habe das  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/03/gruenden-aktuell-interview-guido-langemann/">Gründer: Flexibel bleiben und weitermachen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Was war 2020 für ein Jahr für Unternehmensgründerinnen und -gründer? Und wichtiger: Wie wird es in diesem Jahr laufen? Ein Interview mit <strong>Guido Langemann</strong>, Federführer Wirtschaftsförderung und Gründung der IHK Niedersachsen und Abteilungsleiter Handel und Dienstleistungen der IHK Hannover, sowie <strong>Henning Schiel</strong>, Gründungsberater bei der IHK Hannover.</h5>
<p><strong><br />
Würden Sie sich aktuell selbstständig machen?</strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann: </em></span>Ich habe das Gründungs-Gen in mir noch nicht entdeckt. Aber wenn ich es demnächst finden sollte, warum nicht? Auch jetzt gibt es viele Möglichkeiten, wenn man die richtige Idee hat.<br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Henning Schiel:</em></span> Die Gründungsberatung ist vermutlich der beste Job, den die IHK zu bieten hat. Ich treffe jeden Tag auf viele spannende Menschen und interessante Vorhaben. Das macht Spaß und das kann gerne auch so bleiben.</p>
<p><strong>Wie stellt sich das vergangene Jahr aus IHK-Sicht in puncto Unternehmensgründung dar? </strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann:</em> </span>Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hatten wir in vielen Bereichen eine regelrechte Schockstarre. Und die war auch bei den Gründungen zu beobachten. Aber bereits im Sommer war das Geschäft schon fast wieder normal. Dies gilt allerdings nicht für Branchen wie die Gastronomie, den Einzelhandel oder die Freizeitwirtschaft, die derzeit geschlossen bleiben müssen. Hier wird verständlicherweise erst einmal abgewartet, wie sich der Corona-Schlamassel entwickelt.<br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Henning Schiel:</em></span> Sorgen bereitet die Unternehmensnachfolge. Diese ist regelmäßig mit hohen Kaufpreisen verbunden. Und dann stellen sich die potenziellen Nachfolgerinnen und Nachfolger natürlich die Frage, ob ein Unternehmen den geforderten Preis auch Wert ist. Da es aber auch Branchen gibt, die von Corona kaum betroffen sind oder davon sogar profitieren, haben wir derzeit auch bei der Unternehmensnachfolge wieder viele Gespräche.</p>
<p><strong>Was wird in diesem Jahr für Gründerinnen und Gründer </strong><br />
<strong>anders sein?</strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann:</em></span> Wer sich in diesem Jahr selbstständig macht, muss damit rechnen, dass alles ein wenig länger dauert als normal. Die Behörden sind coronabedingt schwerer zu erreichen und durch die vielfältigen Corona-Hilfen arbeiten die Förderinstitute und Banken schon lange am Limit. Gründer, die ja eigentlich nur eins wollen – nämlich starten –, brauchen also leider viel Geduld.<br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Henning Schiel:</em></span> Die Gründungsberatung findet aktuell nur per Telefon oder in Videokonferenzen statt. Aber das ist mittlerweile schon eingeübt und keinerlei Problem mehr. Ansonsten müssen Gründerinnen und Gründer flexibel bleiben; vielleicht ein wenig mehr als sonst. Dabei geht es nicht nur darum, coronagerecht zu agieren. Auch die großen Themen und Trends wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimawandel haben im Grunde auf jedes Geschäftsmodell einen erheblichen Einfluss. Und den gilt es zu beachten.</p>
<p><strong>Dann müssen wir uns keine Sorgen machen, dass uns die Gründerinnen und Gründer ausgehen?</strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann: </em></span>Ganz im Gegenteil! Zum einen wird es Gründerinnen und Gründer geben, die in den aktuellen Veränderungen und Verwerfungen eher die Chancen als die Risiken erkennen. Zum anderen erwarten wir leider steigende Arbeitslosenzahlen. Und dann bekommen wir stets viele Anfragen von Menschen, die die Selbstständigkeit bislang gar nicht so im Sinn hatten und die mangels Alternative ein Unternehmen eröffnen wollen. Außerdem beraten wir derzeit sehr viele Menschen, die ihre Idee mal im Nebenerwerb testen möchten.</p>
<p><strong>Mal abgesehen von der Corona-Krise: Was raten Sie Unternehmerinnen und Unternehmern, die mit ihrem ersten Gründungsprojekt keinen Erfolg hatten?</strong><br />
<em><span style="color: #ff6600;">Henning Schiel:</span> </em>Scheitern ist und bleibt Mist. Aber wenn man ein erstes Vorhaben ohne größere finanzielle Verluste beenden konnte, bleiben jede Menge Erfahrungen. Nicht alle davon hätte man gebraucht – aber sie helfen natürlich dabei, einen Fehler nicht ein zweites Mal zu machen. Und dann sind die Erfolgsaussichten bei neuen Projekten natürlich gleich viel größer. Mein Rat lautet also: Weitermachen und sich beraten lassen.</p>
<p><strong>Was müsste aus Ihrer Sicht von der Politik geändert werden, um Unternehmensgründungen in Deutschland leichter zu machen?<br />
</strong> <span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann: </em></span>Die Rahmenbedingungen für Gründungen sind in Deutschland besser als ihr Ruf. Die Infrastruktur ist ordentlich, die Förderprogramme sind vielfältig und die Bürokratie ist zwar lästig, aber keine unüberwindliche Hürde. Änderungsbedarf sehen wir aber sehr wohl. Vor allem fordern wir, dass die Themen Unternehmertum und Wirtschaft in Schulen und Universitäten präsenter werden. Die Selbstständigkeit sollte vor allem bei unserem Nachwuchs raus aus der Exoten-Nische.</p>
<p>Die Fragen stellte Barbara Dörmer.</p>
<p>Welche Fragestellungen angehende Unternehmerinnen und Unternehmen zu ihrem Gründungsvorhaben klären sollten, zeigt die IHK vom 8. bis 12. März bei ihrer <a href="http://www.hannover.ihk.de/gruendungswoche">digitalen Gründungswoche</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/03/gruenden-aktuell-interview-guido-langemann/">Gründer: Flexibel bleiben und weitermachen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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