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	<title>Unternehmen Archive - NW IHK</title>
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		<title>Allianz Für Werte: Auch Volkswagen setzt ein Zeichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[IHK]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 May 2024 12:17:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von Nele Schubert Unter dem Motto „Wir stehen für Werte“ haben sich namhafte deutsche Unternehmen zu einer Allianz zusammengeschlossen, um ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz zu setzen. Zu den über 30 Unternehmen, die Teil dieser Aktion sind, gehört unter anderem der Wolfsburger Automobilhersteller Volkswagen. Die erste Kampagne, die von der Allianz gestartet wurde,  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/05/allianz-werte/">Allianz Für Werte: Auch Volkswagen setzt ein Zeichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Von Nele Schubert</strong></em></p>
<p>Unter dem Motto „Wir stehen für Werte“ haben sich namhafte deutsche Unternehmen zu einer Allianz zusammengeschlossen, um ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz zu setzen. Zu den über 30 Unternehmen, die Teil dieser Aktion sind, gehört unter anderem der Wolfsburger Automobilhersteller Volkswagen.</p>
<p>Die erste Kampagne, die von der Allianz gestartet wurde, beschäftigt sich mit der Europawahl in diesem Juni. Es ist ein Aufruf zur Beteiligung an der Wahl, der unter den insgesamt rund 1,7 Millionen Mitarbeitenden der teilnehmenden Unternehmen verbreitet werden soll. Über eine Social-Media-Kampagne haben die Unternehmen zudem die Möglichkeit, die Botschaften nicht nur an ihre Mitarbeitenden, sondern auch an die Öffentlichkeit zu richten und somit möglichst viele Menschen zu erreichen.</p>
<p>Einen Kommentar zur Êuropa-Wahl am 9. Juni lesen Sie <strong>hier</strong>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/05/allianz-werte/">Allianz Für Werte: Auch Volkswagen setzt ein Zeichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Julia Hamburg will berufliche Orientierung optimieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[doermer.b]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Mar 2024 13:38:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema „Berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern“ stand im Fokus einer Veranstaltung, zu der die IHK Hannover Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg im Kontext der Woche der beruflichen Bildung in Niedersachsen am 7. März in die IHK eingeladen hatte. Zum Frühstück mit der Ministerin kamen knapp 40 Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen Teilen der  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6><strong>Das Thema „Berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern“ stand im Fokus einer Veranstaltung, zu der die IHK Hannover Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg im Kontext der Woche der beruflichen Bildung in Niedersachsen am 7. März in die IHK eingeladen hatte. Zum Frühstück mit der Ministerin kamen knapp 40 Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen Teilen der IHK-Region in der IHK zusammen.</strong></h6>
<p>„Jugendliche wollen ihren beruflichen Weg gehen, aber sie wissen eigentlich gar nicht, genau, was es alles an Möglichkeiten gibt“, stellte IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt bei der Veranstaltung „Berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern“ in der IHK Hannover fest. Aus diesem Grund hätten die Industrie- und Handelskammern die Kampagne „Können. Lernen“ gestartet &#8211; „damit informieren wir bundesweit unter anderem auf TikTok und in Jugendsprache über das Thema berufliche Ausbildung.“</p>
<p><strong>Berufsorientierung aus Sicht des Kultusministeriums</strong></p>
<p>„Tatsächlich ist das Thema Berufsorientierung eines, das uns sehr antreibt, stellte Julia Willie Hamburg fest. Etwa 20 Prozent der jungen Menschen in Niedersachsen verlassen der Ministerin zufolge die Schule ohne Abschluss. Der vor fünf Jahren vom Kultusministerium verabschiedete Erlass zur stärkeren Berufsorientierung an Schulen sei eine Zäsur gewesen – und werde nun unter anderem auf Basis der Antworten von 1000 Unternehmen evaluiert. „Das ist sehr wertvoll für uns, weil wir daraus Erkenntnisse ziehen können“, so Hamburg.</p>
<p>Augenfällig sei beispielsweise die mangelnde berufliche Orientierung an Gymnasien: „Etwa die Hälfte der jungen Menschen an Gymnasien sagt: Ich bin beruflich noch nicht orientiert“, so Hamburg. Auch Henning Kautz von Lenze stellte fest: „Das Thema Berufsorientierung an Gymnasien funktioniert überhaupt nicht.“ Der Leiter Education &amp; Training hat regelmäßig Gespräche mit Studienabbrechern, die häufig keine Berufsorientierung hätten und im Studium frustriert seien. Dadurch verlieren wir „viele Menschen für die Wirtschaft, weil sie falsch studieren.“ Der Experte forderte von der Politik mehr Methodentrainings in den Schulen – und zwar schon in der Grundschule.</p>
<p>Aber selbst in den berufsbildenden Schulen hätten junge Menschen &#8211; so Julia Willie Hamburg – häufig kaum Orientierung. Ein wichtiger Punkt, den berufsbildenden Schulen aufgreifen müssten. Mit dem neuen Erlass zur Berufsorientierung solle das Thema noch stärker fokussiert werden. Laut Hamburg gibt es leider einen großen Anteil Jugendlicher, die „wegen fehlender Kompetenzen durchs Raster“ fielen. Dies gelte es zu verändern.</p>
<div id="attachment_24287" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-24287" class="size-medium wp-image-24287" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein-300x254.jpg" alt="" width="300" height="254" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein-200x169.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein-300x254.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein-400x339.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein-600x508.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein-768x650.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein-800x677.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein-1024x867.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_7064_klein.jpg 1082w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-24287" class="wp-caption-text">v. l.: Maike Bielfeldt, Julia Willie Hamburg und  Dr. Ariane Reinhart. Foto: Georg Thomas.</p></div>
<p>Dr. Ariane Reinhart, Vorständin für Personal und Nachhaltigkeit bei Continental, berichtete, dass sich Hauptschüler häufig nicht trauten, sich bei Conti zu bewerben. Als Antwort darauf habe der Konzern eine Kampagne mit dem Motto „Wir haben für jeden Schulabschluss den passenden Ausbildungsberuf“ gestartet. In Stellenanzeigen für Auszubildende gibt das Unternehmen keine Schulabschlüsse vor. Im Continental Institut für Technologie und Transformation (CITT) bietet das Unternehmen Teilqualifizierungen für junge Menschen ohne Berufsabschluss und für ältere Beschäftigte, die keine Berufsausbildung haben, an. „Lernen lernen – da haben wir Erfahrung, die stellen wir gern zur Verfügung.“</p>
<p><strong>Ausbildung attraktiver machen</strong></p>
<p>Kritisch sieht Dr. Ariane Reinhart, dass es im letzten Jahr erstmals mehr Studienanfänger als Auszubildende gegeben hat. Gut ausgebildete Menschen – das sei aber das Ressort, mit dem Deutschland im internationalen Vergleich punkten könne und forderte von der Politik unter anderem, die Ausbildungsvergütung steuerfrei zu stellen.</p>
<p>Die Ausbildung attraktiver machen – das möchte auch die IHK, und zwar mit einem Azubi-Ticket für den ÖPNV und mit Wohnungen für Azubis analog zu Studentenwohnheimen, erklärte Silke Richter, Abteilungsleiterin Berufsbildung bei der IHK Hannover. Auch die Berufsbilder werden weiterentwickelt und modernisiert. So ist das Thema Nachhaltigkeit inzwischen standardmäßig in den Berufsausbildungen verankert.</p>
<p><strong>Azubi-Recruiting</strong></p>
<p>Wie hilfreich Ausbildungsmessen sind, zeigte Abigale Gillian Guevarra. Die junge Frau informierte sich auf Berufsmessen und kam so auf ihren jetzigen Ausbildungsberuf als Tourismuskauffrau bei TUI Deutschland. Abigale Gillian Guevarra engagiert sich auch als IHK-Ausbildungsbotschafterin in Schulen und stellte in diesem Kontext fest. „Ich habe das Gefühl, dass sich Schüler mehr trauen Fragen zu stellen, es gibt keine Angst.“ Leon Laakmann, der eine Ausbildung als Fachkraft im Fahrbetrieb bei der Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont absolviert, erläuterte, dass sein Beruf weit mehr beinhaltet „als nur Busfahren.“ Seine Berufswahl begründet er mit einem klaren Argument: „Wir wollen alle die Verkehrswende. Und das geht nur, wenn die Fachkräfte dafür da sind.“</p>
<p>Fagus-GreCon hat laut seinem Geschäftsführer Uwe Kahmann „keine Probleme Auszubildende zu finden.“ Das von der IHK als TOP-Ausbildungsbetrieb zertifizierte Alfelder Unternehmen profitiert einerseits von seinem Status als Weltkulturerbe, spricht aber auch gezielt junge Menschen in den Schulen an, und lädt diese über unterschiedliche Formate – etwa zum Sägen und Feilen in der Ausbildungswerkstatt – ins Unternehmen ein. Der 30-jährige Ausbildungsleiter des Unternehmens schaffe es, so Kahmann, junge Menschen zu begeistern und zu motivieren.</p>
<p>Marietta Kandler-Pralle, Geschäftsführerin der Pralle Logistik GmbH und Marcus Böhm, Geschäftsführender Gesellschafter der Böhm Güterverkehrs GmbH haben mit der 2015 gestarteten Initiative „Logistik macht Schule“ einen guten Weg gefunden, junge Menschen für eine Ausbildung in Logistikberufen zu gewinnen – und zwar in einer Arbeitsgemeinschaft mit weiteren kleinen und großen Mitbewerbern der Branche. „Wir sehen uns in der AG nicht als Konkurrenten, sondern möchten, dass Schülerinnen und Schüler einen Einblick in unsere Branche bekommen“, so Kandler-Pralle. Aber deutlich sei auch, dass man heute mehr auf die Schülerinnen und Schüler zugehen müsse. Marcus Böhm berichtete, dass das Unternehmen bei der langen Nacht der Berufe in Hannover inzwischen bereits in einem halben Zelt die Welt der Logistik zeige. Und zwar mit einem Contest im Palettenstapeln, den &#8211; so witzelte Böhm, er trotz seines Alters immer noch gewinne &#8211; und weiteren Mitmachangeboten.</p>
<p><strong>Und in Zukunft?  </strong></p>
<p>Julia Hamburg erklärte, dass die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler künftig stärker ausgebildet werden sollen – und zwar bereits in den Grundschulen. Auch das Thema „Lernen lernen“ müsse stärker vermittelt werden. Auf die Frage eines Unternehmers, dass es äußerst schwierig sei, Lehrerinnen und Lehrer in die Unternehmen einzuladen, und woran dies läge, antwortete die Kultusministerin, dass dies von ihrer Seite ausdrücklich erwünscht sei. Ohne Frage muss auch das Thema Digitalisierung laut der Ministerin in den Schulen mehr Raum einnehmen. Zu beiden Themen arbeitet das Kultusministerium mit dem Wissenschaftsministerium an einer Reform der Lehrerausbildung. Ein gutes Stichwort für Maike Bielfeldt. Die IHK-Chefin fordert, dass das Thema Berufsorientierung bereits im Lehramtsstudium eine Rolle spielen sollte. Außerdem will das Kultusministerium für eine bessere Informationsübersicht und Vernetzung der Akteure sorgen. In diesen Prozess werden auch die niedersächsischen IHKs eingebunden.</p>
<p>Viele Ideen und Ansatzpunkte, um die Berufsorientierung von jungen Menschen zu verbessern. Im Großen und Ganzen einig waren sich die Teilnehmenden in der Runde, wie Julia Hamburg sagte, über eins: „Wenn man die Jugendlichen an dem packt, was ihnen Spaß macht, legen sie ihre Handys und Computer zur Seite.“</p>
<div id="attachment_24301" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-24301" class="size-medium wp-image-24301" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein-200x133.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein-600x400.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein-768x512.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein-800x533.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein-1024x683.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/03/Julia_Willie_Hamburg_klein.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-24301" class="wp-caption-text">Julia Willie Hamburg. Foto: Kultusministerium.</p></div>
<p>Im Anschluss an das Frühstück hat das Kultusministerium in den Räumen der IHK Hannover getagt und Julia Willie Hamburg die Ergebnisse der Evaluation des aktuellen sogenannten &#8222;BO-Erlasses&#8220; vorgestellt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/03/berufliche-orientierung-julia-hamburg-tauscht-sich-mit-unternehmen-aus/">Julia Hamburg will berufliche Orientierung optimieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Göttingen: Groß angelegte Firmenbefragung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2023 15:23:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bis zu 1400 Unternehmen in der Stadt und im Landkreis Göttingen sollen jetzt  befragt werden, wie sie mit den aktuellen Krisen umgehen, welche Auswirkungen des demografischen Wandels spürbar und wo die Pioniere in Sachen Digitalisierung und Klimaschutz zu finden sind. Das Ziel dieser groß anlegten Aktion: Landkreis und Stadt Göttingen wollen Angebote und Aufgaben ihrer  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/08/goettingen-unternehmensbefragung/">Göttingen: Groß angelegte Firmenbefragung</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Bis zu 1400 Unternehmen in der Stadt und im Landkreis Göttingen sollen jetzt  befragt werden, wie sie mit den aktuellen Krisen umgehen, welche Auswirkungen des demografischen Wandels spürbar und wo die Pioniere in Sachen Digitalisierung und Klimaschutz zu finden sind.</strong></h5>
<p>Das Ziel dieser groß anlegten Aktion: Landkreis und Stadt Göttingen wollen Angebote und Aufgaben ihrer Wirtschaftsförderungen weiter auf die Anforderungen der Unternehmen ausrichten. Federführend ist die WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH. Sie führt die Umfrage  gemeinsam mit der GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH durch.</p>
<h6><strong>Antworten nicht anonym</strong></h6>
<p>Die Unternehmen werden ausdrücklich nicht anonym befragt. Entsprechen können im Nachgang der Befragung eine passgenaue Ansprache erfolgen, so die Begründung. Man hoffe im Interesse der Unternehmen auf die Mitwirkung und eine gute Resonanz“, meint Karin Friese, Prokuristin bei der WRG und Koordinatorin des Projektes.</p>
<h6><strong>Wie der Standort gesehen wird</strong></h6>
<p>„Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es uns wichtig, auf die Unternehmen zuzugehen“, so Landrat Marcel Riethig.  Man wolle in Erfahrung bringen, wie die Unternehmen den Wirtschaftsstandort Südniedersachsen bewerten und welche Anforderungen sie an Wirtschaftsförderung haben. Neben Fragen zur regionalen Entwicklungsperspektive verspricht sich Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt auch zur Anpassung der Beratungsleistungen von Wirtschaftsförderungen neue Impulse: „Im direkten Dialog bei Unternehmensbesuchen benennen Unternehmen die Gewinnung von Fachkräften und die Realisierung einer energieeffizienten und klimafreundlicheren Produktion als zentrale Herausforderungen. Die quantitativen Ergebnisse der Befragung werden unseren Einblick ergänzen. Damit können wir zielgerichtet die Angebote der Wirtschaftsförderungen erweitern und Unternehmen optimal unterstützen.“</p>
<h6><strong>Wie die Befragung abläuft</strong></h6>
<p>Noch bis zum 8. September werden Betriebe im Landkreis und der Stadt Göttingen per Post angeschrieben. Die ausgewählten Unternehmen erhalten einen Link zum individuellen Online-Fragebogen und ein persönliches Passwort. Der Fokus der Befragung liegt auf gewerblich tätigen Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitenden. Ausgenommen sind zum Beispiel kommunale Betriebe und Kirchen. Sämtliche Angaben der Unternehmen werden vertraulich behandelt. Die Ergebnisse sollen im November vorgestellt werden.</p>
<p>Unternehmen, die keinen Fragebogen erhalten haben, sich aber beteiligen möchten, können sich an die WRG wenden: Karin Friese, Tel.: 0551 525498-2, karin.friese@wrg-goettingen.de.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/08/goettingen-unternehmensbefragung/">Göttingen: Groß angelegte Firmenbefragung</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>1920er Jahre: Jahrzehnt mit Sogwirkung</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/1920er-jahre-mit-sogwirkung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 12:01:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Vor Ort]]></category>
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		<category><![CDATA[1920er Jahre]]></category>
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		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir öffneten eine Tür, und es tat sich eine ganze Welt auf. Die 1920er Jahre sind wie ein Strudel, wie ein Sog, sobald man sich mit ihnen beschäftigt. Oder wie jener Kaninchenbau, in dem hinter jeder Wendung ein neues, faszinierendes Kapital auftaucht. Wir sind in Hannover. Linden, das größte Dorf Preußens, wird 1920 Teil der  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/1920er-jahre-mit-sogwirkung/">1920er Jahre: Jahrzehnt mit Sogwirkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir öffneten eine Tür, und es tat sich eine ganze Welt auf. Die 1920er Jahre sind wie ein Strudel, wie ein Sog, sobald man sich mit ihnen beschäftigt. Oder wie jener Kaninchenbau, in dem hinter jeder Wendung ein neues, faszinierendes Kapital auftaucht. Wir sind in Hannover. Linden, das größte Dorf Preußens, wird 1920 Teil der Stadt. Und bringt den ersten Flugplatz mit, dort, wo an der Grenze zu Ricklingen die Flieger der Hannoverschen Waggonfabrik landeten. Hermann  Dorner war einer der führenden Köpfe der Firma, die eigentlich Straßenbahnen baute und vor ihrem Niedergang nach 1923 auf Augenhöhe mit der Hanomag  gesehen wurde. Dorners Halbbruder Alexander wiederum sollte als Chef des Provinzialmuseums und der Kestner-Gesellschaft Hannover die künstlerische<br />
Moderne bringen.</p>
<p>1921 wurde die Continental 50 Jahre alt. Auf dem Jubiläums- Titel der Werkszeitschrift sitzt ein schwarzer Titan auf den Fabrikgebäuden: Das passt – nicht nur für einen Reifenriesen, sondern auch in die Zeit, die eben noch nicht golden war. Wenig später hieß der Chefredakteur des „Echo Continental“ Erich Maria Remarque. Er verließ Hannover nach der Inflation. Andere hätten’s vielleicht auch gerne gemacht. Theodor Lessing, der Philosoph, blieb, trotz Fernwehs – bis er 1933 gehen musste, vor den Nazis fliehend und dann ermordet. Er beklagte, wie Hannover seit jeher mit ihrem geistigen Erbe umgehe und war erschüttert über die weitreichende Industrialisierung der Stadt. Sein Urteil über Hannover Ende der 20er: „Sie ist ein Paradies der Mittelstädte, des Mittelstandes, der Bemittelten und jeder Mittelmäßigkeit.“</p>
<div id="attachment_22273" style="width: 426px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22273" class=" wp-image-22273" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-300x200.jpg" alt="" width="416" height="277" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-200x133.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-600x400.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-768x512.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-800x533.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-1024x683.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-1200x800.jpg 1200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4123_CMYK-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 416px) 100vw, 416px" /></a><p id="caption-attachment-22273" class="wp-caption-text">Das Anzeiger-Hochhaus, eines der Hauptwerke des Baumeisters und Architekten Fritz Höger, wurde 1927/1928 für den Verleger des Hannoverschen Anzeigers, August Madsack, in der hannoverschen Innenstadt im Stil des Backsteinexpressionismus errichtet. Es war eines der ersten Hochhäuser im Deutschen Reich. Später wurden darin die Magazine Stern (1948) und Der Spiegel (1947) gegründet. Bis heute haben in dem Gebäude Medienunternehmen ihren Sitz. Foto: Barbara Dörmer</p></div>
<p>Ob’s stimmt? Manches wuchs auch in die Höhe. Das Anzeiger-Hochhaus reihte sich 1928 in die großen Bauten Deutschlands ein. Viele der Gäste bei der Einweihung am 29. April dürften sich tags zuvor in der IHK Hannover getroffen haben, die ebenfalls ein neues Gebäude bezog. Eine IHK, die über ihren damaligen Hauptgeschäftsführer Kurt Finkenwirth den Gedanken eines Wirtschaftsgebiets Niedersachsen vorantrieb – ein Vierteljahrhundert vor der Gründung des heutigen Bundeslandes. Das Firmenhandbuch Niedersachsen erschien, und ebenso das Wirtschaftsblatt Niedersachsen als unmittelbarer Vorgänger dieses Mediums, der Niedersächsischen Wirtschaft.</p>
<p><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-scaled.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-22324 size-fusion-600" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-600x413.jpg" alt="" width="600" height="413" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-200x138.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-300x207.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-400x276.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-600x413.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-768x529.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-800x551.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-1024x705.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-1200x827.jpg 1200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Titel-1536x1058.jpg 1536w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Es wurde gebaut, wir sind in der zweiten Hälfte der 20er Jahre: Das waren vielleicht die goldenen. Und sorgte sich um die Außenwirkung: Das Buch „Großstadt im Grünen“ erschien und warb für Hannover. In den 20er Jahren begann sich die Stadt selbst um ihr Image zu kümmern, nachdem sich bis dahin ein Verein darum kümmerte. Das hat die Historikerin Dr. Vanessa Erstmann herausgearbeitet. Und ebenso, dass die Stadt auch Kurt Schwitters einbezog.</p>
<p>Reklamekunst: Das Wort allein beschreibt eine Entwicklung des Jahrzehnts. Hannoversche Markenfirmen galten als Bahnbrecher in der Werbung. Neben Schwitters taucht immer wieder El Lissitzky auf. Die früh verstorbene Änne Koken gilt als eine Vertreterin moderner Werbegrafik aus Hannover – und stand nicht allein. Auch alte Firmen schaffen neue Ausdrucksformen: Dieses Motiv (siehe Foto unten) taucht in einem Buch auf, das wohl 1928 erschien – auf 400 Seiten Industrie, Handel, Handwerk. Ein Kaleidoskop, auch mit Blick auf ein schier unglaubliche Fülle an Firmengebäuden. Auch das Anzeiger-Hochhaus ist schon drin.</p>
<div id="attachment_22270" style="width: 285px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22270" class=" wp-image-22270" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-185x300.jpg" alt="" width="275" height="446" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-185x300.jpg 185w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-200x324.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-400x649.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-600x973.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-631x1024.jpg 631w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-768x1246.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-800x1298.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-947x1536.jpg 947w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-1200x1947.jpg 1200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-1262x2048.jpg 1262w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/SKM_C25823052614000_RGB-scaled.jpg 1578w" sizes="(max-width: 275px) 100vw, 275px" /></a><p id="caption-attachment-22270" class="wp-caption-text">Aufbruch im Ausdruck: Dafür steht Hannover</p></div>
<p>Also: Hinter jeder Wendung ein neues Kapitel: Da taucht aus dem Dunkel der Geschichte zum Beispiel Otto Fuß auf. Kohlenhändler, Mitglied der IHK-Vollversammlung – und in den 20er Jahren eine der führenden Persönlichkeiten im deutschen Schach, der offenbar auch Schachprobleme erfand. Die Deutsche Vereinigung für Problemschach erinnert sich seiner. Hannover auch? Und das alles sind nur einzelne Funken, die das Bild einer in großen Teilen versunkenen Welt nicht erhellen können. Sondern nur neugierig machen auf ein Jahrzehnt, das vielleicht vor allem im dunklen Schatten des folgenden steht. Aber in dem es so viel zu entdecken gibt.</p>
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<h5><strong>Hier weitere Beiträge unseres Schwerpunkts 1920er Jahre:</strong></h5>
<p><a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/geldgeschichte-in-hannover-seid-verschlungen-billionen/">Geldgeschichte(n): Inflation und Hannovers Münzreichtum</a></p>
<p><a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/wisentgehege/">Springes Wisentgehege: Gründungsimpuls vor 100 Jahren</a></p>
<p><a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/wettbwerb-nach-100-jahren-pause/">Pelikan-Plakate: Wettbewerb nach hundertjähriger Pause</a></p>
<p><a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/kestner-geselllschaft-lissitzky/">Kestner-Gesellschaft: Zurück zu den Wurzeln &#8211; in den 1920ern</a></p>
<p><a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/03/vor-dem-ruhm-erich-maria-remarque-in-hannover/">Remarque in Hannover: Vor dem Ruhm</a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/1920er-jahre-mit-sogwirkung/">1920er Jahre: Jahrzehnt mit Sogwirkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Pelikan-Plakate: Wettbewerb nach 100 Jahren Pause</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jun 2023 14:54:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hannover hatte in den 20er Jahren einiges zu bieten, wenn es um Grafik und Plakatkunst geht. Auch Künstler wie El Lissitzky oder Kurt Schwitters mischten mit. Getrieben wurde das von aufstrebenden Markenunternehmen. Dass die Kunst sich erstmals für die Industrie interessiert, war 1923 im Wirtschaftsblatt Niedersachsen, der damaligen Handelskammer-Zeitschrift, ebenso ein Thema wie die hannoverschen  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hannover hatte in den 20er Jahren einiges zu bieten, wenn es um Grafik und Plakatkunst geht. Auch Künstler wie El Lissitzky oder Kurt Schwitters mischten mit. Getrieben wurde das von aufstrebenden Markenunternehmen.</strong></p>
<p>Dass die Kunst sich erstmals für die Industrie interessiert, war <em><strong>1923</strong></em> im Wirtschaftsblatt Niedersachsen, der damaligen Handelskammer-Zeitschrift, ebenso ein Thema wie die hannoverschen Markenunternehmen als Bahnbrecher in der Werbung: Appel oder Sprengel, natürlich Bahlsen, aber ganz wesentlich: Pelikan &#8211; als Unternehmen, das herstellt, was Künstlerinnen und Künstler brauchen. Nur konsequent also, das Firmeninhaber Fritz Beindorff 1898 einen Wettbewerb für Plakatgestaltung ausschrieb. Er war einer der ersten Industriellen, der gezielt die Zusammenarbeit mit Künstlern suchte. Trotz Vorgaben zum Beispiel bei Farben wurden 550 Entwürfe eingereicht. Eine Jury aus der Kunstszene vergab die drei ausgeschriebenen Preise und beriet Pelikan beim Ankauf weiterer Entwürfe. Etwa 200 der Wettbewerbsplakate gingen auf Tour und wurden in Hannover ausgestellt, in fünf deutschen Großstädten und auch in Wien und Zürich. Weitere Wettbewerbe folgten in den Jahren 1903, 1909, 1919. Und schließlich <em><strong>1923</strong></em>: Alle Schülerinnen und Schüler an deutschen Kunstgewerbeschule konnten sich beteiligen. Nach regionalen Vorentscheiden urteilte die in Hannover tagende Zentraljury mit Fritz Beindorff sen. und jun. und vier Fachpreisrichtern,<br />
die dem deutschen Werkbund angehörten über eine Auswahl der insgesamt eingereichten 143 Arbeiten.</p>
<div id="attachment_22315" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22315" class="wp-image-22315 size-fusion-600" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web-600x848.jpg" alt="" width="600" height="848" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web-200x283.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web-212x300.jpg 212w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web-400x566.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web-600x848.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web-724x1024.jpg 724w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web-768x1086.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web-800x1131.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/Historische_Motive_A4-1_web.jpg 1000w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-22315" class="wp-caption-text">Fritz Beeger machte den Farbklecks zum lachenden Gesicht.</p></div>
<p><strong>Wieder Plakate gesucht</strong></p>
<p>Nach 100 Jahren Pause schreibt Pelikan in diesem Jahr wieder einen Plakatwettbewerb aus, für Jugendliche, Erwachsene und alle Künstlerinnen und Künstler ab zwölf Jahren. Die Einreichungsfrist läuft noch bis zum 31. August. Der neue Wettbewerb wird ausdrücklich in Anlehnung an die früheren ausgerichtet. Das gesuchte Motiv der Entwürfe: „Was verbindet dich mit der Marke Pelikan?“ Passend zum Start des Plakatwettbewerbes läuft im Tintenturm auf dem ehemaligen Pelikan Werksgelände in Hannover eine Ausstellung von Reklamekunst des Unternehmens mit Auswahl an historischen Werbeplakaten ab 1898. In diesem Rahmen werden auch Plakate des aktuelle Wettbewerbs gezeigt.</p>
<p><a href="http://www.tintenturm.de">www.tintenturm.de</a><br />
<a href="https://t1p.de/462zq">Mehr zum Plakatwettbewerb, den Preisen und Teilnahmebedingungen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pelikan-Plakatwettbewerb 1923: Fritz Beeger machte den Farbklecks zum lachenden Gesicht, Carl Fabriz variierte den Pelikan als Markenzeichen des Unternehmens.</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/wettbwerb-nach-100-jahren-pause/">Pelikan-Plakate: Wettbewerb nach 100 Jahren Pause</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Kestner Gesellschaft: Zurück zu den Wurzeln</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jun 2023 12:41:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Schau „Der neue Mensch, der Ansager, der Konstrukteur. El Lissitzky: Das Selbstbildnis als Kestner Gesellschaft“, die am 7. Juli abends eröffnet wird, spürt das hannoversche Ausstellungshaus den Gründungsmomenten seiner mehr als hundertjährigen Geschichte und seiner avantgardistischen Mission nach. Dabei spielte auch der frühere IHK-Präsident Fritz Beindorff eine besondere Rolle.  Mit der Ausstellung am  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/kestner-gesellschaft-lissitzky/">Kestner Gesellschaft: Zurück zu den Wurzeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Schau „Der neue Mensch, der Ansager, der Konstrukteur. El Lissitzky: Das Selbstbildnis als </strong><strong>Kestner Gesellschaft“, die am 7. Juli abends eröffnet wird, spürt das hannoversche Ausstellungshaus den Gründungsmomenten seiner </strong><strong>mehr als hundertjährigen Geschichte und seiner avantgardistischen Mission nach. Dabei spielte auch der frühere IHK-Präsident Fritz Beindorff eine besondere Rolle. </strong></p>
<p>Mit der Ausstellung am dritten Domizil ihrer mehr als hundertjährigen Geschichte, dem umgebauten Goseriedebad im Zentrum Hannovers, kehrt die Kestner Gesellschaft zu ihren Anfängen zurück: Im Fokus der zentralen Schau des Jahres steht Eleazar „El“ Lissitzky. Der russische Avantgardist – Maler, Architekt, Fotograf, Designer, Autor – lebte und arbeitete Anfang der 1920er Jahre in Hannover und hatte bei der Kestner Gesellschaft 1923 seine erste institutionelle<br />
Einzelausstellung. Adam Budak, seit Ende 2020 Direktor der Kestner Gesellschaft, stellt sich mit der Ausstellung „Der neue Mensch, der Ansager, der Konstrukteur. El Lissitzky: Das Selbstbildnis als Kestner Gesellschaft“ bewusst in die Tradition seines Vorgängers Alexander Dorner, der das Museum von 1923 bis 1924 leitete und danach lange Jahre Direktor des Provinzialmuseums Hannover – dem späteren Landesmuseum – war. „In diesem Jahr oszillieren wir Gegenwart und Zukunft“, so Budak. „In der Mitte haben wir diese wichtige Ausstellung, mit Lissitzky als Hero. Das Jahr begonnen haben wir mit der tschechischen Künstlerin Klára Hosnedlová. Sie ist jetzt 33 Jahre alt und zeigt bei uns die erste institutionelle Einzelausstellung in ihrer Karriere. Bisher ist sie eher unbekannt, ähnlich wie Lissitzky unbekannt war. Progressive, unbekannte Künstlerinnen und Künstler zu zeigen, sieht die Kestner Gesellschaft nach wie vor als Aufgabe.“</p>
<div id="attachment_22215" style="width: 524px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22215" class=" wp-image-22215" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-300x200.jpg" alt="" width="514" height="342" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-200x133.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-600x400.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-768x512.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-800x533.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-1024x683.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-1200x800.jpg 1200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/20221201_HS_04557-1-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 514px) 100vw, 514px" /></a><p id="caption-attachment-22215" class="wp-caption-text">Adam Budak vor „Paula Rego, The Dance, 1988, Kestner Gesellschaft 2022/23“. Ostrich Arts Ltd., Foto: Henning Scheffen</p>
<p></p></div>
<p>Um die Tradition der Kestner Gesellschaft zu verstehen, muss man einen langen Blick zurück werfen: Ende 1916, inmitten der schwierigsten Kriegszeit, wurde in<br />
Hannovers Prachtstraße – der Königstraße 8 – die „Kestner-Gesellschaft E.V.“ gegründet. Zwar gab es mit dem seit 1832 existierenden Kunstverein Hannover bereits ein Ausstellungshaus – die älteste Kunstinstitution Hannovers. 1889 wurde das Museum August Kestner eröffnet. Warum also ein weiteres Haus für Kunst? Das kulturelle Klima in der „Provinzstadt Hannover“ damals wird als stocksteif beschrieben. Stadtdirektor Heinrich Tramm war Mitglied im Kunstverein.<br />
„Doch hatte die Toleranz des damals 60-jährigen Stadtdirektors gegenüber neuen Entwicklungen in der Kunst seine Grenzen“, geht aus der „Kestnerchronik“<br />
hervor. Daraufhin beschlossen der Direktor des Kestner-Museums und Direktor der Städtischen Galerie Brinckmann, Carl Schuchhardt, sowie der Maler<br />
und Direktor der Kunstgewerbeschule, Wilhelm von Debschitz, einen neuen Verein ins Leben zu rufen. „Wir wollen [&#8230;] jene Dinge bringen, die im Rahmen des hiesigen Kunstvereins überhaupt nicht oder ganz unzuverlässig gebracht werden. Wir wollen jene Dinge bringen, die sich über den landläufigen Kunstbetrieb herausheben und die sich anbieten, anregend und aufklärend zu wirken“, heißt es in einem Brief vom Oktober 1916 an den Rittmeister Eugen Passmann,  Gründungsstifter der Kestner Gesellschaft.</p>
<p><strong>Die Mission </strong></p>
<p>Im Katalogvorwort zur ersten Ausstellung, die man taktisch klug mit Max Liebermann, einem engen Freund Tramms, bestritt, formulierte der erst 27-jährige Direktor, Dr. Paul Erich Küppers: „Mit unseren Ausstellungen [&#8230;] wollen wir den Einwohnern der Stadt Hannover Kunstwerke vorführen, die [&#8230;] dazu geeignet sind, das Verständnis an Kunst zu vertiefen und das Interesse und die Freude an der Kunst zum Nutzen des einzelnen wie der Künstler selber zu beleben. Die Dinge [&#8230;] sollen nicht einfach als angenehmer Zeitvertreib wirken, sondern vielmehr als Anreger und – nötigenfalls – als Erreger. [&#8230;] hoffen wir doch Historisch-Gewordenes ebenso zu bringen wie Werke bekannter lebender Größen und in die Zukunft weisende Schöpfungen sich noch entwickelnder junger Kräfte. Wir wollen damit nicht eine Abstempelung für gut und schlecht, für wertvoll und minderwertig vornehmen, sondern nur einen Gesichtswinkel bieten, aus dem heraus ein nachdenkliches Publikum, das Kunstwerke wirklich erfassen und genießen möchte, sich selber Klarheit verschaffen und ein Urteil bilden kann.“</p>
<p>Unter den 22 Gründungsstiftern waren einflussreiche Unternehmer der Stadt, etwa der Keksfabrikant Hermann Bahlsen, der Zeitungsverleger August Madsack,<br />
der Fabrikant August Sprengel und der Pelikan-Chef und spätere IHK-Präsident Fritz Beindorff. Rund 70 Personen aus Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft umfasste die Liste der Gründungsmitglieder. Bald nach der Gründung stellten die ersten Künstlerinnen und Künstler in der Kestner Gesellschaft aus, etwa Paula Modersohn (1917), Emil Nolde (1918) oder Paul Klee (1919). Darüber hinaus bot die Kestner Gesellschaft eine Bühne für Konzerte, Vorträge und Lesungen. Unter der Leitung von Dr. Paul Erich Küppers und seiner Frau Sophie Küppers etablierte sie sich als Ort des kulturellen Austauschs. „In den nur sechs Jahren seiner Amtszeit bis zu seinem Tod war es ihm gelungen, die Gesellschaft zu einem für die moderne Kunst tonangebendem Institut in Deutschland zu machen“, heißt es in der Kestner-Chronik.</p>
<p>1922 wurde Eckart von Sydow Direktor. Ihm gelang es, El Lissitzky nach Hannover zu holen. Es war die erste institutionelle Einzelausstellung des russischen Künstlers. Sie markierte seine bahnbrechende Position als Ansager des neuen Vokabulars, das die formale Sprache der Kunst revolutionierte, sowie seine Rolle als Konstrukteur eines institutionellen Denkens, das auf der wissenschaftlichen und erfahrungsbasierten Wahrnehmung und dem innovativen Ansatz der Ausstellungsarchitektur, den Strategien der Inszenierung und einem umfassenden Verständnis des künstlerischen Schaffens beruht. „Lissitzky war sehr jung, 33. Er hat hier durch diese Ausstellung eine besondere Beziehung zu Hannover entwickelt“, berichtet Budak. „Und er hat hier Sophie Küppers kennengelernt,<br />
die Witwe des 1922 verstorbenen ersten Museumsdirektors Dr. Paul Erich Küppers. Sie wäre eigentlich die Nachfolgerin geworden“, so Budak. El Lissitzky<br />
und Sophie Küppers heirateten später. Wegen der sich zuspitzenden Bedingungen im Land – Lissitzky war Jude – verließ er Deutschland 1926, seine Frau folgte ihm wenige Monate später, nach Moskau. Die Kestner-Gesellschaft würdigt in ihrer neuen Ausstellung auch Sophie Küppers für ihre tragende Rolle in der Kestner-Gesellschaft, indem sie ihr eine Stimme gibt. So „spricht“ Sophie Küppers am Anfang der Eröffnung der neuen Lissitzky-Schau zu den Besucherinnen und Besuchern.</p>
<p><strong>Die erste Edition</strong></p>
<p>Nach seiner ersten Ausstellung bei der Kestner Gesellschaft 1923 erarbeitete El Lissitzky gratis eine Mappe mit acht Lithografien, die die Kestner Gesellschaft an Kunstliebhaber verkaufte. „Die Mappe ist so berühmt geworden, sie ist heute beispielsweise im MoMA (Museum of Modern Art, New York) zu sehen“, berichtet Budak. Die Mappe verkaufte sich schnell, es folgte eine zweite. Damit waren die Kestner-Editionen geboren, die es bis heute gibt. Als Lissitzky in Hannover schwer an Lungentuberkulose erkrankte, ermöglichten ihm Ärzte und Freunde einen Aufenthalt in einem Schweizer Sanatorium. Aber die Schweiz verlangte eine Garantie für den monatlichen Lebensunterhalt des Kranken. „Durch Dr. Beindorff, der Lissitzkys Arbeiten sehr bewunderte und einige von ihnen erworben hatte, erhielt Lissitzky von der Firma Günther Wagner (Anm. der Redaktion: aus der später Pelikan hervorging) Reklameaufträge, für die ein Monatsgehalt von 300 Mark festgesetzt wurde. Dadurch war ein beträchtlicher Teil der Aufenthaltskosten in der Schweiz gesichert“, heißt es in der  Kestnerchronik.</p>
<p>Bei den Aufträgen handelte es sich um die später berühmt gewordenen Werbeposter für Tinte und andere Produkte der Marke Pelikan. Auch Alexander Dorner, von 1923 bis 1924 und dritter Direktor der Kestner Gesellschaft, pflegte gute Kontakte in die internationale Kunstszene. Als seine entscheidende Leistung gilt die zusammen mit Justus Bier als Leiter der Kestner Gesellschaft seit 1930 aufgebauten Installationen zum neuen Raumverständnis der Moderne. Dazu gehörten das Abstrakte Kabinett von El Lissitzky, das seit April als Nachbau wieder im Sprengel-Museum in Hannover gezeigt wird, und der Raum der Gegenwart von László Moholy-Nagy.</p>
<p><strong>Was ab Juli gezeigt wird</strong></p>
<p>Mit „Der neue Mensch, der Ansager, der Konstrukteur“ würdigt die Kestner Gesellschaft die bedeutenden Tatsachen ihrer institutionellen Geschichte. Die Ausstellung betont die bahnbrechenden und visionären Aspekte, die der damalige Direktor und Kurator Alexander Dorner sowie andere Vertretende der Avantgarde, die Anfang der 1920er Jahre in Hannover aktiv waren, zu dieser Zeit entwickelten. Und sie untersucht das lang anhaltende Erbe dieser Zeit und ihre Auswirkungen auf den Museumsdiskurs, insbesondere im Hinblick auf Dorners Begriff des „lebendigen Museums“ und El Lissitzkys „imaginäre Räume“, in denen das Kunsterlebnis persönlicher, intensiver und multidimensionaler werden sollte, passend zum Leben eines neuen, modernen Menschen, der in einer sich ständig verändernden Welt voller Kontraste lebt.</p>
<div id="attachment_22209" style="width: 305px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/POster_Kestner_Ges.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22209" class=" wp-image-22209" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/POster_Kestner_Ges-204x300.jpg" alt="" width="295" height="433" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/POster_Kestner_Ges-200x294.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/POster_Kestner_Ges-204x300.jpg 204w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/POster_Kestner_Ges.jpg 312w" sizes="(max-width: 295px) 100vw, 295px" /></a><p id="caption-attachment-22209" class="wp-caption-text">Poster der aktuellen Lissitzky-Ausstellung.</p></div>
<p>Konzipiert als institutionelles Selbstporträt eines prophetischen Künstlers, besteht die Ausstellung aus Archivmaterial und historischen Positionen, die in Konfrontation mit der dekonstruktiven und revisionistischen Lesung des modernistischen Paradigmas durch zeitgenössische Künstler gesetzt werden, mit Arbeiten von: Michelangelo Antonioni, Willi Baumeister, Beaster, Johanna Billing, Martin Boyce, Max Burchartz, Heinrich Dunst, the next Enterprise, Fernanda Fragateiro, Assaf Gruber, Paul Harrison &amp; John Wood, Lajos Kassák, Marlena Kudlicka, Marysia Lewandowska, Felipe Mujica, László Moholy-Nagy, Paulina Ołowska, László Peri, Prinz Gholam, Florian Pumhösl, Susanne Sachsse, Wieland Schönfelder, Kurt Schwitters, Edik Steinberg, Katja Strunz, Nikolai Michailowitsch Suetin. „Die Ausstellung ist ein bisschen wie ein Manifest. Mit der Präsenz der jungen Künstlerinnen und Künstler zeigen wir, wie aktiv Lissitzky heute noch ist“, sagt Adam Budak. „Ich wollte diese Legacy fortsetzen, diese legendären 20er Jahre. Das ist genau das,<br />
was ich mache, wenn ich über Kestner rede oder über Dorner – eine Fadenfigur für kuratorische Praxis und neues Museumsdenken. Er war verbunden mit der Kestner Gesellschaft, er war hier in Hannover. Es könnte nicht besser passen.“</p>
<div id="attachment_22210" style="width: 457px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22210" class=" wp-image-22210" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-300x200.jpg" alt="" width="447" height="298" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-200x133.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-600x400.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-768x512.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-800x533.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-1024x683.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-1200x800.jpg 1200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_4131-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 447px) 100vw, 447px" /></a><p id="caption-attachment-22210" class="wp-caption-text">Das ehemalige Goseriedebad, seit 1997 Sitz der<br />Kestner Gesellschaft. Foto: Barbara Dörmer</p></div>
<p><strong>Wirtschaft als tragende Säule</strong></p>
<p>Bis heute sind Vorstand und Kuratorium der Gesellschaft vorwiegend mit Unternehmerinnen  und Unternehmern, die meisten aus Hannover, besetzt.  Heidelinde Gerhold, Gesellschafterin der GETEC-Gruppe, ist seit 2021 erste Vorsitzende, Nord/LB-Chef Thomas Bürkle ist zweiter Vorsitzender. Kuratoriumsvorsitzender ist Torsten Leue (Talanx), weitere Mitglieder sind etwa Volker Alt (Sparkasse Hannover), Thomas Düffert (Madsack), Karin Hardekopf (Günter Papenburg) oder Dr. Susanna Zapreva (Enercity). Die Namen sind in der Eingangshalle des Museums auf Acryl gedruckt zu lesen. „Die Vorstandsmitglieder funktionieren als Multiplikatoren, die uns dabei helfen, diese Institution zu führen“, so Budak. Und zwar nicht nur ideell, sondern vor allem<br />
auch finanziell. Das Land Niedersachsen fördert die Kestner Gesellschaft mit 700 000 Euro im Jahr. 2400 Mitglieder und 260 Fördermitglieder tragen einen<br />
weiteren Teil zur Finanzierung bei. Die Ausstellungen selbst werden zum Großteil von Wirtschaftsunternehmen und deren Stiftungen finanziert. Die Liste der<br />
Firmenpartner und -förderer umfasst knapp 30 Unternehmen, die meisten haben ihren Sitz in Hannover.</p>
<p>El Lissitzky, Marcel Duchamp, Andy Warhol, Rebecca Horn, Santiago Sierra, Barbara Kruger, Daniel Richter, Thomas Ruff, Guerrilla Girls: Die Kestner  Gesellschaft hat in ihrer langen Geschichte mehr als 700 Gruppen- und Einzelausstellungen ausgerichtet. Immer mit dem Ziel, die aktuell relevante, internationale Kunst ihrer Zeit zu zeigen – als Anreger und nötigenfalls als Erreger.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/06/kestner-gesellschaft-lissitzky/">Kestner Gesellschaft: Zurück zu den Wurzeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>AutoGyro: Auftrieb für professionelle Einsätze</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2023 15:02:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit drei Maschinen, die jetzt in die Türkei gehen, setzt die Hildesheimer AutoGyro GmbH auf den Einstieg in die professionelle Nutzung. Wichtiger Schritt für den Tragschrauber-Hersteller Autogyro: Drei Maschinen wurden Ende Januar in Hildesheim an die türkische Jandarma übergeben, eine der beiden Polizeiorganisationen des Landes. Die zweisitzigen Drehflügler sollen zum Beispiel den Straßenverkehr überwachen,  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/02/autogyro-tuerkei-jandarma/">AutoGyro: Auftrieb für professionelle Einsätze</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1497.6px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><h5><strong>Mit drei Maschinen, die jetzt in die Türkei gehen, setzt die Hildesheimer AutoGyro GmbH auf den Einstieg in die professionelle Nutzung.<br />
</strong></h5>
<p>Wichtiger Schritt für den Tragschrauber-Hersteller Autogyro: Drei Maschinen wurden Ende Januar in Hildesheim an die türkische Jandarma übergeben, eine der beiden Polizeiorganisationen des Landes. Die zweisitzigen Drehflügler sollen zum Beispiel den Straßenverkehr überwachen, bei der Suche und Rettung von Vermissten eingesetzt werden oder Waldbrände erkennen helfen. Es ist das erste Mal, dass Autogyro-Tragschrauber für solche Aufgaben genutzt werden. Die Hoffnung der Hildesheimer: Jetzt einen Fuß in der Tür zu haben, um künftig weitere Betreiber mit ähnlichen Einsatzzwecken zu gewinnen. Bislang werden die rund 3000 bislang gebauten Maschinen nahezu ausschließlich privat genutzt.</p>
<h6><strong>Jetzt auch Höhenflüge &#8230;</strong></h6>
<p>Die Polizeimaschinen für die Jandarma – Stückpreis 280.000 Euro &#8211; basieren auf dem Autogyro Cavalon, einem von drei Baumustern des 1999 gegründeten Unternehmens. Die Version für die Türkei hat einen turbogeladenen Rotax-Motor mit gut 140 PS, der Flüge in größeren Höhen ermöglicht, also auch in Gebirgsregionen. Vor allem wurde der Flieger aber umfassend mit Elektronik ausgerüstet. Neben dem Navigations- und Kommunikationssystemen gehören dazu ein Autopilot und eine Kamerasystem des ukrainischen Herstellers UKRSpec. Das ermöglicht hoch aufgelöste Bilder bei Tag und Nacht, außerdem Infrarot-Aufnahmen und die Übertragung in Echtzeit.</p>
<h6><strong>Kombination von Flugeigenschaften und Elektronik</strong></h6>
<div id="attachment_21205" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21205" class="size-medium wp-image-21205" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web-200x133.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web-400x266.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web-600x400.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web-768x511.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web-800x533.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Cockpit-web.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-21205" class="wp-caption-text">Elektronik macht den Unterschied: Deutlich mehr Technik als im Standard-Cavalon.</p></div>
<p>Die Kombination von Tragschrauber, Elektronik und Kamera bedeutet für Autogyro den Sprung in den Bereich professioneller Nutzung, wie auch Geschäftsführer Gerald Speiche bei der Übergabe der Maschinen deutlich machte. Dass die kleinen Fluggeräte dazu geeignet sind, davon ist man im Unternehmen seit langem überzeugt. Hervorragende Sicht, stabile Flugeigenschaften gerade auch bei niedriger Geschwindigkeit sind dafür die Grundlage. Hinzu kommen Betriebskosten, die einen Bruchteil dessen betragen, was ein Hubschrauber verlangt. In den vergangenen Jahren hatte es auch in Deutschland immer wieder Ansätze gegeben, den Tragschrauber professionell zu nutzen, auch von öffentlichen Betreibern. Bislang setzt aber nur die Wekufly OHG aus Burbach einen Autogyro Cavalon für Vermessungsflüge ein.</p>
<p>Die Tragschrauber-Idee stammt aus den 1920er Jahren. Vor 100 Jahren flog in Spanien erstmals eine von Juan de la Cierva gebaute und Autogiro genannte Maschine. Das Grundprinzip: Die rotierenden Tragflächen werden durch den Fahrtwind angetrieben und nicht wie bei einem Hubschrauber durch ein Triebwerk. Wesentlicher Unterschied ist daher, dass ein Tragschrauber nicht selbstständig in der Luft stehen kann. In den Folgejahren wurde die Idee unter anderem in Deutschland bei Focke-Wulf in Bremen weiterverfolgt. Auf der Kinoleinwand hatten Tragschrauber ihre Auftritte bei James Bond und Mad Max.</p>
<h6><strong>Idee aus den 1920er Jahren </strong></h6>
<p>Vor fast 25 Jahren griff Otmar Birkner in Hildesheim dem Konzept des Tragschraubers wieder auf, zunächst mit einem offenen Modell mit zwei hintereinander angeordneten Sitzen. Später kamen zwei Kabinenversionen mit den Namen Calidus und Cavalon hinzu. Die jetzt übergebenen Cavalon-Maschinen tragen die Zusatzbezeichnung Sentinel, also Wächter, oder auf Türkisch Sentineldie. Die AutoGyro GmbH sieht sich heute als Weltmarktführer bei Tragschrauben, musste aber auch wirtschaftlich schwierige Phasen überstehen. Derzeit werden rund 100 Fluggeräte pro Jahr gebaut.</p>
<h6><strong>Hubschrauberpiloten umgeschult</strong></h6>
<p>Hinter den deutschen, türkischen und ukrainischen liegen fast drei Jahre Entwicklungszeit. Unter anderem wurden in drei Monaten acht Hubschrauber-Piloten umgeschult und ebenso viele Techniker ausgebildet. Die Übergabe an die Jandarma ist gleichzeitig der Start für die weitere Zusammenarbeit, wie AutoGyro-Vertriebschef Mathias Oesterreich erklärt. Dabei geht es unter anderem darum, wie sich die Zusammenarbeit von Pilot und Beobachter entwickelt. Die Erkenntnisse sollen dann auch in die weitere Entwicklung einfließen, so Oesterreich. Vereinbart wurde bereits eine Option für fünf weitere Maschinen.</p>
<p>Die drei Cavalons werden übrigens per Lastwagen an den Bosporus gebracht. Fliegen wäre aber auch möglich: In Tage, sagt Oesterreich, ist man mit dem AutoGyro in Istanbul.</p>
<div id="attachment_21203" style="width: 693px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21203" class="wp-image-21203 size-large" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web-683x1024.jpg" alt="" width="683" height="1024" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web-200x300.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web-400x600.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web-600x900.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web-683x1024.jpg 683w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web-768x1152.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web-800x1200.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2023/02/Autogyro-Nah-web.jpg 1000w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><p id="caption-attachment-21203" class="wp-caption-text">Technik verändert auch das markante Cavalon-Gesicht: Unter der Kabine ist das Kamerasystem angebracht.</p></div>
</div></div></div></div></div>
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		<title>&#8222;Eben nicht abstürzen&#8220;</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2022/12/nord-lb-unternehmen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2022 13:59:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich ging es um die Vorstellung der aktuellen Top-100-Liste der niedersächsischen Unternehmen. Die Nord/LB verband das aber mit einer ersten vorsichtigen Konjunkturprognose. Und der Chefvolkswirt prägte ein neues Wort. Ein „Rezessiönchen“: Das ist es, was Deutschland aus Sicht der Nord/LB im kommenden Jahr zu erwarten hat. Eine endgültige Prognose der Bank kommt zwar erst Mitte  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1497.6px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-2"><h5><strong>Eigentlich ging es um die Vorstellung der aktuellen Top-100-Liste der niedersächsischen Unternehmen. Die Nord/LB verband das aber mit einer ersten vorsichtigen Konjunkturprognose. Und der Chefvolkswirt prägte ein neues Wort.</strong></h5>
<p>Ein „Rezessiönchen“: Das ist es, was Deutschland aus Sicht der Nord/LB im kommenden Jahr zu erwarten hat. Eine endgültige Prognose der Bank kommt zwar erst Mitte Januar. Aber Chefvolkswirt Christian Lips, der an der Seite von Nord/LB-Vorstand Christoph Dieng im Dezember die aktuelle Liste der 100 größten niedersächsischen Unternehmen vorstellte, nutzte das für einen ersten Konjunkturausblick auf 2023. Mit minus 0,6 Prozent für das deutsche Bruttoinlandsprodukt bewegt sich Lips dabei  im Mittelfeld der Vorhersagen. Der Sachverständigenrat etwa ist mit minus 0,2 Prozent noch optimistischer. Aus Sicht der Nord/LB wird die deutsche Wirtschaft lediglich im Winterhalbjahr schrumpfen. Sie käme dann, so Lips, mit einem blauen Auge davon und würde &#8222;eben nicht abstürzen.&#8220;</p>
<h6><strong>Bessere Ausgangslage als noch vor Monaten</strong></h6>
<p>Die Ausgangssituation für die deutsche Wirtschaft sei jedenfalls deutlich besser als noch vor einigen Monaten zu erwarten war, sagte Lips. Volle Speicher, Einsparungen, ein bislang milder Winter sprechen zurzeit dafür, dass es nicht zu einem Gas-Notstand kommen könnte – „nicht in diesem Winter“, schränkte der NordLB-Konjunkturexperte ein. Der Bau des Flüssiggasterminals zeige, dass man viel schaffen könne, „wenn der Druck groß genug ist.“</p>
<h6><strong>Weiter vorsichtig trotz besserer Stimmung</strong></h6>
<p>Vor diesem Hintergrund habe sich zuletzt auch die Stimmung in der Wirtschaft aufgehellt. Allerdings ist aus Sicht der Nord/LB-Beobachter weiterhin Vorsicht angesagt: Es sei jedenfalls noch zu früh, einen nachhaltigen Stimmungsumschwung auszurufen. Selbst wenn bei der Inflation im Euro-Raum möglicherweise im Herbst ein Gipfel erreicht worden sei.</p>
<h6><strong>Unternehmen nach Corona mit Aufholjagd</strong></h6>
<p>Die jährlich aktualisierte Nord/LB-Liste der größten Unternehmen Niedersachsens beruht auf den Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. 2021 sei für viele Unternehmen von großen Aufholeffekten nach dem Corona-Jahr geprägt gewesen, erklärte Christoph Dieng, im Nord/LB-Vorstand unter anderem für Risikomanagement zuständig. Wachstumsmotoren waren das verarbeitende Gewerbe mit einem realen Umsatzplus von 3 Prozent sowie Dienstleistungen und Handel mit 2,8 Prozent. Die starke Spreizung zwischen nominalen und realen Zuwächsen zeigt sich beispielsweise beim Bau: nominal legte die Branche, lange Zeit eine verlässliche Konjunktursäule, um 8 Prozent zu. Real kam ein Rückgang um 0,4 Prozent für 2021 heraus. Für ein solches Auseinanderklaffen zwischen realen und nominalen Werten müsse man schon bis in die 50er Jahre zurückblicken, so Christian Lips.</p>
<h6><strong>&#8222;Beeindruckendes Comeback&#8220;</strong></h6>
<p>Die 100 größten Unternehmen Niedersachsens haben 2021 insgesamt rund 440 Mrd. Euro umgesetzt, etwa zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nord/B-Vorstand Dieng sprach von einem beeindruckenden Comeback, verbunden auch mit einem Personalzuwachs. Der blieb bei einem Plus von etwa einem Prozent, was nach Ansicht der Bank-Experten darauf zurückzuführen ist, dass aufgrund der Arbeitsmarkt-Maßnahmen, in erster Linie Kurzarbeit, der Rückgang in der Hochphase der Corona-Pandemie nicht so stark gewesen sei.</p>
<h6><strong>VW  mit weitem Abstand &#8211; und dann 49 weitere</strong></h6>
<p>Innerhalb der Liste der größten Unternehmen gibt es vergleichsweise wenig Bewegung. Sowohl gemessen am Umsatz als auch an der Wertschöpfung liegt natürlich der VW-Konzern weit vorn, gefolgt vom „ewigen Zweiten“ (Lips) Continental. Auf unterschiedlichen Plätzen unter den Top Zehn folgen jeweils die Salzgitter AG, der Drogerie-Riese Rossmann oder die Dax-Aufsteiger Symrise und Sartorius. Je nach Branche ergeben sich teilweise aber auch deutliche Unterschiede zwischen der Platzierung nach Wertschöpfung und nach Umsatz. Die TÜV Nord AG schafft es gemessen an der Wertschöpfung auf Platz 10, beim Umsatz liegt der Prüfkonzern auf Rang 32. Umgekehrt schaffen Handelsunternehmen wie der Baumarktriese Hagebau oder der Mineralöl-Großhändler Wilhelm Hoyer beim Umsatz auf die vorderen Ränge. Eine Veränderung ist angesichts der großen Betroffenheit der Branche durch Corona sofort nachvollziehbar: Der Reisekonzern TUI ist in der Umsatzliste von Platz 3 auf 11 gerutscht und taucht in der Wertschöpfungsliste für 2021 gar nicht erst auf. Dort schaffte es die bislang gar nicht erfasste EW Group GmbH, ein Life-Sciene-Unternehmen im Bereich Tiermedizin aus Visbek, sofort auf Rang 9.</p>
<h6><strong>Hannover im Zentrum &#8211; starke IHK-Region</strong></h6>
<p>In der Liste wird auch die regionale Verteilung der Großunternehmen in Niedersachsen deutlich. Von den 50 wertschöpfungsstärksten Firmen in Niedersachsen kommen 29 aus dem Bereich der IHK Hannover, mit der Landeshauptstadt als Zentrum. Das zeigt sich noch ausgeprägter im Bereich der Versicherungswirtschaft: Sieben der zehn größten Versicherer, darunter die vier beitragsstärksten, haben ihren Sitz in Hannover.</p>
<p>Die 100 größten Unternehmen in Niedersachen: <a href="https://www.nordlb.de/fileadmin/redaktion/Presse/pdf/2022/Die_100_groessten_Unternehmen_in_Niedersachsen_2021.pdf" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> geht es zur Liste.</p>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2022/12/nord-lb-unternehmen/">&#8222;Eben nicht abstürzen&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Wettbewerb fördert KI-Projektideen für intelligente Produktion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[doermer.b]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 11:07:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vorzugsweise Startups oder kleine und mittlere Unternehmen, die Projekt zur Implementierung Künstlicher Intelligenz (KI) vorantreiben wollen, können bis zum 30. November 2022 beim Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover ihre Konzeptideen einreichen. Die besten vier bis sechs Projektvorschläge erhalten für die Umsetzung eine Förderung von bis zu 25.000 Euro. Die Kleinprojekte sollen Beispiele und Lösungsansätze  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vorzugsweise Startups oder kleine und mittlere Unternehmen, die Projekt zur Implementierung Künstlicher Intelligenz (KI) vorantreiben wollen, können bis zum 30. November 2022 beim Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover ihre Konzeptideen einreichen.</p>
<p>Die besten vier bis sechs Projektvorschläge erhalten für die Umsetzung eine Förderung von bis zu 25.000 Euro. Die Kleinprojekte sollen Beispiele und Lösungsansätze für die nutzbringende Anwendung von KI in der Produktion aufzeigen und so die Angebote von IIP-Ecosphere sinnvoll ergänzen. Dabei sind Bewerbungen mit Projekten in den Kategorien I (KI-Demonstratoren) und II (KI-Plattformkomponenten) möglich. Nach der Auswahlphase haben die Gewinner vier bis maximal sechs Monate Zeit für die Umsetzung ihrer Projektideen.<br />
Der Wettbewerb ist ein Teil des Förderprojekts „IIP-Ecosphere &#8211; Next Level Ecosphere for Intelligent Indstrial Production“, der durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird und seit 2019 Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft vernetzt. Aktuell sind 18 Konsortial- und 57 assoziierten Partnern angebunden; darunter auch die Industrie- und Handelskammer Hannover. In diesem Ökosystem werden intelligente Produktionsschritte und anwendungsorientierte KI-Methoden sowie innovative Geschäftsmodelle für die nächste Generation der Industrie 4.0 entwickelt. Zudem werden rechtliche, organisatorische und technische Rahmenbedingungen erarbeitet, damit Daten einfacher und sicherer zur Verbesserung und Entwicklung neuer Dienste geteilt werden können.</p>
<p>Kontakt: Susanne Oetzmann<br />
Regional Innovation Hub (RIH)<br />
IIP-Ecosphere<br />
Forschungszentrum L3S<br />
Leibniz Universität Hannover<br />
Appelstr. 9a, 30167 Hannover<br />
Tel. 0511/762-19334<br />
E-Mail: <a href="mailto:oetzmann@L3S.de">oetzmann@L3S.de</a></p>
<p><a href="http://www.iip-ecosphere.de">www.iip-ecosphere.de</a></p>
<p><a href="https://www.iip-ecosphere.de/ideenwettbewerb/">Nähere Informationen zum Thema finden Sie unter</a><br />
https://www.iip-ecosphere.de/ideenwettbewerb/[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
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		<title>Geschichte bewahren und nutzen</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2022/11/geschichte-bewahren-und-nutzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[doermer.b]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2022 15:49:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dicht Dran]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Niedersächsisches Wirtschaftsarchiv]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Mag sein, dass angesichts so vieler Krisen Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte gerade heute nicht ganz oben auf der Liste steht. Trotzdem haben die IHK und das Niedersächsische Wirtschaftsarchiv im September eine Tagung in Hannover organisiert: Wie lässt sich Geschichte bewahren, und wie kann man sie nutzen? Geschichte ist ein Riesenthema. Und begeistert Menschen. Hört sich komisch  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2022/11/geschichte-bewahren-und-nutzen/">Geschichte bewahren und nutzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<span style="font-family: Verdana, arial; font-size: 16px;">Mag sein, dass angesichts so vieler Krisen Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte gerade heute nicht ganz oben </span><span style="font-family: Verdana, arial; font-size: 16px;">auf der Liste steht. Trotzdem haben die IHK und das Niedersächsische Wirtschaftsarchiv im September eine Tagung </span><span style="font-family: Verdana, arial; font-size: 16px;">in Hannover organisiert: Wie lässt sich Geschichte bewahren, und wie kann man sie nutzen?</span></p>
<p>Geschichte ist ein Riesenthema. Und begeistert Menschen. Hört sich komisch an? Aber dafür sprechen Berge von historischen Romanen und Sachbüchern. Gerne genommen: Bildbände mit historischen Fotos. Filme, und inzwischen vor allem Serien: Babylon Berlin. Programmfüllende Dokumentationen. Reisen. Ahnenforschung. Der große Bereich der Technikgeschichte. Inzwischen längst auch Computerspiele. Auch in den tagesaktuellen Medien ist Geschichte immer wieder Thema.</p>
<p>Eigentlich Grund genug für Unternehmen, sich mit dem zu beschäftigten, was auf gut Englisch History Marketing heißt. Geschichte ist aber auch Teil des regionalen Bewusstseins, trägt zum Bild eines Standortes bei: Also Grund genug auch für die IHK Hannover, gemeinsam mit dem Niedersächsischen Wirtschaftsarchiv in Wolfenbüttel Unternehmen und Geschichtsfachleute aus der Wissenschaft und aus den Archiven zusammenzubringen. Angeregt hatte eine solche Veranstaltung Dr. Sabine Graf, Präsidentin des Niedersächsischen Landesarchivs, und IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt nahm diese Idee dann unmittelbar auf.</p>
<p>„Unternehmen machen Geschichte. Und Unternehmen haben Geschichte.“ So brachte Dr. Ingo Köhler vom Hessischen Wirtschaftsarchiv bei der Tagung in Hannover die beiden Seiten auf den Punkt. Sie prägen &#8211; auch mit ihrer Vergangenheit &#8211; eine Region, so Köhler. Aber warum sollten sich Unternehmen mit ihrer Geschichte beschäftigen? Jedenfalls nicht nur, um damit zu werben, auch wenn der Titel der Veranstaltung in der IHK – Geschichte für morgen: History Marketing und Archivmanagement – diesen Zweck betonte. Dr. Hartmut Berghoff, als Professor an der Uni Göttingen einer der renommiertesten Unternehmenshistoriker in Deutschland, nannte weitere Punkte. Einer davon: aus der Geschichte lernen. Wie Ingo Köhler nimmt er Henry Ford als klassisches Beispiel. Mit dem Fließband setzte er eine zukunftsträchtige Idee um. Aber aus der Vergangenheit hätte er lernen können, dass das ewig schwarze Model T nicht ewig ein Verkaufsschlager bleiben würde &#8211; und sich so eine Unternehmenskrise erspart. Grundsätzlich betonte Berghoff, dass Geschichte Orientierung gibt und wies auf die historische Bedingtheit der Gegenwart hin: Was für Menschen gilt, die ihre persönliche Geschichte pflegen, lasse sich auf Organisationen übertragen. Erinnerungskultur ist auch in Unternehmen sinnvoll. Anders gesagt: Tradition hat nur, wer sie kennt. Oder mit den Worten von Ingo Köhler: „Zukunft braucht Herkunft.“</p>
<p>Andere Aspekte, warum es sinnvoll ist, sich mit Unternehmensgeschichte zu beschäftigten, sind noch handfester. Immer wieder geht es um Rechts- und Haftungsfragen: Wie lassen sich Ansprüche bis hin zu Urheberrechten untermauern, wenn nicht durch den Rückgriff auf historisches Material? Das gilt genauso, wenn es darum geht, in der Öffentlichkeit erhobene Vorwürfe zu entkräften, die heutzutage vorzugsweise als Shitstorm über Unternehmen hereinbrechen können.</p>
<p>Auch für den Unternehmenshistoriker Berghoff sind aber Marketing und Imagepflege wesentlich. Neben der Tradition, mit der viele Unternehmen punkten, lassen sich Qualität, Einzigartigkeit oder Glaubwürdigkeit aus der Geschichte ableiten: „Helden haben immer eine Kindheit“, so Berghoff. Unternehmen wie Tesla, die auch ohne Geschichte ihr Image aufgebaut haben, dürften eher eine Ausnahme sein. Auch Werte, die für die Attraktivität als Arbeitgeber wichtig sind, wie Zuverlässigkeit, Sicherheit und das Festhalten an einem sinnvollen Unternehmensziel &#8211; heute oft als Purpose bezeichnet &#8211; werden in der Unternehmensgeschichte sichtbar.</p>
<p><strong>Zehn Wirtschaftsarchive bundesweit</strong></p>
<p>Für das alles ist unverzichtbar, dass es überhaupt noch historisches Material gibt, entweder in unternehmenseigenen Archiven oder in öffentlichen. Die regional ausgerichteten Wirtschaftsarchive, von denen es bundesweit insgesamt zehn gibt, sind dabei so etwas wie eine deutsche Spezialität, so Dr Karl-Peter Ellerbrock vom Westfälischen Wirtschaftsarchiv in Dortmund. Das verfügt über rund zehn Regalkilometer an Material, etwa 900 Bestände, von denen einige bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Gegründet wurde das Archiv 1941, zehn Jahre später die Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte, die &#8211; neben anderen Veranstaltungen und Initiativen – aus das Projekt Archiv &amp; Schule angeschoben hat: Geschichte erleben, Wirtschaft verstehen.</p>
<p>Nordrhein-Westfalen ist dabei mit gleich zwei Wirtschaftsarchiven wohl besonders gut aufgestellt. Neben dem in Dortmund gibt es das noch ältere Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsarchiv in Köln. Gegründet 1906 und damit ziemlich genau, als in Hannover das Handels- und Industriemuseum entstand: Mag sein, dass auch nach einem guten halben Jahrhundert der Industrialisierung das Bedürfnis wuchs, die Zeit der Umwälzung zu dokumentieren. Das hannoversche Museum war allerdings kein Archiv, es wurde im 2. Weltkrieg zerstört.</p>
<p>Das Niedersächsische Wirtschaftsarchiv in Wolfenbüttel ist weit jünger als die Institutionen im Westfalen und im Rheinland. Gegründet wurde es 2005, ebenso mit dem Ziel, so etwas wie das Gedächtnis der regionalen Wirtschaft zu sein. Das zu erreichen, wird nicht unbedingt einfacher, wenn auch die Unternehmen immer jünger werden. Deren Lebenserwartung sinkt ständig, erklärte in Hannover Dr. Brage. Bei der Wieden, der Leiter des Archivs. Sie liegt nach seinen Worten heute bei acht bis zehn Jahren.</p>
<p><strong>Übergabe historischer Dokumente an die Müllabfuhr</strong></p>
<p>Material fürs Archiv? Eher Fehlanzeige. „Viel ist es nicht, was von der niedersächsischen Wirtschaft übrig bleibt“, so die Befürchtung von Bei der Wieden. Allerdings wird auch an anderen Orten historisches Material aus der Wirtschaft gesammelt, sagte der Archivleiter und wies auf die Rolle der Stadtarchive hin. Zudem wissen manche Unternehmen gar nicht, was sie noch in den Kellern haben: Karl-Peter Ellerbrock nannte als Beispiel einen Münsteraner Verlag, der erst durch die Zusammenarbeit mit den Archivfachleuten die Bedeutung alter Daguerreotypie erkannte. Beim Aufräumen der Keller kommt es aber immer wieder zu einem Schauspiel, das Hartmut Berghoff als „übliche Tragödie der Übergabe historischer Dokumente an die Müllabfuhr“ beschrieb. Ein Unternehmen, das um die Bedeutung seiner Geschichte weiß, ist VW: Mit zehn Kilometern historischer Akten hat der Konzern allein genauso viel wie das Dortmunder Wirtschaftsarchiv. Daraus werden jährlich rund 10.000 Anfragen aus aller Welt beantwortet, sagte Dr. Dieter Lindenberger bei der hannoverschen Tagung. Er leitet innerhalb der Konzernkommunikation den Bereich Heritage, was sich sowohl mit Kulturgut als auch Erbe übersetzen lässt: wie passend.</p>
<p>Natürlich geht es oft um Auto, Motor und Technik – und damit um VW als Kultmarke. Aber über das Archiv werden auch Fragen beantwortet, die aus dem Unternehmen selbst kommen, zum Beispiel aus der Rechtsabteilung. Ebenso können Landenberger und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Krisenkommunikation unterstützen, wenn es nötig wird. Hinzu kommt etwas, das bei VW inzwischen lange Tradition hat: Erinnerungskultur. Das Gedenken an Auschwitz hat dabei eine besondere Rolle. Seit über 30 Jahren besuchen VW-Auszubildende den Ort des ehemaligen Vernichtungslagers und engagieren sich in Projekten des Internationalen Auschwitz-Komitees, oft gemeinsam mit polnischen Jugendlichen. Und auf dem Werksgelände in Wolfsburg gibt es eine Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit bei VW, die einzige dieser Art, so Lindenberger. Der Konzern hatte diesen Teil seiner Geschichte bereits Mitte der 90er Jahre umfassend untersuchen lassen.</p>
<p><strong>Deutungshoheit gewinnen und sprechfähig sein </strong></p>
<p>Verantwortung für die eigene Geschichte übernehmen: Das betonte auch Dr. Andrea Schneider-Braunberger von der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. Sie beobachtet auch eine steigende Bereitschaft, genau das auch zu tun. Sprechfähig sein, die Deutungshoheit über die eigene Geschichte gewinnen &#8211; Authentizität und Vertrauen sind dabei die Stichworte. Im Bereich der IHK Hannover haben zum Beispiel die Versicherungsgruppe VGH, der Laborausrüster Sartorius, die Verlagsgesellschaft Madsack und zuletzt Continental ihre Geschichte während des Nationalsozialismus untersuchen lassen, und zur IHK Hannover läuft aktuell ein Promotionsprojekt. Auf jeden Fall gilt, so Schneider-Braunberger: „Professioneller Umgang mit der Geschichte lohnt sich.“ Wobei daraus, das betont sie ebenfalls, auch Konflikte entstehen können. Dazu gehört auch, dass überliefertes, lieb gewonnenes Wissen sich bei genauer Betrachtung als nicht haltbar erweist.</p>
<p>Und die Zukunft der Geschichte in den Archiven? Ist natürlich digital. Achim Korres ist bei der Freudenberg-Gruppe mit Sitz im hessischen Weinheim für das Enterprise Content Management zuständig, was sich nur halbwegs richtig mit Dokumentenmanagement übersetzen lässt. Korres sieht viele Unternehmen in einem sensiblen Übergang in die digitale Welt, denn: „Das Wissen um Registratur und Ablage ist verloren gegangen.“ Explorer-Strukturen statt Leitz-Ordner: Übersicht und Kontext von Dokumenten drohen bei diesem Übergang zu verschwinden. Es geht also darum, den kompletten Prozess &#8211; ein Dokument erstellen, es tatsächlich nutzen, eine Aufbewahrungsfrist festlegen, danach über eine Archivierung entscheiden und einen kleinen Teil dann auch dauerhaft aufzubewahren &#8211; digital abzuwickeln.</p>
<p>Wenn solche Dokumente dann in ein öffentliches Wirtschaftsarchiv übergehen, sind jedenfalls die Schritte nicht mehr erforderlich, die Brage Bei der Wieden in Hannover mit einem ganzen Beutel Bürometall anschaulich machte: Papier, das erhalten bleiben soll, muss zunächst von so etwas vollständig befreit werden.</p>
<p>Spaß macht das eher nicht. Es ist aber nur ein Randaspekt, denn die Beschäftigung mit Geschichte kann ja auch Freude machen. „Jenseits allen Nutzenbezugs“, so Professor Hartmut Berghoff, „ist Geschichte spannend an sich.“ Auch, wenn diese Sicht bei einem Historiker nicht überrascht: Das breite Interesse am Riesenthema Geschichte zeigt, dass das von vielen Menschen jedenfalls in Deutschland ähnlich gesehen wird.</p>
<h6><strong>Schauplätze der Wirtschaftsgeschichte</strong></h6>
<p>Viele spannende Unternehmensgeschichten und eine rege Landschaft mit firmenhistorischen Projekten in Niedersachsen: So sieht es Professor Hartmut Berghoff. Im kommenden Jahr wird die IHK Hannover in loser Folge Veranstaltungen unter dem Titel „Schauplätze der Wirtschaftsgeschichte“ anbieten. Sie haben daran Interesse? Sie kennen einen solchen Schauplatz? Oder suchen Kontakt zu den Referenten der Tagung in Hannover? Nehmen Sie Kontakt auf mit Klaus Pohlmann, IHK Hannover, Tel. 0511 3107-269, <a href="mailto:klaus.pohlmann@hannover.ihk.de">klaus.pohlmann@hannover.ihk.de</a></p>
<p><a href="https://nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/11/SKM_C25822101710321-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19770" src="https://nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/11/SKM_C25822101710321-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][/vc_column][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
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