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	<title>Niedersachsenmetall Archive - NW IHK</title>
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		<title>Anlass zu Optimismus &#8211; aber Lockdown drückt die Stimmung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2021 13:21:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es mit dem Impfen klappt, ist der Rahmen für eine Aufholjagd der Wirtschaft da: So sehen es die Volkswirte der Nord/LB in ihrer aktuellen Prognose. Die nahezu gleichzeitig vorgelegten Umfrageergebnisse von NiedersachsenMetall zeigen aber einen Stimmungsrückschlag über den Jahreswechsel durch den zweiten Lockdown.   Aus Sicht der Nord/LB wird Niedersachsens Wirtschaft in diesem Jahr  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/01/prognose-lockdown-niedersachsen-2/">Anlass zu Optimismus &#8211; aber Lockdown drückt die Stimmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6><strong>Wenn es mit dem Impfen klappt, ist der Rahmen für eine Aufholjagd der Wirtschaft da: So sehen es die Volkswirte der Nord/LB in ihrer aktuellen Prognose. Die nahezu gleichzeitig vorgelegten Umfrageergebnisse von NiedersachsenMetall zeigen aber einen Stimmungsrückschlag über den Jahreswechsel durch den zweiten Lockdown.</strong></h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus Sicht der Nord/LB wird Niedersachsens Wirtschaft in diesem Jahr um 3,3 Prozent zulegen. Damit fiele das BIP-Wachstum im Land etwas geringer aus als im Bundesdurchschnitt, den die Volkswirte der Bank bei 3,5 Prozent sehen. Die nach und nach erwartete Erholung wird sich danach auch 2022 mit einem erwarteten Zuwachs des deutschen Bruttoinlandsprodukts um gut 4 Prozent fortsetzen.</p>
<p>Mit ihrer Prognose zu Jahresbeginn sendet die Nord/LB grundsätzlich optimistische Signale. Die deutsche Wirtschaft sei im europäischen Vergleich 2020 besser durch die Krise gekommen als die meisten der anderen großen Volkswirtschaften. Erst tags zuvor hatte das Statistische Bundesamt einen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um fünf Prozent gemeldet, während in Italien und Frankreich der Wirtschaftseinbruch auf über neun Prozent und in Spanien sogar auf mehr als zwölf Prozent geschätzt wurde. Neben guten Voraussetzungen – leistungsfähiges Gesundheitssystem, bessere Ausgangslage bei den öffentlichen Finanzen, stärkere Rolle der Industrie statt beispielsweise Tourismus – sei auch Glück dabei gewesen, weil die Pandemie zunächst insbesondere Italien getroffen habe und Deutschland sich dadurch vorbereiten konnte. Auch seien die coronabedingten Einschränkungen in Deutschland vergleichsweise weniger streng und kürzer gewesen – bislang.</p>
<p>Nord/LB-Vorstand Christoph Dieng verwies neben den im europäischen Vergleich weniger drastischen Auswirkungen für die Wirtschaft auf weltweite Entwicklungen und Prognosen. Das Wachstum des globalen BIP sieht er 2021 bei 5,5 Prozent, der Welthandel werde um 8,5 Prozent zulegen. Für Europa könnten sich die USA wieder zu einem verlässlicheren Partner entwickeln. Dagegen werde die Konkurrenz zwischen den Vereinigten Staaten und China unvermindert fortbestehen. Für die US-Wirtschaft sieht Dieng in diesem Jahr ein Plus von 3,5 Prozent, und die Chinesen sind sowieso schon wieder auf dem Wachstumspfad. Die Einigung beim Brexit sei ein weiteres positives Signal. Außerdem werde werde es bei einer expansiven Geldpolitik bleiben. Alles zusammen hat an den Aktienmärkten aus Diengs sich für „fast schon zuviel“ Euphorie gesorgt.</p>
<p>Corona schwebt als Damoklesschwert aber weiterhin über allem. Die Aufholjagd der kommenden Monate ist davon abhängig, dass das Virus keinen Strich durch die Rechnung macht. Aus Sicht von Chefvolkswirt Christian Lips heißt das zunächst, dass die Impfkampagne planmäßig weiterläuft – insbesondere ohne Rückschläge durch Mutationen oder fehlende Impfbereitschaft in der Bevölkerung.</p>
<p>Lips sieht durch die aktuellen Maßnahmen im vierten Quartal eher eine Pause in der wirtschaftlichen Erholung nach einer rasanten Erholung im Sommer. Für die zweite Welle der Pandemie – vergleichbar mit dem Verlauf der Spanischen Grippe vor rund 100 Jahren – seien die Unternehmen besser vorbereitet gewesen. Insbesondere hätten diesmal, anders als im Frühjahr, die Lieferketten weitgehend gehalten.</p>
<p>Gerade bei der Industrie zeigen die zeitgleich mit der Nord/LB-Prognose veröffentlichten Umfrageergebnisse von NiedersachsenMetall allerdings ein eingetrübtes Bild. In wenigen Wochen hat sich von Dezember auf Anfang Januar die Einschätzung in der niedersächsischen Industrie angesichts neuer Einschränkungen und Unsicherheiten zusehends verschlechtert. Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt: “Nach dem Katastrophenjahr 2020 sind die positiven Erwartungen für Produktion und Umsatz über Weihnachten und den Jahreswechsel deutlich eingebrochen. Der für 2021 erhoffte Aufholprozess beginnt von Woche zu Woche wackeliger zu werden.“ Schmidt wies darauf hin, dass sich die niedersächsische Industrie ohnehin bereits seit rund zwei Jahren in einem „rezessiven Umfeld“ bewege. Er betonte einmal mehr, dass sich die für das Land so wichtige Automobilindustrie unabhängig von der Pandemie in einem grundlegenden Strukturwandel sei.</p>
<p>Drei Viertel der Unternehmen in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie verzeichneten im vergangenen Jahr nach Schmidts Worten Produktionsrückgänge von 20 Prozent. Die Umsatzeinbußen fielen noch stärker aus, wobei die Automobilindustrie mit ihren vielen mittelständisch geprägten Zulieferern besonders heftig getroffen wurde. Mit den schärferen Corona-Maßnahmen verflog teilweise der Dezember-Optimismus. Gingen die Unternehmen für 2021 durchschnittlich von einem zehnprozentigen Produktionsplus aus, liegt dieser Wert aktuell bei sechs Prozent. Zur Beurteilung der Lage zog Schmidt vor allem die Investitionen heran. Die seien in der aktuellen Situation nicht nur vermehrt auf Eis gelegt: Ganz überwiegend würden ohnehin nur Rationalisierungs- und damit Ersatzinvestitionen geplant, keine zur Erweiterung: &#8222;Arbeitsplätze schafft das nicht.&#8220; Besonders ausgeprägt sei das wiederum in der Automobilindustrie. Schmidt warnte vor diesem Hintergrund vor Alarmismus in der Corona-Debatte. Die entziehe jeder wirtschaftlichen Planung die Grundlage.</p>
<p>Gerade mit Blick auf die starke niedersächsische Industrie zeigte sich Dr. Eberhard Brezski, der bei der Nord/LB die regionale Wirtschaft beobachtet, für das Gesamtjahr optimistisch. Allerdings sieht er den wirtschaftlichen Einbruch im Land mit minus 5,4 Prozent etwas stärker als im Bundesdurchschnitt, die Erholung mit 3,3 Prozent dagegen leicht schwächer.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Konjunktur: Metall- und Elektroindustrie sieht 60.000 Arbeitsplätze in Gefahr</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2020 08:27:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Corona-Pandemie stellt die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie vor nie gekannte existentielle Herausforderungen. Das ergab eine Umfrage der Arbeitgeberverbände, an der sich 814 Unternehmen, schwerpunktmäßig aus der Industrie, aber auch aus dem Bereich Handel und Dienstleistungen, beteiligt haben. Die Corona-Pandemie stellt die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie vor nie gekannte existentielle Herausforderungen. Das ergab eine Umfrage  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Die Corona-Pandemie stellt die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie vor nie gekannte existentielle Herausforderungen. Das ergab eine Umfrage der Arbeitgeberverbände, an der sich 814 Unternehmen, schwerpunktmäßig aus der Industrie, aber auch aus dem Bereich Handel und Dienstleistungen, beteiligt haben.</h5>
<p>Die Corona-Pandemie stellt die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie vor nie gekannte existentielle Herausforderungen. Das ergab eine Umfrage der Arbeitgeberverbände, an der sich 814 Unternehmen, schwerpunktmäßig aus der Industrie, aber auch aus dem Bereich Handel und Dienstleistungen, beteiligt haben.</p>
<p><strong>75 Prozent der Unternehmen erwarten Verschlechterung</strong><br />
Die Umsätze in der Metall- und Elektroindustrie liegen derzeit im Schnitt rund 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Etliche Unternehmen fahren mit weniger als 50 Prozent Auslastung. 75 Prozent der Unternehmen gehen sogar davon aus, dass sich die Auftragslage im zweiten Halbjahr noch einmal verschlechtern wird.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die große Mehrheit der Unternehmen das Jahr 2020 bereits abgehakt hat. Als Folge weiterer ausbleibender Aufträge ist eine Zuspitzung der Krise im Maschinenbau im Herbst wahrscheinlich. Entsprechend erwartet das Gros der Unternehmen keine Belebung der Konjunktur vor Jahresmitte 2021. Angesichts dessen, dass sich die Liquiditätslage der Betriebe im Herbst verschärfen wird, gilt mehr denn je die Maxime „Cash is King“. Staatliche Überbrückungshilfen in Form von Zuschüssen sind dafür dringend notwendig.</p>
<p>Zudem haben die Liquiditätsengpässe erhebliche personelle Anpassungsmaßnahmen zur Folge: 90 Prozent der Industriebetriebe und der Betriebe in Handel und Gastronomie ersetzen freiwerdende Stellen derzeit nicht. Gemäß der Umfrageergebnisse werden die meisten Unternehmen auch 2021 daran festhalten. Jedes dritte Industrieunternehmen plant im Jahr 2020 darüber hinaus betriebsbedingte Kündigungen.</p>
<p>„Wir erwarten, dass dieses Jahr etwa 30.000 Stellen verloren gehen, zu einem größeren Teil als Folge der Nicht-Wiederbesetzung von freiwerdenden Stellen, aber auch als unmittelbare Folge von Entlassungen. Wir gehen nach derzeitigem Stand für 2021 von einem weiteren Stellenverlust in ähnlicher Größenordnung aus“, resümiert Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Niedersachsen.</p>
<p><strong>Insolvenzwelle ist zu erwarten</strong><br />
Schmidt kommt weiterhin zu der Schlussfolgerung, dass ab Herbst eine Insolvenzwelle zu erwarten ist und diese sich auf den Arbeitsmarkt durchschlagen wird. Er mahnt davor, dass die gegenwärtige Ruhe trügerisch ist. „Was mich in besonderer Weise umtreibt ist der Umstand, dass wir es vielfach mit echten Strukturanpassungen zu tun haben, die eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins südosteuropäische Ausland zur Folge haben. Diese Arbeitsplätze sind unwiederbringlich weg.“</p>
<p>Schmidt stellt abschließend konkrete Forderungen an die Politik, um der beispiellosen wirtschaftlichen Situation entgegenzuwirken und die Standortattraktivität zu fördern: „Aus unserer Sicht ist jetzt alles dafür zu tun, die Pferde wieder zum Saufen zu bringen, das heißt. aus unserer Sicht aber nicht nur durch eine reine Nachfragepolitik, sondern vor allem über steuerliche Maßnahmen, die den Unternehmen wieder neue Kraft geben, zu investieren und am Standort zu bleiben. Hier halten wir eine deutliche Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags für zwingend, die komplette Abschaffung der EEG-Umlage, die Senkung der Körperschaftssteuer und die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlages. Wichtig ist vor allem das hiervon ausgehende psychologische Signal an die Wirtschaft.“</p>
<p>Wichtig sei jetzt ein ganz kräftiges politisches Signal an die Unternehmen, das hilft, die angeknackste Psychologie in großen Teilen der Wirtschaft zu stabilisieren.</p>
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		<title>Konjunktur: Industrie vor Vollbremsung</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jan 2020 12:37:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kein Licht am Ende des Tunnels, mit dieser düsteren Konjunkturprognose für 2020 für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie, den Maschinenbau und die Automobilindustrie schließt der Branchenverband Niedersachsenmetall im Januar den Reigen der Konjunkturausblicke im Land ab. „Unsere Industrie befindet sich in der Rezession“, sagte Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer der Gemeinschaft der Arbeitgeberverbände. Die aktuelle Lage  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/01/konjunktur-niedersachsenmetall-industrie-2020/">Konjunktur: Industrie vor Vollbremsung</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Kein Licht am Ende des Tunnels, mit dieser düsteren <strong>Konjunkturprognose für 2020</strong> für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie, den Maschinenbau und die Automobilindustrie schließt der Branchenverband Niedersachsenmetall im Januar den Reigen der Konjunkturausblicke im Land ab.</h5>
<p>„Unsere Industrie befindet sich in der Rezession“, sagte Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer der Gemeinschaft der Arbeitgeberverbände. Die aktuelle Lage werde nach einer aktuellen Umfrage unter ihren Mitgliedsbetrieben von über der Hälfte der Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie als schlecht beurteilt, und die Mehrheit aller Unternehmen erwarte eine weitere Verschlechterung der Auftragslage im ersten Halbjahr 2020. Die Automobilkrise fresse sich in der Industrie weiter durch, so Schmidt. Solche Umfragewerte in der Industrie habe es zuletzt im Zuge der Finanzkrise vor elf Jahren gegeben.</p>
<p>Der Branchenverband rechnet in der Metall- und Elektroindustrie mit Einbrüchen bei den Investitionsplanungen, etwa bei 80 Prozent der Automobilzulieferer, die ihre Investitionsbudgets in diesem Jahr streichen oder kürzen, einen deutlichen Anstieg der Planung von Kurzarbeit in der Industrie im nächsten Halbjahr und insbesondere im Autosektor durch das Zusammenwirken von Nachfragerückgang und Strukturwandel einen Personalabbau.</p>
<p>„Wir werden es 2020 mit schwächeren Märkten zu tun haben“, ist sich Schmidt sicher. Zwar gebe es leichte Entspannungen, etwa im Handelskonflikt USA und China, die Belastung durch den in Kürze anstehenden Brexit etwa für den niedersächsischen Maschinenbau werde aber stark unterschätzt.</p>
<p>Für den Hauptgeschäftsführer der niedersächsischen Industriearbeitgeberverbände sei jetzt die Politik mit pragmatischen Lösungen gefordert: Mit einer Wiedereinführung der degressiven Abschreibung, um kurzfristig die Liquidität und Investitionskraft der Unternehmen zu stärken. Mit Sonderregeln und Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld in Anlehnung an das Modell von 2009. Und nicht zuletzt mit der vollständigen Abschaffung des Solidaritätszuschlags, als Hebel für die Förderung privater Investitionen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/01/konjunktur-niedersachsenmetall-industrie-2020/">Konjunktur: Industrie vor Vollbremsung</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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