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	<title>Lebensmittel Archive - NW IHK</title>
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		<title>Tafeln: Gerüstet für größere Aufgaben</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2024 12:00:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Etappenziel für das westliche Niedersachsen: In Börger nahe der niederländischen Grenze im Emsland ist das erste regionale Verteilzentrum der niedersächsischen Tafeln offiziell eröffnet worden. Ein weiteres ist in der Region Hannover geplant. Die Suche läuft. Platz für rund 200 Paletten mit Trockenware, außerdem ein Kühl- sowie ein Tiefkühlraum, die jeweils 30 Paletten fassen: Das bietet  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/06/tafeln-verteilzentrum/">Tafeln: Gerüstet für größere Aufgaben</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Etappenziel für das westliche Niedersachsen: In Börger nahe der niederländischen Grenze im Emsland ist das erste regionale Verteilzentrum der niedersächsischen Tafeln offiziell eröffnet worden. Ein weiteres ist in der Region Hannover geplant. Die Suche läuft.<br />
</strong></h5>
<p>Platz für rund 200 Paletten mit Trockenware, außerdem ein Kühl- sowie ein Tiefkühlraum, die jeweils 30 Paletten fassen: Das bietet das erste Verteilzentrum der niedersächsischen Tafeln in Börger im Emsland. Auch in der Region Hannover soll ein solches Verteilzentrum eingerichtet werden. Hier ist Uwe Lampe, Vorsitzender des Landesverbandes der Tafeln in Niedersachsen und Bremen, noch auf der Suche nach passenden Räumen. Die Verteilzentren sollen in Niedersachsen eine Lücke füllen.</p>
<h6><strong>Auifnahmebereit für größere Spenden</strong></h6>
<p>Bundesweit gibt es bereits rund 30 dieser Einrichtungen für die Tafeln in den jeweiligen Ländern. Sie schaffen eine Möglichkeit für Hersteller und Handelsunternehmen, um Waren in größeren Mengen bereitzustellen. Bundesweit gibt es inzwischen rund 1000 Tafeln.</p>
<div id="attachment_25093" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25093" class="size-medium wp-image-25093" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-200x152.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-300x228.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-400x304.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-600x456.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-768x584.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-800x609.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-1024x779.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK-1200x913.jpg 1200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_0291_CMYK.jpg 1404w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-25093" class="wp-caption-text">Tafel-Landesvorsitzender Uwe Lampe.</p></div>
<p>Bereits bevor das Verteilzentrum in Börger offiziell die Arbeit aufnahm, erklärte Niedersachsens Verbraucherschutzministerin Miriam Staudte gegenüber der NW, sie freue sich über die neue diese neue Möglichkeit: „Mein Haus fördert die Logistikorganisation mit knapp 2 Mio. Euro“, erklärte Staudte. „In den Räumlichkeiten können nun die Großspenden der Lebensmittelhersteller aus ganz Deutschland entgegengenommen, registriert, zwischengelagert und an die mehr als 100 Tafeln in Niedersachsen verteilt werden. So können wir Warenströme erreichen, die aufgrund ihrer Größe bislang nicht von den einzelnen Tafeln abgenommen werden konnten. Dies ist ein großer Schritt für mehr Lebensmittelrettung in Niedersachsen.“</p>
<div id="attachment_25094" style="width: 268px" class="wp-caption alignright"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25094" class="size-medium wp-image-25094" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell-258x300.jpg" alt="" width="258" height="300" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell-200x232.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell-258x300.jpg 258w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell-400x465.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell-600x697.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell-768x892.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell-800x930.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell-881x1024.jpg 881w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/Portr__t_Staudte_CW_Aktuell.jpg 1000w" sizes="(max-width: 258px) 100vw, 258px" /></a><p id="caption-attachment-25094" class="wp-caption-text">Niedersachsens Verbraucherschutzministerin Miriam Staudte.</p></div>
<h6><strong>Mit eigenem Fuhrpark</strong></h6>
<p>Bislang werden die niedersächsischen Tafeln über den Einzelhandel vor Ort mit Ware versorgt. Von Börger und künftig von einem hannoverschen Verteilzentrum aus werden Lebensmittel oder Waren des täglichen Bedarfs an Tafeln in Niedersachsen weitergegeben. Dazu verfügt der Landesverband der Tafeln inzwischen über einen Fuhrpark mit aktuell sechs VW-Craftern, davon vier mit Kühlung. Sie wurden vom Wolfsburger Konzern zur Verfügung gestellt und den Anforderungen der Tafeln entsprechend ausgerüstet. Die Flotte soll auch noch um weitere Fahrzeuge samt Anhängern aufgestockt werden.</p>
<p>Damit sieht sich der Tafel-Landesverband auch in der Lage, Waren bei den Spender-Unternehmen abzuholen, so Uwe Lampe. Zwischen Harz und Nordsee werden rund 220000 Menschen unterstützt. Für die Tafeln wiederum arbeiten im Land etwa 750 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Schirmherr ist in Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.</p>
<p><span style="color: black;">Ziel ist es, durch die erhöhte Lagerkapazität und optimierte logistische Abläufe die Lebensmittelgroßspenden von bisher zirka 600 (im ganzen LNB) auf 2500 Paletten pro Jahr zu steigern. „Das Aufkommen an Lebensmittelspenden wird sich in Zukunft noch stärker hin zu den Hersteller-Firmen verlagern. Dafür müssen sich die Tafel-Organisationen künftig mit einer leistungsfähigen Logistik aufstellen&#8220;, so Miriam Staudte. Bereits heute fallen auf Ebene der Hersteller fünfmal so viel überschüssige Lebensmittel an wie im Handel vor Ort, sagte sie zur Eröffnung des Zentrums in Börger Anfang Juni. Hinzu komme, dass die Hersteller häufig Produkte anbieten, die noch lange haltbar sind. Dadurch könnten die Tafeln Schwankungen beim täglichen Spendenaufkommen gut ausgleichen. </span></p>
<h6><strong>Land übernimmt die Finanzierung</strong></h6>
<p>Das Land hat die Finanzierung der beiden Verteilzentren zunächst bis Ende 2026 übernommen. Dazu gehören auch die Arbeitsplätze, die an beiden Standorten entstehen. In Börger sind das zwei Vollzeit-Jobs und weitere drei Teilzeitstellen. Gleiches ist in Hannover geplant. Tafel-Verbandschef Lampe spricht außerdem von logistischen Herausforderungen, die zu weiteren Aufgaben führen können. Beispiel: Frische Lebensmittel mit nur noch kurzen Mindesthaltbarkeitszeiten, die innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen vor Ort sein müssen, damit sie noch verteilt werden können. Der niedersächsische Landesverband ist nach den Worten Lampes auch der einzige bundesweit, der über eigene Fahrzeuge verfügt. In anderen Bundesländern setzen die Tafeln auf die Zusammenarbeit mit Logistik-Unternehmen.</p>
<h6><strong>Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie</strong></h6>
<p>Die Verteilzentren in Niedersachsen kommen aus Sicht des Verbandsvorsitzenden genau zu richtigen Zeit. Das betrifft nicht allein den unter anderem durch den Ukraine-Krieg deutlich gestiegenen Bedarf. Bereits 2022 zogen die Tafeln bundesweit eine erste Bilanz. Damals meldeten knapp 40 Prozent der Einrichtungen eine Zunahme ihrer Kundinnen und Kunden um etwa die Hälfte. Bei fast acht Prozent hatte sich die Zahl sogar verdoppelt. Gleichzeitig gingen die Lebensmittelspenden zurück. Ursache unter anderem: Mehr Rabattaktionen in Zeiten der Inflation, so Lampe. Aber es gibt noch eine andere Seite: Vor ziemlich genau einem Jahr hatte sich Handelsunternehmen in einer Vereinbarung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium verpflichtet, die Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent zu verringern. Deshalb nimmt Lampe auch ein hohes Interesse der entsprechenden Unternehmen war, mit den Tafeln zusammenzuarbeiten.</p>
<p>Schon vor der Selbstverpflichtung hätten die Tafeln bundesweit mehr als 600 LKW-Ladungen an Waren erhalten – ohne entsprechende Akquise. Aber auch er selbst sei bereits von einem Unternehmen in der Region Hannover angesprochen worden. Umso dringender die Suche nach einem weiteren Standort. Bis in den Mai hatten sich verschiedene Varianten immer wieder zerschlagen. In Börger nutzt der Tafelverband nun die Hallen eines ehemaligen Kfz-Betriebs. Bis das hannoversche Verteilzentrum im wahrsten Sinn des Wortes unter Dach und Fach ist, bleibt Uwe Lampe nur die Suche nach einer vergleichbaren Lösung im Umfeld der Landeshauptstadt.</p>
<h6><strong>Kontakt: Tafeln in Niedersachsen und Bremen, Uwe Lampe, Tel. 05041 802 59 00, lv@tafel-niedersachsen-bremen.de</strong></h6>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_25096" style="width: 1010px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25096" class="wp-image-25096 size-full" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb.jpg" alt="" width="1000" height="444" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb-200x89.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb-300x133.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb-400x178.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb-600x266.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb-768x341.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb-800x355.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/05/csm_Tafelretter-slider_90bb5ee7eb.jpg 1000w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><p id="caption-attachment-25096" class="wp-caption-text">Kampagne mit Augenzwinkern: Die Tafelrunde der Lebensmittel-Retter auf der Suche nach Ehrenamtlichen.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>HaMix: Ziemlich aufgemischt</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2022 08:48:40 +0000</pubDate>
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<h6>Die ehemaligen Vogeley-Manager Christoph Meyer und Tobias Schwarte haben 2013 im Rahmen eines Management Buy Out die HaMix GmbH gegru?ndet. Aktuell sind 90 Bescha?ftigte an Bord des Hamelner Spezialisten fu?r Lebensmittel auf Trockenstoffbasis.</h6>
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<p>In neun Jahren von 10 auf 90: So lautet die Bilanz nach Mitarbeiterko?pfen, die Tobias Schwarte (42) und Hans-Christoph Meyer (58) mit der 2013 gegru?ndeten HaMix GmbH ziehen ko?nnen. Das Unternehmen – der Name steht fu?r eine Wortkombination aus Hameln und Mixen – wurde von den beiden ehemaligen Managern des Traditionsunternehmens Vogeley (siehe unten) im Rahmen eines Management Buy Out gegru?ndet. Ein Kupferschild an der Fassade mit dem Firmen-Logo, einer Wort-Bildmarke aus einem Vogel und dem Vogeley-Schriftzug, erinnert an die alten Wurzeln. Ende 2012 wurde Vogeley inklusive seiner Rezepturen und Kunden an die Schweizer Hügli AG verkauft, die Produktion in ein Hu?gli-Werk am Bodensee verlagert. Die Firmengebäude, in denen zuletzt 110 Menschen arbeiteten, wurden im Mai 2013 von der HaMix GmbH übernommen. Denn Christoph Meyer und Tobias Schwarte hatten entschieden, einen Neustart zu wagen. Meyer war bei Vogeley als Gescha?ftsführer mit der Abwicklung der Vogeley-Gesellschaften beauftragt, Schwarte – ein studierter Wirtschaftsinformatiker – fu?r Produktion, Disposition und Logistik zusta?ndig.</p>
</div>
<div class="column">
<p>„Mit acht Mitarbeitern und uns beiden Gescha?ftsführern haben wir am 1. Mai 2013 angefangen und uns dann stetig vergro?ßert. Am 2. Mai hat uns der erste potenzielle Neukunde hier besucht. Die Erstkontakte gingen u?ber Kontakte von früher. So sind wir stetig gewachsen“, erklärt Tobias Schwarte. Inzwischen beschäftigt HaMix 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und produziert 5500 Tonnen pro Jahr.</p>
<p>Vieles haben die beiden Unternehmer verändert, der Fokus aber ist geblieben: die Lohnfertigung hochwertiger Lebensmittel auf Trockenstoffbasis, mit den Verarbeitungsschwerpunkten Mischen und Abfu?llen. Die Produktpalette reicht von Vanillezucker, Back- oder Puddingpulver u?ber Instant-Kaffeegetra?nke und Proteinshakes bis zu Suppen, Saucen oder Salatkräutermischungen. Dazu werden Produkte wie Zucker, Maisstärke, Mehl, Gewu?rze oder Aromen nach einer Rezeptur in riesigen Horizontal- und Vertikalmischern miteinander vermengt und veredelt. Je nach Abnehmerschaft werden die Produkte entweder in Papiertütchen, Dosen, Schlauchbeutelverpackungen oder Großgebinden abgefu?llt.</p>
<div id="attachment_18526" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18526" class="wp-image-18526 size-medium" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-200x133.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-600x400.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-768x512.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-800x533.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-1024x683.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-1200x800.jpg 1200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_035_CMYK-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-18526" class="wp-caption-text">Eine Auswahl von Produkten, die HaMix herstellt. Foto: Insa Hagemann.</p></div>
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<div class="column">
<p>Ein Ass von HaMix war von Anfang an der von Vogeley verbliebene Wirbelschichttrockner. „Das ist die Anlage, die der Wettbewerb nicht hat. Somit konnten wir damals drei Kunden von Vogeley übernehmen“, so Schwarte. Die rund sechs Meter hohe Maschine ummantelt in ihrem riesigen Trichter Rohstoffe wie beispielsweise Backpulver mit Fett oder verbindet feinste Pulverartikel durch Aufspru?hen von wässrigen Lo?sungen – und trocknet diese dann wieder. „Bei diesem Prozess verkleben die Produkte miteinander wie zu einem Schwamm – mit dem Ergebnis, dass sich das Pulvergemisch in Flu?ssigkeit besser auflöst.“</p>
<p>Zu den Kunden za?hlen namhafte Markenhersteller, Lebensmittelha?ndler wie Aldi, Penny oder Rewe, Großverbraucher wie Kantinen und Gastronomiebetriebe und Start-Ups. „Wir sind als Lohnverarbeiter gestartet und haben dann eine eigene Entwicklung aufgebaut“, berichtet Schwarte. Das „Private Label Gescha?ft“, also die komplette Entwicklung und Produktion von Produkten wie Vanillezucker oder Backpulver fu?r Lebensmittelha?ndler, hat sich inzwischen zu einem Schwerpunkt entwickelt.</p>
<p>Der Trend zu gesu?nderen Produkten schlägt sich auch bei HaMix in zucker-, gluten- oder salzreduzierten Produkten nieder. Rund dreißig Prozent der Tonnage sind inzwischen bio. Mit „Nutristyle“ und „M°“ hat HaMix seit 2017 zwei Eigenmarken auf dem Markt und setzt damit auch auf Fleischersatzprodukte wie „Veggi Burger“ oder „Veggi Gemu?sefrikadellen“. Die neuen Produkte werden im eigenen Labor entwickelt, getestet und verkostet. Weitere vegetarische und vegane Produkte stehen in der Pipe-line: „Besonders im Bereich veganer Erna?hrung entwickeln wir gerade viel, zum Beispiel vegane Mayonnaise“, erläutert Schwarte.</p>
<div id="attachment_18528" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_034-scaled-1.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18528" class="wp-image-18528 size-medium" src="https://nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_034-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p id="caption-attachment-18528" class="wp-caption-text">Im Labor werden Produkte geprüft und neue Produkte entwickelt. Foto: Insa Hagemann.</p></div>
<p>Etwa 90 Prozent der Waren werden an Kunden in Deutschland geliefert, rund 10 Prozent ins meist europäische Ausland. Bevor die Rohstoffe eingelagert werden oder das Werk als fertige Produkte verlassen, werden sie im Labor auf Kriterien wie Geschmack, Farbe oder Viskosität gepru?ft. Ru?ckrufaktionen hat das Unternehmen bislang nicht erlebt. Die Zusammenarbeit mit Kunden ist eher langfristig. „Die Produkte wechseln, aber die Kunden bleiben“, so Schwarte. Um mehr Kapazitäten zur Verfu?gung zu haben, hat HaMix zusa?tzlich zum 7500 Quadratmeter großen Hauptproduktionstandort auf dem ehemaligen Vogeley-Gela?nde vor zwei Jahren in Rodenberg einen zweiten Standort mit rund 4700 Quadratmetern ero?ffnet.</p>
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<div id="attachment_18531" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18531" class="wp-image-18531 size-medium" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-200x133.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-600x400.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-768x512.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-800x533.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-1024x683.jpg 1024w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-1200x800.jpg 1200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2022/08/2022_07_IHK_Hamix_001_CMYK-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-18531" class="wp-caption-text">Die Produktion bei Vogeley in den 1930er Jahren. Foto: Vogelei.</p></div>
<p><strong>Über Vogeley</strong><br />
Keimzelle von HaMix ist die 1892 von Adolf Vogeley und Karl Ludwig Bruhns in Kassel gegründete „Drogerie zum Rothen Kreuz“. Zwei Jahre spa?ter wurde die Firma in Hannover mit einem Zweigbetrieb der Drogerie und einem Kleinhandel fu?r Spirituosen erweitert, wiederum zwei Jahre spa?ter die „Hannoversche Puddingpulverfabrik Adolf Vogeley“ gegru?ndet. In den darauffolgenden Jahren wurde der Vertrieb auf Groß- und Einzelhandel, Gaststa?tten und Hotels erweitert. Während der Kaiserzeit war Vogeley Hoflieferant des preußischen Heeres. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb in Hannover weitgehend zersto?rt, die Produktion wich in die Molkerei Hameln aus. Nach dem Krieg wurde der Betrieb in Hameln erweitert. Seit 1990 wurden schwerpunktmäßig Großverbraucher beliefert. 2008 u?bernahm Vogeley das Aktienkapital der Wachter AG Nahrungsmittelwerke Schwaig. Wenige Monate später wurden die Wachter-Werke jedoch geschlossen. Vogeley befand sich in einer finanziellen Schieflage. 2011 verkaufte die Familie Vogeley die Mehrheit ihrer Anteile an ein Bankenkonsortium, bevor das Unternehmen endgu?ltig 2012 an die Hu?gli AG verkauft wurde. Der Schweizer Lebensmittelhersteller u?bernahm die Marke Vogeley, die Rezepturen, den Kundenstamm und einen Teil des Vertriebsteams. Damals hatte Vogeley 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Produktion wurde in ein Hügli-Werk nach Radolfzell verlagert, der Vogeley-Standort Hameln im April 2013 geschlossen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2022/08/hamix-ziemlich-aufgemischt/">HaMix: Ziemlich aufgemischt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Krieg in der Ukraine: Schlütersche engagiert sich</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2022 14:43:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH &amp; Co. KG blickt sorgenvoll auf die Geschehnisse in der Ukraine – nicht zuletzt, weil Kolleginnen und Kollegen der hannoverschen Mediengruppe Familie und Freunde im Kriegsgebiet haben. Das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 275-jähriges Firmenjubiläum begeht, unterstützt die Menschen in der Ukraine mit Geld- und Sachspenden, die aus der Belegschaft,  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.schluetersche.de">Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH &amp; Co. KG</a> blickt sorgenvoll auf die Geschehnisse in der Ukraine – nicht zuletzt, weil Kolleginnen und Kollegen der hannoverschen Mediengruppe Familie und Freunde im Kriegsgebiet haben. Das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 275-jähriges Firmenjubiläum begeht, unterstützt die Menschen in der Ukraine mit Geld- und Sachspenden, die aus der Belegschaft, von Freunden und Geschäftspartnern kamen. Die Sachspenden werden über den Ukrainischen Verein in Niedersachsen e. V. weitergeleitet, der für ukrainische Geflüchtete aktuell gezielt medizinische und Hygieneartikel sowie Lebensmittel mit langer Haltbarkeit benötigt. Auch die Kolleginnen und Kollegen an anderen Standorten des Unternehmens sammeln Spenden jeglicher Art für bekannte Annahmestellen. Ende letzter Woche (KW 9) ist die erste Lieferung an Hilfsgütern im Krisengebiet angekommen. Weitere Spenden haben die Azubis sortiert und für den Transport verpackt – auch diese Waren wurden inzwischen abgeholt. Der Sammelraum füllt sich aktuell zum dritten Mal. Speziell an Nahrungsmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln gebe es immer noch viel Bedarf, so das Unternehmen.</p>
<p><strong>Sie planen auch eine Hilfsaktion mit ihrem Unternehmen oder wissen von der großzügigen Unterstützung eines Unternehmens, dann geben Sie uns gern bescheid.</strong></p>
<p><strong><a href="mailto:nw@hannover.ihk.de">nw@hannover.ihk.de</a>, Tel. 0511 3107–468</strong></p>
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		<title>Viele Fragen zu klären</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2021 06:00:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem weltweit steigenden Bedarf an Koscher- und Halal-Produkten werden auch Herstellung und Export der Produkte komplexer. Ein gutes Netzwerk und viel Kreativität helfen Unternehmen, Hürden und Unwägbarkeiten zu überwinden.   Eins ist klar: Koscher und Halal produziert man nicht mal eben so! Hier ist Wissen über die hiesige und internationale Zertifizierungswelt gefragt – und  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-viele-fragen-klaeren/">Viele Fragen zu klären</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6>Mit dem weltweit steigenden Bedarf an <strong>Koscher- und Halal-Produkten</strong> werden auch Herstellung und Export der Produkte komplexer. Ein gutes Netzwerk und viel Kreativität helfen Unternehmen, Hürden und Unwägbarkeiten zu überwinden.</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eins ist klar: Koscher und Halal produziert man nicht mal eben so! Hier ist Wissen über die hiesige und internationale Zertifizierungswelt gefragt – und Zeit. Bereits zu Beginn der Planungen muss klar sein, wohin die Halal- oder Koscher-Produkte gehen sollen. Denn viele Zielmärkte geben vor, welches Siegel überhaupt ins Land eingeführt werden darf und welches nicht. Hiesige Zertifizierer müssen über eine Akkreditierung im Zielland verfügen und binden sich damit an einen individuell vorgegebenen Standard und seine Anforderungen. Nicht jeder Zertifizierer wird überall akzeptiert. Möglicherweise akzeptiert der eigene Zertifizierer nicht das Zertifikat des Rohstofflieferanten oder der ausländische Abnehmer hat eigene Vorstellungen zum Zertifikat. „Die gegenseitige Anerkennung von Zertifizierern, ihrer Zertifikate, treibt uns permanent um“, erklärt Frank Sieveke, Quality Manager bei Wilhelm Reuss. „Denn es gibt keinen gültigen Standard für alle. Es kommt zu Missverständnissen und Reibungsverlusten in der Kommunikation, denn Worte wie ´koscher´ und ´halal´ bedeuten bei Lieferanten, Kunden und Zertifizierern nicht immer das gleiche.“ Ein Problem, das die Mitglieder der Arbeitsgruppe Halal und Koscher der IHK kennen. Es wird viel Zeit damit verbracht, die Anforderungen von Kunden und Zertifizierern unter einen Hut zu bringen – was nicht immer gelingt.</p>
<p><strong>Grundwissen ist Voraussetzung </strong></p>
<p>Der richtige Mix an Zertifizierern und Zertifikaten ist für die Anerkennung und den erfolgreichen Vertrieb auf internationalen Märkten ausschlaggebend. Sichergestellt werden muss dies in den internen Produktionsabläufen. Norbert Kahmann, bei Symrise in Holzminden verantwortlich für die gesamte Supply Chain bis zum Warenausgang, erklärt dazu: „Wenn Sie Verantwortung tragen für diese Bereiche, lernen Sie sehr schnell, dass Sie in ihrem Unternehmen an die Grenzen kommen können. Sie müssen einerseits Grundwissen über die Materie Koscher und Halal haben. Das versuchen wir auch als Erstes zu vermitteln, und Sie müssen es schaffen, in Ihrer Supply Chain einen neu zu erlernenden Ablauf zu integrieren. Das stößt nicht immer auf Gegenliebe. Wir wissen alle, wie schwer es ist, Veränderungen zu implementieren.  Innerbetriebliche Prozesse können eine große Herausforderung bei der Zertifizierung darstellen, etwa bei möglichen Kreuzkontaminationen wie pulverförmigen Stoffen. Da sind uns oft die Hände gebunden, wenn ein Zertifizierer seine speziellen Anforderungen durchsetzen möchte und am Ende die Produktionsstätte nicht zertifiziert.“</p>
<p><strong>Ernährungsgebote und Speisegesetze </strong></p>
<p>Unverzichtbar für die Koscher- und Halal-Produktion ist das Wissen über islamische Ernährungsgebote und jüdische Speisegesetze, deren Vorgaben auch die Industrie berücksichtigen muss. Koscheres Fleisch und Geflügel erfordern eine spezielle Schlachtung, Reinigung, Inspektion und Handhabung. Der Standard kennt mehrere Stufen, die Produktion ist äußerst schwierig und daher nur selten im Angebot der deutschen Lebensmittelindustrie zu finden. Für Milchprodukte gibt es zwei Koscher-Kategorien: Chalav Yisroel und Chalav Stam. Chalav Yisroel beinhaltet ein höheres Maß an Überwachung ab Zeitpunkt des Melkens und ist erforderlich, wenn die Ware nach Israel geht, an staatliche Einrichtungen oder ultra-orthodoxe Gemeinden. Chalav Stam, ist möglicherweise nicht vom Melken an überwacht, aber ansonsten so reguliert, dass eine Verunreinigung mit nicht koscherer Tiermilch ausgeschlossen ist.</p>
<p>„Immer wieder werden Anfragen zur Super-Koscher-Produktion an uns herangetragen“, sagt Helge Bruhn von der DMK Deutsche Milchkontor GmbH. „Das ist nicht nur ein logistisches Problem, sondern auch mit erheblichem Mehraufwand und Kosten verbunden, angefangen beim Melken. Der Kashrut-Status des landwirtschaftlichen Betriebs muss überwacht, die Milch getrennt zu anderer Milch gelagert, transportiert, gegebenenfalls auch verplombt und versiegelt werden.“</p>
<p>Backwaren haben in strengen Gemeinden oft eine höhere Zertifizierungsstufe, bekannt als Pas Yisroel. Dies erfordert, dass der Ofen von einem Koscher-Beauftragten eingeschaltet wird. „Der Rabbi kommt zur Zündung der Öfen am Montag früh oder auch am späten Sonntagabend zu uns ins Werk. Danach laufen die Öfen bis zum nächsten Wochenende durch. Falls es zu Störungen kommt, die Temperatur zu stark abfällt, muss der Rabbi erneut anreisen. Das ist wichtig, bedeutet aber Zeitverlust. Gerade am Anfang, wenn man diese Zertifizierung neu einführt, muss man daher wirklich konsequent handeln und den Mitarbeitern das Verständnis für diese Anforderung klar machen“, so Iris Knoche-Roos von Bahlsen. Und dann gibt es noch Produkte, die Koscher-Parve sind. Sie enthalten kein Fleisch, Geflügel oder Milchprodukte. Diese Lebensmittel dürfen von jüdischen Personen in der gleichen Mahlzeit wie Milchprodukte oder Fleisch, Geflügel oder allein verzehrt werden. Das macht sie zu den vielseitigsten und am besten zu verkaufenden Koscher-Produkten.</p>
<p>Auch die Prozesse bei der Uelzena Gruppe, einem führenden europäischen Lohntrockner für Lebensmittel, gestalten sich aufwändig. „Eine Herausforderung bei der Sprühtrocknung ist der Wechsel von milchhaltigen auf nicht-milchhaltige Produktionen auf einer Anlage“, sagt Wolf-Dieter Borawitz, Koscher- &amp; Halal-Beauftragter. „Sobald nach milchhaltigen Artikeln neutrale Koscherprodukte (Parve) hergestellt werden, ist eine zusätzliche rituelle Reinigung, genannt Kascherung, unter Aufsicht eines Rabbiners erforderlich. Dies  edeutet, auf einen 24-stündigen Stillstand der Anlage folgt eine weitere Reinigung – je nach Anlagengröße sechs bis zehn Stunden. Zum Zeitverlust bei jeder Kascherung kommt für die Anlage Stress und höherer Verschleiß hinzu. Eine sorgfältige und ausgeklügelte Produktionsplanung ist unumgänglich.“</p>
<p>Halal erscheint nur auf den ersten Blick einfacher, da es doch „nur“ um einzelne Inhaltstoffe wie alkoholische oder schweinehaltige Produkte und weniges mehr geht. Weit gefehlt! Was, wenn Teile einer Anlage nur mit Ethanol gereinigt werden können? Ein mögliches No-Go für die Halal-Produktion, denn einige Zertifizierer verbieten jeden Alkohol auf der Anlage, während andere das komplette Trocknen oder ein Nachspülen mit Wasser verlangen. Für die Carl Kühne KG ist die Essigproduktion das Herzstück jeder Zertifizierung. „Zum einen beliefern wir viele Kunden in der Industrie mit diesem Produkt, zum anderen ist es ein wesentlicher Bestandteil in einem Großteil unserer Produkte“, berichtet Christiane Wilkens-Ripcke, Key Account Manager, Asia-Pacific Region. „Essig  selbst ist kein Problem, nur die Herstellung. Alkohol wird zu Essig, wenn man ihn an der Luft stehen lässt. Essigbakterien sind überall in der Luft. Laut Koran so kein Problem. Nur  in der Industrie kann man natürlich so nicht arbeiten. Man hilft der Natur auf die Sprünge mit Zugabe spezieller Essigkulturen und Nährstoffen, damit die Essigbakterien sich wohl fühlen und schnell arbeiten. Das muss von der zertifizierenden Organisation akzeptiert werden und hat durchaus schon zu Problemen geführt. Ist das gelöst, muss der Essig durch ein Rohrsystem zu der jeweiligen Verwendung gelangen, ohne in irgendeiner Form unseren Weinessig zu kreuzen. Hier musste investiert und unsere Rohrleitungssystem  angepasst werden.“</p>
<p>Uelzena hat die Prozesse daher in den betroffenen Produktionsbereichen unter die permanente Koscher- und Halal- Überwachung durch namhafte Zertifizierer wie KLBD und HFFIA gestellt – zur Sicherstellung der Produktion nach religiösen Anforderungen, so Borawitz. „Um eine permanente Überwachung zu gewährleisten, werden die Produktionen  wöchentlich rollierend mit einem vierwöchigen Forecast und den erzielten  Produktionsausbeuten dem KLBD und der HFFIA gemeldet. Dieser Prozess wurde über die Jahre weiterentwickelt und ist heute fest etabliert. Allerdings versuchen die für die Kunden zuständigen Halal-Zertifizierer wiederholt, durch Umgehen der HFFIA und der betreffenden Kunden, Audits bei uns durchzusetzen. Für uns bedeutet das immer wieder, unter Einbindung der HFFIA und der Kunden, diesen äußerst sensiblen Geschäftsbereich zu schützen.“ Diese Erfahrung haben viele Mitglieder der IHK-Arbeitsgruppe Halal &amp; Koscher gemacht. Sie sind bei führenden Koscher und Halal Organisationen zertifiziert, erfüllen alle Anforderungen an die Produktionsstätten. Dennoch kommt es immer wieder zu Akzeptanzdiskussionen mit Kundenzertifizierern und zusätzliche Audits werden gefordert.</p>
<p><strong>Spezialthema: Tankzüge </strong></p>
<p>Ein weiteres heikles Thema ist die An- und Auslieferung von flüssigen Halal- und Koscher-Waren in Tankzügen. „Tankwagen, die für verschiedene Produkte verwendet werden, könnten religiös nicht zulässige Produkte – wie nicht  koscheren Alkohol, tierische Fette – bei der letzten Fahrt transportiert haben. Dies führt bei einer Halal- oder Koscher-Produktion zu einem nicht zulässigen Status“, erklärt Manfred Straninger von der Döhler GmbH. „Daher ist hier eine entsprechende Reinigung notwendig. Diese ist bis heute noch nicht abschließend standardisiert. Um dies in den Griff zu bekommen, lassen sich die Unternehmen von ihren Spediteuren bestätigen, dass die letzten drei Lieferungen halal– und koscherkonforme Produkte geladen hatten. Zusätzlich wird das Reinigungszertifikat des Tankwagens verlangt, aus dem hervorgeht, dass auch eine Dämpfung der Leitungen und Kammern erfolgt ist. Proben auf Sauberkeit mit Abstrichen und anschließender Untersuchung runden das Bild ab.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-viele-fragen-klaeren/">Viele Fragen zu klären</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Trümpfe im internationalen Geschäft</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-international/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 14:00:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor zehn Jahren hat die IHK die Arbeitsgruppe Halal und Koscher initiiert. Seitdem sind die Märkte deutlich gewachsen. Viele mittelständische, international tätige Unternehmen haben bereits oder planen eine Zertifizierung.   Im Gründungsjahr 2011 der IHK-Arbeitsgruppe Halal und Koscher lebten weltweit 1,5 Milliarden Menschen muslimischen Glaubens. Neun Jahre später sind es laut Statista 1,9 Milliarden, davon  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-international/">Trümpfe im internationalen Geschäft</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6>Vor zehn Jahren hat die IHK die <strong>Arbeitsgruppe Halal und Koscher</strong> initiiert.<br />
Seitdem sind die Märkte deutlich gewachsen. Viele mittelständische, international<br />
tätige Unternehmen haben bereits oder planen eine Zertifizierung.</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Gründungsjahr 2011 der IHK-Arbeitsgruppe Halal und Koscher lebten weltweit 1,5 Milliarden Menschen muslimischen Glaubens. Neun Jahre später sind es laut Statista 1,9 Milliarden, davon rund 50 Millionen in Europa und 4,5 Millionen in Deutschland. Die Zahl der Menschen jüdischen Glaubens liegt weltweit heute bei rund 15 Millionen – über 6 Millionen in den USA, knapp 7 Millionen in Israel und eine halbe Million in Frankreich, gefolgt von Großbritannien. In Deutschland leben knapp 100 000 Menschen jüdischen Glaubens. Vor zehn Jahren boomte der Halal- und Koscher-Markt schon bei unseren  direkten Nachbarn Frankreich und Großbritannien, während er bei uns noch im Dornröschenschlaf lag. Mit Blick nach Asien und in die USA zeichnete sich damals ein noch stärkerer Trend ab, der bis heute anhält: So wie Halal heute für den asiatischen Markt steht, gehört in den USA Koscher zum guten Ton. Und die internationalen Konsumenten – lange schon nicht mehr nur Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens &#8211; finden immer mehr Geschmack daran, stehen beide Siegel doch für Qualität und gesunde Ernährung. Das hat auch die Industrie mit ihren Vor- oder Fertigprodukten erkannt.</p>
<p><strong>Produktion von Milchprodukten</strong></p>
<p>„Wir haben zusammen mit Rabbi Dov-Levy Barsilay schon 1996 begonnen, bei der Nordmilch AG am Standort Hohenwestedt koscheres Milchpulver zu produzieren“, berichtet Helge Bruhn, Junior Quality Manager QM-Systems &amp; Standards bei der Deutschen Milchkontor GmbH in Bremen. „2010 wurden die Käsewerke zertifiziert und die folgenden Jahre alle anderen Werke der weißen Linie. Halal lässt sich bei uns ins Jahr 2007 zurückdatieren. Hier startete der Standort Schleswig als erstes Werk mit Milchpulver. 2014 wurden dann auch die Käsewerke und anderen Standorte der weißen Linie Halal zertifiziert. Heute lassen sich Halbfabrikate wie Sahne und Magermilchkonzentrat kaum noch ohne Koscher- und Halal-Zertifikat verkaufen. Auch neue Produktanfragen für Eis, Babypulver oder Super-Koscher lassen das Thema nicht langweilig werden und meine Aufgaben werden immer vielfältiger.“</p>
<p>Viele mittelständische, international agierende Hersteller von Lebensmitteln, Pharmazeutika, Kosmetik und Chemie haben oder planen eine Koscher und Halal-Zertifizierung – ein Trumpf im internationalen Wettbewerb. Spiegelbildlich zeigt sich dies auch an der wachsenden IHK-Arbeitsgruppe Halal und Koscher und am Unterstützungs- und Beratungsbedarf durch die Expertengruppe der AG. Aber wo sitzen die Konsumenten beider Siegel heute?</p>
<p><strong>Wo koschere Produkte gefragt sind</strong></p>
<p>Allein in Israel leben neun Millionen Menschen, davon 75 Prozent Juden mit Interesse<br />
an koscheren Produkten. Für fast 20 Prozent der Araber in Israel stehen Halal-Produkte auf der Einkaufsliste. Ein weiterer, riesiger Markt sind die USA. Das Koscher-Logo steht dort für Qualität, und nicht nur Menschen jüdischen Glaubens gehören zu den überzeugten Koscher-Konsumenten. „Unserer Erfahrung nach befinden sich die weltweit größten koscheren Märkte in den USA vor allem in küstennahen Großstädten und Bundesstaaten wie New York, Los Angeles, Florida, zusätzlich zu Chicago. Nordamerika als Ganzes stellt den weltweit größten Markt für Koscher dar, gefolgt von Asien-Pazifik, der Region Europa/Mittelost/Afrika und Südamerika“, berichtet llana Klein von OK Kosher Certification Headquarters in New York. Zum Wachstum in diesen regionalen Märkten gibt es unterschiedliche Einschätzungen: Sehen die einen die asiatisch-pazifische Region mit einer jährlichen Wachstumsrate von über fünf Prozent bis 2026 vorn, so erwarten andere Quellen im Nahen Osten und Afrika &#8211; mit einem Umsatz von rund 25 Millionen US-Dollar für 2025 &#8211; das schnellste Wachstum im globalen Koscher-Lebensmittelmarkt. Immer ganz vorne mit dabei – Nordamerika. „Statistiken zu demografischen Entwicklung des Koscher-Konsumenten zeigen, dass die meisten nicht zu einer Gruppe mit besonderen Ernährungsbedürfnissen gehören“, stellt Ilana Klein fest. „In einer Verbraucherumfrage unter Erwachsenen, die koschere Lebensmittel kaufen, fand Mintel Research heraus, dass der Hauptgrund für den Kauf von koscheren Lebensmitteln die Qualität der Lebensmittel ist (62 %). Der zweithäufigste Grund ist die allgemeine Gesundheit (51 %), der dritte Grund die Lebensmittelsicherheit (34 %). Koschere Lebensmittel haben den Ruf, sorgfältiger hergestellt und gründlicher kontrolliert zu werden als nicht-koschere Lebensmittel.“</p>
<p>Zu den Top-Koscher-Produkten und somit zu den Dauerbrennern gehören laut OK Vitamin- und Mineralstoffpräparate, Kräuter und Probiotika, abgefüllte Getränke,<br />
Spirituosen und andere alkoholische Getränke, alternative Süßungsmittel, Kaffee<br />
und Tee, Aromen und Duftstoffe, Zusatzstoffe, Hefen und Konservierungsmittel<br />
sowie raffinierte und kaltgepresste Öle. Aktuell besonders im Trend und international<br />
sehr nachgefragt sind Hard Seltzer, Fleisch- und Molkereiersatzprodukte, Hanf und medizinische Marihuana-basierte Produkte, Kokosnussprodukte und Superfoods.</p>
<p><strong>Der Halal-Markt</strong></p>
<p>Nimmt man die wichtigsten Halal-Branchen zusammen – Lebensmittel, Pharmazeutika,<br />
Kosmetik, Mode, Reisen, Medien und Erholung – kommt man weltweit auf eine Summe von 2,02 Billionen Dollar, die Muslime für Produkte mit diesem Siegel ausgeben. Kein Wunder, denn die ethischen Konsumbedürfnisse der Kunden sind meist vom islamischen Glauben inspiriert. „Halal“ – das „Erlaubte“ ist der entscheidende Faktor beim Einkaufsverhalten. Die weltweit stärksten islamischen Wirtschaftssysteme sind Malaysia, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien. Nigeria, Sri Lanka und Singapur gehören zu den heranwachsenden Stars. Und nimmt man allein den Anteil an muslimischer Bevölkerung, so sind auch Pakistan, Indien, Bangladesch, Ägypten, Iran, Algerien, Marokko und die Türkei zu nennen. Und alle haben eines gemeinsam: einen enormen Appetit auf Halal-Produkte, den sie zum großen Teil aus dem Ausland decken.</p>
<p>Der weltweit größte Konsumentenmarkt für Halal-Lebensmittel lag 2019 in Indonesien. Bei Halal-Pharmazeutika lag die Türkei ganz vorn, mit den USA an dritter Stelle. Indien war führend bei Kosmetika, gefolgt von Russland auf Platz 3. Welche Komplexität die Themen Halal und Koscher im Unternehmen annehmen können, zeigt Norbert Kahmann vom Duft- und Aromenhersteller Symrise aus Holzminden: „Als Halal- und Koscher-Verantwortlicher bin ich seit 13 Jahren die Schnittstelle zu den Koscher- und Halal-Partnerorganisationen, erarbeite und implementiere maßgeschneiderte Konzepte für alle Bereiche. In 160 Ländern sind wir aktiv und vertreiben unsere Duft- und Geschmackstoffe für jede Region der Welt maßgeschneidert. Durch das globale Geschäft sind Koscher und Halal heute Standardzertifizierungen. Wir müssen dem Kunden das für ihn notwendige Zertifikat anbieten können. Allein für den Standort Deutschland verwalten wir mehr als 3500 Halal- und 13 000 Koscher-Zertifikate – und dies seit mehr als 30 Jahren.“</p>
<p>Mit wachsendem Bedarf an Halal und Koscher erkennen auch die internationalen<br />
Einkäufermärkte das Potenzial, dass sich hinter den beiden Siegeln verbirgt. Immer mehr islamisch geprägte Länder setzen auf eine eigene Produktion. Regierungen erlassen nationale Halal-Standards und legen dabei fest, welche Halal-Zertifikate im Land angeboten werden dürfen. Das internationale Geschäft verändert sich und damit wachsen die Herausforderungen an die Produktion und den Export. Die Expertengruppe der AG Halal und Koscher der IHK ist an dieser Stelle für Unternehmen da und hilft Einsteigern und Fortgeschrittenen ins Geschäft. Auch bei bestehender Halal- und Koscher-Produktion gibt es immer wieder Herausforderungen und Fallstricke, mit denen die Verantwortlichen im Export und im Qualitätsmanagement auf sich allein gestellt sind. Die IHK-Arbeitsgruppe unterstützt, vernetzt und berät bundesweit und die Mitglieder der AG teilen offen ihre Erfahrungen.</p>
<p><span style="color: #ff9900;"><strong>Halal:</strong></span> Im Islam bedeutet „Halal“ all das, was das islamischen Recht (Schari´a genannt) erlaubt und für zulässig hält. Haram wiederum ist all das, was die Shari´a verbietet. Und dies geht weit über die Ernährungsgebote im Islam hinaus. Es betrifft das gesamte tägliche Leben eines Muslims, von Pharmazeutika, über Kosmetika, bis hin zu Logistik,<br />
Reisen, Mode und Finanzierung.</p>
<p><strong><span style="color: #ff9900;">Koscher:</span> </strong>Das Wort Koscher bedeutet übersetzt „geeignet, zugelassen“. Das Gegenteil, also „untauglich, unrein“ bezeichnet man als Treife. Koscher entstammt dem Kashrut, den jüdischen Speisegesetzen. Die Speisen werden nach ihrer Herkunft in Fleischig, Milchig und Neutrales eingeteilt. Es besteht ein striktes Verbot Fleischiges und Milchiges zur selben Zeit zu verzehren. Lebensmittel, die weder fleischig noch milchig sind, also etwa Eier, Gemüse oder Früchte, gelten als Neutral – jüdisch = Parve. Sie dürfen zu allem gegessen werden.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-international/">Trümpfe im internationalen Geschäft</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Raus aus der Nische</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2021/03/halal-koscher-zeh-jahre/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[doermer.b]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 15:30:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor zehn Jahren startete die IHK die Arbeitsgruppe Halal und Koscher. Inzwischen umfasst das Netzwerk 260 Unternehmen und ist auch bundesweit eine zentrale Anlaufstelle für produzierende Unternehmen – und zwar über die Lebensmittelbranche hinaus. Wurde der Markt für Koscher- und Halal-Produkte 2011 in Deutschland allgemein noch als Nische betrachtet, so boomte er bereits in Frankreich  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/03/halal-koscher-zeh-jahre/">Raus aus der Nische</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6>Vor zehn Jahren startete die IHK die <strong>Arbeitsgruppe Halal und Koscher</strong>. Inzwischen umfasst das Netzwerk 260 Unternehmen und ist auch bundesweit eine zentrale Anlaufstelle für produzierende Unternehmen – und zwar über die Lebensmittelbranche hinaus.</h6>
<p>Wurde der Markt für Koscher- und Halal-Produkte 2011 in Deutschland allgemein noch als Nische betrachtet, so boomte er bereits in Frankreich und Großbritannien. Seither hat sich in Deutschland einiges getan. Beide Segmente sind heute stark wachsende Märkte. Für viele Konsumenten stehen beide Siegel für besondere, wenn nicht gar gesunde Qualität bei Lebensmitteln. Geht es immer mehr Konsumenten um die Qualitätssteigerung des Produktes, so liegt der Mehrwert der Hersteller beim höheren Preis im Regal.</p>
<p>Die IHK Hannover hat vor zehn Jahren angefangen, das Thema Halal und Koscher intensiv zu begleiten. Am 5. April 2011 fiel mit der Gründungssitzung der Arbeitsgruppe Halal und Koscher der Startschuss. Unternehmensvertreter von Bahlsen, Oetker, Martin Braun Backmittel und Essenzen KG, Molda, Uelzena und Vogeley Großverbraucher-Service nahmen daran teil. Zur Folgesitzung hatte sich die Gruppe bereits verdoppelt, um Unternehmen wie Axxence Aromatic, Transmeat &amp; Schöller, Karl Eidmann, Haus Rabenhorst O. Lauffs, Worlée NaturProdukte, Eggelbusch – ebenso dabei das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft &#8211; Institut für Ernährung und Markt.</p>
<p>Aber wie kam es eigentlich dazu? Mit Blick auf Niedersachsens Kernkompetenz in der Agrar- und Ernährungswirtschaft und dem Wegfall der Centralen Marketing-Gesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft (CMA) 2009 wollte die IHK Hannover die Lücke schließen und organisiert seit 2010 Lebensmittelforen. Diese nahmen internationale Zielmärkte in den Fokus und sollten der niedersächsischen Lebensmittelindustrie dabei helfen, neue Exportmärkte zu erschließen. Während eines Forums im Jahr 2011 stellte die IHK Trendthemen vor. Halal und Koscher gelangte als interessantes Nischenthema auf die Agenda. Schnell war klar, wie groß das Interesse daran war und wie viele Unternehmen schon in diesem Bereich aktiv waren. Unternehmen traten während des Forums an die IHK heran, berichteten über ihre entsprechenden Aktivitäten auf internationalen Märkten, die Herausforderungen und Probleme – und signalisierten den Wunsch nach Unterstützung für ihr Tagesgeschäft. Die Idee zur Arbeitsgruppe Halal und Koscher war geboren.</p>
<p><strong>Die Idee kam in einer IHK-Veranstaltung</strong></p>
<p>„Die Idee zu dieser Arbeitsgruppe kam uns bei der IHK-Veranstaltung ´Gobale Wachstumsmärkte für die Lebensmittelindustrie ´; dort wurde auch mit Koscher-, Halal-Zertifizierung für die Märkte geworben. Doch gab es keine Beschreibungen zu den Anforderungen an die Betriebe, die in dieses Segment einsteigen wollten. Ich hatte schon zwei Jahre Erfahrung in meinem Betrieb bei unseren Lieferanten und auch Kunden sammeln können und wusste um die Hürden, die es geben kann, wenn man so eine Zertifizierung anstrebt. Wir haben der IHK angeboten, unser Wissen zu teilen, einen Workshop anzubieten, in dem interessierte Unternehmen ein Grundgerüst zu Koscher und Halal vermittelt bekommen und auch all die Fragen stellen, die zusammen mit der Zertifizierung auftauchen können“, erinnert sich Norbert Kahmann, Master Specialist Strategic Kosher/Halal Officer bei Symrise in Holzminden. Seitdem begleitet der Experte die Arbeitsgruppe intensiv im Ehrenamt. In der Gründungssitzung kamen Probleme im Halal-und Koscher-Tagesgeschäft auf den Tisch, Unternehmenswünsche wurden diskutiert, Themen für die neue Arbeitsgruppe erarbeitet. Am Ende stellte die IHK das Dach dafür und übernahm die Planung und Organisation von Sitzungen und Seminaren sowie die bundesweite interne und externe Kommunikation und als Kontaktstelle für alle am Thema Interessierten.</p>
<p>Im Fokus stand von Anfang an der intensive Austausch der Industrie, das Aufgreifen von Fragestellungen und Problemen, die Suche nach Lösungen und der Aufbau eines starken Netzwerks in Richtung Zertifizierungsgesellschaften und Politik. Daraus hat sich ein lebhaftes Netzwerk mit sich intensiv und offen austauschenden Mitgliedern entwickelt. Und die Arbeitsgruppe wuchs; immer mehr Fragen und Bitten um Unterstützung bei Halal- und Koscher-Fragen wurden auch von außen an die AG herangetragen. Mitglieder erklärten sich bereit, ihre Expertise – über den üblichen Austausch hinaus – zu teilen und bundesweit zu unterstützen.</p>
<p><strong>Unabhängigkeit ist wichtig</strong></p>
<p>„Das wichtigste am Arbeitskreis ist: Wir sind unabhängig. Wir berufen uns nicht auf einzelne Standards oder Anbieter. Was sich verändert hat, ist unsere Präsenz. Dank der IHK haben wir Verbindungen zu den Verantwortlichen in der Politik und Wirtschaft aufbauen können. Wir werden wahrgenommen und auch eingeladen, um unser Anliegen öffentlich zu machen. Koscher und Halal sind elementare Teile der internationalen Wirtschaft. Es gibt Länder, in die Sie ohne Zertifizierung keine Produkte einführen oder auch keine Märkte erschließen können. Nur wenn Sie wissen: Warum gibt es Koscher- und Halal-Zertifizierung, können Sie das Was und Wie in Ihrem Betrieb implementieren!“, so Norbert Kahmann.</p>
<p>Engagierte sich ursprünglich die Lebensmittelindustrie unter dem Dach der AG, so wurde mit der Zeit Halal und Koscher auch für die Pharmazie, Chemie und Logistik immer interessanter und wichtiger, die Arbeitsgruppe diverser und der Unterstützungsbedarf größer. Heute besteht die ehrenamtliche Expertengruppe um Kahmann aus vier Personen: Wolf-Dieter Borawitz von der Uelzena-Gruppe, Manfred Straninger von der Döhler GmbH und Helge Bruhn, DMK Group, sind im Laufe der letzten Jahre mit ihrem Wissen dazugestoßen. Seither stellen auch sie sich den vielen bundesweiten – oftmals umfassenden und zeitaufwendigen – Detailfragen und Problemen zur Produktion und zum Vertrieb von Halal- und Koscher-Produkten aus der Wirtschaft.</p>
<p><strong>Expertise und Engagement</strong></p>
<p>„Wir sind unseren Experten sehr dankbar für das intensive und zeitaufwändige Engagement, das sie für die Gruppe leisten“, so Tilman Brunner, Abteilungsleiter International der IHK. „Es ist alles andere als selbstverständlich, seine Expertise so stark auch anderen Unternehmen zu Gute kommen zu lassen. Das alles dient dem Ziel, möglichst viele Unternehmen dabei zu unterstützen, die Marktchancen im Halal- und Koscherbereich zu nutzen.“ Über 260 Unternehmen, branchenübergreifend, mit langjährigen einschlägigen Erfahrungen wie auch Interessenten zum Schnuppern sind heute dabei – Tendenz steigend. Zweimal jährlich treffen sich die Mitglieder und Interessenten der AG zum intensiven Austausch und bringen sich auf den aktuellen Stand. Für Interessierte führt die Expertengruppe jährlich mehrmals Seminare zu Halal und Koscher im Produktionsprozess durch. Und das Thema wird immer diffiziler und umfassender. Viele muslimische Länder gehen immer mehr dazu über, ihre eigenen, lokalen Halal-Vorgaben zu erlassen. Vor welchen innerbetrieblichen Herausforderungen und Problemen die deutsche Industrie heute steht, lesen Sie in den kommenden Ausgaben der NW und hier im Web-Magazin.</p>
<p><strong>Info: </strong>Die IHK Hannover informiert auf ihrer Website unter <a href="http://www.hannover.ihk.de/halal-koscher">www.hannover.ihk.de/halal-koscher</a> umfassend zum Thema. Die nächste Sitzung der IHK-Arbeitsgruppe „Halal und Koscher“ findet am 19. März um 12 Uhr virtuell über Microsoft Teams statt. Interessierte Unternehmensvertreter sind herzlich eingeladen. Am gleichen Tag bietet die IHK vormittags die beiden Seminare „Halal im Produktionsprozess“ und „Koscher im Produktionsprozess“ an. Details zu diesen Veranstaltungen und Anmeldungen jeweils über die <a href="http://www.hannover.ihk.de/veranstaltungen">IHK-Website. </a>Ansprechpartnerin zum Thema bei der IHK Hannover:<br />
Beate Rausch, Tel. 0511/3107-431, rausch@hannover.ihk.de</p>
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		<title>Deutsche Messe: Halal und Twenty2X werden verschoben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2020 09:06:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>+++ Update 10. März 2020: Neuer Termin für Halal Hannover im September +++ Die Deutsche Messe AG verschiebt die im März geplanten Premieren der Halal Hannover und der Twenty2X. Die für Veranstaltungen dieser Art empfohlenen Maßnahmen ließen sich kurzfristig nicht umsetzen, so die Begründung. Anfang März wurde bereits die Hannover Messe auf den 13. bis  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #ff6600;"><strong>+++ Update 10. März 2020: Neuer Termin für Halal Hannover im September +++</strong></span></p>
<p><strong>Die Deutsche Messe AG verschiebt die im März geplanten Premieren der Halal Hannover und der Twenty2X. Die für Veranstaltungen dieser Art empfohlenen Maßnahmen ließen sich kurzfristig nicht umsetzen, so die Begründung. Anfang März wurde bereits die <a href="https://nw-ihk.de/2020/03/hannover-messe-verschiebung/">Hannover Messe auf den 13. bis 17. Juli 2020 verschoben</a>.<br />
</strong></p>
<p>Verschiebung der Messepremieren Halal Hannover und Twenty2X. Die IT-Messe Twenty2X findet vom 23. bis zum 25. Juni statt, für die auf islam-konforme Produkte ausgerichtete Halal vom 11. bis zum 13. September. Hier die Pressemitteilung der Deutschen Messe AG zur Verschiebung der Twenty2X im Wortlaut:</p>
<p>„Das Gesundheitsamt der Region Hannover hat der Deutschen Messe AG dringend empfohlen, die Hinweise des <a href="https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html">Robert-Koch-Instituts</a> zu beachten. Diese beinhalten umfassende Maßnahmen zur Gesundheitssicherung bei der Ausrichtung von Veranstaltungen.<br />
Dazu gehören Fiebermessstationen an allen Eingängen, sowie die Umsetzung der Maßnahme, keine Teilnehmer aus Risikogebieten zuzulassen und Teilnehmern, die Kontakt zu Personen aus Risikogebieten hatten, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verweigern. Das hätte eine umfangreiche Überprüfung aller Teilnehmer zur Folge.<br />
Die Auflagen sind von der Deutsche Messe kurzfristig nicht realisierbar. Zudem würde deren Umsetzung dazu führen, dass die störungsfreie Durchführung der Veranstaltungen in einem Maße beeinträchtigt wäre, dass der mit der geplanten Ausrichtung angestrebte Veranstaltungszweck weder für die Aussteller, noch für die Besucher nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen erreicht werden könnte.<br />
Die Gesundheit der Aussteller, Besucher und Mitarbeiter sowie der Bevölkerung hat für die Deutsche Messe AG höchste Priorität. Daher hat die Deutsche Messe beschlossen, die Twenty2X auf den 23. bis 25. Juni zu verschieben. Die Terminfindung zur Halal Hannover läuft aktuell in enger Abstimmung mit den<span style="color: #000000;"> Ausstellern und wird zeitnah bekanntgegeben.“</span></p>
<p><span style="color: #ff6600; background-color: #ffffff;"><a style="background-color: #ffffff; color: #ff6600;" href="https://nw-ihk.de/2020/02/halal-messe-hannover/">Und darum geht es bei der Halal Hannover geplant.</a> </span></p>
<p>+++ Update des Beitrags am 10. März 2020. +++</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/03/halal-twenty2x-verschiebung/">Deutsche Messe: Halal und Twenty2X werden verschoben</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Nachhaltig: Vorreiter vom Land</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2020 12:30:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor sechs Jahren veröffentlichte die Meyer Gemüsebearbeitung GmbH erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht. Das mittelständische Unternehmen aus Twistringen investiert seit Jahren in umweltschonende, effiziente Technologie und steht mit diesem Kurs auch wirtschaftlich gut da.  Foto: Redaktion  Susanne Willkommen ist sich sicher: „Mein Vater hat schon immer großen Wert darauf gelegt, nachhaltig mit den Ressourcen umzugehen“.  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/meyer-gemuesebearbeitung-nachhaltig/">Nachhaltig: Vorreiter vom Land</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Vor sechs Jahren veröffentlichte die <a href="https://www.gemuese-meyer.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meyer Gemüsebearbeitung GmbH</a> erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht. Das mittelständische Unternehmen aus Twistringen investiert seit Jahren in umweltschonende, effiziente Technologie und steht mit diesem Kurs auch wirtschaftlich gut da.</h5>
<div id="attachment_8797" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/10/Unbenannt_3.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8797" class="wp-image-8797 size-thumbnail" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/10/Unbenannt_3-150x55.jpg" alt="Foto: Redaktion" width="150" height="55" /></a><p id="caption-attachment-8797" class="wp-caption-text">Foto: Redaktion</p></div>
<p>Susanne Willkommen ist sich sicher: „Mein Vater hat schon immer großen Wert darauf gelegt, nachhaltig mit den Ressourcen umzugehen“. Die 33-Jährige ist eine von fünf Töchtern des Geschäftsführers Laurenz Meyer und in dem Unternehmen, das tiefgekühltes und frisches, bearbeitetes Gemüse und Obst an Abnehmer der Lebensmittelindustrie verkauft, für das Marketing verantwortlich. Allein 240 Beschäftigte zählt das Unternehmen in der Kleinstadt im Nordwesten. Mit 16 Landwirten aus der Region gibt es eine Erzeugergesellschaft. Etwa ein Viertel der verkauften Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Pastinaken stammt aus der näheren Umgebung, das Übrige kommt von Bauern aus einem Radius von maximal 250 Kilometern. Das Unternehmen ist Vollsortimenter. Neben Gemüse werden auch die von den Kunden nachgefragten Obstsorten zugekauft. Die Gesamtverkaufsmenge lag zuletzt bei etwa 140 000 Tonnen. Der Bio-Anteil liegt zwischen 8 und 10 Prozent. Darüber hinaus verkauft Gemüse Meyer inzwischen auch immer häufiger seine Dienstleistungen, zum Beispiel die Einlagerung von Tiefkühlprodukten durch das Tochterunternehmen Tiefkühlzentrum Meyer GmbH &amp; Co. KG. „Mit rund 75 000 Stellplätzen für Paletten betreiben wir eines der größten Tiefkühllager Europas“, sagt Betriebsleiter Dominik Willkommen. Auch die Qualitätskontrolle von Meyer wird gern in Anspruch genommen. „Gerade kleinere Händler beauftragen uns mit der Überprüfung, da wir genau wissen, worauf wir achten müssen“, erklärt seine Frau Susanne.</p>
<p><strong>Unter den Top Ten in Deutschland</strong><br />
Das Familienunternehmen muss sich in Sachen Nachhaltigkeit nicht verstecken. Meyer schaffte es mit seinem Engagement in Sachen Nachhaltigkeit schon einmal auf Platz acht in einem Ranking unter deutschen Industriebetrieben, knapp hinter Continental, Osram und anderen deutlich größeren Konzernen. Zu diesem Ergebnis kam auf jeden Fall ein vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut begleitetes Ranking vor anderthalb Jahren: Es hatte die Nachhaltigkeit als Gradmesser für den Wert eines Unternehmens herangezogen. „Die gute Platzierung hat damals für viel Aufsehen und einige Anrufe gesorgt. Und sie hat uns auch im Kontakt mit unseren Kunden genützt“, sagt Geschäftsführer Meyer.</p>
<div id="attachment_9919" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/vorauswahl_gemuesemeyer-8635.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9919" class="size-medium wp-image-9919" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/vorauswahl_gemuesemeyer-8635-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/vorauswahl_gemuesemeyer-8635-200x134.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/vorauswahl_gemuesemeyer-8635-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/vorauswahl_gemuesemeyer-8635-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/vorauswahl_gemuesemeyer-8635-600x401.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/vorauswahl_gemuesemeyer-8635-768x513.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/vorauswahl_gemuesemeyer-8635.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-9919" class="wp-caption-text">Wenige hundert Meter vom Gelände des<br />Unternehmens entfernt, steht das eigene<br />Windrad mit einer Spitzleistung von 3,5 MW.</p></div>
<p>Vor sechs Jahren veröffentlichte Meyer den ersten Nachhaltigkeitsbericht, der die Vorgaben des Deutschen Nachhaltigkeitskodex sogar übererfüllt. Warum? Ein Meilenstein war mit Sicherheit die Ende 2007 getroffene Entscheidung, eine eigene Biogasanlage zu errichten. Das Unternehmen musste sich damals neu aufstellen, weil die städtische Kläranlage nicht weiterhin das Abwasser des Unternehmen aufnehmen konnte. So baute man eine eigene Kläranlage, eine Aufbereitungsanlage für das sogenannte Prozesswasser, das in der Produktion, beim Schälen von Gemüse anfällt und verwertete es mit den anfallenden organischen Gemüseresten in der Biogasanlage. Sie erzeugt Strom und Abwärme, die in der Produktion genutzt werden. Auch das örtliche Freibad profitiert von der Anlage. Die Leitung dorthin ist ein Beispiel für das gesellschaftliche Engagement, das Laurenz Meyer ebenso wichtig ist. Auch das ist für ihn nachhaltig.</p>
<p>„Als Verarbeiter von landwirtschaftlichen Rohstoffen zu energieintensiven Tiefkühlprodukten sind wir in besonderem Maße auf ein energieeffizientes Produktionsverfahren angewiesen“, sagt er. In der Folge hat das Unternehmen Solarpanels mit 450 kW Spitzenleistung auf den Dächern der Produktionshallen installiert und 2016 eine eigene Windkraftanlage mit 3,5 Megawatt in der Spitze gebaut. „Wir sind damit theoretisch in der Lage, 80 Prozent unseres benötigten Stroms selbst zu produzieren“, erklärt Betriebsleiter Dominik Willkommen. Bereits im Jahr 2014 legten Beschäftigte bei einem Team-Event eine 1000 Quadratmeter große Wildblütenwiese an. In den letzten Jahren hat das Unternehmen zudem rund 20 000 Bäume auf dem Firmengelände angepflanzt, die nicht nur als Lärm- und Sichtschutz dienen sollen.</p>
<div id="attachment_9920" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/DJI_0006.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9920" class="size-medium wp-image-9920" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/DJI_0006-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/DJI_0006-200x113.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/DJI_0006-300x169.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/DJI_0006-400x225.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/DJI_0006-600x338.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/DJI_0006-768x432.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/DJI_0006.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-9920" class="wp-caption-text">Alle paar Jahre kommt eine neue Halle dazu: Ein Luftbild zeigt die Ausdehnung von Gemüse Meyer am<br />Rande von Twistringen. In den Tiefkühlhallen lagert das Unternehmen neben eigener Ware auch<br />Produkte anderer.</p></div>
<p>Und das wird ganz sicher nicht das einzige nachhaltige Vorhaben des Familienunternehmens bleiben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/meyer-gemuesebearbeitung-nachhaltig/">Nachhaltig: Vorreiter vom Land</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Halal-Messe: Premiere in Deutschland verschoben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 12:30:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>+++ Update 10. März 2020: Premiere der Halal auf September verschoben. +++ Auf dem hannoverschen Messegelände findet Anfang März erstmals eine auf das Thema Halal konzentrierte Messe statt - ursprünglich im März geplant, soll sie jetzt vom 11. bis zum 13. September stattfinden. Die IHK Hannover kann dazu einiges an Erfahrung beisteuern. Iin einem Monat  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/halal-messe-hannover/">Halal-Messe: Premiere in Deutschland verschoben</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><span style="background-color: #ffffff; color: #ff6600;"><a style="background-color: #ffffff; color: #ff6600;" href="https://nw-ihk.de/2020/03/halal-twenty2x-verschiebung/">+++ Update 10. März 2020: Premiere der Halal auf September verschoben. +++</a></span></h5>
<h5>Auf dem hannoverschen Messegelände findet Anfang März erstmals eine auf das Thema Halal konzentrierte Messe statt &#8211; ursprünglich im März geplant, soll sie jetzt vom 11. bis zum 13. September stattfinden. Die IHK Hannover kann dazu einiges an Erfahrung beisteuern.</h5>
<p>Iin einem Monat wird es erstmals in Deutschland eine Messe rund um das Thema Halal geben: In Hannover geht es um Lebensmittel und Kosmetik, aber auch um Reisen. Halal kommt aus dem Arabischen, wird mit „erlaubt“ übersetzt und bezeichnet das, was nach den im Islam geltenden Regeln zulässig ist.</p>
<p><strong>Bisher ein Randthema anderer Messen</strong></p>
<p>Die großen internationalen Lebensmittelmessen haben in der Vergangenheit vereinzelt Halal am Rande berücksichtigt. Mit der <a href="https://www.halal-messe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Halal Hannover</a> will die Deutsche Messe jetzt eine darauf konzentrierte Veranstaltung aufbauen. Die dreitägige Messe, ursprünglich vom 6. bis zum 8. März und wegen des Coronavirus auf den 11. bis 13. Septemberverschoben, wird von einem Kongressprogramm begleitet – und beides wurde offenbar auch in der islamischen Welt mit Interesse verfolgt, etwa in den 56 Staaten der Organisation für islamische Zusammenarbeit. Der Kongress der Messe wird nun auch vom Dubai Islamic Economy Development Center (DIEDC) offiziell unterstützt. Am ersten Messetag wird es einen Round Table des Global Islamic Economy Summit (GIES) geben. Damit finden die internationalen Round-Table-Gespräche zur islamischen Wirtschaft zum ersten Mal im deutschsprachigen Europa statt.</p>
<p><strong>Arbeitsgruppe Halal und Koscher bei der IHK Hannover</strong></p>
<p>Nicht nur die Messe sieht einiges Potenzial: Knapp ein Viertel der Weltbevölkerung sind Muslime. Davon leben fast sieben Prozent in Europa. Bei der IHK Hannover gibt es eine Arbeitsgruppe Halal und Koscher – dieser Begriff beschreibt die Verhaltensvorgaben, die für Menschen jüdischen Glaubens gelten – mit bundesweit rund 120 Mitgliedern. Hinzu kommen noch einmal fast ebenso viele Interessenten, die ebenfalls an den zwei jährlichen Treffen teilnehmen können. Diese Zusammenkünfte finden in ganz Deutschland statt, bislang etwa bei den Industrie- und Handelskammern in München oder Stuttgart, im Landwirtschaftsministerium in Bonn und Berlin oder bei Unternehmen. Zudem werden Seminare zu „Halal und Koscher im Produktionsprozess“ angeboten – ehrenamtlich durchgeführt von Mitgliedern.</p>
<p><strong>Anregung von Unternehmen stand am Anfang</strong></p>
<p>Bei der Halal Hannover ist die Arbeitsgruppe mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Die Deutsche Messe hatte im Vorfeld mit der IHK Hannover Kontakt aufgenommen – und dort mit der Arbeitsgruppe Halal und Koscher, deren Entstehung rund zehn Jahren zurückreicht. Nach dem Ende der Centralen Marketing-Gesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft (CMA) 2009 rief die Bundesregierung die Initiative „Exportförderung Agrar- und Ernährungswirtschaft“ ins Leben. Die IHK Hannover, mit Blick auf Niedersachsens starke Agrar- und Ernährungswirtschaft, brachte sich früh als Kooperationspartner der neuen Initiative ins Spiel und stellte im April 2010 zusammen mit dem Ministerium die neue Initiative bundesweit in der IHK Hannover vor. Im Februar 2011 standen dann in der IHK Hannover beim Lebensmittel-Exportforum die Themen Bio, Halal und Koscher auf der Agenda: Noch während dieser Veranstaltung sammelte die IHK Stimmen aus teilnehmenden Unternehmen.</p>
<div id="attachment_9858" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9858" class="size-medium wp-image-9858" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-200x128.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-300x191.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-400x255.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-460x295.jpg 460w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-600x383.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-768x490.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-9858" class="wp-caption-text">Halal-Siegel.</p></div>
<p>Denn: Die nötigen Zertifikate für den internationalen Vertrieb von – damals vorrangig noch – Lebensmitteln, werden oft von privaten Anbietern beider Religionsgemeinschaften angeboten. Diese erstellen Zertifikate nach unterschiedlichen Vorgaben, Strenge und Zertifizierungspreisen. Und je nachdem, wohin die Ware exportiert wird, in die Golfstaaten, nach Malaysia, Indonesien, Nordafrika oder die Türkei, haben mitunter die Einfuhrländer ebenfalls bestimmte lokale Vorgaben, die berücksichtigt werden müssen. Um in dieser Gemengelage wirtschaftlich und sicher produzieren zu können, benötigt die Industrie Transparenz bei der Zertifizierung und den angebotenen Zertifikaten.<br />
Schon gegen Ende des hannoverschen Exportforums 2011 war klar, dass die IHK Hannover eine Plattform für den Unternehmensaustausch einrichten wird. So kamen zeitnah zehn bis 15 Unternehmensvertreter – vorrangig aus der Lebensmittelindustrie – in der IHK zusammen, um die mögliche Struktur und Inhalte zu besprechen und vor allem auch um die nötige Halal- und Koscher-Expertise für die Zukunft sicherzustellen. Mit dabei war auch das Bundeslandwirtschaftsministerium.</p>
<p><strong>Gemeinsame Suche nach Lösungen</strong></p>
<p>Ziel der Arbeitsgruppe ist der intensive Austausch der Industrie zum Thema Halal und Koscher – das Aufgreifen von Fragestellungen und Problemen, der gemeinsamen Suche nach Lösungen, über internationalen Vertrieb und Vermarktung, bis hin zum Aufbau eines starken Netzwerks in Richtung Zertifizierungsgesellschaften und Politik. Neben der Lebensmittelindustrie engagieren sich heute auch immer mehr Unternehmen aus der Pharmazie, Chemie und der Logistik in der Arbeitsgruppe.<!-- /wp:paragraph --></p>
<div id="attachment_9857" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9857" class="size-medium wp-image-9857" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-200x134.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-600x401.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-768x513.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-9857" class="wp-caption-text">&#8230; aber auch Reisen gehören zu den Themen, die die neue Messe abdeckt. Foto: ©flowertiare &#8211; stock.adobe.com</p></div>
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		<title>Der Name der Firma &#8211; Pomona Group</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 12:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dicht Dran]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Lebensmittel-Dienstleister, Spezialist für die Getränke-Industrie mit 45 Beschäftigten in Hessisch Oldendorf: Das ist die Pomona Group. Mischen nach Rezeptur des Auftraggebers, Abfüllen, Dekoration der Flaschen mit diversen Etikettenvarianten und Sleeves - das ist Kerngeschäft des traditionsreichen Mittelständlers, der auch über eine eigene Quelle verfügt. Ach ja: Unterschiedlichste Verschlüsse gehören ebenso zum Angebot wie die  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Lebensmittel-Dienstleister, Spezialist für die Getränke-Industrie mit 45 Beschäftigten in Hessisch Oldendorf: Das ist die Pomona Group. Mischen nach Rezeptur des Auftraggebers, Abfüllen, Dekoration der Flaschen mit diversen Etikettenvarianten und Sleeves &#8211; das ist Kerngeschäft des traditionsreichen Mittelständlers, der auch über eine eigene Quelle verfügt. Ach ja: Unterschiedlichste Verschlüsse gehören ebenso zum Angebot wie die Verpackung der befüllten Flaschen in verschiedenste Gebindearten. Wein, Sekt, Bier, Saft, Tee, Cider &#8211; die drei Abfüllmaschinen können zusammen über 65 000 Flaschen pro Stunde abfüllen. Rund 70 Prozent der Produktions- und Abfüllmenge gehen ins Ausland.<br />
Aber woher kommt der Name? Dazu machen wir zwei Schritte in die Vergangenheit. Die Pomona Group hat ihre Ursprünge im Jahr 1897 und geht auf den Apotheker Hermann Opitz zurück. Nicht einmal zehn Jahre später hatte es Pomona zum Hoflieferanten verschiedener Adelshäuser gebracht &#8211; schließlich sind wir im Schaumburgischen. Die Schaumweine des Unternehmens hießen Graf Schaumburg, Schaumburger Silber oder Schaumburger Gold. Noch immer allerdings ist der Ursprung des Namens nicht in Sicht. Doch dazu reicht ein nächster Schritt in die Antike. Pomona ist nichts anders als die römische Göttin der Baumfrüchte, abgeleitet vom Wort pomum für Obst oder Obstfrucht.</p>
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