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	<title>Koscher Archive - NW IHK</title>
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		<title>Viele Fragen zu klären</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2021 06:00:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem weltweit steigenden Bedarf an Koscher- und Halal-Produkten werden auch Herstellung und Export der Produkte komplexer. Ein gutes Netzwerk und viel Kreativität helfen Unternehmen, Hürden und Unwägbarkeiten zu überwinden.   Eins ist klar: Koscher und Halal produziert man nicht mal eben so! Hier ist Wissen über die hiesige und internationale Zertifizierungswelt gefragt – und  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-viele-fragen-klaeren/">Viele Fragen zu klären</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6>Mit dem weltweit steigenden Bedarf an <strong>Koscher- und Halal-Produkten</strong> werden auch Herstellung und Export der Produkte komplexer. Ein gutes Netzwerk und viel Kreativität helfen Unternehmen, Hürden und Unwägbarkeiten zu überwinden.</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eins ist klar: Koscher und Halal produziert man nicht mal eben so! Hier ist Wissen über die hiesige und internationale Zertifizierungswelt gefragt – und Zeit. Bereits zu Beginn der Planungen muss klar sein, wohin die Halal- oder Koscher-Produkte gehen sollen. Denn viele Zielmärkte geben vor, welches Siegel überhaupt ins Land eingeführt werden darf und welches nicht. Hiesige Zertifizierer müssen über eine Akkreditierung im Zielland verfügen und binden sich damit an einen individuell vorgegebenen Standard und seine Anforderungen. Nicht jeder Zertifizierer wird überall akzeptiert. Möglicherweise akzeptiert der eigene Zertifizierer nicht das Zertifikat des Rohstofflieferanten oder der ausländische Abnehmer hat eigene Vorstellungen zum Zertifikat. „Die gegenseitige Anerkennung von Zertifizierern, ihrer Zertifikate, treibt uns permanent um“, erklärt Frank Sieveke, Quality Manager bei Wilhelm Reuss. „Denn es gibt keinen gültigen Standard für alle. Es kommt zu Missverständnissen und Reibungsverlusten in der Kommunikation, denn Worte wie ´koscher´ und ´halal´ bedeuten bei Lieferanten, Kunden und Zertifizierern nicht immer das gleiche.“ Ein Problem, das die Mitglieder der Arbeitsgruppe Halal und Koscher der IHK kennen. Es wird viel Zeit damit verbracht, die Anforderungen von Kunden und Zertifizierern unter einen Hut zu bringen – was nicht immer gelingt.</p>
<p><strong>Grundwissen ist Voraussetzung </strong></p>
<p>Der richtige Mix an Zertifizierern und Zertifikaten ist für die Anerkennung und den erfolgreichen Vertrieb auf internationalen Märkten ausschlaggebend. Sichergestellt werden muss dies in den internen Produktionsabläufen. Norbert Kahmann, bei Symrise in Holzminden verantwortlich für die gesamte Supply Chain bis zum Warenausgang, erklärt dazu: „Wenn Sie Verantwortung tragen für diese Bereiche, lernen Sie sehr schnell, dass Sie in ihrem Unternehmen an die Grenzen kommen können. Sie müssen einerseits Grundwissen über die Materie Koscher und Halal haben. Das versuchen wir auch als Erstes zu vermitteln, und Sie müssen es schaffen, in Ihrer Supply Chain einen neu zu erlernenden Ablauf zu integrieren. Das stößt nicht immer auf Gegenliebe. Wir wissen alle, wie schwer es ist, Veränderungen zu implementieren.  Innerbetriebliche Prozesse können eine große Herausforderung bei der Zertifizierung darstellen, etwa bei möglichen Kreuzkontaminationen wie pulverförmigen Stoffen. Da sind uns oft die Hände gebunden, wenn ein Zertifizierer seine speziellen Anforderungen durchsetzen möchte und am Ende die Produktionsstätte nicht zertifiziert.“</p>
<p><strong>Ernährungsgebote und Speisegesetze </strong></p>
<p>Unverzichtbar für die Koscher- und Halal-Produktion ist das Wissen über islamische Ernährungsgebote und jüdische Speisegesetze, deren Vorgaben auch die Industrie berücksichtigen muss. Koscheres Fleisch und Geflügel erfordern eine spezielle Schlachtung, Reinigung, Inspektion und Handhabung. Der Standard kennt mehrere Stufen, die Produktion ist äußerst schwierig und daher nur selten im Angebot der deutschen Lebensmittelindustrie zu finden. Für Milchprodukte gibt es zwei Koscher-Kategorien: Chalav Yisroel und Chalav Stam. Chalav Yisroel beinhaltet ein höheres Maß an Überwachung ab Zeitpunkt des Melkens und ist erforderlich, wenn die Ware nach Israel geht, an staatliche Einrichtungen oder ultra-orthodoxe Gemeinden. Chalav Stam, ist möglicherweise nicht vom Melken an überwacht, aber ansonsten so reguliert, dass eine Verunreinigung mit nicht koscherer Tiermilch ausgeschlossen ist.</p>
<p>„Immer wieder werden Anfragen zur Super-Koscher-Produktion an uns herangetragen“, sagt Helge Bruhn von der DMK Deutsche Milchkontor GmbH. „Das ist nicht nur ein logistisches Problem, sondern auch mit erheblichem Mehraufwand und Kosten verbunden, angefangen beim Melken. Der Kashrut-Status des landwirtschaftlichen Betriebs muss überwacht, die Milch getrennt zu anderer Milch gelagert, transportiert, gegebenenfalls auch verplombt und versiegelt werden.“</p>
<p>Backwaren haben in strengen Gemeinden oft eine höhere Zertifizierungsstufe, bekannt als Pas Yisroel. Dies erfordert, dass der Ofen von einem Koscher-Beauftragten eingeschaltet wird. „Der Rabbi kommt zur Zündung der Öfen am Montag früh oder auch am späten Sonntagabend zu uns ins Werk. Danach laufen die Öfen bis zum nächsten Wochenende durch. Falls es zu Störungen kommt, die Temperatur zu stark abfällt, muss der Rabbi erneut anreisen. Das ist wichtig, bedeutet aber Zeitverlust. Gerade am Anfang, wenn man diese Zertifizierung neu einführt, muss man daher wirklich konsequent handeln und den Mitarbeitern das Verständnis für diese Anforderung klar machen“, so Iris Knoche-Roos von Bahlsen. Und dann gibt es noch Produkte, die Koscher-Parve sind. Sie enthalten kein Fleisch, Geflügel oder Milchprodukte. Diese Lebensmittel dürfen von jüdischen Personen in der gleichen Mahlzeit wie Milchprodukte oder Fleisch, Geflügel oder allein verzehrt werden. Das macht sie zu den vielseitigsten und am besten zu verkaufenden Koscher-Produkten.</p>
<p>Auch die Prozesse bei der Uelzena Gruppe, einem führenden europäischen Lohntrockner für Lebensmittel, gestalten sich aufwändig. „Eine Herausforderung bei der Sprühtrocknung ist der Wechsel von milchhaltigen auf nicht-milchhaltige Produktionen auf einer Anlage“, sagt Wolf-Dieter Borawitz, Koscher- &amp; Halal-Beauftragter. „Sobald nach milchhaltigen Artikeln neutrale Koscherprodukte (Parve) hergestellt werden, ist eine zusätzliche rituelle Reinigung, genannt Kascherung, unter Aufsicht eines Rabbiners erforderlich. Dies  edeutet, auf einen 24-stündigen Stillstand der Anlage folgt eine weitere Reinigung – je nach Anlagengröße sechs bis zehn Stunden. Zum Zeitverlust bei jeder Kascherung kommt für die Anlage Stress und höherer Verschleiß hinzu. Eine sorgfältige und ausgeklügelte Produktionsplanung ist unumgänglich.“</p>
<p>Halal erscheint nur auf den ersten Blick einfacher, da es doch „nur“ um einzelne Inhaltstoffe wie alkoholische oder schweinehaltige Produkte und weniges mehr geht. Weit gefehlt! Was, wenn Teile einer Anlage nur mit Ethanol gereinigt werden können? Ein mögliches No-Go für die Halal-Produktion, denn einige Zertifizierer verbieten jeden Alkohol auf der Anlage, während andere das komplette Trocknen oder ein Nachspülen mit Wasser verlangen. Für die Carl Kühne KG ist die Essigproduktion das Herzstück jeder Zertifizierung. „Zum einen beliefern wir viele Kunden in der Industrie mit diesem Produkt, zum anderen ist es ein wesentlicher Bestandteil in einem Großteil unserer Produkte“, berichtet Christiane Wilkens-Ripcke, Key Account Manager, Asia-Pacific Region. „Essig  selbst ist kein Problem, nur die Herstellung. Alkohol wird zu Essig, wenn man ihn an der Luft stehen lässt. Essigbakterien sind überall in der Luft. Laut Koran so kein Problem. Nur  in der Industrie kann man natürlich so nicht arbeiten. Man hilft der Natur auf die Sprünge mit Zugabe spezieller Essigkulturen und Nährstoffen, damit die Essigbakterien sich wohl fühlen und schnell arbeiten. Das muss von der zertifizierenden Organisation akzeptiert werden und hat durchaus schon zu Problemen geführt. Ist das gelöst, muss der Essig durch ein Rohrsystem zu der jeweiligen Verwendung gelangen, ohne in irgendeiner Form unseren Weinessig zu kreuzen. Hier musste investiert und unsere Rohrleitungssystem  angepasst werden.“</p>
<p>Uelzena hat die Prozesse daher in den betroffenen Produktionsbereichen unter die permanente Koscher- und Halal- Überwachung durch namhafte Zertifizierer wie KLBD und HFFIA gestellt – zur Sicherstellung der Produktion nach religiösen Anforderungen, so Borawitz. „Um eine permanente Überwachung zu gewährleisten, werden die Produktionen  wöchentlich rollierend mit einem vierwöchigen Forecast und den erzielten  Produktionsausbeuten dem KLBD und der HFFIA gemeldet. Dieser Prozess wurde über die Jahre weiterentwickelt und ist heute fest etabliert. Allerdings versuchen die für die Kunden zuständigen Halal-Zertifizierer wiederholt, durch Umgehen der HFFIA und der betreffenden Kunden, Audits bei uns durchzusetzen. Für uns bedeutet das immer wieder, unter Einbindung der HFFIA und der Kunden, diesen äußerst sensiblen Geschäftsbereich zu schützen.“ Diese Erfahrung haben viele Mitglieder der IHK-Arbeitsgruppe Halal &amp; Koscher gemacht. Sie sind bei führenden Koscher und Halal Organisationen zertifiziert, erfüllen alle Anforderungen an die Produktionsstätten. Dennoch kommt es immer wieder zu Akzeptanzdiskussionen mit Kundenzertifizierern und zusätzliche Audits werden gefordert.</p>
<p><strong>Spezialthema: Tankzüge </strong></p>
<p>Ein weiteres heikles Thema ist die An- und Auslieferung von flüssigen Halal- und Koscher-Waren in Tankzügen. „Tankwagen, die für verschiedene Produkte verwendet werden, könnten religiös nicht zulässige Produkte – wie nicht  koscheren Alkohol, tierische Fette – bei der letzten Fahrt transportiert haben. Dies führt bei einer Halal- oder Koscher-Produktion zu einem nicht zulässigen Status“, erklärt Manfred Straninger von der Döhler GmbH. „Daher ist hier eine entsprechende Reinigung notwendig. Diese ist bis heute noch nicht abschließend standardisiert. Um dies in den Griff zu bekommen, lassen sich die Unternehmen von ihren Spediteuren bestätigen, dass die letzten drei Lieferungen halal– und koscherkonforme Produkte geladen hatten. Zusätzlich wird das Reinigungszertifikat des Tankwagens verlangt, aus dem hervorgeht, dass auch eine Dämpfung der Leitungen und Kammern erfolgt ist. Proben auf Sauberkeit mit Abstrichen und anschließender Untersuchung runden das Bild ab.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-viele-fragen-klaeren/">Viele Fragen zu klären</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Trümpfe im internationalen Geschäft</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-international/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 14:00:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor zehn Jahren hat die IHK die Arbeitsgruppe Halal und Koscher initiiert. Seitdem sind die Märkte deutlich gewachsen. Viele mittelständische, international tätige Unternehmen haben bereits oder planen eine Zertifizierung.   Im Gründungsjahr 2011 der IHK-Arbeitsgruppe Halal und Koscher lebten weltweit 1,5 Milliarden Menschen muslimischen Glaubens. Neun Jahre später sind es laut Statista 1,9 Milliarden, davon  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-international/">Trümpfe im internationalen Geschäft</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6>Vor zehn Jahren hat die IHK die <strong>Arbeitsgruppe Halal und Koscher</strong> initiiert.<br />
Seitdem sind die Märkte deutlich gewachsen. Viele mittelständische, international<br />
tätige Unternehmen haben bereits oder planen eine Zertifizierung.</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Gründungsjahr 2011 der IHK-Arbeitsgruppe Halal und Koscher lebten weltweit 1,5 Milliarden Menschen muslimischen Glaubens. Neun Jahre später sind es laut Statista 1,9 Milliarden, davon rund 50 Millionen in Europa und 4,5 Millionen in Deutschland. Die Zahl der Menschen jüdischen Glaubens liegt weltweit heute bei rund 15 Millionen – über 6 Millionen in den USA, knapp 7 Millionen in Israel und eine halbe Million in Frankreich, gefolgt von Großbritannien. In Deutschland leben knapp 100 000 Menschen jüdischen Glaubens. Vor zehn Jahren boomte der Halal- und Koscher-Markt schon bei unseren  direkten Nachbarn Frankreich und Großbritannien, während er bei uns noch im Dornröschenschlaf lag. Mit Blick nach Asien und in die USA zeichnete sich damals ein noch stärkerer Trend ab, der bis heute anhält: So wie Halal heute für den asiatischen Markt steht, gehört in den USA Koscher zum guten Ton. Und die internationalen Konsumenten – lange schon nicht mehr nur Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens &#8211; finden immer mehr Geschmack daran, stehen beide Siegel doch für Qualität und gesunde Ernährung. Das hat auch die Industrie mit ihren Vor- oder Fertigprodukten erkannt.</p>
<p><strong>Produktion von Milchprodukten</strong></p>
<p>„Wir haben zusammen mit Rabbi Dov-Levy Barsilay schon 1996 begonnen, bei der Nordmilch AG am Standort Hohenwestedt koscheres Milchpulver zu produzieren“, berichtet Helge Bruhn, Junior Quality Manager QM-Systems &amp; Standards bei der Deutschen Milchkontor GmbH in Bremen. „2010 wurden die Käsewerke zertifiziert und die folgenden Jahre alle anderen Werke der weißen Linie. Halal lässt sich bei uns ins Jahr 2007 zurückdatieren. Hier startete der Standort Schleswig als erstes Werk mit Milchpulver. 2014 wurden dann auch die Käsewerke und anderen Standorte der weißen Linie Halal zertifiziert. Heute lassen sich Halbfabrikate wie Sahne und Magermilchkonzentrat kaum noch ohne Koscher- und Halal-Zertifikat verkaufen. Auch neue Produktanfragen für Eis, Babypulver oder Super-Koscher lassen das Thema nicht langweilig werden und meine Aufgaben werden immer vielfältiger.“</p>
<p>Viele mittelständische, international agierende Hersteller von Lebensmitteln, Pharmazeutika, Kosmetik und Chemie haben oder planen eine Koscher und Halal-Zertifizierung – ein Trumpf im internationalen Wettbewerb. Spiegelbildlich zeigt sich dies auch an der wachsenden IHK-Arbeitsgruppe Halal und Koscher und am Unterstützungs- und Beratungsbedarf durch die Expertengruppe der AG. Aber wo sitzen die Konsumenten beider Siegel heute?</p>
<p><strong>Wo koschere Produkte gefragt sind</strong></p>
<p>Allein in Israel leben neun Millionen Menschen, davon 75 Prozent Juden mit Interesse<br />
an koscheren Produkten. Für fast 20 Prozent der Araber in Israel stehen Halal-Produkte auf der Einkaufsliste. Ein weiterer, riesiger Markt sind die USA. Das Koscher-Logo steht dort für Qualität, und nicht nur Menschen jüdischen Glaubens gehören zu den überzeugten Koscher-Konsumenten. „Unserer Erfahrung nach befinden sich die weltweit größten koscheren Märkte in den USA vor allem in küstennahen Großstädten und Bundesstaaten wie New York, Los Angeles, Florida, zusätzlich zu Chicago. Nordamerika als Ganzes stellt den weltweit größten Markt für Koscher dar, gefolgt von Asien-Pazifik, der Region Europa/Mittelost/Afrika und Südamerika“, berichtet llana Klein von OK Kosher Certification Headquarters in New York. Zum Wachstum in diesen regionalen Märkten gibt es unterschiedliche Einschätzungen: Sehen die einen die asiatisch-pazifische Region mit einer jährlichen Wachstumsrate von über fünf Prozent bis 2026 vorn, so erwarten andere Quellen im Nahen Osten und Afrika &#8211; mit einem Umsatz von rund 25 Millionen US-Dollar für 2025 &#8211; das schnellste Wachstum im globalen Koscher-Lebensmittelmarkt. Immer ganz vorne mit dabei – Nordamerika. „Statistiken zu demografischen Entwicklung des Koscher-Konsumenten zeigen, dass die meisten nicht zu einer Gruppe mit besonderen Ernährungsbedürfnissen gehören“, stellt Ilana Klein fest. „In einer Verbraucherumfrage unter Erwachsenen, die koschere Lebensmittel kaufen, fand Mintel Research heraus, dass der Hauptgrund für den Kauf von koscheren Lebensmitteln die Qualität der Lebensmittel ist (62 %). Der zweithäufigste Grund ist die allgemeine Gesundheit (51 %), der dritte Grund die Lebensmittelsicherheit (34 %). Koschere Lebensmittel haben den Ruf, sorgfältiger hergestellt und gründlicher kontrolliert zu werden als nicht-koschere Lebensmittel.“</p>
<p>Zu den Top-Koscher-Produkten und somit zu den Dauerbrennern gehören laut OK Vitamin- und Mineralstoffpräparate, Kräuter und Probiotika, abgefüllte Getränke,<br />
Spirituosen und andere alkoholische Getränke, alternative Süßungsmittel, Kaffee<br />
und Tee, Aromen und Duftstoffe, Zusatzstoffe, Hefen und Konservierungsmittel<br />
sowie raffinierte und kaltgepresste Öle. Aktuell besonders im Trend und international<br />
sehr nachgefragt sind Hard Seltzer, Fleisch- und Molkereiersatzprodukte, Hanf und medizinische Marihuana-basierte Produkte, Kokosnussprodukte und Superfoods.</p>
<p><strong>Der Halal-Markt</strong></p>
<p>Nimmt man die wichtigsten Halal-Branchen zusammen – Lebensmittel, Pharmazeutika,<br />
Kosmetik, Mode, Reisen, Medien und Erholung – kommt man weltweit auf eine Summe von 2,02 Billionen Dollar, die Muslime für Produkte mit diesem Siegel ausgeben. Kein Wunder, denn die ethischen Konsumbedürfnisse der Kunden sind meist vom islamischen Glauben inspiriert. „Halal“ – das „Erlaubte“ ist der entscheidende Faktor beim Einkaufsverhalten. Die weltweit stärksten islamischen Wirtschaftssysteme sind Malaysia, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien. Nigeria, Sri Lanka und Singapur gehören zu den heranwachsenden Stars. Und nimmt man allein den Anteil an muslimischer Bevölkerung, so sind auch Pakistan, Indien, Bangladesch, Ägypten, Iran, Algerien, Marokko und die Türkei zu nennen. Und alle haben eines gemeinsam: einen enormen Appetit auf Halal-Produkte, den sie zum großen Teil aus dem Ausland decken.</p>
<p>Der weltweit größte Konsumentenmarkt für Halal-Lebensmittel lag 2019 in Indonesien. Bei Halal-Pharmazeutika lag die Türkei ganz vorn, mit den USA an dritter Stelle. Indien war führend bei Kosmetika, gefolgt von Russland auf Platz 3. Welche Komplexität die Themen Halal und Koscher im Unternehmen annehmen können, zeigt Norbert Kahmann vom Duft- und Aromenhersteller Symrise aus Holzminden: „Als Halal- und Koscher-Verantwortlicher bin ich seit 13 Jahren die Schnittstelle zu den Koscher- und Halal-Partnerorganisationen, erarbeite und implementiere maßgeschneiderte Konzepte für alle Bereiche. In 160 Ländern sind wir aktiv und vertreiben unsere Duft- und Geschmackstoffe für jede Region der Welt maßgeschneidert. Durch das globale Geschäft sind Koscher und Halal heute Standardzertifizierungen. Wir müssen dem Kunden das für ihn notwendige Zertifikat anbieten können. Allein für den Standort Deutschland verwalten wir mehr als 3500 Halal- und 13 000 Koscher-Zertifikate – und dies seit mehr als 30 Jahren.“</p>
<p>Mit wachsendem Bedarf an Halal und Koscher erkennen auch die internationalen<br />
Einkäufermärkte das Potenzial, dass sich hinter den beiden Siegeln verbirgt. Immer mehr islamisch geprägte Länder setzen auf eine eigene Produktion. Regierungen erlassen nationale Halal-Standards und legen dabei fest, welche Halal-Zertifikate im Land angeboten werden dürfen. Das internationale Geschäft verändert sich und damit wachsen die Herausforderungen an die Produktion und den Export. Die Expertengruppe der AG Halal und Koscher der IHK ist an dieser Stelle für Unternehmen da und hilft Einsteigern und Fortgeschrittenen ins Geschäft. Auch bei bestehender Halal- und Koscher-Produktion gibt es immer wieder Herausforderungen und Fallstricke, mit denen die Verantwortlichen im Export und im Qualitätsmanagement auf sich allein gestellt sind. Die IHK-Arbeitsgruppe unterstützt, vernetzt und berät bundesweit und die Mitglieder der AG teilen offen ihre Erfahrungen.</p>
<p><span style="color: #ff9900;"><strong>Halal:</strong></span> Im Islam bedeutet „Halal“ all das, was das islamischen Recht (Schari´a genannt) erlaubt und für zulässig hält. Haram wiederum ist all das, was die Shari´a verbietet. Und dies geht weit über die Ernährungsgebote im Islam hinaus. Es betrifft das gesamte tägliche Leben eines Muslims, von Pharmazeutika, über Kosmetika, bis hin zu Logistik,<br />
Reisen, Mode und Finanzierung.</p>
<p><strong><span style="color: #ff9900;">Koscher:</span> </strong>Das Wort Koscher bedeutet übersetzt „geeignet, zugelassen“. Das Gegenteil, also „untauglich, unrein“ bezeichnet man als Treife. Koscher entstammt dem Kashrut, den jüdischen Speisegesetzen. Die Speisen werden nach ihrer Herkunft in Fleischig, Milchig und Neutrales eingeteilt. Es besteht ein striktes Verbot Fleischiges und Milchiges zur selben Zeit zu verzehren. Lebensmittel, die weder fleischig noch milchig sind, also etwa Eier, Gemüse oder Früchte, gelten als Neutral – jüdisch = Parve. Sie dürfen zu allem gegessen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/halal-koscher-international/">Trümpfe im internationalen Geschäft</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Bio-Säfte gehen koscher!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 09:57:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Voelkel Naturkostsäfte GmbH ist seit einem Jahr in der IHK-Arbeitsgruppe Halal und Koscher aktiv. Die nach eigenen Angaben größte Naturkostsafterei Deutschlands aus Höhbeck (Landkreis Lüchow-Dannenberg) stellt mit rund 320 Mitarbeitern Obst- und Gemüsesäfte in Bio- und Demeter-Qualität her, die weltweit vertrieben werden. Künftig sollen einige Produkte auch in Koscher-Qualität angeboten werden. Über die ersten  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/06/voelkel-koscher/">Bio-Säfte gehen koscher!</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Voelkel Naturkostsäfte GmbH ist seit einem Jahr in der IHK-Arbeitsgruppe Halal und Koscher aktiv. Die nach eigenen Angaben größte Naturkostsafterei Deutschlands aus Höhbeck (Landkreis Lüchow-Dannenberg) stellt mit rund 320 Mitarbeitern Obst- und Gemüsesäfte in Bio- und Demeter-Qualität her, die weltweit vertrieben werden. Künftig sollen einige Produkte auch in Koscher-Qualität angeboten werden. Über die ersten Schritte berichtet Benjamin Ebeling, Assistent im Bereich Qualitätsmanagement/-sicherung:</p>
<p><strong>Herr Ebeling, was waren Ihre ersten Schritte in das Thema Koscher?</strong><br />
Beginnt man, sich mit dem Thema `Koscher´ zu beschäftigen, sind da unzählige Infos &#8230; Im Grunde sollte es nur eine Zertifizierung sein wie andere auch. Aber hier spielen auch religiöse Überzeugungen und kulturelle Einflüsse eine Rolle. Man kann sich selbst einlesen &#8211; aber richtig voran kommt man erst durch den Kontakt mit Praktikern! Hilfreich war ein IHK-Seminar und der Kontakt zur AG Halal und Koscher. Nach diesem ersten Input durch die Erfahrungen anderer Unternehmen und dem Kennenlernen der Ansprechpartner ging es auch bei uns los: mit eigenen Schritten auf dem Weg zur Produktion koscherer Produkte.</p>
<p><strong>Und wie lief dann der Übergang von der Theorie in die Praxis? Gesagt – getan, und los ging´s?</strong><br />
Nein. Zunächst mussten wir uns am schier unüberschaubaren Markt der Zertifizierer orientieren. Es gibt große, weltweit tätige Organisationen. Vorteile sind deren langjährige Erfahrungen, die Professionalität als Dienstleister sowie eine hohe Akzeptanz des Siegels. Andererseits werden hier auch strengere Vorschriften angelegt und mit so manchem Rabbiner kann man sich nur in Englisch austauschen. Daneben gibt es Rabbiner, die räumlich näher vor Ort sind. Deren Zugangshürden sind insgesamt kleiner. Andererseits war hier die Frage, ob deren Zertifikat in einem weltweiten Markt Akzeptanz findet. Im Seminar der IHK hieß es dazu: Auf das Backup achten! Reaktionszeiten? Wie ist der Service? Gibt es Hilfstools für die Organisationsarbeit? Und wir mussten für uns die Frage klären: Was wollen wir mit einer Zertifizierung erreichen? Haben wir einen klaren Markt im Auge? Wie ist die Größe des Marktes, wo liegen die Währungskurse, gibt es bereits eigene Logistikwege in die Region, wie gestalten sich die Transportkosten? Was sagen unsere Vertriebspartner in der Region? Oder ist es eine strategische Entscheidung: Kann ich in einem ersten Markt besonders viel dazulernen? Ist der Testmarkt ein Trendsetter, und kann ich davon womöglich in anderen Märkten profitieren? All das hat Zeit in Anspruch genommen.</p>
<p><strong>Nachdem Sie den für Sie richtigen Rabbiner gefunden haben – wie ging es weiter?</strong><br />
Der Austausch mit unserem Kontakt-Rabbiner war dann sehr freundlich und am Thema orientiert. Man lernte einander kennen und das Thema auf wesentliche Punkte einzugrenzen. Wir haben keine tierischen Produkte oder Zutaten auf unseren Anlagen: Das ist schon einmal gut! Koscherer Traubensaft ist für uns derzeit zu anspruchsvoll, denn die heilige Schrift der Tora sieht die Gefahr heidnischer Verwendung. Daher muss vom Anbau der Rebe bis in die Produktion die engmaschige Prüfung durch einen Rabbiner gewährleistet sein. Einfacher koscher herzustellen und damit für uns besser zu zertifizieren sind Säfte, wo wir alle Schritte der Rohwaren-Verarbeitung und Produktion selbst steuern und entsprechend kontrollieren. Das sind zum Beispiel Gemüsesäfte aus heimischer Rohware.</p>
<p><strong>Wie sah Ihre To-Do-Liste aus und mussten Sie bereits interne Prozesse in den Blick nehmen?</strong><br />
Unsere ersten Aufgaben waren, Daten zu sammeln und aufzubereiten. Um schon in dieser frühen Phase den Überblick zu bewahren, helfen gute Datenbanken zum Management der Anforderungen. Welche Rohware entsaften wir gänzlich selbst? Wo bekommen wir einen Teil bereits als fertigen Saft geliefert? Wie steht es um die Koscher-Zertifizierung dieser Lieferanten? Und wie steht es auch um die von uns eingesetzten Milchsäurebakterien &#8211; sind sie bereits koscher? Und was machen wir, wenn das einmal nicht der Fall ist? Diese Fragen besprechen wir aktuell mit unserem Rabbiner und sondieren die dann neuen Arbeitspakete. `Produktionsschritte´ und `Anlagen-Koscherisierung´* gehen wir dann beim nächsten Mal an.</p>
<p>Gleichzeitig kam über die IHK noch ein Gesprächsangebot mit einer israelischen Supermarktkette herein, den Praktikern in der Vermarktung koscherer Produkte. Wieder neue Vorstellungen und Herausforderungen. Aber damit ist auch ein Hilfsangebot zur Realisierung der Koscher-Zertifizierung verbunden. Kommt damit noch einmal eine neue Dynamik und Richtung hinein? Es bleibt spannend.<br />
Die Fragen stellte Beate Rausch.</p>
<p>* Koscherisierung/Kaschern mit Wasser bedeutet: komplette rituelle Reinigung der Anlage, Stillstand für 24 Stunden, visuelle Kontrolle durch anwesenden Rabbiner je nach Anlage, Eintauchen des zu koscherisierenden Gebindes in etwa 96 bis 98 Grad heißes Wasser oder Abspülen der Oberfläche, bis sie die Temperatur des Wassers erreicht, im Kreislauf spülen und Anlage komplett befüllen bis zum Rand.</p>
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		<title>Deutsche Messe: Halal und Twenty2X werden verschoben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2020 09:06:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Vor Ort]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>+++ Update 10. März 2020: Neuer Termin für Halal Hannover im September +++ Die Deutsche Messe AG verschiebt die im März geplanten Premieren der Halal Hannover und der Twenty2X. Die für Veranstaltungen dieser Art empfohlenen Maßnahmen ließen sich kurzfristig nicht umsetzen, so die Begründung. Anfang März wurde bereits die Hannover Messe auf den 13. bis  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #ff6600;"><strong>+++ Update 10. März 2020: Neuer Termin für Halal Hannover im September +++</strong></span></p>
<p><strong>Die Deutsche Messe AG verschiebt die im März geplanten Premieren der Halal Hannover und der Twenty2X. Die für Veranstaltungen dieser Art empfohlenen Maßnahmen ließen sich kurzfristig nicht umsetzen, so die Begründung. Anfang März wurde bereits die <a href="https://nw-ihk.de/2020/03/hannover-messe-verschiebung/">Hannover Messe auf den 13. bis 17. Juli 2020 verschoben</a>.<br />
</strong></p>
<p>Verschiebung der Messepremieren Halal Hannover und Twenty2X. Die IT-Messe Twenty2X findet vom 23. bis zum 25. Juni statt, für die auf islam-konforme Produkte ausgerichtete Halal vom 11. bis zum 13. September. Hier die Pressemitteilung der Deutschen Messe AG zur Verschiebung der Twenty2X im Wortlaut:</p>
<p>„Das Gesundheitsamt der Region Hannover hat der Deutschen Messe AG dringend empfohlen, die Hinweise des <a href="https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html">Robert-Koch-Instituts</a> zu beachten. Diese beinhalten umfassende Maßnahmen zur Gesundheitssicherung bei der Ausrichtung von Veranstaltungen.<br />
Dazu gehören Fiebermessstationen an allen Eingängen, sowie die Umsetzung der Maßnahme, keine Teilnehmer aus Risikogebieten zuzulassen und Teilnehmern, die Kontakt zu Personen aus Risikogebieten hatten, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verweigern. Das hätte eine umfangreiche Überprüfung aller Teilnehmer zur Folge.<br />
Die Auflagen sind von der Deutsche Messe kurzfristig nicht realisierbar. Zudem würde deren Umsetzung dazu führen, dass die störungsfreie Durchführung der Veranstaltungen in einem Maße beeinträchtigt wäre, dass der mit der geplanten Ausrichtung angestrebte Veranstaltungszweck weder für die Aussteller, noch für die Besucher nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen erreicht werden könnte.<br />
Die Gesundheit der Aussteller, Besucher und Mitarbeiter sowie der Bevölkerung hat für die Deutsche Messe AG höchste Priorität. Daher hat die Deutsche Messe beschlossen, die Twenty2X auf den 23. bis 25. Juni zu verschieben. Die Terminfindung zur Halal Hannover läuft aktuell in enger Abstimmung mit den<span style="color: #000000;"> Ausstellern und wird zeitnah bekanntgegeben.“</span></p>
<p><span style="color: #ff6600; background-color: #ffffff;"><a style="background-color: #ffffff; color: #ff6600;" href="https://nw-ihk.de/2020/02/halal-messe-hannover/">Und darum geht es bei der Halal Hannover geplant.</a> </span></p>
<p>+++ Update des Beitrags am 10. März 2020. +++</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/03/halal-twenty2x-verschiebung/">Deutsche Messe: Halal und Twenty2X werden verschoben</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Halal-Messe: Premiere in Deutschland verschoben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 12:30:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Unternehmensticker]]></category>
		<category><![CDATA[Halal]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>+++ Update 10. März 2020: Premiere der Halal auf September verschoben. +++ Auf dem hannoverschen Messegelände findet Anfang März erstmals eine auf das Thema Halal konzentrierte Messe statt - ursprünglich im März geplant, soll sie jetzt vom 11. bis zum 13. September stattfinden. Die IHK Hannover kann dazu einiges an Erfahrung beisteuern. Iin einem Monat  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/halal-messe-hannover/">Halal-Messe: Premiere in Deutschland verschoben</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><span style="background-color: #ffffff; color: #ff6600;"><a style="background-color: #ffffff; color: #ff6600;" href="https://nw-ihk.de/2020/03/halal-twenty2x-verschiebung/">+++ Update 10. März 2020: Premiere der Halal auf September verschoben. +++</a></span></h5>
<h5>Auf dem hannoverschen Messegelände findet Anfang März erstmals eine auf das Thema Halal konzentrierte Messe statt &#8211; ursprünglich im März geplant, soll sie jetzt vom 11. bis zum 13. September stattfinden. Die IHK Hannover kann dazu einiges an Erfahrung beisteuern.</h5>
<p>Iin einem Monat wird es erstmals in Deutschland eine Messe rund um das Thema Halal geben: In Hannover geht es um Lebensmittel und Kosmetik, aber auch um Reisen. Halal kommt aus dem Arabischen, wird mit „erlaubt“ übersetzt und bezeichnet das, was nach den im Islam geltenden Regeln zulässig ist.</p>
<p><strong>Bisher ein Randthema anderer Messen</strong></p>
<p>Die großen internationalen Lebensmittelmessen haben in der Vergangenheit vereinzelt Halal am Rande berücksichtigt. Mit der <a href="https://www.halal-messe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Halal Hannover</a> will die Deutsche Messe jetzt eine darauf konzentrierte Veranstaltung aufbauen. Die dreitägige Messe, ursprünglich vom 6. bis zum 8. März und wegen des Coronavirus auf den 11. bis 13. Septemberverschoben, wird von einem Kongressprogramm begleitet – und beides wurde offenbar auch in der islamischen Welt mit Interesse verfolgt, etwa in den 56 Staaten der Organisation für islamische Zusammenarbeit. Der Kongress der Messe wird nun auch vom Dubai Islamic Economy Development Center (DIEDC) offiziell unterstützt. Am ersten Messetag wird es einen Round Table des Global Islamic Economy Summit (GIES) geben. Damit finden die internationalen Round-Table-Gespräche zur islamischen Wirtschaft zum ersten Mal im deutschsprachigen Europa statt.</p>
<p><strong>Arbeitsgruppe Halal und Koscher bei der IHK Hannover</strong></p>
<p>Nicht nur die Messe sieht einiges Potenzial: Knapp ein Viertel der Weltbevölkerung sind Muslime. Davon leben fast sieben Prozent in Europa. Bei der IHK Hannover gibt es eine Arbeitsgruppe Halal und Koscher – dieser Begriff beschreibt die Verhaltensvorgaben, die für Menschen jüdischen Glaubens gelten – mit bundesweit rund 120 Mitgliedern. Hinzu kommen noch einmal fast ebenso viele Interessenten, die ebenfalls an den zwei jährlichen Treffen teilnehmen können. Diese Zusammenkünfte finden in ganz Deutschland statt, bislang etwa bei den Industrie- und Handelskammern in München oder Stuttgart, im Landwirtschaftsministerium in Bonn und Berlin oder bei Unternehmen. Zudem werden Seminare zu „Halal und Koscher im Produktionsprozess“ angeboten – ehrenamtlich durchgeführt von Mitgliedern.</p>
<p><strong>Anregung von Unternehmen stand am Anfang</strong></p>
<p>Bei der Halal Hannover ist die Arbeitsgruppe mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Die Deutsche Messe hatte im Vorfeld mit der IHK Hannover Kontakt aufgenommen – und dort mit der Arbeitsgruppe Halal und Koscher, deren Entstehung rund zehn Jahren zurückreicht. Nach dem Ende der Centralen Marketing-Gesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft (CMA) 2009 rief die Bundesregierung die Initiative „Exportförderung Agrar- und Ernährungswirtschaft“ ins Leben. Die IHK Hannover, mit Blick auf Niedersachsens starke Agrar- und Ernährungswirtschaft, brachte sich früh als Kooperationspartner der neuen Initiative ins Spiel und stellte im April 2010 zusammen mit dem Ministerium die neue Initiative bundesweit in der IHK Hannover vor. Im Februar 2011 standen dann in der IHK Hannover beim Lebensmittel-Exportforum die Themen Bio, Halal und Koscher auf der Agenda: Noch während dieser Veranstaltung sammelte die IHK Stimmen aus teilnehmenden Unternehmen.</p>
<div id="attachment_9858" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9858" class="size-medium wp-image-9858" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-200x128.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-300x191.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-400x255.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-460x295.jpg 460w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-600x383.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat-768x490.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/Halal-Zertifikat.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-9858" class="wp-caption-text">Halal-Siegel.</p></div>
<p>Denn: Die nötigen Zertifikate für den internationalen Vertrieb von – damals vorrangig noch – Lebensmitteln, werden oft von privaten Anbietern beider Religionsgemeinschaften angeboten. Diese erstellen Zertifikate nach unterschiedlichen Vorgaben, Strenge und Zertifizierungspreisen. Und je nachdem, wohin die Ware exportiert wird, in die Golfstaaten, nach Malaysia, Indonesien, Nordafrika oder die Türkei, haben mitunter die Einfuhrländer ebenfalls bestimmte lokale Vorgaben, die berücksichtigt werden müssen. Um in dieser Gemengelage wirtschaftlich und sicher produzieren zu können, benötigt die Industrie Transparenz bei der Zertifizierung und den angebotenen Zertifikaten.<br />
Schon gegen Ende des hannoverschen Exportforums 2011 war klar, dass die IHK Hannover eine Plattform für den Unternehmensaustausch einrichten wird. So kamen zeitnah zehn bis 15 Unternehmensvertreter – vorrangig aus der Lebensmittelindustrie – in der IHK zusammen, um die mögliche Struktur und Inhalte zu besprechen und vor allem auch um die nötige Halal- und Koscher-Expertise für die Zukunft sicherzustellen. Mit dabei war auch das Bundeslandwirtschaftsministerium.</p>
<p><strong>Gemeinsame Suche nach Lösungen</strong></p>
<p>Ziel der Arbeitsgruppe ist der intensive Austausch der Industrie zum Thema Halal und Koscher – das Aufgreifen von Fragestellungen und Problemen, der gemeinsamen Suche nach Lösungen, über internationalen Vertrieb und Vermarktung, bis hin zum Aufbau eines starken Netzwerks in Richtung Zertifizierungsgesellschaften und Politik. Neben der Lebensmittelindustrie engagieren sich heute auch immer mehr Unternehmen aus der Pharmazie, Chemie und der Logistik in der Arbeitsgruppe.<!-- /wp:paragraph --></p>
<div id="attachment_9857" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9857" class="size-medium wp-image-9857" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-200x134.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-400x267.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-600x401.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475-768x513.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/02/AdobeStock_272482475.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-9857" class="wp-caption-text">&#8230; aber auch Reisen gehören zu den Themen, die die neue Messe abdeckt. Foto: ©flowertiare &#8211; stock.adobe.com</p></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/halal-messe-hannover/">Halal-Messe: Premiere in Deutschland verschoben</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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