<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Konjunktur Archive - NW IHK</title>
	<atom:link href="https://archiv.nw-ihk.de/tag/konjunktur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://archiv.nw-ihk.de/tag/konjunktur/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Jan 2025 15:43:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.7.1</generator>
	<item>
		<title>Politische Dunkelflaute lähmt die Konjunktur</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/dunkelflaute-konjunktur/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/dunkelflaute-konjunktur/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 14:15:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured IHK]]></category>
		<category><![CDATA[Featured Kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Featured Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[IHK]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Maike Bielfeldt]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=27075</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der politischen Dunkelflaute: Wie Sonne und Wind fehlen der niedersächsischen – wie auch der deutschen – Wirtschaft Konjunkturimpulse und Strukturreformen. Trotzdem haben sich einige Konjunkturindikatoren in der aktuellen IHK-Quartalsumfrage für Niedersachsen verbessert. Kein Grund zur Entwarnung, denn wesentliche Probleme bleiben bestehen. Der IHK-Konjunkturindikator als zentrale Messgröße für die Verfassung der niedersächsischen Wirtschaft ist Ende  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/dunkelflaute-konjunktur/">Politische Dunkelflaute lähmt die Konjunktur</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6><strong>In der politischen Dunkelflaute: Wie Sonne und Wind fehlen der niedersächsischen – wie auch der deutschen – Wirtschaft Konjunkturimpulse und Strukturreformen. Trotzdem haben sich einige Konjunkturindikatoren in der aktuellen IHK-Quartalsumfrage für Niedersachsen verbessert. Kein Grund zur Entwarnung, denn wesentliche Probleme bleiben bestehen.</strong></h6>
<p>Der IHK-Konjunkturindikator als zentrale Messgröße für die Verfassung der niedersächsischen Wirtschaft ist Ende 2024 zwar um fünf auf jetzt 80 Punkte gestiegen. Auftragsaufgänge, Exporterwartungen, Konsumneigung: Auch hier ging es jeweils leicht aufwärts. &#8222;Man denkt, das ist eine leichte Erholung&#8220;, sagte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen. Aber bei der Vorstellung der Umfrage unter 1950 Unternehmen in Niedersachsen nahm sie die Ergebnisse genauer unter die Lupe.</p>
<h6><strong>Deutlich Luft nach oben</strong></h6>
<p>Denn erstens bleiben die Werte der Indikatoren, auch wenn sie gestiegen sind, allesamt unter den langjährigen Durchschnitten. Beim Konjunkturklimaindikator zum Beispiel beträgt der Abstand mehr als 20 Punkte: „Luft nach oben“, so Bielfeldt.</p>
<p>Außerdem führt sie den leichten Anstieg weniger auf eine Verbesserung der Geschäftszahlen zurück als auf eine Stimmungsverbesserung, nachdem der Weg zu Neuwahlen frei geworden ist. Aber: „Eine neue Bundesregierung ist nicht automatisch ein Signal für bessere Investitionsbedingungen und weniger Bürokratie“, sagte Bielfeldt.</p>
<h6><strong>Politische Unsicherheit prägt die Wirtschaft</strong></h6>
<p>Außerdem bleibt die Unsicherheit, was nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten passiert. Angespanntes Abwarten, so beschrieb die IHKN-Hauptgeschäftsführerin die aktuelle Lage. Fast drei Viertel der niedersächsischen Unternehmen sehen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen derzeit das größte Konjunktur-Risiko. „Das gab es so noch nie“, sagte IHK-Konjunkturexperte Dr. Martin Knufinke.</p>
<p>Ebenfalls kritisch sehen die Unternehmen aktuell die Inlandsnachfrage. Der Fachkräftemangel, lange ganz weit oben unter den meistgenannten Problemen aus Sicht der Wirtschaft, liegt inzwischen noch hinter den Arbeitskosten auf Rang vier der Top-Risiken. Aktuell sieht aber immer noch jedes zweite Unternehmen hier eine Konjunkturgefahr.</p>
<h6><strong>Investitonspläne in wichtigen Industriezweigen</strong></h6>
<p>Sorgen macht aber insbesondere der Blick auf die Investitionspläne der Unternehmen. Die sind im Gegensatz zu den anderen Indikatoren weiter auf Talfahrt. „Hier zeigt sich das ganze Ausmaß der Verunsicherung“, erklärte Maike Bielfeldt.</p>
<p>Geradezu dramatisch aber ist die Entwicklung bei wichtigen Industriebranchen, im Automobilbau, im Maschinenbau, in der Elektrotechnik. Hier sind die Investitionsabsichten in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangenen – und das ganz besonders in der für Niedersachsen so wichtigen Fahrzeugindustrie. Hinzu kommt, dass nach den Worten Bielfeldts Maschinen in der Industrie eher repariert als durch neue ersetzt werden. Damit fehlen technischer Fortschritt und Innovationen, was sich auf die künftige Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.</p>
<h6><strong>Vor einem Jahr der Stagnation</strong></h6>
<p>Im Ergebnis erwartet die IHKN-Hauptgeschäftsführerin im laufenden Jahr eine Stagnation der niedersächsischen Wirtschaft. Damit liegt sie in etwa auf einer Linie mit der Nord/LB. Die hat in ihrer Prognose zwar mit minus 0,2 Prozent eine leicht negative Erwartung für das niedersächsische Wirtschaftswachstum. Aber auch ein solcher Wert bedeutet im Wesentlichen Stagnation und kann durch jede die Wirtschaft treffende Entwicklung weiter ins Negative oder auch in den Plusbereich drehen.</p>
<p>Die wirklich positiven Nachrichten aus der IHKN-Umfrage sind vergleichsweise dünn gesät, ab es gibt sie. Der Tiefbau profitiert vom Sanierungsbedarf der Infrastruktur, und das angesichts des Zustands von Straßen oder Brücken wohl noch jahrelang. Eine Stütze bleibt der Dienstleistungsbereich. Hier mache sich bemerkbar, so Maike Bielfeldt, dass in der derzeit angespannten wirtschaftlichen und politischen Lage sich Menschen etwas Gutes tun wollen, also Geld zum Beispiel für Wohlbefinden, Gesundheit oder Fitness ausgeben.</p>
<h6><strong>Impulse aus Berlin nach den Wahlen erforderlich</strong></h6>
<p>Demgegenüber stehen stagnierende Bereiche und Abwärtsrisiken. Zwar ist noch ungewiss, was in den USA in den kommenden Wochen passiert. Umso mehr gilt es aber, die politische Dunkelflaute zu überwinden, machte Bielfeldt deutlich. Bürokratie, Energiepreise, Arbeitskosten, Steuern und Fachkräftemangel sind die Themen. Nötig seien Investitionen und Innovationen: „Die nächste Bundesregierung wird unsere Strukturprobleme angehen und Impulse für die Transformation der Wirtschaft setzen müssen“, so die IHKN-Hauptgeschäftsführerin.</p>
<p>Hier finden Sie weitere Informationen zur <a href="https://www.ihk-n.de/presse/konjunkturumfrage-fuer-viertes-quartal-2024-6414972">IHKN-Konjunkturumfrage</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/dunkelflaute-konjunktur/">Politische Dunkelflaute lähmt die Konjunktur</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/dunkelflaute-konjunktur/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nord/LB-Konjunkturprognose: Gegen Pessismismus trotz unterkühlter Aussicht</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/nord-lb-konjunkturprognose/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/nord-lb-konjunkturprognose/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2025 16:18:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Lips]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Dieng]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Martina Noß]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Nord/LB]]></category>
		<category><![CDATA[Prognose]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=27052</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein weiteres Jahr Stillstand zeichnet sich ab: Die Wachstumserwartungen der Nord/LB für Deutschland und Niedersachen in diesem Jahr liegen jeweils sehr nahe bei null. Bund und Land trotten damit weiter der weltweiten Entwicklung hinterher. Die Ungewissheit allerdings ist hoch. Ein Wachstum von 0,2 Prozent im Bund und von minus 0,1 Prozent im Land: Das  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/nord-lb-konjunkturprognose/">Nord/LB-Konjunkturprognose: Gegen Pessismismus trotz unterkühlter Aussicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1497.6px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><h6></h6>
<h6><strong>Ein weiteres Jahr Stillstand zeichnet sich ab: Die Wachstumserwartungen der Nord/LB für Deutschland und Niedersachen in diesem Jahr liegen jeweils sehr nahe bei null. Bund und Land trotten damit weiter der weltweiten Entwicklung hinterher. Die Ungewissheit allerdings ist hoch.</strong></h6>
<p>Ein Wachstum von 0,2 Prozent im Bund und von minus 0,1 Prozent im Land: Das erwarten die Konjunkturfachleute der Nord/LB für 2025. Die Prognosen wurden jetzt veröffentlicht.</p>
<p>Die Vergleichszahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht endgültig vor. Aber auch für 2024 geht die volkswirtschaftliche Abteilung der Bank für die niedersächsische Wirtschaftsleistung von minus 0,1 Prozent aus. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist Schätzung der Nord/LB um 0,2 Prozent gestiegen. Alles Werte, die um Null pendeln: Die seit Mitte 2022 herrschende Stagnation droht sich damit auch in den kommenden Monaten fortzusetzen.</p>
<h6><strong>Hinter der Entwicklung weltweit</strong></h6>
<p>Was sich ebenfalls fortsetzt: Deutschland läuft der internationalen Entwicklung hinterher. Für die USA geht die Nord/LB-Prognose in diesem Jahr von einer leichten Abschwächung aus, aber immer noch von einem Wirtschaftswachstum bei 1,7 Prozent. Auch die Eurozone wächst mit einem Plus von 1 Prozent stärker als die bundesdeutsche Wirtschaft.</p>
<div id="attachment_27057" style="width: 460px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27057" class="wp-image-27057" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web-400x300.jpg" alt="" width="450" height="338" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web-200x150.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web-300x225.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web-400x300.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web-600x450.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web-768x576.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web-800x600.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2025/01/NordLB_Konjunktur_web.jpg 1000w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><p id="caption-attachment-27057" class="wp-caption-text">Unterkühlte Aussichten für 2025: Das steht in der Nord/LB-Prognose. Passt zum Blick aus der Bank einen Tag nach dem Schneeeinbruch.</p></div>
<p>Allerdings: So viel Unsicherheit war selten. Im Mittelpunkt steht dabei die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus. „Das ökonomische Jahr beginnt am 20. Januar“, so Chefvolkswirt Christian Lips. Also am Tag der Amtsübergabe in Washington.</p>
<p>Danach wird auf jeden Fall etwas passieren. Davon gehen die Nord/LB-Fachleute in ihrer Basisprognose aus und konzentrieren sich dabei auf die Zölle. Aber schon im nächsten Schritt werden die Konsequenzen schnell unabsehbar. Werden Zölle einmalig erhöht, oder kommt es zu einem Handelsauseinandersetzung mit wiederholten Anhebungen nach der Maßgabe: Wie Du mir, so ich Dir? Oder wird möglicherweise die Konkurrenz noch stärker belastet und verliert so ihren Wettbewerbsvorteil?</p>
<p>Und das betrifft nur die ökonomischen Faktoren. Insgesamt, so Nord/LB-Vorstandsmitglied Christop Dieng, habe sich nicht nur mit der Wahl Trumps, sondern auch mit dem Ampel-Aus in Deutschland und dem Scheitern der Barnier-Regierung in Frankreich die Unsicherheit nochmal verstärkt.</p>
<h6><strong>Verletzlichkeit einzelner Branchen untersucht</strong></h6>
<p>Die Nord/LB hat auch die Verletzlichkeit einzelner Industriebranchen durch den drohenden Protektionismus untersucht. Betrachtet wurden dabei der Auslandsumsatz und die Bedeutung des US-Geschäfts. Besonders exponiert ist danach der in Niedersachsen dominierende Fahrzeugbau, außerdem die wichtigen Industriezweige Pharma und Maschinenbau.</p>
<p>Aber es gibt auch gute Nachrichten, erklärte Dieng und verwies auf den Rückgang der Inflation, der geldpolitische Spielräume ermögliche. Impulse für die Konjunktur kommen wenn, dann aus dem Konsum. Auch der leidet aber unter der Unsicherheit. Noch mehr leiden jedoch die Investitionen darunter. Beim sogenannten Economic Policy Uncertainty Index, der den Umfang der  Medien-Berichterstattung über wirtschaftspolitische Unsicherheit auswertet, liegt Deutschland – mit immensem Abstand insbesondere gegenüber den USA.</p>
<h6><strong>Positiver denken: Deutschland in der Pessismismusfalle</strong></h6>
<p>Sowohl Dieng als auch Lips setzen auf das Prinzip Hoffnung: „Es besteht aber auch die Chance, dass die Politik in Deutschland nach den Neuwahlen im Februar beherzt die Konjunktur- und Strukturkrise angeht“, so Dieng. Sollte außerdem ein guter Friede in der Ukraine gelingen, werde ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor von der Wirtschaft genommen, machte Christian Lips deutlich. Er sieht Deutschland in der Pessimismusfalle: Die Lage ist jedenfalls nicht so dramatisch wie die Stimmung: &#8222;Man muss auch mal wieder angewöhnen, positiv zu denken&#8220;, sagte Lips. &#8222;Auch denn das gerade etwas schwerer fällt.&#8220;</p>
<p>Fiskalpolitische Impulse von Seiten des Staates erwartet Lips frühestens im Sommer nach einer Regierungsbildung. Er geht davon aus, dass sich Berlin mittel- bis langfristig mehr finanzielle Beinfreiheit schaffen werde, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.</p>
<h6><strong>Zeit, dass sich was dreht</strong></h6>
<p>Denn angesichts der Lage muss sich „dringend etwas drehen“, sagte Lips. Denn das Geschäftsmodell Deutschland steht unter Druck. Den üblichen D-Wörtern, mit denen diese Herausforderungen beschrieben werden – Deglobalisierung, Demografie, Digitalisierung und Dekarbonisierung -, fügt er zwei weitere hinzu: Deindustrialisierung, noch mit einem Fragezeichen versehen, und Defense, also Verteidigung. Die Digitalisierung beispielsweise sei jahreslang verschlagen worden. Dass die Infrastruktur in Deutschland Geld braucht, ist offensichtlich. Und der Zustand der Bundeswehr erfordert ebenso höhere Rüstungsaufgaben wie wohl die Unterstützung der Ukraine. Die zweite Amtszeit Trump werde für Deutschland teurer als die erste, prophezeite Lips. Höhere Verteidigungsausgaben gehören dazu.</p>
<p>Dass Niedersachsen in diesem Jahr schwächer wächst als der Bund, führt die Nord/LB-Expertin Dr. Martina Noß auf die Wirtschaftsstruktur des Landes zurück. Der unter Druck stehende Fahrzeugbau liegt mit beim Umsatz mit einem Anteil von 43 Prozent weit vor den nächstgrößeren Branchen Nahrungs- und Futtermittel sowie Maschinenbau. Immerhin: „Der niedersächsische Arbeitsmarkt ist noch relativ stabil“, so Noß.</p>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/nord-lb-konjunkturprognose/">Nord/LB-Konjunkturprognose: Gegen Pessismismus trotz unterkühlter Aussicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2025/01/nord-lb-konjunkturprognose/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Krisenniveau &#8211; sogar ohne neuen Krisenimpuls</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2024/10/konjunktur-herbst-ihkn/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2024/10/konjunktur-herbst-ihkn/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2024 15:52:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[IHKN]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Maike Bielfeldt]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=26469</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutlicher Rückgang des IHK-Konjunkturklimaindikators für Niedersachsen um acht auf jetzt 75 Punkte: Damit sackt die wirtschaftliche Lage auf das Niveau früherer Krisen – und zwar ohne dass es dazu einen weiteren Negativ-Impuls gebraucht hätte. „Alarmstufe Rot“, so die Warnung von IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt angesichts drängender Strukturprobleme. Auf einen vergleichbar niedrigen Stand fiel der niedersächsische Konjunkturklimaindikator  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/10/konjunktur-herbst-ihkn/">Krisenniveau &#8211; sogar ohne neuen Krisenimpuls</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6><strong>Deutlicher Rückgang des IHK-Konjunkturklimaindikators für Niedersachsen um acht auf jetzt 75 Punkte: Damit sackt die wirtschaftliche Lage auf das Niveau früherer Krisen – und zwar ohne dass es dazu einen weiteren Negativ-Impuls gebraucht hätte. „Alarmstufe Rot“, so die Warnung von IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt angesichts drängender Strukturprobleme.<br />
</strong></h6>
<p>Auf einen vergleichbar niedrigen Stand fiel der niedersächsische Konjunkturklimaindikator in den vergangenen rund 25 Jahren zwar mehrmals, aber dann jeweils durch Erschütterungen von außen: Nach den Anschlägen vom 11. September  (71 Punkte), in der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 (69), zu Beginn der Corona-Epidemie (48) und nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine (62) mit der Angst vor einem Energie-Blackout. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnittswert des Indikators liegt bei 102.</p>
<h6><strong>Schlusslicht im Standortvergleich</strong></h6>
<p>Jetzt also eine Krisenniveau, das nicht durch eine externe Erschütterung getrieben wurde, sondern seine Ursache in den Rahmenbedingungen für die Wirtschaf hat: „Deutschland ist Schlusslicht im internationalen Standortvergleich“, erklärte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen (IHKN). Es geht nicht um eine Konjunkturdelle, sondern um ungelöste Strukturprobleme, und das angesichts der unvermeidlichen, tief greifenden Transformation, vor der die deutsche Wirtschaft in verschiedenen Bereichen steht.</p>
<p>„Der Standort wackelt“, sagte Bielfeldt, und damit nicht nur mit Blick auf die Automobilindustrie. Im Rückblick hat die Stagnation im Sommer fast schon positive Züge: „Der Wirtschaft in Niedersachsen steht ein harter Winter bevor.“</p>
<p>Das wird umso deutlicher, je mehr man weitere Umfrageergebnisse unter die Lupe nimmt. Bei der Geschäftslage hat sich die Schere zwischen gut und schlecht weiter geöffnet. Gut ein Drittel der Unternehmen ist unzufrieden, sieben Prozentpunkte mehr als im Sommer.</p>
<p>Noch bedrohlicher wird die Situation, wenn man in die Industrie blickt und die Hersteller von Investitionsgüter mit den energieintensiven Branchen – zum Beispiel Chemie, Papier, Öl oder Glas &#8211; vergleicht. Nach einer Erholung auf niedrigem Niveau durch zwar hohe, aber nicht weiter steigende für Öl, Gas oder Strom ist in den vergangenen Wochen die Geschäftslage in den Industriezweiten mit hohem Energieverbrauch geradezu abgestürzt.</p>
<h6><strong>Keine Bodenbildung in Sicht</strong></h6>
<p>Als Grund sieht das Volkswirtschafts-Team der IHK ganz wesentlich die schwache Inlandsnachfrage. Die wird inzwischen von knapp zwei Dritteln der niedersächsischen Unternehmen als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung gesehen, nur getoppt vom fehlenden Vertrauen in eine verlässliche Wirtschaftspolitik auf Bundesebene und in Europa. Was aber fehlende Nachfrage in den energieintensiven Branchen so brisant macht: Hier werden in vielen Fällen Vorleistungen für andere Industriezweige produziert, schwache Werte können also ein Frühindikator für die Entwicklung in anderen Bereichen sein. Dazu passt, dass jetzt über 40 Prozent der niedersächsischen Unternehmen in den kommenden Monaten schwächere Geschäfte erwarten. Mit anderen Worten: Von einer Bodenbildung kann bei der Niedersachsen-Konjunktur noch keine Rede sein.</p>
<p>Auch die Konsumneigung geht weiter zurück. Lebensmittel, Reisen und Gesundheit: Dafür wird noch Geld ausgegeben. Ansonsten herrscht Verbraucherzurückhaltung – nicht nur, aber auch, bei Restaurantbesuchen. Und der Großhandel meldet die schlechteste Geschäftslage seit 25 Jahren.</p>
<p>Auch die anderen Zahlen weisen sämtlich in die gleiche Richtung. Bei den Auftragseingängen in der Industrie wächst die Zahl der Negativ-Meldungen, die positiven Stimmen nehmen ab. Die Exporterwartungen sinken, und dabei stehen noch weitere Risiken im Raum – die US-Wahlen oder eine mögliche Eskalation zwischen der EU und China bei den Zöllen auf E-Autos. Es sei äußerst wünschenswert, dass es hier zu einer Verständigung kommt, machte Bielfeldt deutlich.</p>
<p>Es ist auch kein Zeichen der Entspannung, dass der Fachkräftemangel nur noch auf Rang vier der meistgenannten Risiken für die Wirtschaft steht. Zwar ist der Anteil der Unternehmen, die offene Stellen längerfristig nicht besetzen können, knapp unter 50 Prozent gesunken. Ursache ist aber nicht mehr Fach- und Arbeitskräfte, sondern weniger Zurückhaltung bei Personaleinstellungen: Jedes dritte Unternehmen in der IHK-Umfrage – sieben Prozentpunkte mehr als im Vorquartal – sieht in diesem Herbst keinen Bedarf für zusätzliche Mitarbeitende.</p>
<h6><strong>Genau die notwendigen Investitionen fehlen</strong></h6>
<p>Angesichts der erkennbaren Herausforderungen für den Standort geben auch die Investitionspläne Anlass zur Sorge. Nicht nur, dass die Unternehmen insgesamt weniger investieren wollen: Unter den Investitionszielen verlieren Produktinnovation und Umweltschutz an Bedeutung, von Kapazitätsausweitung gar nicht zur reden. Es fehlen damit genau die Investitionen, die gebraucht würden, um Wettbewerbsfähigkeit und Transformation zu erreichen, so Bielfeldt.</p>
<p>Also: „Es muss etwas geschehen.“ Die Hauptgeschäftsführerin forderte insbesondere steuerliche Impulse, um schnell die Investitionen wieder anzuregen. Genauso stehen weiterhin Entlastungen bei der Bürokratie ganz oben auf der Liste: Die brauchen aber länger, bis sie wirken, machte Bielfeldt deutlich. Aber: „Alles, was jetzt Investitionen anreizt, muss auf die politische Agenda. Und weiter: „Die Wachstumsinitiative der Bundesregierung reicht nicht aus, um die Alarmstufe Rot für unsere Wirtschaft zu beenden.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/10/konjunktur-herbst-ihkn/">Krisenniveau &#8211; sogar ohne neuen Krisenimpuls</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2024/10/konjunktur-herbst-ihkn/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was jetzt nötig ist</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2024/09/oppermann-kommentar/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2024/09/oppermann-kommentar/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[IHK]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2024 06:49:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Featured Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[IHK]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Opermann]]></category>
		<category><![CDATA[IHK Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=26291</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gerhard Oppermann, IHK-Präsident, kommentiert:   Wenn überhaupt noch ein Weckruf nötig gewesen sein sollte: Die öffentlich diskutierte Lage bei VW sollte jeder und jedem Einzelnen deutlich vor Augen geführt haben, was die Stunde geschlagen hat. Und es geht nicht nur um die Automobilindustrie. Allerdings hat die natürlich gerade für Niedersachsen und die IHK-Region allergrößte Bedeutung.  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/09/oppermann-kommentar/">Was jetzt nötig ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Gerhard Oppermann,</strong> IHK-Präsident, kommentiert:</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn überhaupt noch ein Weckruf nötig gewesen sein sollte: Die öffentlich diskutierte Lage bei VW sollte jeder und jedem Einzelnen deutlich vor Augen geführt haben, was die Stunde geschlagen hat. Und es geht nicht nur um die Automobilindustrie. Allerdings hat die natürlich gerade für Niedersachsen und die IHK-Region allergrößte Bedeutung.</p>
<p>Man kann sich vielleicht noch darüber streiten, ob die Deindustrialisierung Deutschlands schon eingesetzt hat. Allerdings merkt man ja nie, wann genau eine Schwelle überschritten ist. Nur im Rückblick wird man den Zeitpunkt festlegen können, ab dem die Dinge ins Rutschen kamen. Tatsache ist: Nach Corona stagniert unsere Wirtschaft. Die Wachstumsraten pendeln um den Nullpunkt. Das Getue um ein Plus im Bereich von Zehntelprozentpunkten kann man sich sparen. Und es ist ebenso müßig, die Herausforderungen aufzuzählen: digitale und nachhaltige Transformation der Wirtschaft, Demografie, Deglobalisierung. Und was die weltweiten Perspektiven angeht, haben wir selbst im günstigsten Fall &#8211; ohne weitere Eskalationen also &#8211; wenig Schub zu erwarten. So weit die Lage.</p>
<p>Zu allem Überfluss müssen wir aber auch feststellen, dass andere Länder mit dieser Situation besser zurecht kommen. Was also tun? Zuallererst die Situation annehmen. Sagen wir es wie im Fußball: Wenn wir nicht schon auf einem Abstiegsplatz stehen, dann nur kurz drüber. Das muss man erstmal verinnerlichen. Und dann den Kampf annehmen. Alles Handeln am Ziel ausrichten, den Abstieg zu vermeiden. Und zwar als Gesellschaft insgesamt. Die Zeit des Schönspielens ist vorbei.</p>
<p>Was nicht heißt, die großen Ziele – um nur das Klima zu nennen – aus den Augen zu verlieren. Aber solche Ziele werden wir nicht mit einer investitions- und damit innovationsschwachen Wirtschaft erreichen. Noch ein Wort aus dem Fußball: Auf die eigenen Stärken besinnen. Wir haben noch immer eine herausragende Forschungslandschaft. Die Soziale Marktwirtschaft hat sich bewährt, nimmt alle, die wollen, bei der Transformation mit und ist zutiefst mit einer demokratischen Verfassung verbunden. Aber es ist eben eine Markt(!)wirtschaft, die Unternehmen die Freiheit zum Atmen lässt. Da müssen wir wieder hin: Durch weniger Bürokratie, um nur ein Stichwort zu nennen. Und wir brauchen Weltoffenheit und eine freundliche Willkommenskultur: Weil unsere Wirtschaft den Austausch und das friedliche Miteinander zutiefst braucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/09/oppermann-kommentar/">Was jetzt nötig ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2024/09/oppermann-kommentar/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Freitags-Kolumne: Selbstbetrug</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2024/08/die-freitags-kolumne-selbstbetrug/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2024/08/die-freitags-kolumne-selbstbetrug/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2024 12:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IHK]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Clemens Fuest]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=26115</guid>

					<description><![CDATA[<p>Irgendwie ein Gefühl der Hilflosigkeit: Das Ifo-Institut meldete letzte Wochen, dass sich der Geschäftsklimaindex und die Exporterwartungen weiter abwärts bewegen. Destatis bestätigte davor  das Minus von 0,1 Prozent beim BIP im zweiten Quartal: Stagnation mit negativem Vorzeichen. Die aktuelle Entwicklung passt - leider - zur jüngsten IHK-Konjunkturumfrage für Niedersachsen. Bei den so schwergewichtigen Industriebranchen Elektrotechnik,  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/08/die-freitags-kolumne-selbstbetrug/">Die Freitags-Kolumne: Selbstbetrug</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div data-contents="true">
<p>Irgendwie ein Gefühl der Hilflosigkeit: Das Ifo-Institut meldete letzte Wochen, dass sich der Geschäftsklimaindex und die Exporterwartungen weiter abwärts bewegen. Destatis bestätigte davor  das Minus von 0,1 Prozent beim BIP im zweiten Quartal: Stagnation mit negativem Vorzeichen. Die aktuelle Entwicklung passt &#8211; leider &#8211; zur jüngsten IHK-Konjunkturumfrage für Niedersachsen. Bei den so schwergewichtigen Industriebranchen Elektrotechnik, Automobil- und Maschinenbau sind Geschäftslage ebenso wie  Investitionspläne im Sinkflug. Und das in der Tendenz seit 2022: Was ist ein Alarmsignal, wenn nicht das? Wenn auch die Investitionen schwächeln, mit denen man die Zukunft gewinnt?</p>
<p>Solche Entwicklungen dürfte Ifo-Chef Clemens Fuest vor Augen haben, wenn er von der schleichenden De-Industrialisierung spricht. Und es ist wie immer: Lange wird vor etwas gewarnt, zum Beispiel vorm Fachkräftemangel. Und irgendwann stellt man fest: Die Schwelle ist überschritten, wir sind mittendrin.</p>
<p>Hilflos fühlt man sich angesichts dieser Entwicklung, weil keine Impulse zu erkennen sind, die den Trend umdrehen könnten. Im Gegenteil: Die beschworene Geopolitik verspricht jedenfalls keine Impulse. Aber woher auch immer: Sie sind, es ist einfach das passende Wort, not-wendig. Wann Impulse setzen, wenn nicht jetzt? Denn zu glauben, dass sich die Dinge von selbst regeln, setzt doch ein gehöriges Maß Optimismus voraus. Denn auch hier gibt es ein Schwelle, die man überschreiten kann: Nämlich die, ab der Optimismus zum Selbstbetrug wird. (pm)</p>
</div>
<p><strong>Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/08/die-freitags-kolumne-selbstbetrug/">Die Freitags-Kolumne: Selbstbetrug</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2024/08/die-freitags-kolumne-selbstbetrug/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konjunktur: Stagnation statt Konsumschub</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2024/07/konjunktur-niedersachsen-stagnation/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2024/07/konjunktur-niedersachsen-stagnation/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 13:35:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[IHKN]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Maike Bielfeldt]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=25772</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die leichte Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate ist vorerst gestoppt. Niedersachsens Wirtschaft kommt nicht voran. Das geht aus den jetzt vorgestellten Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage hervor. Allerdings: Richtig und schnell umgesetzt, könnte die Wachstumsinitiative der Bundesregierung etwas bringen.   Der IHK-Konjunkturklimaindikator für Niedersachsen verharrt im zweiten Quartal bei 84 Punkten: Keine Verbesserung also: „Die erhoffte Veränderung ist  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/07/konjunktur-niedersachsen-stagnation/">Konjunktur: Stagnation statt Konsumschub</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6><strong>Die leichte Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate ist vorerst gestoppt. Niedersachsens Wirtschaft kommt nicht voran. Das geht aus den jetzt vorgestellten Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage hervor. Allerdings: Richtig und schnell umgesetzt, könnte die Wachstumsinitiative der Bundesregierung etwas bringen.</strong></h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der IHK-Konjunkturklimaindikator für Niedersachsen verharrt im zweiten Quartal bei 84 Punkten: Keine Verbesserung also: „Die erhoffte Veränderung ist ausgeblieben“, erklärte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen in Hannover.</p>
<p>Gesetzt hatten die IHK-Konjunkturfachleute dabei insbesondere auf den Konsum, angetrieben vielleicht durch die Fußball-Europameisterschaft. Rückläufige Inflation und steigende Einkommen hätten eine Grundlage geboten.</p>
<h6><strong>Konsum schwächelt weiter</strong></h6>
<p>Der Schub allerdings kam dann nicht, im Gegenteil: Die Konsumneigung in Niedersachsen ist im zweiten Quartal sogar noch abgeflaut. Ausnahme ist nur die IHK-Region Hannover, möglicherweise durch das Gewicht der Landeshauptstadt. Insgesamt legten im aktuellen Umfeld nur die Ausgaben für Reisen und Lebensmittel zu.</p>
<h6> <strong>Viele Ergebnisse weisen eher nach unten</strong></h6>
<p>Für die kommenden Monate geben weitere Ergebnisse der IHKN-Umfrage Anlass zur Sorge, soforn es nicht doch zu einer Entlastung der Unternehmen kommt. Angesichts der hohen Energiepreise hatten die Industrie- und Handelskammern immer wieder auf die schwierige Situation der energieintensiven Industriezweige hingewiesen. Hier hat sich angesichts einer stabilen Energieversorgung die Situation in den vergangenen Monaten etwas entspannt, allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Gleichzeitig verschlechterte sich aber die Geschäftslage bei wichtigen Branchen wie dem Automobilbau, dem Maschinenbau und der Elektrotechnik.</p>
<p>Auch die leichte Verbesserung bei den Auftragseingängen der Industrie hat sich zuletzt nicht weiter fortgesetzt. Das passt auch zu den Zahlen, die zuletzt vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden. Insofern ist es kaum überraschend, dass laut IHKN-Umfrage bei den Investitionsplänen der Unternehmen der minimale Aufwärtstrend vom Jahresbeginn ebenfalls zunächst gestoppt ist.</p>
<h6><strong>Top-Risiken für die Konjunktur</strong></h6>
<p>Schließlich zeichnet sich auch bei den Risiken, die Unternehmen in Niedersachsen für die konjunkturelle Entwicklung sehen, eine weitere Zuspitzung ab. Fehlende Inlandsnachfrage wird von 60 Prozent der Unternehmen als mögliches Problem gesehen. Das liegt noch leicht über den Umfrageergebnissen vor Jahresfrist und passt sowohl zur schwächelnden Konsumneigung und als auch zu den stagnierenden Investitionsplänen.</p>
<p>Ganz oben bei den Risiken stehen aber die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen: Die Zahl der Unternehmen, die hier Probleme sehen, lag schon im Frühjahr auf Rekordniveau und wurde jetzt mit einem Anteil von 69 Prozent noch einmal übertroffen. IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt sieht dafür zwei Ursachen. Zum einen die Bürokratie: Der Aufwand bei der Erfassung von Lieferketten und künftig auch bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind wesentliche Beispiele für enorme Belastungen der Unternehmen. Bielfeldt wies aber auch auf den Vertrauensverlust der Unternehmen in die Wirtschaftspolitik hin.</p>
<h6><strong>Wachstumsinitiative könnte entlasten</strong></h6>
<p>Allerdings wurden die Unternehmen befragt, bevor die Wachstumsinitiative der Bundesregierung auf dem Tisch lag. Die geht aus Sicht von Maike Bielfeldt in die richtige Richtung. IHK-Konjunkturexperte Dr. Mirko Hoppe formulierte es so: Was in der Initiative steht, „liest sich teils sehr gut.“ Allerdings müsse es auch umgesetzt werden. Und hier schlägt wieder das mittlerweile fehlende Vertrauen der Unternehmen  in das Handeln  der Regierung durch.</p>
<p>Entscheidend ist auf jeden Fall, was bei den Unternehmen tatsächlich ankommt, betonte Maike Bielfeldt: „Alles, was gute Stimmung und Vertrauen erzeugt, ist gut für den Standort.“ Wesentliche Aufgaben sieht sie bei Steuererleichterungen für Unternehmen und bei der Anreizen, um Innovationen und Investitionen zu ermöglichen. Dabei geht es zum Beispiel um Forschungsförderung oder Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen.</p>
<p>Beim Thema Bürokratie sieht Bielfeldt neben der EU und dem Bund auch das Land in der Pflicht: „Verwaltungsvereinfachung geht auch in Niedersachsen“, sagte sie und wies darauf hin, dass zum Beispiel bei der Fachkräfteeinwanderung schlankere Abläufe möglich sind. Denn auch die Sorge um Fachkräfte belastet Unternehmen weiterhin in hohem Maße. Entsprechend erneuerte Bielfeldt die IHK-Forderung, auch für Ausbildende ein Deutschland-Ticket einzuführen, wie es für Studierende gerade beschlossen wurde. Die Ausbildung sei ein wesentliches Instrument, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Entsprechend müsse man die Wertschätzung für diese Form des Berufseinstiegs in jeder Hinsicht deutlich machen.</p>
<p>Hier <a href="https://www.ihk-n.de/presse/auch-konjunktur-ohne-sommermaerchen-6203614">weitere Informationen</a> zur IHKN-Konjunkturumfrage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/07/konjunktur-niedersachsen-stagnation/">Konjunktur: Stagnation statt Konsumschub</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2024/07/konjunktur-niedersachsen-stagnation/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konjunktur: Kraftlos auf dünnem Eis</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2024/06/konjunktur-kommentar/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2024/06/konjunktur-kommentar/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[IHK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 12:06:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured IHK]]></category>
		<category><![CDATA[Featured Kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[IHK]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Mirko-Daniel Hoppe]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=25194</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dr. Mirko-Daniel Hoppe, Leiter Industrie und Verkehr der der IHK Hannover, kommentiert die aktuelle Lage der Konjunktur: Jetzt diskutieren wir schon über Zehntelprozentpunkte. Zuletzt haben Regierung und Institute ihre Wachstumsprognosen auf niedrigem Niveau  minimal angehoben. Aber alles bleibt unter einem halben Prozent. Dass die EU Deutschland zuletzt wieder schwächer bei nur plus 0,1 Prozent sah,  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/06/konjunktur-kommentar/">Konjunktur: Kraftlos auf dünnem Eis</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Dr. Mirko-Daniel Hoppe, Leiter Industrie und Verkehr der der IHK Hannover, kommentiert die aktuelle Lage der Konjunktur:<br />
</strong></h5>
<p>Jetzt diskutieren wir schon über Zehntelprozentpunkte. Zuletzt haben Regierung und Institute ihre Wachstumsprognosen auf niedrigem Niveau  minimal angehoben. Aber alles bleibt unter einem halben Prozent. Dass die EU Deutschland zuletzt wieder schwächer bei nur plus 0,1 Prozent sah, zeigt umso mehr, wie dicht wir an einer Rezession entlangschrammen.</p>
<p>Mehr als ein leichtes Aufflackern des Konjunkturfeuers stellen aber auch die etwas lichteren Prognosen kaum dar. Eine wirkliche Erholung ist nicht auszumachen, selbst wenn Konsum und Exporte doch wieder leicht anspringen. Ein leichtes Plus birgt allerdings auch die Gefahr, dass sich Hoffnung breit macht: Es wird schon gehen, ohne die wirklichen Probleme anzupacken.</p>
<p>Es wird nicht gehen: Deutschland hat sich zur Wachstumsbremse Europas entwickelt. Nahezu alle anderen Länder – die ja mit denselben externen Einflüssen konfrontiert sind – entwickeln sich besser als Deutschland.</p>
<p>Apropos externe Einflüsse: Die weltweiten Risiken sind kaum noch zu überblicken, und hinter jeder Ecke lauert das nächste. Für die unmittelbar betroffenen Menschen ist das schon jetzt dramatisch. Aber das Arsenal möglicher Gefahren bedroht auch den Welthandel. Wird nur eine real, wären die Folgen erheblich. Und gleich mehrere? Kaum auszudenken. Wobei die deutsche Außenwirtschaft oft als größter Verlierer gilt.</p>
<p>Das Eis ist dünn und hat teilweise Risse. Unabhängig davon – oder umso mehr – müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Es geht dabei um viel mehr als eine Konjunkturdelle. Die strukturellen<br />
Probleme überwiegen. Der Standort droht seine Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Unternehmen stellen ihre Investitionen vor Ort zurück: Gründe sind sprunghafte Wirtschaftspolitik, Bürokratielast oder die Energiepreise. Die Liste ließe sich problemlos um langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, Arbeitskräftemangel oder hohe Steuerlast erweitern. Da investiert man lieber gleich in den USA oder lässt es komplett.</p>
<p>Wir brauchen diese Investitionen aber dringend hier, damit unser Potenzialwachstum nicht verloren geht und wir im Falle eines Aufschwungs überhaupt wachsen können!  Es ist, als ob die Wirtschaft auf einen Befreiungsschlag wartet: Endlich ein investitionsfreundlicher Kurs, der auch gehalten wird. Was die Unternehmen dabei am meisten suchen, ist Vertrauen in die Wirtschaftspolitik. Und eine wirkliche Reduzierung der Bürokratie. Beides stand zuletzt in der IHKN-Konjunkturumfrage als Voraussetzung für Investitionen hierzulande weit oben &#8211; noch vor Steuererleichterungen oder Investitionsprämien: Ein klares Signal.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/06/konjunktur-kommentar/">Konjunktur: Kraftlos auf dünnem Eis</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2024/06/konjunktur-kommentar/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IHKN-Konjunkturumfrage: Wirtschaft ohne Vertrauen</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2024/04/ihkn-konjunktur-april-2024/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2024/04/ihkn-konjunktur-april-2024/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2024 12:45:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Mirko-Daniel Hoppe]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[IHKN]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunkturklimaindikator]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=24612</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine verlässliche Wirtschaftspolitik: Das brauchen die Unternehmen in Niedersachsen jetzt vor allem. Und außerdem endlich weniger Bürokratie. Manche Daten der aktuellen IHKN-Konjunkturumfrage deuten zwar leicht nach oben. Aber noch fehlt das Vertrauen, dass dieser Trend nachhaltig ist.   Selten waren die Ergebnisse einer IHKN-Umfrage so widersprüchlich. Der  Konjunkturklimaindikator ist zwar im ersten Quartal  erneut gestiegen,  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/04/ihkn-konjunktur-april-2024/">IHKN-Konjunkturumfrage: Wirtschaft ohne Vertrauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Eine verlässliche Wirtschaftspolitik: Das brauchen die Unternehmen in Niedersachsen jetzt vor allem. Und außerdem endlich weniger Bürokratie. Manche Daten der aktuellen IHKN-Konjunkturumfrage deuten zwar leicht nach oben. Aber noch fehlt das Vertrauen, dass dieser Trend nachhaltig ist.</strong></h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Selten waren die Ergebnisse einer IHKN-Umfrage so widersprüchlich. Der  Konjunkturklimaindikator ist zwar im ersten Quartal  erneut gestiegen, um sieben auf jetzt 84 Punkte. Aber die Geschäftslage hat sich Anfang des Jahres weiter verschlechtert. Die leichte Aufwärtsbewegung geht vielmehr allein auf das Konto besserer Erwartungen für die kommenden Monate. Ob sich diese Einschätzung allerdings bestätigt, ist noch ungewiss.</p>
<h6><strong>Klimaindikator auf niedrigem Niveau</strong></h6>
<p>Für dieses Jahr jedenfalls erwartet Dr. Mirko-Daniel Hoppe, Konjunkturexperte der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern, noch keine wirkliche Erholung. Trotz des Anstiegs bleibt der Konjunkturklimaindikator  auf niedrigem Niveau. Und bei der Geschäftslage geht die Schere noch einmal weiter auseinander: Aktuell beurteilen 27 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Situation als schlecht. Dagegen antworten 18 Prozent mit gut – dazwischen liegen jetzt 9 Prozentpunkte gegenüber 5 im vergangenen Winter. „Konsum schwach, Exporte stocken, fehlende staatliche Nachfrage angesichts leerer Kassen“, fasst Hoppe die Gründe zusammen.</p>
<p>Auch für den etwas aufgehellten Ausblick gibt es Gründe: die zuletzt rückläufigen Energiepreise und die niedrigere Inflation, außerdem die robuste Beschäftigung mit der Erwartung, dass sich auch die Tarifabschlüsse der vergangenen Monate bemerkbar machen. Trotzdem sieht Hoppe keine wirkliche Zuversicht in der niedersächsischen Wirtschaft. Zudem sorgen sich jetzt Unternehmen verstärkt um die Inlandsnachfrage: Dass sich dieser Aspekt so nach vorne geschoben hat, sei ein überraschendes Ergebnis der aktuellen IHK-Erhebung gewesen, machte Hoppe deutlich.</p>
<h6><strong>Exporterwartungen leicht abgeschwächt</strong></h6>
<p>Selbst wenn sich die Lage bei den Auftragseingängen der Industrie auf weiter niedrigem Niveau etwas verbessert hat, auch wenn wieder mehr Unternehmen planen, mehr Mitarbeitende einzustellen (die sie aber vielleicht angesichts des Fachkräftemangels gar nicht finden), selbst wenn selbst die Investitionspläne wieder leicht nach oben zeigen: Es reicht nicht als Grundlage für eine konjunkturelle Wende. Und die so wichtigen Exporterwartungen der niedersächsischen Unternehmen haben sich zuletzt wieder abgeschwächt.</p>
<p>Größtes Konjunkturrisiko aus Sicht der Unternehmen sind jetzt nahezu unangefochten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen: Zwei Drittel der Unternehmen sehen das so, deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Dabei werden nach den Ergebnissen der IHKN-Umfrage vor allem zwei Probleme zur Investitionsbremse: fehlende Verlässlichkeit der Wirtschaftspolitik und die überbordende Bürokratie. Das sind aus Sicht der Wirtschaft zurzeit die entscheidenden Ansatzpunkte, um wieder mehr Investitionen zu ermöglichen. Die weitaus meisten Unternehmen in Niedersachsen sehen das so<strong>.</strong></p>
<h6><strong>Bürokratieabbau noch ohne Wirkung</strong></h6>
<p>Dabei sieht die Wirtschaft auch in den letzten Bemühungen, die Bürokratielast zu verringern, noch keinen Erfolg. „Abbau? Das wird in den Unternehmen anders wahrgenommen“, so Mirko-Daniel Hoppe. Dabei geht es in erster Linie um die Fülle der Regeln und Aufgaben, die zu erfüllen sind. Nach den Ergebnissen der Umfrage haben deutlich weniger Unternehmen Probleme mit den Planungs- und Genehmigungsverfahren.</p>
<p>Jedes dritte Unternehmen hat im vergangenen Jahr Investitionen zurückgestellt. In der Industrie waren es 44 Prozent, im Verkehrssektor fast 50. Bei der Frage nach dem Warum stehen die von der Politik verursachten Unsicherheiten mit 70 Prozent ganz oben: „Leider beeindruckend deutlich“, so Mirko-Daniel Hoppe. Selbst die Energiekosten oder der Fachkräftemangel fallen derzeit deutlich weniger ins Gewicht.</p>
<h6><strong>Zukunftsfähigkeit steht auf dem Spiel</strong></h6>
<p>Bei den Investitionen geht es aber um nichts weniger als die Zukunftsfähigkeit des Standorts. IHK-Experte Hoppe macht das an den Investitionsgründen deutlich: „Was wir eigentlich brauchen, sind Investitionen in Produktinnovationen.“ Hier ist aber allenfalls eine Stagnation zu erkennen: „Wir warten auf eine Trendumkehr – die aber nicht kommt“, so Hoppe. Weiteres Beispiel: Investitionen in den Umweltschutz. Dabei gibt es einen Abwärtstrend: Erklärlich, wenn die Unternehmen befürchten, dass die Politik nicht an ihren einmal getroffenen Entscheidungen festhält und sich Investitionen sich so als unrentabel erweisen.</p>
<p>Aus Sicht der Industrie- und Handelskammern ist jetzt die Politik am Zug, um die Bedingungen für Unternehmen zu verbessern. &#8222;Der Wirtschaftsstandord erodiert durch hohe Energiepreise, marode Infrastruktur, hohe Unternehmensteuern und einen zunehmenden Fachkräftemangel&#8220;, heißt es in der <a href="https://www.ihk-n.de/presse/wenig-impulse-aber-viele-ungeloeste-probleme-6119826">Konjunkturmeldung der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern.</a> &#8222;Die Unternehmen sehen als größte Hindernisse für Investitionen aber insbesondere die unstete Wirtschaftspolitik un eine stetig anwachsende Belastung durch immer neue Vorschriften und Vorgaben.&#8220;</p>
<p>Unter dem Strich: Fehlendes Vertrauen in die Wirtschaftspolitik sorgt dafür, dass es auch noch kein Vertrauen in eine wirtschaftliche Erholung gibt. „Wir wollen keine Weltuntergangsstimmung verbreiten“, so Hoppe. Aber grundlegende, auch geopolitische verursachte Probleme bleiben bestehen, von den Energiepreisen über internationale Krisenherde: „Es fehlt an Impulsen. Zumindest an positiven.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/04/ihkn-konjunktur-april-2024/">IHKN-Konjunkturumfrage: Wirtschaft ohne Vertrauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2024/04/ihkn-konjunktur-april-2024/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konjunktur: Niedersachsen verharrt in der Stagnation</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/konjunktur-ihkn-4q-2023/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/konjunktur-ihkn-4q-2023/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jan 2024 14:43:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[IHKN]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Maike Bielfeldt]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=23756</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auch ein leichter Anstieg des Konjunkturklimaindikators kann nicht darüber hinwegtäuschen: Die niedersächsische Wirtschaft stagniert. Das zeigen die aktuellen Zahlen der IHK-Konjunkturumfrage.   Niedersachsens Wirtschaft kommt aus der Stagnation und verharrt dort: Der Konjunkturklimaindikator steigt in der Umfrage zum Jahreswechsel um zwei auf 77 Punkte gegenüber den Herbst-Zahlen. Als Hoffnungsschimmer will Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/konjunktur-ihkn-4q-2023/">Konjunktur: Niedersachsen verharrt in der Stagnation</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5>Auch ein leichter Anstieg des Konjunkturklimaindikators kann nicht darüber hinwegtäuschen: Die niedersächsische Wirtschaft stagniert. Das zeigen die aktuellen Zahlen der IHK-Konjunkturumfrage.</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Niedersachsens Wirtschaft kommt aus der Stagnation und verharrt dort: Der Konjunkturklimaindikator steigt in der Umfrage zum Jahreswechsel um zwei auf 77 Punkte gegenüber den Herbst-Zahlen. Als Hoffnungsschimmer will Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen, das aber nicht sehen: „Fast Null“, so stuft sie die Aufwärtsbewegung ein.</p>
<h6><strong>Immerhin nicht noch schlechter geworden</strong></h6>
<p>„Es passiert nichts“, so Bielfeldt. Wobei die IHKN-Hauptgeschäftsführerin fast im gleichen Atemzug die Frage stellte, ob nicht das bereits positiv zu werten sei: „Ist die gute Nachricht, dass es nicht noch schlechter geworden ist?“</p>
<h6><strong>Sprunghafte Wirtschaftspolitik in der Kritik</strong></h6>
<p>Unter den vielen belastenden Faktoren von Bürokratie über Energiepreis bis zum Arbeitskräftemangel sticht einer hervor: die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Unter den Top-Risiken aus Sicht der Unternehmen liegt die Unzufriedenheit mit der sprunghaften Wirtschaftspolitik jetzt ganz oben mit rund 67 Prozent. „Seit rund 15 Jahren fragen wir die Unternehmen nach den Risiken. Bei der Wirtschaftspolitik war dieser Wert noch nie so hoch“, stellte Maike Bielfeldt fest und forderte ausdrücklich ein positives Signal: „Was auf jeden Fall fehlt, ist ein Schub von Seiten der Wirtschaftspolitik.“</p>
<p>Einzig beim Export lässt sich eine gewisse Bewegung erkennen. Die Erwartungen stiegen hier von minus 18 auf minus fünf. Das liegt noch weit unter dem langjährigen Durchschnitt, zeigt aber wenigstens eine etwas deutlichere Tendenz nach oben.</p>
<h6><strong>Reallohnsteigerungen könnte Konsum wecken</strong></h6>
<p>Hoffnung setzen könne man außerdem auf den privaten Konsum, so Bielfeldt, sobald die Reallohnsteigerungen ankämen und wieder mehr gekauft werde. Aktuell allerdings ist die Konsumneigung im Keller: „Das Weihnachtsgeschäft ist fast ausgefallen.“ Sollten sich aber der Trend bei den Ausfuhren und beim Konsum bestätigen und sollten die notwendigen Signale aus der Politik dazukommen, könne man vielleicht auf eine leichte Belebung im zweiten Halbjahr setzen, machte die IHKN-Hauptgeschäftsführerin deutlich.</p>
<p>Wenig überraschend: Das Gastgewerbe war zwar mit dem Jahresende 2023 durchaus zufrieden. Wegen der wieder angehobenen Umsatzsteuer auf Speisen und der erwarteten Zurückhaltung ihrer Gäste rechnen die Unternehmen mehrheitlich mit einer ungünstigen Entwicklung.</p>
<h6><strong>Stillstand oder Warnsignale</strong></h6>
<p>Ansonsten zeigt die Konjunkturfrage unter rund 1800 niedersächsischen Unternehmen im Wesentlichen entweder Stillstand oder Warnsignale. Die Geschäftslage der energieintensiven Industrie – Chemie, Metallerzeugung, Glas oder Papier und Pappe zum Beispiel – ist weiterhin deutlich schlechter als in der Investitionsgüter-Industrie. Immerhin ist der Abwärtstrend fast zum Stehen gekommen: Die Bewegung ist nur noch gering, allerdings mit negativem Vorzeichen bei den energieintensiven Unternehmen und einem positiven bei Elektrotechnik, Automobil- oder Maschinenbau. Die Schere geht damit weiter auseinander.</p>
<div id="attachment_23761" style="width: 610px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23761" class="wp-image-23761 size-fusion-600" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web-600x400.jpg" alt="" width="600" height="400" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web-200x133.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web-300x200.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web-400x266.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web-600x400.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web-768x511.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web-800x533.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2024/01/Konjunktur_IHKN_Gruppe_web.jpg 1000w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-23761" class="wp-caption-text">Die Konjunkturfachleute der IHK Niedersachsen: Dr. Martin Knufinke, Maike Bielfeldt die Dr. Mirko-Daniel Hoppe (v.l.)</p></div>
<p>Die Beschäftigungspläne der Unternehmen werden weiter zurückgefahren.  Investieren wollen die Unternehmen verstärkt, um alte Anlagen zu ersetzen. Kapazitätsausweitung dagegen ist als Investitionsziel seit Mitte 2020 auf dem Rückzug. Bei Zielen für Auslandsinvestitionen haben die Eurozone, Nordamerika und auch China zugelegt, obwohl die Volksrepublik weit von den Höchstständen entfernt ist.</p>
<h6><strong>Notwendige Maßnahmen</strong></h6>
<p>Was in dieser Situation zu tun ist, bringt Maike Bielfeldt so auf den Punkt: „Deutschland muss schneller werden, seine Energieangebote ausbauen, die Fachkräfteeinwanderung reformieren, um nur die wichtigsten Punkte zu nennen. Eine verlässliche und möglichst bürokratiearme Politik kann wesentlichen dazu beitragen, Investitionen wieder attraktiv zu machen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/konjunktur-ihkn-4q-2023/">Konjunktur: Niedersachsen verharrt in der Stagnation</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/konjunktur-ihkn-4q-2023/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nord/LB-Konjunkturprognose: In der Stagnation gefangen</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/nordlb-konjunktur-2024/</link>
					<comments>https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/nordlb-konjunktur-2024/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jan 2024 16:04:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Lips]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Dieng]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Martina Noß]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Nord/LB]]></category>
		<category><![CDATA[Prognose]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archiv.nw-ihk.de/?p=23730</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Nord/LB erwartet für dieses Jahr für Deutschland ein BIP-Wachstum von 0,3 Prozent, für Niedersachsen einen Hauch darüber mit 0,4 Prozent. Diese Zahlen wurden Mitte Januar in Hannover veröffentlicht. Wenn man so will: Stagnation mit positivem Vorzeichen.   Alle Zahlen pendeln um die Null: Nur Stunden, bevor die Nord/LB ihre Prognose für das laufende  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/nordlb-konjunktur-2024/">Nord/LB-Konjunkturprognose: In der Stagnation gefangen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1497.6px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-2"><h5><strong>Die Nord/LB erwartet für dieses Jahr für Deutschland ein BIP-Wachstum von 0,3 Prozent, für Niedersachsen einen Hauch darüber mit 0,4 Prozent. Diese Zahlen wurden Mitte Januar in Hannover veröffentlicht. Wenn man so will: Stagnation mit positivem Vorzeichen.</strong></h5>
<h5><strong> </strong></h5>
<p>Alle Zahlen pendeln um die Null: Nur Stunden, bevor die Nord/LB ihre Prognose für das laufende Jahr veröffentlichte, meldete das Statistische Bundesamt im Rückblick auf 2023 für Deutschland ein Minus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,3 Prozent. Das entspricht in etwa der Erwartung der Nord/LB. Für Niedersachsen bleiben die Konjunktur-Fachleute der Bank bei ihrer Einschätzung, dass unter dem Strich 2023 mit plus 0,2 Prozent ein leichtes Wachstum stehen wird. Und auch, wenn die verhaltenen Wachstumsprognosen für Deutschland und Niedersachsen tatsächlich so eintreten, bedeutet das: „Die deutsche Wirtschaft bleibt vorerst in der Stagnation gefangen“, wie Nord/LB-Chefvolkswirt Christian Lips sagte.</p>
<h6><strong>Die Automobilbranche sorgt für leicht bessere Zahlen</strong></h6>
<p>Das etwas bessere Abschneiden Niedersachsens im vergangenen Jahr liegt an der Wirtschaftsstruktur des Landes, erklärte Dr. Martina Noß, die den Research-Bereich der Nord/LB leitet. Der Fahrzeugbau, bei weitem größte Industriebranche in Niedersachsen, verzeichnete zwischen September 2022 bis September 2023 ein deutliches Umsatzplus. Auch die wichtigen Bereiche Maschinenbau sowie Nahrungs- und Futtermittel wuchsen. Dagegen haben energieintensive Branchen wie Chemie, Metall oder Papier und Pappe, die in diesem Zeitraum sämtlich sinkende Umsätze verbuchten, im Land weniger Gewicht.</p>
<p>Die Energiepreise gehören weiter zu den schwierigen Rahmenbedingungen, ebenso wie die weltweiten Krisen. Branchen mit hohem Energieeinsatz haben ihre Produktion stärker zurückgefahren als andere. Sie beurteilen ihre Geschäftslage schlechter als andere Industriezweige, und sie sind zurückhaltender bei geplanten Investitionen: Das hatte bereits die IHK-Konjunkturumfrage im Herbst gezeigt.</p>
<h6><strong>Weltwirtschaft ohne Dynamik</strong></h6>
<p>„Wir rechnen mit einer anhaltend schwachen Konjunkturdynamik“, sagte Nord/LB-Vorstand Christoph Dieng bei der Vorstellung der Prognose mit Blick auf die Weltwirtschaft. Hier erwartet die Bank ein Wachstum zwischen 2,5 und 3 Prozent. Im Wahljahr werde die US-Wirtschaft langsamer wachsen als 2023, und in China müsse man sich grundsätzlich an niedrigere Wachstumszahlen gewöhnen, so Dieng. Hinzu kommen weitere Risiken, etwa im Verhältnis der Volksrepublik zu Taiwan oder durch die US-Wahlen.</p>
<p>Die Nord/LB-Prognose zeichnet insgesamt ein fragiles Bild. Nachfrageschwäche und Arbeitskräftemangel machen sich als produktionsdämpfende Faktoren mehr und mehr bemerkbar. Die deutsche Wirtschaft steht weiter unter hohem Anpassungsdruck. Dieng wies auf die Entwicklung im Fahrzeugbau hin, wo die Chinesen in das Massengeschäft insbesondere mit Elektroautos drängen. Es würden derzeit eigens Transportschiffe gebaut, um Autos auch nach Europa zu verschiffen. Auf jeden Fall müsse seine Position im Luxussegment sichern, so der Nord/LB -Vorstand. Überhaupt sei die nach wie vor in vielen Ländern vorherrschende Einschätzung Deutschlands als effiziente, innovative und technologiefreundliche Nation ein wesentlicher Pluspunkt, machte er deutlich.</p>
<h6><strong>Warnsignale bei den Auftragseingängen</strong></h6>
<p>Gleichzeitig schwächeln die Investitionen, die für diese Anpassung erforderlich sind. In Niedersachsen verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe rückläufige Auftragseingänge. Warnsignal laut Konjunkturexpertin Martina Noß: Bis September 2023 hätten die Auftragseingänge in jedem Monat unter denen des entsprechenden Vorjahresmonats gelegen.</p>
<p>Die Bauwirtschaft, lange eine verlässliche Säule der Konjunktur, wuchs in Niedersachsen nach den bislang vorliegenden Zahlen 2023 nur nominal. Impulse durch staatliche Ausgaben sind nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts fraglich geworden. Aus Sicht von Christian Lips ist unklar, ob das Konjunkturtal schon erreicht ist. Er wies darauf hin, dass der ifo-Geschäftsklimaindex nach kurzem Aufwärtstrend zuletzt wieder rückläufig war. Angesichts einer Situation mit Wachstumszahlen knapp über oder unter Null sollte man, so Christian Lips, das Konstrukt einer technischen Rezession &#8211; zwei aufeinander folgende Quartale mit schrumpfender Wirtschaft &#8211; &#8222;beiseite lassen.&#8220; Gemeint wohl: Viel öffentliche Aufmerksamkeit bei gleichhzeitig geriner Aussagekraft, wenn schon leichte Veränderungen die Konjunktur ins Positive oder Negative drehen können.</p>
<h6><strong>Konsum als Hoffnungsträger</strong></h6>
<p>Hoffnung setzt die Nord/LB auf einen wieder erstarkenden Konsum angesichts rückläufiger Inflation und steigender Reallöhne und eines leicht verbesserten Konsumklimas. Aber auch hier können sich Konjunktursorgen bemerkbar machen. Auf der Habenseite steht auch der bislang stabile Arbeitsmarkt. Und aus Sicht der Nord/LB sind auch die Voraussetzungen für Zinssenkungen gegeben. Nord/LB-Vorstand Dieng erwartet Entscheidungen dazu frühestens ab Sommer.</p>
<h6><strong>Schneller werden und Arbeitskräfte gewinnen</strong></h6>
<p>Bei den Maßnahmen, die in dieser Situation erforderlich sind, um die Wirtschaft zu stützen, gibt es jedenfalls kein Erkenntnisproblem, machte Dieng deutlich. Weniger Bürokratie, schneller werden bei Planung, Genehmigung und Umsetzung: Das ist ein Bereich, Stichwort: Deutschlandtempo. Er nannte darüber hinaus Initiativen gegen den Arbeitskräftemangel, etwa durch ausländische Fachleute, die nach Deutschland geholt werden, oder auch Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen im Ruhestand. Wesentlich auch: eine Lösung für die hohen Energiepreise.</p>
<p>Kein Erkenntnisproblem zu haben, das heißt umgekehrt: Das Problem liegt in der Umsetzung. Dieng sieht zumindest einigen Maßnahmen auf dem Weg, etwa die von Ministerpräsident Stephan Weil beim <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/ihk-auftakt-2024/">IHK-Neujahrsempfang</a> in Hannover genannte Liste zum Bürokratieabbau.  Christian Lips wies auf die Notwendigkeit hin, Investitionen anzuregen: &#8222;Hier  müssen wir die PS auch auf die Straße bringen.&#8220; Im Bereich staatlicher Ausgaben sieht er das unabhängig von der Diskussion um die Schuldenbremse: Grundsätzlich sei es weniger entscheidend, woher das Geld kommt, um &#8222;sinnvolle&#8220; Investitionen zu ermöglichen. Neben Krediten können man auch Mittel umverteilen oder für mehr staatliche Einnahmen sorgen.</p>
<h6><strong>Mit iener gewissen Zuversicht</strong></h6>
<p>Angesichts der aktuellen Nord/LB-Prognose gilt mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung auf jeden Fall ein Satz, den Christoph Dieng beisteuerte: &#8222;Eine gewisse Zuversicht sollte man immer haben.&#8220;</p>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/nordlb-konjunktur-2024/">Nord/LB-Konjunkturprognose: In der Stagnation gefangen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://archiv.nw-ihk.de/2024/01/nordlb-konjunktur-2024/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
