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	<title>Jordan Archive - NW IHK</title>
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		<title>Bundesstraße 83 &#8211; Abgehängt vom Abhang</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2019 12:30:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text] Die Sperrung der Bundesstraße 83 zwischen Bodenwerder und Holzminden sorgte zu Pfingsten 2018 für Aufsehen. Selbst die Intervention des Umweltministers konnte letztlich nicht verhindern, dass die Straße für umfangreiche Sicherungsarbeiten länger gesperrt bleiben muss – zum Leid der Unternehmen. [/vc_column_text][vc_column_text]Am 18. Januar vergangenen Jahres erst hatte Angela Bürger den Betrieb der Q1-Tankstelle in Polle  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/04/b83-sperrung-folgen/">Bundesstraße 83 &#8211; Abgehängt vom Abhang</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
<h5>Die <strong><span style="color: #ee7f01;">Sperrung der Bundesstraße 83</span></strong> zwischen Bodenwerder und Holzminden sorgte zu Pfingsten 2018 für Aufsehen. Selbst die Intervention des Umweltministers konnte letztlich nicht verhindern, dass die Straße für umfangreiche Sicherungsarbeiten länger gesperrt bleiben muss – zum Leid der Unternehmen.</h5>
<p>[/vc_column_text][vc_column_text]Am 18. Januar vergangenen Jahres erst hatte Angela Bürger den Betrieb der <a href="https://www.q1.eu/de/tankstellen/polle-heinser-strasse-8-q1-tankstelle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Q1-Tankstelle</a> in Polle übernommen. Sie konnte nicht ahnen, dass nur fünf Monate später die Bundesstraße 83 bei Steinmühle an der Weser wegen der akuten Gefahr herabfallender Steine gesperrt wird. Aus den zunächst genannten sieben Jahren Sperrung ist inzwischen eine kürzere Sanierungsdauer geworden, gleichzeitig sollte es eine zunächst zugesagte zwischenzeitliche Öffnung der Strecke doch nicht geben.</p>
<p>Der überregionale Verkehr wird nun weiträumig umgeleitet, so dass der Verkehr vor der Tankstelle in Polle spürbar nachgelassen hat. „Wir hangeln uns irgendwie durch“, sagt die 42-jährige Unternehmerin, die auch noch eine Tankstelle in Beverungen betreibt. Der Betrieb in Polle mit fünf Beschäftigten sollte ihr zweites Standbein sein. Nun trägt sich das Geschäft „gerade so“, sagt Bürger, die in ihrem Tankstellen-Shop auch Wurstwaren verkauft. Besonders gut liefen die Mettwürste eines Fleischers aus „40 Kilometer Entfernung“. Sie unterstützt die Initiative „Schnelle Aufhebung der Vollsperrung der B83“, die sich für eine Beschleunigung der Sanierung der Felswände stark gemacht hat und dies sogar in einer Petition zum Ausdruck bringt. Mehr als 5000 Menschen haben sie bereits unterzeichnet. „Wenn es stimmt, dass bereits im Jahr 2011 ein Gutachten die Schäden an den Felswänden festgestellt hat, wieso hat man dann nicht bereits damals reagiert“, fragt sich Angela Bürger, die allerdings auch weiß, dass inzwischen an den Hängen gearbeitet wird. Denn sie hat kürzlich einen an den Arbeiten am Fels beteiligten Fachmann kennengelernt – im Rahmen von Dreharbeiten für eine längere Reportage über die Sperrung, die Ende April bei RTL gezeigt werden soll. Das Team hat die Unternehmerin auch bei einer Fahrt über die Umleitungsstrecke begleitet, die über 13 scharfe Kurven die Ottensteiner Hochebene hinaufführt. Nach der Fahrt hätten die Journalisten gesagt, dass sie nun gut verstehen, warum viele diese enge Strecke über die Landstraße meiden. Es sei keine Freude dort einem Bus oder Lastwagen zu begegnen.</p>
<p><strong>Umwege für Kunden und Mitarbeiter</strong><br />
„Die Straßenränder sind inzwischen völlig kaputt“, sagt auch Marco Müller. Der Geschäftsführer der <a href="https://www.mueller-treppenbau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Müller Treppenbau GmbH</a> aus Polle ist durch die Sperrung in mehrfacher Hinsicht betroffen. Neben dem spürbaren Rückgang an Kunden und den Umwegen, die seine Mitarbeiter täglich fahren müssen, macht sich inzwischen auch der höhere Verschleiß durch die Bergfahrten bei seinen sechs Firmenfahrzeugen bemerkbar. „Die Kosten für die Instandhaltung der Bremsen haben sich verdoppelt“. Noch schwerer wiegt aber für das Unternehmen mit knapp 50 Beschäftigten, dass Aufträge in Hannover so noch schwieriger zu erreichen sind, weil sich der ohnehin lange Weg in die Landeshauptstadt nochmals verlängere. Es fällt Marco Müller schwer zu verstehen, dass das ganze so lange dauert.</p>
<p><strong>Café Steinmühle musste schließen</strong><br />
Am schwersten getroffen hat es wohl Margarete und Heino Büngener, die bis Mai vergangenen Jahres direkt unterhalb des Felshanges ihr Café Steinmühle betrieben. Etwa eine Woche vorher seien sie über die bevorstehende Sperrung und das damit einhergehende Aus für ihren Antiquitätenhandel mit Café informiert worden, berichtet Büngener. Sie konnten nur noch ein paar wertvolle Dinge sichern und mussten schließen. Vor Jahrzehnten hatten sie die „Steinmühle“ gekauft und nach eigenen Angaben allein 124 000 DM für einen Stromanschluss bezahlt, von dem nun ein Abzweig für die Sanierungsarbeiten genutzt werde. Der 76-Jährige und seine ein Jahr jüngere Frau dürfen bei ihrem Eigentum bis auf weiteres nur gelegentlich nach dem rechten sehen. Das Land habe ihm das Objekt abkaufen wollen, aber der Preis sei laut Büngener „nicht akzeptabel“ gewesen. Auch eine Entschädigung gab es nicht. „Ich hätte nie geglaubt, dass so etwas in Deutschland möglich ist“, sagt der Unternehmer. Allerdings: Die Straßenbaubehörde steht mit ihm wegen einer Entschädigung im Austausch.[/vc_column_text][vc_separator][vc_column_text]<strong><span style="color: #ee7f01;">Wann die Straße wieder freigegeben wird</span></strong><br />
sagt Markus Brockmann, Geschäftsbereichsleiter bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, inzwischen nicht mehr. Weil er nicht garantieren kann, dass nicht eine Klage das Verfahren verzögert. Er versichert aber, dass seine MItarbeiter alles tun, um die Straße so schnell wie möglich wieder freizugeben. 2011 sah die Lage noch nicht so dramatisch aus. Erst durch 3D-Scans des 260 000 Quadratmeter großen Hangs wurde im Jahr 2018 das enorme Gefahrenpotenzial deutlich. Die Behörde informiert auf einer Internetseite regelmäßig und ausführlich über die Arbeiten die gerade am Hang ausgeführt werden (Link siehe nw-ihk.de). „Wir arbeiten in einem FFH-Gebiet, in dem wir zum Schutz bedrohter Pflanzen und Tiere nur mit Samthandschuhen arbeiten dürfen“, erklärt Brockmann. „Es ist leider nicht so einfach, wie sich das viele Leute vorstellen.“</p>
<p><a href="https://www.strassenbau.niedersachsen.de/geschaeftsbereiche/hameln/projekte/b-83-steilboeschung-im-abschnitt-steinmuehle-zwischen-holzminden-und-bodenwerder-abrutschgefaehrdet-164006.html">Aktuelle Informationen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zur Bundesstraße 83 &#8211; mit monatlich aktualisierten Berichten.</a>[/vc_column_text][vc_column_text]Lesen Sie hier mehr zu unserem Titelthema:</p>
<ul>
<li><a href="https://nw-ihk.de/2019/04/b3-ortsumgehung-hemmingen-wirtschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von angebunden bis abgeschnitten</a></li>
<li><a href="https://nw-ihk.de/2019/04/b441-schumacher-loccum-reinkemeyer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unternehmen leiden unter schlechten Straßen</a></li>
<li><a href="https://nw-ihk.de/2019/04/koenigstrasse-hannover-sperrung-bruecke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hannovers Königsstraße &#8211; Überbrücken</a></li>
</ul>
<p>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/04/b83-sperrung-folgen/">Bundesstraße 83 &#8211; Abgehängt vom Abhang</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Unternehmen leiden unter schlechten Straßen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2019 12:15:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text] Anreize für schnellere Bauarbeiten Die Sanierung der Bundesstraße direkt vor seinem Laden liegt schon einige Jahre zurück, aber Dirk Jordan, Geschäftsführer der Gustav Schumacher GmbH &amp; Co. KG aus Loccum, kann sich noch gut an die Zeit erinnern. „Die Umsätze sind uns damals deutlich eingebrochen.“ Umwege, Baustellenampeln und die Unklarheit, ob und wie das  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/04/b441-schumacher-loccum-reinkemeyer/">Unternehmen leiden unter schlechten Straßen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
<h3>Anreize für schnellere Bauarbeiten</h3>
<p>Die Sanierung der Bundesstraße direkt vor seinem Laden liegt schon einige Jahre zurück, aber Dirk Jordan, Geschäftsführer der <a href="http://www.schumacherloccum.de/">Gustav Schumacher GmbH &amp; Co. KG aus Loccum</a>, kann sich noch gut an die Zeit erinnern. „Die Umsätze sind uns damals deutlich eingebrochen.“ Umwege, Baustellenampeln und die Unklarheit, ob und wie das Geschäft überhaupt zu erreichen ist, schreckten die Kunden ab, sagt der Unternehmer, der in dem 3000-Einwohner-Ort im Landkreis Nienburg neben dem Geschäft für Bürobedarf und –einrichtung ein Schreibwarengeschäft mit Buchhandlung führt. „Etwa 30 Prozent unseres Bücherumsatzes hat uns das gekostet. Und das holt man auch nicht wieder rein.“ Wenn sich der Kunde einmal anders orientiert habe oder ins Internet abgewandert sei, bleibe das auch so. Eine Vollsperrung entwickle sich für Händler so schnell zu einem echten Super-GAU. „Es ist immer besser, wenn eine Straße mit Ampeln zumindest halbseitig befahrbar bleibt“, findet Jordan. In den letzten Jahren wurde die Bundesstraße 441, die von Hannover in nordwestliche Richtung verläuft, rings um Rehburg-Loccum in mehreren Abschnitten erneuert. Noch bis September wird zwischen Münchehagen und Bad Rehburg gearbeitet, was auch wieder zu Sperrungen führte. Jordan, der auch Vorsitzender des örtlichen Handwerker- und Gewerbevereins ist, hat Verständnis dafür, dass die kaputten Straßen in der Region saniert werden müssen. Allerdings wünscht er sich, dass alles unternommen wird, um die Belastungen so gering wie möglich zu halten. „Gerade bei Arbeiten an Bundesstraßen wird man nicht miteinbezogen und meist vor vollendete Tatsachen gestellt“, kritisiert der Unternehmer. Er hat den Eindruck, dass manche Arbeiten auch schneller gehen könnten. „Wieso schafft man nicht auch in Deutschland Anreize für die Baufirmen, Projekte schneller abzuschließen – ein System das in den Niederlanden gut funktioniert?“, fragt sich Jordan. Dann müssten auch die Gewerbetreibenden nicht unnötig lange unter einer Sperrung oder Baustelle leiden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_column_text]Dirk Jordan, Geschäftsführer des Loccumer Bürohandels Schumacher, möchte Straßensanierungen beschleunigen &#8211; etwa durch Anreize. Foto: privat[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;6377&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; style=&#8220;vc_box_rounded&#8220; onclick=&#8220;img_link_large&#8220; img_link_target=&#8220;_blank&#8220;][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator][vc_column_text]</p>
<h3>Mehr Maut, aber diese Straßen</h3>
<p>Wo fließt eigentlich das ganze Geld hin, dass durch die Maut eingenommen wird, fragt sich Dorothee Reinkemeyer angesichts des Zustands mancher Straßen. Von ihren Fahrern, die mit einem Lkw in einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern den Gartenfachhandel mit hochwertigen Erden und Rindenmulchen beliefern, nimmt die Geschäftsführerin der <a href="http://www.torffrau.de/">Die Torffrau Ingrid Reinkemeyer GmbH</a> regelmäßig die Klagen entgegen. Ihre Fahrer hätten Tränen in den Augen, wenn sie etwa an die B 65 in Ditterke (einem Ortsteil von Gehrden kurz vor Hannover) denken, wo sie aufgrund der kaputten Straße auf einem Stück nur noch mit 10 Stundenkilometer entlang fahren könnten. „Gerade, wenn wir nach Hannover fahren, nehmen wir auch immer häufiger wahr, dass Baustellen gleichzeitig eingerichtet werden, was dann schnell für große Probleme sorgt“, berichtet Reinkemeyer, die auch die Ausweitung der Mauterhebung auf alle Bundesstraßen kritisch sieht. „Das hat bei uns zu erheblichen Mehrkosten geführt.“ Anstatt nur die Wirtschaft stärker zu belasten, hielte die Unternehmerin es für gerechter, wenn dann auch Autofahrer ihren Beitrag leisten müssten. „Wenn schon so viel mehr Maut gezahlt wird, dann muss man aber auch sehen, dass sich der Zustand der Straßen bessert“, sagt Reinkemeyer, deren Mutter Ingrid das Unternehmen 1974 gründete. Schon früh stellte sie auf torffreie Produkte aus Eichen- und Kiefernrinde um. „Den Markennamen ‚Die Torffrau‘ haben wir aber ganz bewusst behalten.“[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_column_text]Dorothee Reinkemeyer hat nicht den Eindruck, dass die Mautmehreinnahmen auf Niedersachsens Straßen ankommen. Foto: privat[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;6376&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; onclick=&#8220;img_link_large&#8220; img_link_target=&#8220;_blank&#8220;][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Lesen Sie hier mehr zu unserem Titelthema:</p>
<ul>
<li><a href="https://nw-ihk.de/2019/04/b3-ortsumgehung-hemmingen-wirtschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von angebunden bis abgeschnitten</a></li>
<li><a href="https://nw-ihk.de/2019/04/b83-sperrung-folgen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesstraße 83 &#8211; abgehängt vom Abhang</a></li>
<li><a href="https://nw-ihk.de/2019/04/koenigstrasse-hannover-sperrung-bruecke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hannovers Königsstraße &#8211; Überbrücken</a></li>
</ul>
<p>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/04/b441-schumacher-loccum-reinkemeyer/">Unternehmen leiden unter schlechten Straßen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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