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	<title>Fahrrad Archive - NW IHK</title>
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		<title>Die Freitags-Kolumne: Eineinhalb</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2020 13:04:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Zahl ist in der Corona Zeit so wichtig geworden: Eineinhalb. Also eineinhalb Meter. Der Mindestabstand. Sollte den nicht jeder längst verinnerlicht haben? Daher kommt so ein Satz überraschend: „Ich bin total überrascht, wie breit doch 1,5 Meter sind.“ Den Mindestabstand also nicht verinnerlicht. Zumindest nicht aus Autofahrersicht. Denn es ging nicht um den schützenden  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Zahl ist in der Corona Zeit so wichtig geworden: Eineinhalb. Also eineinhalb Meter. Der Mindestabstand. Sollte den nicht jeder längst verinnerlicht haben?</p>
<p>Daher kommt so ein Satz überraschend: „Ich bin total überrascht, wie breit doch 1,5 Meter sind.“ Den Mindestabstand also nicht verinnerlicht. Zumindest nicht aus Autofahrersicht. Denn es ging nicht um den schützenden Corona-Abstand, sondern um das Überholen von Fahrrädern. Da gilt seit einiger Zeit auch genau dieser Mindestabstand. Fahrradfahrer haben in Hannover und anderswo mit Schaumstoff-Rollen am Gepäckträger gezeigt, was eineinhalb Meter Abstand auf der Straße bedeuten. Und dann kann es schon ziemlich eng werden. Aber es ist wohl noch eine Eineinhalbmeterdistanz, an die wir uns gewöhnen werden müssen.</p>
<p><strong>Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.</strong>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
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		<title>Die Freitags-Kolumne: Fahrradstadt Hannover?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[thomes.g]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2018 11:00:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Zugegeben, die Beobachtung ist sowohl subjektiv als auch punktuell: Da wurden jetzt mitten in Hannover, am viel befahrenen, für Radfahrer schwer zu querenden Aegidientorplatz Bügel mit Fußstützen aufgestellt. Das ist richtig klasse: Mit dem Fahrrad vor einer Ampel halten, ohne den Fuß auf den Boden abstellen zu müssen. Supersache also, nur: Die Radfahrer, die im  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2018/12/glosse-hannover-fahrrad-radfahren/">Die Freitags-Kolumne: Fahrradstadt Hannover?</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Zugegeben, die Beobachtung ist sowohl subjektiv als auch punktuell: Da wurden jetzt mitten in Hannover, am viel befahrenen, für Radfahrer schwer zu querenden Aegidientorplatz Bügel mit Fußstützen aufgestellt. Das ist richtig klasse: Mit dem Fahrrad vor einer Ampel halten, ohne den Fuß auf den Boden abstellen zu müssen. Supersache also, nur: Die Radfahrer, die im fraglichen Augenblick dort standen, wussten damit überhaupt nichts anzufangen. Sie hielten wie gewohnt, erdverwachsen eben, die Füße auf dem Boden.<br />
Jetzt geht es ganz subjektiv weiter, als jemand, der in einer klassischen Fahrradregion aufgewachsen ist. Was hätten wir für solche Haltemöglichkeiten gegeben! Die kannte man damals nicht, aber andersherum wusste man genau, an welchen Stellen Verkehrsschilder oder Geländer ein solch bequemes Halten ermöglichten.<br />
Allerdings spielte das überhaupt keine Rolle für die Frage, ob man mit dem Rad fährt oder nicht. Mit der Leeze, wie man etwas weiter südlich sagte, oder wie es bei uns hieß: mit der Fietze. Ein Wort, das aus den Niederlanden, der großen Radfahrernation, geborgt ist: fiets ist dort das Fahrrad. Und das war alternativlos.<br />
Von Kindesbeinen an: Wenn man sich mit Freunden traf, war das Fahrrad selbstverständlich &#8211; wer ohne kam, behinderte alle anderen. Das ging bis in hohe Alter, bis zum Mitsiebziger, der die kleinen, klammerähnlichen Hosenspangen festmachte und über Land fuhr in den Nachbarort, Kameraden besuchen – ohne elektrische Unterstützung selbstverständlich.<br />
Von dieser Tradition leben die Fahrradhochburgen. Befeuert wurde diese Tradition übrigens davon, dass der öffentliche Nahverkehr eher schlecht ausgebaut, jedenfalls nicht genutzt wurde. Bushaltestellen? Linien? Tarife? Alles uninteressant. Wer so aufgewachsen ist, hat später als Pendler zwei Fahrräder, an jedem Bahnhof eins. Und zwar solche, um die es nicht schade ist. Damit sie bei Wind und Wetter draußen stehen können. Und ein drittes hat man für gut.<br />
Und jetzt wieder subjektiv: Eine Stadt wie Hannover ist von all dem sehr, sehr weit entfernt. Am Hauptbahnhof wüsste man ja noch nicht mal, wo man sein Pendlerrad abstellen sollte. Ein Fahrradparkhaus ist eben nicht für jeden, siehe oben, eine Alternative. Der Radverkehr tröpfelt eher, als das es ein Strom ist verglichen mit dem Auto. Und stagniert seit Jahren, was jetzt die Politik auf den Plan gerufen hat. Klar, die Infrastruktur ließe sich verbessern, nicht nur durch diese praktischen Haltebügel. Alles wünschenswert (vor allem Stellflächen am Bahnhof). Das wird auch einen Effekt haben und den Fahrradanteil erhöhen. Und Hannovers Radfahrer werden auch schnell lernen, wozu diese komischen neuen Fahrradbügel gut sind. Aber wenn die Vorstellung der Planer sein sollte, Hannover zu einer Fahrradstadt zu machen: Das, mit Verlaub und aus der subjektiven Sicht eines in einer Fahrradgegend Aufgewachsenen, wird kurz- oder mittelfristig nicht passieren. Wahrscheinlich nie. Und es wäre gut, wenn man das bei der Verkehrsplanung berücksichtigen würde.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
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