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	<title>Elmar Degenhart Archive - NW IHK</title>
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		<title>Continental-Bilanz mit Verlust: In jeder Hinsicht mittendrin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2020 11:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Unternehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alles auf einmal: Nicht zufrieden mit 2019, ein durch Corona verhagelter Start ins aktuelle Geschäftsjahr, und das in Zeiten eines grundsätzliches technologischen Wandels und weiter bestehender Unsicherheiten: „Wir packen gerade alles an“, sagte Continental-Chef Elmar Degenhart und setzt dabei auf die technologische und bilanzielle Stärke des Konzerns. +++ Aktualisiert: Am 1. April hat Continental den  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 class="Default"><span style="font-size: 11.0pt;"><strong>Alles auf einmal: Nicht zufrieden mit 2019, ein durch Corona verhagelter Start ins aktuelle Geschäftsjahr, und das in Zeiten eines grundsätzliches technologischen Wandels und weiter bestehender Unsicherheiten: „Wir packen gerade alles an“, sagte Continental-Chef Elmar Degenhart und setzt dabei auf die technologische und bilanzielle Stärke des Konzerns.</strong> </span></h5>
<p><a href="https://nw-ihk.de/2020/04/continental-ausblick-2020/"><span style="color: #ff6600;">+++ Aktualisiert: Am 1. April hat Continental den Ausblick für 2020 zurückgezogen. +++</span></a></p>
<p>Das im Sommer nach unten angepasste Umsatzziel mit 44,5 Mrd. Euro erreicht, beim Ergebnis ins Minus gedreht: Für 2019 schlägt ein Nettoverlust von 1,2 Mrd. Euro zu Buche. Im Jahr davor wies Continental noch ein Nettoergebnis von plus 2,9 Mrd. Euro aus. Unzufriedenheit also bei Vorstandschef Dr. Elmar Degenhart und Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Die beiden stellten jetzt in Hannover Zahlen für 2019 vor. Als Unternehmen habe man sich aber in einem herausfordernden Markt „vernünftig geschlagen“, so Degenhart.</p>
<p><strong>Besser entwickelt als der Markt</strong></p>
<p>Er kündigte einen Dividendenvorschlag von 4 Euro je Aktie an und stellte auch eine Bonuszahlung an die Mitarbeiter in Aussicht; über deren Höhe sei aber noch nicht entschieden. Continental habe sich besser entwickelt als der Markt, so Degenhart. Während die Automobilproduktion 2019 nach letzten Schätzungen weltweit um rund 6 Prozent nachgab, sank der organische Umsatz – also ohne Berücksichtigung von Währungskurseffekten und Veränderungen in der Zusammensetzung des Konzerns &#8211; im selben Zeitraum um 2,6 Prozent. Damit entwickelte sich das Unternehmen besser als seine Märkte.</p>
<p><strong>Drastische Beschreibung der aktuellen Lage</strong></p>
<p>Mit Continental veröffentlichte das größte Unternehmen der IHK-Region Hannover seine Geschäftsergebnisse für 2019. Der Zulieferer ist in jeder Hinsicht mittendrin: Die Herausforderung der digitalen Transformation in der Industrie insgesamt wird im Automobilsektor durch die Umstellung auf neue Antriebe noch massiv verstärkt. Und China als strategischer Markt für Continental leidet unter dem Coronavirus mit einem Einbruch der Automobilproduktion im ersten Quartal um 30 Prozent. Degenhart sieht den hannoverschen Traditionskonzern in dieser Situation aber weniger als Getriebenen, sondern mehr als Treiber der Entwicklung. „Wir sind der Wandel“, sagte er und sparte andererseits nicht mit drastischen Worten. Der Vorstandschef sieht die Automobilbranche in einem der bislang „heftigsten Stürme“, verwies auf eine „massive Marktkrise in Zeiten grundlegenden technologischen Wandels“ und erinnerte im gleichen Atemzug an die Weltwirtschaftskrise nach 2008.</p>
<p><strong>Continental als Problemlöser</strong></p>
<p>In dieser Situation sieht Degenhart den Konzern auf dem richtigen Weg, weil das, was Continental entwickelt, zur Lösung der Herausforderungen in der Mobilität beitrage – Klimaschutz und Transformation der Antriebstechnik ebenso wie autonomes Fahren und Vernetzung. Derzeit stamme 70 Prozent des Umsatzes aus der Kombination von Elektronik, Software und Sensorik – „bald werden es 80 Prozent sein“, so der Vorstandschef.</p>
<p><strong>Nachholeffekte unsicher</strong></p>
<p>Der Start ins Geschäftsjahr 2020 wird geprägt vom Coronavirus, der die ohnehin vorhandene Unsicherheit – Degenhart erinnerte an Handelsauseinandersetzungen und drastisch verschärfte Abgasvorschriften in Europa &#8211; weiter erhöht. In diesem Jahr rechnet Continental mit einem rückläufigen Umsatz, der sich zwischen 42,5 und 44,5 Mrd. Euro einpendeln soll. Der Vorstandschef hofft auf eine Beruhigung der gesundheitlichen Situation im zweiten Quartal. Allerdings sei unsicher, ob es dann zu Nachholeffekten kommt, also Autokäufer die aktuell ausbleibenden Bestellungen dann tätigen. Auch längerfristig wollte sich Degenhart nicht festlegen bei der Frage, wann der vor einiger Zeit geplante Sprung über die Umsatzmarke von 50 Mrd. Euro denn erfolgen könnte.</p>
<p><strong>Effizienzprogramm von 2019 wird ausgebaut</strong></p>
<p>In der aktuellen Situation arbeitet Continental aber zunächst an weiteren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Den Ausbruch des Coronavirus habe man im vergangenen Herbst nicht vorhersehen können, man habe aber schon beim damals aufgelegten Strukturprogramm weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen. Degenhart wurde deutlich: Jeder Standort sei individuell zu betrachten, es gebe keine Garantien, und betriebsbedingte Kündigungen seien zwar nicht gewollt, aber als letzte, drastische Maßnahme denkbar. Er betonte dabei die Notwendigkeit, die Continental-Belegschaft zu qualifizieren – um ihre Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der technologischen Transformation innerhalb des Konzerns zu verbessern oder auch ihre Beschäftigungschancen außerhalb.</p>
<p><strong>Noch kein Corona-Fall im Unternehmen</strong></p>
<p>Einen aktuellen Corona-Fall übrigens gibt es bei Continental nicht – und das bei 140.000 Beschäftigten weltweit, davon 25.000 in China. Man sei aber mit Notfallplänen vorbereitet und nutze in dieser Situation auch die Möglichkeiten der Heimarbeit.</p>
<p><strong> Vitesco-Pläne bestätigt</strong><em><br />
</em></p>
<p>An den Plänen zur Abspaltung der unter dem Namen <a href="https://nw-ihk.de/2019/10/continental-vitesco-spin-off/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vitesco</a> gebündelten Sparte Powertrain hält Continental fest. In diesem Bereich ist alles rund um den Antriebsstrang gebündelt. Für einen Spin-off, also die Übertragung von Vitesco-Anteilen an die Continental-Aktionäre, soll die Hauptversammlung im April grünes Licht geben. Vollzogen werden soll die Abspaltung dann in der zweiten Jahreshälfte. Finanzvorstand Wolfgang Schäfer zeigte sich trotz der aktuellen Marktsituation optimistisch und wies auf Auftragseingänge von zuletzt 1,8 Mrd. Euro für Vitesco hin.</p>
<p><span style="color: #ff9900;">Die Pressemitteilung mit umfassenden Zahlen auch für die einzelnen Sparten des Konzerns finden Sie <a href="https://www.continental.com/de/presse/pressemitteilungen/geschaeftsjahr-2019-215564" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</span></p>
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		<title>Continental im Zeitplan: Richtfest für den Neubau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2019 11:08:33 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0cm; margin-bottom: .0001pt;"><span style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; color: black;">Im Zeitplan: 15 Monate nach dem ersten Spatenstich hat Continental das Richtfest der neuen Zentrale an der Hans-Böckler-Allee in Hannover gefeiert. Das Gebäude soll zum 150-jährigen Bestehen des Unternehmen 2021 bezugsfertig sein. Der neue Continental-Campus liegt am östlichen Eingang der Landeshauptstadt Hannover auf zwei Flächen nördlich und südlich der Hans-Böckler-Allee nahe des Pferdeturms. Die insgesamt acht miteinander verbundenen Gebäude bieten in der ersten Ausbaustufe Platz für 1250 Beschäftigte. Eine spätere Erweiterung auf 1600 Arbeitsplätze ist möglich. Die derzeitige Konzernzentrale an der Vahrenwalder Straße ist mit lediglich rund 900 Arbeitsplätzen in den vergangenen Jahren aufgrund des starken Wachstums des Unternehmens zu klein geworden. Continental-Chef Dr. Elmar Degenhart betonte beim Richtfest das Ziel, gleichzeitig mit dem Neubau auch Organisationsstruktur und Abläufe anzupassen: „Wir werden damit künftig dezentraler entscheiden und agiler sein.“ Er sprach von einem „gesunden Ökosystem der Mobilität“, an dem Continental als Unternehmen arbeite, und übertrug das auf den Neubau, der kreative und gesunde Arbeitswelten in einem nachhaltig gebauten Campus bieten solle.<a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-8882" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview-300x217.jpg" alt="" width="400" height="289" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview-200x144.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview-300x217.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview-400x289.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview-600x433.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview-768x554.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview-800x578.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Overview.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a></span></p>
<p style="margin: 0cm; margin-bottom: .0001pt;"><span style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; color: black;">Ministerpräsident Stephan Weil wertete die neue Conti-Zentrale als Bekenntnis zu Niedersachsen und zur Landeshauptstadt, und die erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette wies darauf hin, dass es bereits die vierte Continental-Zentrale in Hannover ist: Nach dem unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg errichten Gebäude, heute in Hannover als Haus der </span></p>
<p style="margin: 0cm; margin-bottom: .0001pt;"><span style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; color: black;">Wirtschaftsförderung genutzt, die in den 50er Jahren errichtete Firmenzentrale – heute Teil der Universität – und die aktuelle Konzernzentrale am historischen Stammsitz in umgebauten Produktionsgebäuden. </span></p>
<p style="margin: 0cm; margin-bottom: .0001pt;"><span style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; color: black;">Die neue Unternehmenszentrale wird nach den Plänen des Architekturbüros Henn aus München errichtet. Die zentrale Entwurfsidee ist ein Brückensystem, das die Gebäude des neuen Continental-Campus miteinander verbindet. Ein Bestandteil davon ist ein übergeordneter Erschließungsweg, der sogenannte Loop, der über der Hans-Böckler-Allee als Brücke sichtbar wird und nach den Worten Henns für Kommunikation und Kooperation steht.</span></p>
<div id="attachment_8883" style="width: 1010px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8883" class="wp-image-8883 size-full" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest.jpg" alt="" width="1000" height="722" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest-200x144.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest-300x217.jpg 300w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest-400x289.jpg 400w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest-600x433.jpg 600w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest-768x554.jpg 768w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest-800x578.jpg 800w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2019/11/Continental_pp_Richtfest.jpg 1000w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><p id="caption-attachment-8883" class="wp-caption-text">Bauherr und Gäste beim Richtfest: Sabine Tegtmeyer-Dette, Stephan Weil, Dr. Elmar Degenhart, Peter Parhammer, Martin Henn und Dr. Berend Lindner.</p></div>
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		<title>Continental-Strukturprogramm im Überblick</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2019/09/continental-strukturprogramm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2019 14:42:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Continental-Konzern hat ein Strukturprogramm für die kommenden zehn Jahre vorgestellt. Damit wolle man der sich abzeichnende Krise in der Automobilindustrie offensiv begegnen und gestärkt aus ihr hervorgehen, so Vorstandschef Dr. Elmar Degenhart. Als Reaktion auf die Rückgänge der weltweiten Automobilproduktion und der verstärkten Nachfrage nach digitalen Lösungen hat die Continental jetzt ein bereits im  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/09/continental-strukturprogramm/">Continental-Strukturprogramm im Überblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Der Continental-Konzern hat ein Strukturprogramm für die kommenden zehn Jahre vorgestellt. Damit wolle man der sich abzeichnende Krise in der Automobilindustrie offensiv begegnen und gestärkt aus ihr hervorgehen, so Vorstandschef Dr. Elmar Degenhart.</h5>
<p>Als Reaktion auf die Rückgänge der weltweiten Automobilproduktion und der verstärkten Nachfrage nach digitalen Lösungen hat die Continental jetzt ein bereits im Juli angekündigtes Strukturprogramm vorgestellt. Weitere Rahmenbedingungen sind er digitale Wandel in der Arbeitswelt, die sich abzeichnenden Krise in der Autoindustrie und die beschleunigte Übergang zu anderen Antrieben. Der Konzern will sowohl die Wettbewerbsfähigkeit stärken als auch sein Engagement auf Wachstumsfelder verlagern. Die einzelnen Punkte der Strategie im Überblick:</p>
<p>Das jetzt in seinen Grundzügen veröffentlichte Transformationsprogramm umfasst den Zeitraum von 2019 bis 2029.</p>
<p>Während dieses Zeitraums rechnet Continental mit einem Aufwand von 1,1 Mrd. Euro, der überwiegend bis 2022 ergebniswirksam werden soll.</p>
<p>Nach aktuellem Stand werden bis 2029 rund 20.000 Arbeitsplätze weltweit von Veränderungen betroffen sein. In einem ersten Schritt sollen im gesamten Unternehmen bis 2023 drei Viertel dieser Jobs davon erfasst werden, in Deutschland rund 5000.</p>
<p>Insgesamt bietet der Konzern heute 244.000 Arbeitsplätze, in Deutschland sind es etwa 62.000.</p>
<p>Ab 2023 sollen die Bruttokosten im Konzern um rund 500 Mio. Euro jährlich sinken.</p>
<p>Im Zuge der Veränderungen im Produktportfolio sollen „in hoher Zahl“ auch neue Arbeitsplätze entstehen.</p>
<p>Betriebsbedingte Kündigungen werden nicht ausgeschlossen, sollen aber das letzte Mittel sein.</p>
<p>Besonders betroffen ist der Standort Babenhausen bei Darmstadt. Hier ist geplant, bis 2025 die Serienproduktion von Steuerungsinstrumenten einzustellen. Bereits bis Ende 2021 will Continental bestimmte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an andere Standorte verlagern. Betroffen sind rund 2200 von 3600 Arbeitsplätzen.</p>
<p>Der beschleunigte Umstieg auf Elektromobilität wirkt sich auf vier Standorte aus, an denen Hydraulik-Komponenten für Diesel- oder Benzinmotoren gebaut werden. Im oberpfälzischen Roding, in Limbach-Oberfrohna in Sachsen, in Pisa und in Newport News/Virginia sollen insgesamt gut 2400 Arbeitsplätze wegfallen, für weitere etwa 1000 ist, wie es heißt, „ein Übergang in funktionsnahe Aufgabenfelder“ vorgesehen.</p>
<p>Der US-Standort Henderson/North Carolina zur Produktion von hydraulischer Bremskomponenten mit 650 Mitarbeitern wird geschlossen. Das Werk haben in den vergangenen Jahren kein neues Kundenprojekt gewinnen können.</p>
<p>Bis Ende dieses Jahres wird die Produktion von LKW-Reifen in Petaling Jaya in Malaysia mit derzeit 270 Mitarbeitern eingestellt.</p>
<p>Außer diesen Vorhaben wird es im Rahmen des Strukturprogramms weitere Projekte geben, zu denen sich der Konzern aber noch nicht äußern wollte, unter anderem, weil es um den Verkauf einzelner Geschäfts- und Teilsegmente geht und man die eigene Verhandlungsposition nicht schwächen will.</p>
<p>Ziel des Transformationsprogramms ist es, wettbewerbsfähiger zu werden und die Aktivitäten in Wachstumsbereichen auszubauen. Zu den entscheidenden Wachstumsfeldern zählt Continental besonders die Funktionslösungen für das assistierte und automatisierte Fahren, das vernetzte Fahren sowie Dienstleistungen für Mobilitätskunden. Mit Reifen will Continental organisch wachsen und weltweit zu den Top 3 zu gehören. Hinzu kommt der Ausbau des Geschäfts mit Industrie- und Endkunden jenseits des konjunkturabhängigen Erstausrüstungsgeschäfts mit Autoherstellern, etwa Förderbänder, Schläuche, Ersatzreifen und Autoersatzteile beispielsweise für die Landwirtschaft, die Ausrüster des Schienenverkehrs, den Bergbau oder die Bauindustrie.</p>
<p>Continental kündigte an, in die Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren. Vorstandschef Dr. Elmar Degenhart: „Es ist unsere feste Absicht, unsere betroffenen Mitarbeiter so gut wie möglich zu schützen und ihnen Zukunftsperspektiven zu bieten. Wir werden in den kommenden Jahren für unsere strukturelle Transformation die natürliche Fluktuation und den demografischen Wandel nutzen. Darüber hinaus werden wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiter zu sichern und zu erhöhen. Drei wesentliche Maßnahmen zur Qualifizierung sind das neu gegründete Institut für Technologie und Transformation (CITT) als unternehmenseigener Weiterbildungsträger, ein konzernweiter Qualifizierungsprozess sowie der Ausbau eines internen Arbeitsmarkts. Das Programm soll kontinuierlich um Bausteine für bestimmte Mitarbeitergruppen erweitert werden. Continental will jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag in die Qualifizierung investieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/09/continental-strukturprogramm/">Continental-Strukturprogramm im Überblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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