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	<title>Digitale Gründungswoche Archive - NW IHK</title>
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		<title>Digitale Gründungswoche der IHK startet</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2021 11:50:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer digitalen Gründungswoche bietet die IHK Hannover allen, die den Schritt in die Selbstständigkeit gehen wollen, vom 8. bis 12. März umfassende Informationen: mit rund 25 Webinaren zu zentralen Gründungsthemen, dazu Formaten wie Rütteltest und Pitching sowie einer Diskussionsrunde mit Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern. Bislang hatten Gründungsinteressierte beim Gründungstag der IHK, der turnusgemäß jedes Jahr  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit einer <a href="http://www.hannover.ihk.de/gruendungswoche">digitalen Gründungswoche</a> bietet die IHK Hannover allen, die den Schritt in die Selbstständigkeit gehen wollen, vom 8. bis 12. März umfassende Informationen: mit rund 25 Webinaren zu zentralen Gründungsthemen, dazu Formaten wie Rütteltest und Pitching sowie einer Diskussionsrunde mit Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern.</h4>
<p>Bislang hatten Gründungsinteressierte beim Gründungstag der IHK, der turnusgemäß jedes Jahr Anfang November stattfindet, Gelegenheit, sich umfassend über das Thema Unternehmensgründung zu informieren. In diesem Jahr geht die IHK mit einer digitalen<br />
Gründungswoche in die Offensive. Vom 8. bis 12. März bietet die IHK rund 25 Webinare und Online-Talks, die Gründungsinteressierten den Start in die Selbstständigkeit ebnen sollen. Die Bandbreite reicht von Webinaren zu Themen wie „Geschäftsmodell mit Mehrwert und Struktur“ über „Venture Capital für Startups – Wer, wie, was?“ oder „Tipps zum Bankgespräch“ bis hin zu „Erfolgreicher gründen mit Social Media“. Wer mit einem Franchise-Unternehmen an den Start gehen will, erhält bei der Gründungswoche Tipps und Hinweise vom Deutschen Franchiseverband.</p>
<p><strong>Start in der Corona-Pandemie &#8211; was tun?</strong><br />
Interessant für Gründerinnen und Gründer, deren Start in die Corona-<br />
Pandemie gefallen ist oder die vom Lockdown besonders betroffen sind, ist<br />
das Webinar „KfW-Förderung und Coronahilfen für Gründer“. Finanzierungsfragen nehmen bei fast jedem Gründungsvorhaben viel Raum ein. Daher bietet die IHK hierzu in der Gründungswoche weitere Angebote: In einem Live-Interview gibt Dirk Heinrich von der Hannoverschen Volksbank wichtige Hinweise zum Thema Finanzierung. Und ein Experte der NBank steht Gründungsinteressierten einen Tag lang für Fragen zur Verfügung.</p>
<p><strong>Junge Gründer und waschechte Unternehmer<br />
</strong>Highlights bei der Gründungswoche sind einige Formate mit jungen Unternehmerinnen und Unternehmern: Am Dienstag, 9. März, nehmen die Wirtschaftsjunioren Hannover das Startup TalentMonkey bei einem Rütteltest mit dem Publikum ins Visier und geben Feedback zu Idee und Umsetzung. Am Freitag, 12. März, berichten drei Unternehmensgründer aus Hannover – Carsten Thylmann von Stylecats, Nico Mauer vom Restaurant Soulkitchen und Vidya Munde-Müller von Givetastic Technologies – in einer Podiumsrunde ab 14 Uhr von ihren Schritten in die Selbstständigkeit. Und am gleichen Tag ab 16 Uhr haben Gregor Friedrich-Baasner (vonSundG UG, App Frisches Zeug), Manuel Sprehe (corvitac GmbH, digitale Schweinezählung) und Merit Ulmer (eco:fibr, Zellstoff aus Ananaspflanzenresten) &#8211; bei einem Pitching jeweils fünf Minuten Zeit, um ihre Geschäftsidee vor einer Expertenjury und dem Online-Publikum überzeugend zu präsentieren und das Projekt damit einer Generalprobe zu unterziehen.</p>
<p><strong>Teilnahme kostenlos<br />
</strong>Alle Formate der Gründungswoche finden über Microsoft Teams statt. Via Chatfunktion haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Alle Angebote der IHK-Gründungswoche sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Diejenigen,<br />
die nicht live dabei sein können, finden die Veranstaltungen als Aufzeichnung auf der Website der IHK Hannover. Details zum Programm und zur Teilnahme:<br />
<a href="http://www.hannover.ihk.de/gruendungswoche">www.hannover.ihk.de/gruendungswoche</a></p>
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		<title>Gründer: Flexibel bleiben und weitermachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[doermer.b]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2021 15:59:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was war 2020 für ein Jahr für Unternehmensgründerinnen und -gründer? Und wichtiger: Wie wird es in diesem Jahr laufen? Ein Interview mit Guido Langemann, Federführer Wirtschaftsförderung und Gründung der IHK Niedersachsen und Abteilungsleiter Handel und Dienstleistungen der IHK Hannover, sowie Henning Schiel, Gründungsberater bei der IHK Hannover. Würden Sie sich aktuell selbstständig machen? Guido Langemann: Ich habe das  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Was war 2020 für ein Jahr für Unternehmensgründerinnen und -gründer? Und wichtiger: Wie wird es in diesem Jahr laufen? Ein Interview mit <strong>Guido Langemann</strong>, Federführer Wirtschaftsförderung und Gründung der IHK Niedersachsen und Abteilungsleiter Handel und Dienstleistungen der IHK Hannover, sowie <strong>Henning Schiel</strong>, Gründungsberater bei der IHK Hannover.</h5>
<p><strong><br />
Würden Sie sich aktuell selbstständig machen?</strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann: </em></span>Ich habe das Gründungs-Gen in mir noch nicht entdeckt. Aber wenn ich es demnächst finden sollte, warum nicht? Auch jetzt gibt es viele Möglichkeiten, wenn man die richtige Idee hat.<br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Henning Schiel:</em></span> Die Gründungsberatung ist vermutlich der beste Job, den die IHK zu bieten hat. Ich treffe jeden Tag auf viele spannende Menschen und interessante Vorhaben. Das macht Spaß und das kann gerne auch so bleiben.</p>
<p><strong>Wie stellt sich das vergangene Jahr aus IHK-Sicht in puncto Unternehmensgründung dar? </strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann:</em> </span>Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hatten wir in vielen Bereichen eine regelrechte Schockstarre. Und die war auch bei den Gründungen zu beobachten. Aber bereits im Sommer war das Geschäft schon fast wieder normal. Dies gilt allerdings nicht für Branchen wie die Gastronomie, den Einzelhandel oder die Freizeitwirtschaft, die derzeit geschlossen bleiben müssen. Hier wird verständlicherweise erst einmal abgewartet, wie sich der Corona-Schlamassel entwickelt.<br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Henning Schiel:</em></span> Sorgen bereitet die Unternehmensnachfolge. Diese ist regelmäßig mit hohen Kaufpreisen verbunden. Und dann stellen sich die potenziellen Nachfolgerinnen und Nachfolger natürlich die Frage, ob ein Unternehmen den geforderten Preis auch Wert ist. Da es aber auch Branchen gibt, die von Corona kaum betroffen sind oder davon sogar profitieren, haben wir derzeit auch bei der Unternehmensnachfolge wieder viele Gespräche.</p>
<p><strong>Was wird in diesem Jahr für Gründerinnen und Gründer </strong><br />
<strong>anders sein?</strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann:</em></span> Wer sich in diesem Jahr selbstständig macht, muss damit rechnen, dass alles ein wenig länger dauert als normal. Die Behörden sind coronabedingt schwerer zu erreichen und durch die vielfältigen Corona-Hilfen arbeiten die Förderinstitute und Banken schon lange am Limit. Gründer, die ja eigentlich nur eins wollen – nämlich starten –, brauchen also leider viel Geduld.<br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Henning Schiel:</em></span> Die Gründungsberatung findet aktuell nur per Telefon oder in Videokonferenzen statt. Aber das ist mittlerweile schon eingeübt und keinerlei Problem mehr. Ansonsten müssen Gründerinnen und Gründer flexibel bleiben; vielleicht ein wenig mehr als sonst. Dabei geht es nicht nur darum, coronagerecht zu agieren. Auch die großen Themen und Trends wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimawandel haben im Grunde auf jedes Geschäftsmodell einen erheblichen Einfluss. Und den gilt es zu beachten.</p>
<p><strong>Dann müssen wir uns keine Sorgen machen, dass uns die Gründerinnen und Gründer ausgehen?</strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann: </em></span>Ganz im Gegenteil! Zum einen wird es Gründerinnen und Gründer geben, die in den aktuellen Veränderungen und Verwerfungen eher die Chancen als die Risiken erkennen. Zum anderen erwarten wir leider steigende Arbeitslosenzahlen. Und dann bekommen wir stets viele Anfragen von Menschen, die die Selbstständigkeit bislang gar nicht so im Sinn hatten und die mangels Alternative ein Unternehmen eröffnen wollen. Außerdem beraten wir derzeit sehr viele Menschen, die ihre Idee mal im Nebenerwerb testen möchten.</p>
<p><strong>Mal abgesehen von der Corona-Krise: Was raten Sie Unternehmerinnen und Unternehmern, die mit ihrem ersten Gründungsprojekt keinen Erfolg hatten?</strong><br />
<em><span style="color: #ff6600;">Henning Schiel:</span> </em>Scheitern ist und bleibt Mist. Aber wenn man ein erstes Vorhaben ohne größere finanzielle Verluste beenden konnte, bleiben jede Menge Erfahrungen. Nicht alle davon hätte man gebraucht – aber sie helfen natürlich dabei, einen Fehler nicht ein zweites Mal zu machen. Und dann sind die Erfolgsaussichten bei neuen Projekten natürlich gleich viel größer. Mein Rat lautet also: Weitermachen und sich beraten lassen.</p>
<p><strong>Was müsste aus Ihrer Sicht von der Politik geändert werden, um Unternehmensgründungen in Deutschland leichter zu machen?<br />
</strong> <span style="color: #ff6600;"><em>Guido Langemann: </em></span>Die Rahmenbedingungen für Gründungen sind in Deutschland besser als ihr Ruf. Die Infrastruktur ist ordentlich, die Förderprogramme sind vielfältig und die Bürokratie ist zwar lästig, aber keine unüberwindliche Hürde. Änderungsbedarf sehen wir aber sehr wohl. Vor allem fordern wir, dass die Themen Unternehmertum und Wirtschaft in Schulen und Universitäten präsenter werden. Die Selbstständigkeit sollte vor allem bei unserem Nachwuchs raus aus der Exoten-Nische.</p>
<p>Die Fragen stellte Barbara Dörmer.</p>
<p>Welche Fragestellungen angehende Unternehmerinnen und Unternehmen zu ihrem Gründungsvorhaben klären sollten, zeigt die IHK vom 8. bis 12. März bei ihrer <a href="http://www.hannover.ihk.de/gruendungswoche">digitalen Gründungswoche</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
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		<title>Gründen in Zeiten der Pandemie</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2021/03/gruenden-in-zeiten-der-pandemie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[doermer.b]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2021 15:34:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Jahresende hat sich die Stimmungslage bei den Selbstständigen verschlechtert. Aber auch in der Corona-Krise gibt es in vielen Bereichen gute Chancen für Gründer. Zahlenmäßig war 2020 bundesweit ein gutes Gründungsjahr. Mit der digitalen Gründungswoche bietet die IHK Hannover vom 8. bis 12. März umfassende Informationen.   Diana und Luis Souto Méndez haben Anfang November  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/03/gruenden-in-zeiten-der-pandemie/">Gründen in Zeiten der Pandemie</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Zum Jahresende hat sich die Stimmungslage bei den Selbstständigen verschlechtert. Aber auch in der Corona-Krise gibt es in vielen Bereichen gute Chancen für Gründer. Zahlenmäßig war 2020 bundesweit ein gutes Gründungsjahr. Mit der <a href="http://hannover.ihk.de/gruendungswoche">digitalen Gründungswoche </a>bietet die IHK Hannover vom 8. bis 12. März umfassende Informationen.</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diana und Luis Souto Méndez haben Anfang November 2020 in Hannover ihren Weinladen <a href="https://www.spanische-weine.online/">„Zwei in Zwanzig“</a> in der Laportestrasse 20 in Linden-Süd eröffnet. Das Paar betreibt bereits seit 2012 einen Weinimport mit Fokus auf spanischen Weinen, die in Hotellerie und Gastronomie sowie im Weinfachhandel Abnehmer finden, und einen Online-Shop. Im vergangenen Sommer hat Luis Souto Méndez seinen Vertriebsjob bei einem Hamburger Unternehmen gekündigt, um sich mit voller Kraft um das gemeinsame Unternehmen zu kümmern. Am 5. November haben Diana und Luis Souto Méndez die Tür ihres Ladengeschäfts zum ersten Mal für die Kunden aufgeschlossen. Öffnungszeiten dienstags bis samstags, jeweils halbtags. Genau drei Tage nach dem Teil-Lockdown. Aber weil Weinläden vom Land Niedersachsen als Getränkeläden behandelt werden, dürfen sie ebenso wie Lebensmittelläden in der Corona-Pandemie offenbleiben. Ein Schild an der Tür informiert über die Regeln – Mund-Nasen-Bedeckung und Personengrenze im Laden. „Wir sind happy, dass wir aufhaben dürfen. Wir haben Kunden, die regelmäßig bei uns im Laden kaufen. Und im B2B-Bereich bekommen wir jeden Tag neue Kunden. Aber anders als in Spanien sind Restaurants und Hotels hier geschlossen“, stellt Luis Souto Méndez fest.</p>
<p><strong>Nur etwas weniger Gründungen als 2019 </strong></p>
<p>Das „Zwei in Zwanzig“ ist eins von 610025 Unternehmen, die zwischen Januar und November 2020 gegründet wurden. Die Dezember-Zahlen hat das Statistische Bundesamt noch nicht veröffentlicht. Damit ist die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich um 2,3 Prozent gesunken. Vor dem Hintergrund, dass die Gründungen in Deutschland seit 2000 – damals gab es bundesweit rund 1,3 Millionen – deutlich rückläufig sind, erscheint diese Zahl beachtlich. Wie sieht es aber genauer aus, in den Zahlen des Statistischen Bundesamts?</p>
<p><strong>Weniger Unternehmen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung </strong></p>
<p>Ein Blick in die Monats-Statistiken zeigt, dass es im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 zwischen März und August zwar eine Delle bei den Gewerbeanmeldungen gab; aber dafür waren die Anfangs- und Endmonate des Jahres umso erfreulicher. Gründe für den deutlicheren Rückgang seit März sind zum einen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gewerbeämter selbst, die nur eingeschränkt arbeitsfähig waren. Zum anderen ist davon auszugehen, dass viele Gewerbetreibende aufgrund der allgemeinen Unsicherheit die weitere wirtschaftliche Entwicklung abwarten, bevor sie ein Gewerbe anmelden. Nimmt man die Zahlen für Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung unter die Lupe, sieht die Lage wie folgt aus: Von Januar bis September 2020 (bis dahin liegen diese detaillierteren Zahlen des Statistischen Bundesamts vor) wurden in Deutschland rund 88 200 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Das waren 6,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Allerdings lag die Zahl der von Januar bis September 2020 neu gegründeten Kleinunternehmen mit rund 104 100 deutlich unter dem Vorjahreswert (-18,1 %). Hingegen nahm die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe um 5,5 Prozent auf rund 216900 zu. Sinnvollerweise bezieht man in eine solche Betrachtung auch die Gesamtzahl der Gewerbeabmeldungen (Gewerbeaufgaben, Betriebsübergaben, Umwandlungen, Fortzüge in andere Meldebezirke) mit ein: Aber auch diese Zahl liegt für den Zeitraum Januar bis September 2020 mit 302800 Gewerbeaufgaben 16,5 Prozent unter dem Vorjahreswert (siehe Tabelle unten).</p>
<p><strong>Startups: Gemischte Gefühle </strong></p>
<p>Soviel zur Zahl der Neugründungen im Corona-Jahr 2020. Wie aber sieht es bei den Gründern stimmungsmäßig aus? Der IT-Verband Bitkom befragte für seinem im Dezember veröffentlichten <a href="https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Bitkom-Startup-Report-2020">„Startup Report 2020“</a> im Mai/Juni – also in einer Phase, in der die ersten Corona-Beschränkungen wieder gelockert wurden – rund 100 Tech-Startups auch zur Corona-Krise. Mit folgenden Ergebnissen: Auf die Frage „Inwieweit würdet ihr den folgenden Aussagen zustimmen bzw. nicht zustimmen?“ gaben 61 Prozent der Unternehmen an, dass sie die Sorge um die Zukunft ihres Startups belastet. 55 Prozent machten sich Sorgen um ihre Mitarbeiter. 30 Prozent litten unter Existenzangst. Bei 43 Prozent der Unternehmen ist der Umsatz gesunken. Vier von zehn Unternehmen haben Mitarbeiter in Kurzarbeit. Überraschenderweise scheinen sich die Gründer in ihren Rolle dennoch wohlzufühlen: Immerhin nur 20 Prozent der Befragten würde in der aktuellen Situation lieber in einem etablierten Unternehmen arbeiten. Und nur 8 Prozent der Befragten bereuen es in der aktuellen Situation, ein Startup gegründet zu haben.</p>
<p><strong>Gründer im Vergleich optimistischer </strong></p>
<p>Die Frage, wie Startups auf die Corona-Pandemie reagieren, hat auch der <a href="https://deutscherstartupmonitor.de/">„8. Deutsche Startup Monitor 2020“</a> untersucht, den der Bundesverband Deutsche Startups und die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zusammen mit der Universität Duisburg-Essen erstellt haben. An der Umfrage, die im Mai und Juni lief, nahmen knapp 2000 deutsche Startups teil. In dieser Studie sehen sich 75 Prozent der Startups – Gründer, die sich durch hohe Innovativität und Digitalisierung auszeichnen – in der Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. Trotzdem zeigen sich die Gründerinnen und Gründer damals noch optimistischer als die etablierte Wirtschaft. Sie planen, in den kommenden zwölf Monaten im Schnitt sechs neue Mitarbeitende einzustellen. Aufschluss gibt die Studie auch über die Situation nach Branchen: Am stärksten trifft die Corona-Pandemie der Studie zufolge die Branchen Tourismus (92 %), Medien und Kreativwirtschaft (86 %) sowie Human Resources (85 %). Auch die Textilbranche (84 %) sowie der Bereich der Industriegüter (83 %) sind stark betroffen. Etwas besser ist die Situation für Startups aus der Bildungsbranche, dem Bereich Finanzen/Versicherungen, im Medizin- und Gesundheitswesen sowie im Feld Chemie/Pharma und Biologie. In diesen vier Branchen, ebenso wie im Bereich Ernährung und Nahrungsmittel/Konsumgüter, sehen die Gründerinnen und Gründer anteilig häufiger eine positive Entwicklung der Geschäftstätigkeit. Auch eine Unterscheidung nach Geschäftsmodellen (analog, hybrid, digital) zeigt – wenig überraschend – dass analoge Modelle wie der stationäre Handel oder der Verkauf am stärksten von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind. Als Reaktionen auf die Corona-Krisen (siehe Grafik unten) nannten die Unternehmen am häufigsten „Fokussierung auf die Produktentwicklung“ (56 %), „Verschiebung von Investitionen“ (50 %), „Anpassung des bisherigen Geschäftsmodells“ (36 %) und „Schaffung spezifischer Angebote zur Bekämpfung der Corona-Krise“ (24 %). Etwas mehr als die Hälfte der befragten Startups nahm staatliche Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch. Mit einem Anteil von rund 36 Prozent wurde besonders häufig auf die Corona-Soforthilfe zurückgegriffen. Danach folgt mit rund 22 Prozent das Kurzarbeitergeld.</p>
<p><strong>Weniger Gründungs-Pläne </strong></p>
<p>Drastische Ergebnisse gegen Ende des Corona-Jahres zeigt dann aber eine im Dezember vom HDI veröffentlichte <a href="https://nw-ihk.de/2020/12/gruendung-studie-hdi/">Studie</a>: Mehr als ein Drittel der Angestellten, die vor Corona noch Pläne für eine Selbstständigkeit hatten, wollen dieses Ziel jetzt nicht mehr verfolgen. Die Studie, die vom HDI zusammen mit dem Institut YouGov durchgeführt wurde, beruht auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 3600 Berufstätigen in Deutschland. Und birgt noch weitere Ergebnisse, die in eine ähnliche Richtung gehen: Deutschland droht nach der Corona-Krise ein nachhaltiger Aderlass an Selbstständigen: Weniger Unternehmerinnen und Unternehmer und die gleiche Tendenz im Bereich freier Beruf seien eine Langzeitfolge der Pandemie. So haben 38 Prozent aller Angestellten ihre Pläne für eine Selbstständigkeit in den vergangenen Monaten begraben. Und fast die Hälfte von ihnen ist überzeugt, dass es nach der Corona-Zeit hierzulande weniger Selbstständige als zuvor geben wird. Dazu passt, was die gleichzeitige Befragung von Selbstständigen im Rahmen der HDI-Untersuchung ergab: Rund 15 Prozent gaben an, bei passender Gelegenheit in ein Angestelltenverhältnis wechseln zu wollen. Jeder siebte sagt zudem, dass er seinen Kindern durch die Erfahrungen der Corona-Zeit nicht mehr zur beruflichen Selbstständigkeit raten könne. Die Ängste und Sorgen gehen weiter: 71 Prozent der Selbstständigen gaben an, „dass durch die Corona-Zeit die finanziellen Risiken für Selbstständige in Deutschland größer geworden sind.“ Etwa jeder fünfte Selbstständige hat seither persönlich finanzielle Existenzängste. Und zwei von drei der befragten Selbstständigen sagen, „dass es durch die Corona-Zeit zu einer Pleitewelle in Deutschland kommen wird“. Luis Souto Méndez wirkt nicht so, als ob er schnell ins Jammern verfällt. Aber auch er stellt fest: „Die Situation ist schwierig. Denn uns fehlt der ganze Umsatz des B2B-Geschäfts, das 90 Prozent ausmacht. Wahrscheinlich müssen wir auch auf Staatshilfen zurückgreifen.“</p>
<p><strong>Hilfe von der IHK</strong><br />
Die IHK Hannover unterstützt Gründerinnen und Gründer mit einem umfassenden Angebot. Dazu zählen individuelle Beratungsgespräche (aktuell telefonisch oder als Videokonferenz), Basis-Informationen und Veranstaltungen zu Förderprogrammen, Franchising, Unternehmensnachfolge, Patenten sowie Stellungnahmen zu den Themen Gründungszuschuss, Förderdarlehen und Bürgschaften: <a href="http://www.ihk-startup.de">www.ihk-startup.de. </a></p>
<p>Und: Mit einer <a href="http://www.hannover.ihk.de/gruendungswoche">digitalen Gründungswoche</a> bietet die IHK Hannover vom 8. bis 12. März kompakte Informationen und Hilfestellung beim Durchstarten in die Selbstständigkeit. Das Programm umfasst mehr als 20 Webinare und digitale Sprechtage zu allen relevanten Gründungsthemen, ergänzt um Online-Formate wie den Rütteltest für ein Start-Up, den Pitch von drei Geschäftsideen vor dem Web-Publikum und eine Diskussionsrunde mit jungen Unternehmerinnen und Unternehmern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/03/gruenden-in-zeiten-der-pandemie/">Gründen in Zeiten der Pandemie</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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