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	<title>Brexit Archive - NW IHK</title>
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		<title>Brexit &#8211; und wie weiter?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2021 13:39:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die British Chamber of Commere in Germany zählt deutschlandweit rund 1000 Mitglieder. In der Region Niedersachsen/Bremen steht Ubbo Oltmanns ehrenamtlich an der Spitze dieses deutsch-britischen Netzwerks. In der NW schreibt Oltmanns über den Stand der Brexit-Vereinbarungen nach der Einigung Ende 2020. Und äußert seine persönliche Einschätzung zum Verhältnis zwischen Königreich und Kontinenaleuropa in einem Beitrag  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/02/brexit-bccg/">Brexit &#8211; und wie weiter?</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Die British Chamber of Commere in Germany zählt deutschlandweit rund 1000 Mitglieder. In der Region Niedersachsen/Bremen steht Ubbo Oltmanns ehrenamtlich an der Spitze dieses deutsch-britischen Netzwerks. In der NW schreibt Oltmanns über den Stand der Brexit-Vereinbarungen nach der Einigung Ende 2020. Und äußert seine persönliche Einschätzung zum Verhältnis zwischen Königreich und Kontinenaleuropa in einem Beitrag in englischer Sprache. Titel: <em>Unscrambling Eggs</em> &#8211; zu deutsch etwa: Rührei wieder trennen.</strong></h5>
<p>&#8222;Vier Jahre Polit-Drama sind vorbei: Großbritannien und die EU haben sich in allerletzter Minute auf einen Deal geeinigt. Das ist zunächst eine gute Nachricht. Die Unternehmen wissen, womit sie es zu tun haben und können planen.</p>
<p>Moment: Wissen sie das, können sie das? Tatsächlich bestehen noch immer zahlreiche Unsicherheiten hinsichtlich der konkreten Bestimmungen zum grenzüberschreitenden Handel und den damit verbundenen Prozessen und Regulierungssystemen.</p>
<p>Während die Menschen im Vereinigten Königreich erste Folgen des Austritts in Supermarktregalen und bei Sicherheitsbehörden, bei Studenten oder Spediteuren, im Tourismus oder an Gerichten spüren, müssen Unternehmen jetzt den Inhalt des Abkommens verdauen und überlegen, was die Bestimmungen für den grenzüberschreitenden Waren-, Personen- und Datenverkehr sowie für ihre Lieferketten und Partner bedeuten. Zulassungsgebühren, Zertifikate, Zollerklärungen – es gilt, neu zu kalkulieren.</p>
<p>Der Brexit bedeutet für viele Unternehmen eine zusätzliche Bürde. Viele haben ohnehin schon mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen. Hier sind jetzt Pragmatismus und Entschlossenheit gefordert, damit die neuen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU funktionieren.</p>
<p>Auch die Politik bleibt gefordert:</p>
<p>&#8211;  die Ratifizierung zügig voranzutreiben, um Volkswirtschaften und Handel Sicherheit zu geben.</p>
<p>&#8211;  den Unternehmen klare, präzise und detaillierte Anleitungen zu geben, damit sie die erforderlichen Änderungen schnell vornehmen können.</p>
<p>&#8211;  flexibel in den kommenden Wochen und Monaten Erleichterungen zuzulassen, um Unternehmen bei der Anpassung an die neuen Handelsregeln zu helfen.</p>
<p>Die <a href="http://www.bccg.de/">British Chamber of Commerce</a> in Germany wird ihr Netzwerk nutzen, um die Politik beim Erreichen dieser Ziele zu begleiten – mit Rat und Unterstützung, Forderungen und Ideen. Klar ist: Bei dem Abkommen handelt es sich um einen „bare bones deal“ für den zollfreien Handel mit Gütern. Aber um einen „no-deal“ für viele andere Sektoren, was den Zugang zum EU-Markt erheblich einschränkt. Die Banken und Finanzdienstleister, der Datenschutz und Dienstleister, sie alle werden von dem Deal nicht erfasst. Für sie gibt es bislang kein Abkommen, keine Regelungen. Und damit keine sichere Grundlage für ihre Geschäfte.</p>
<p>Der Brexit-Deal kann und darf deshalb nur die erste Version eines Handelsabkommens zwischen Großbritannien und der EU sein. Die Regierungen müssen in den kommenden Jahren weiterverhandeln, um alle Wirtschaftssektoren einzubeziehen und einen größtmöglichen Marktzugang zu ermöglichen.</p>
<p>So kann das Abkommen sogar ein Ausgangspunkt für eine tiefere Zusammenarbeit sein, während wir unsere Volkswirtschaften neu starten, umbauen und erneuern. Und die Voraussetzung schaffen, dass Unternehmen endlich wieder sicher planen, investieren und neue Möglichkeiten ergreifen können. Denn auch, wenn der Brexit vieles erschwert, geht es jetzt darum, neue Chancen zu sehen und zu ergreifen.&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Ubbo Oltmann&#8217;s personal view:</h6>
<h1><strong>Unscrambling eggs</strong></h1>
<h5>The UK and the EU – a historical misunderstanding?</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Tomorrow, and tomorrow, and tomorrow,</em></strong></p>
<p><strong><em>Creeps in this petty pace from day to day,</em></strong></p>
<p><strong><em>To the last syllable of recorded time;</em></strong></p>
<p><strong><em>And all our yesterdays have lighted fools<br />
The way to dusty death. Out, out, brief candle!</em></strong></p>
<p><strong><em>Life&#8217;s but a walking shadow, a poor player,</em></strong></p>
<p><strong><em>That struts and frets his hour upon the stage,</em></strong></p>
<p><strong><em>And then is heard no more. It is a tale</em></strong></p>
<p><strong><em>Told by an idiot, full of sound and fury,</em></strong></p>
<p><strong><em>Signifying nothing.</em></strong></p>
<p><em>Aren’t these lines, taken from “Macbeth” (Act 5, Scene 5) and written by William Shakespeare 400 and a few years ago, a perfect description of the Brexit mess and its consequences that we are experiencing today?</em></p>
<p><em>Most of us with an interest in British affairs have received, heard and read an abundance of information about our current main topic, Brexit. We get a lot of information and large amounts of facts and figures on past and present bilateral trade, economic developments and future projections. They elaborate on various Brexit scenarios and their possible outcomes with regards to customs clearances and other trade-related issues, and subsequent legislation. The usual news feed actually does contain a lot of interesting, albeit mostly economic or current political, information.</em></p>
<p><em>Bearing the Shakespearean passage I started with in mind, I recently decided to look beyond all the facts and figures that have been so thoroughly discussed over the past three years. For perhaps it is all a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying – nothing!</em></p>
<p><em>Instead, I would like to share with you a broader view of British-EU – and, for that matter, British–German – relations and why I think that the Brexit vote was no real surprise. This approach explains things better by initiating a closer look at the history of these relations. I should add, however, that I used to think I had a good understanding of Britain and its people, but on the 24th of June 2016 and in the months thereafter, I realised that I did not have the faintest idea! Surely, many of us feel this way.</em></p>
<p><em>After all, it was Britain’s Sir Winston Churchill who put forth the idea of a “United Nations of Europe” after the Second World War, as a project for peace. Mr Churchill addressed The Congress of Europe on May 7, 1948, in The Hague, saying: “Men will be proud to say: I am a European!”</em></p>
<p><em>Nonetheless, Sir Winston made it clear from the beginning, that the United Kingdom would be favourable to the project, but not part of it. The idea became reality in June 1952, after the audacious reconciliation between France and Germany, when 6 European nations formed the European Coal and Steel Community, without the UK. This was labelled the “Gate to unity in Europe”. </em></p>
<p><em>Germany’s Chancellor at the time, Konrad Adenauer, kept campaigning for British participation in uniting Europe. He once said:</em>“Great Britain should play a role in Europe, so we are not left alone with the more or less hysterical French!”</p>
<p><em>In March 1957 in Rome, six nations – France, West Germany, Italy, the Netherlands, Belgium, and Luxembourg – formed the European Economic Community (EEC), marking the beginning of the political unification of Europe. The UK was not much interested and did not even send members of the press. At that moment, it forfeited its chance to take a leading role in the process of building a European union, which was often interpreted as arrogance rooted in an imperial mentality still prevailing at the time. After all, Great Britain had been the greatest colonial power in world history.</em></p>
<p><em>The foundation of the EEC spurred economic growth on the continent in the 1960s; meanwhile, the UK economy stagnated. Subsequently, the UK applied for admission twice, in 1961 and again in 1967. In 1963, British Prime Minister Harold Macmillan visited the French President to convince him of a British membership, or even leadership. General de Gaulle, protecting the French hegemony in the EEC, said “Non!” to both applications. Shortly after Macmillan’s visit, de Gaulle remarked:</em></p>
<p>“England in effect is insular, she is maritime […]. In short, the nature, the structure, the very (economic) situation that are England’s differ profoundly from those of the continentals. […] These means are obviously incompatible with the system which the Six have established quite naturally for themselves.”</p>
<p><em>Needless to say, de Gaulle’s hard position wasn’t uplifting for the Brits.</em></p>
<p><em>The Germans carried on being pro-British. When British Foreign Secretary George Brown met his German counterpart, Willy Brandt, he said: </em>“Willy, you have to let us in, so we can take the lead!” <em>The British position couldn’t be any clearer: either completely out, or inside in a leadership role. In the quoted positions, you can already sense the contrasting perceptions and frictions that existed before the UK even joined the EEC.</em></p>
<p><em>This did happen soon after de Gaulle resigned in April 1969, thus paving the way for new opportunities. But in the UK, feelings were still mixed. Many people feared rising prices, being obliged to buy expensive European products instead of cheaper ones from, say, New Zealand, due to it being part of the Commonwealth. It became obvious here already that there was not a political perception, but more an economic one. To quote the Bard again: Ay, there’s the rub! Since the whole idea was generally labelled a “common market” in the UK, it was naturally understood as an economic union, in contrast to French and German EU ambitions.</em></p>
<p>I<em>n summer 1970, official accession talks began and lasted almost two and a half years. The talks amounted to a debate concerning the British demand to join only under the condition of being granted special rights.</em></p>
<p><em>On 1 January 1973, under pro-European Tory PM Edward Heath, the UK joined the EEC. After Heath lost the elections in 1974, the Labour Party formed a new government under Prime Minister Harold Wilson. In a move not very different from David Cameron’s with his Tories some 40 years later, Wilson first negotiated better conditions for the United Kingdom and then initiated a referendum. It was then that Labour MP David Ennals famously summed up the problem of leaving the EEC: “You cannot unscramble the egg!” </em></p>
<p><em>The first referendum in the UK on the question of European membership took place on 5 June 1975. The question put to the British electorate was:</em></p>
<p><em>Do you think that the United Kingdom should stay in the European Community <u>(the Common Market)</u>?</em></p>
<p><em>A simple YES / NO answer was permitted (to be marked with a single ‘X’).</em></p>
<p><em>The “Yes” campaign was officially supported by Wilson, and the majority of his cabinet. The Labour Party itself was quite split on the issue. The &#8222;No&#8220; campaign was led by the left wing of the Labour Party, including some cabinet ministers. This is probably the root for understanding Mr Corbyn’s present behaviour. Eventually, the Labour Party itself did not campaign on either side.</em></p>
<p><em>In this context, I should mention that our then newly elected Chancellor Helmut Schmidt travelled to a Labour Party convention in order to convince his party friends of the advantages of a membership in the Common Market. He held a speech on November 30th, 1974, which can be viewed on YouTube today. It was as serious as it was amusing and is thus really worth watching. My favourite quote from his speech is this one: </em>“I cannot totally avoid putting myself in the position of a man who, in front of ladies and gentlemen belonging to the Salvation Army, tries to convince them of the advantages of drinking!<em>”</em></p>
<p>I<em>nterestingly enough, seen from today, the YES campaign was supported by the majority of the Conservative Party, including its newly elected leader Margaret Thatcher — 249 out of 275 party members in Parliament supported staying in the European Community in a free vote.</em></p>
<p><em>The result of the referendum was clear: 67% voted to stay in the Common Market. Home Secretary Roy Jenkins made this remarkable statement after the result had come out: “It puts the uncertainty behind us. It commits Britain to Europe; it commits us to playing an active, constructive and enthusiastic role in it.”</em></p>
<p><em>In 1979 Margaret Thatcher became Prime Minister. She was very much in favour of the EU as a market, in contrast to any nature of a political community. But the EEC meant an ever-increasing political union, not just free trade and good economic ties. In this context, it is important to notice to what extent the sovereignty of Britain was – and is – crucial for the British people.</em></p>
<p><em>Mrs Thatcher and French President Francois Mitterrand got along quite well, which, unfortunately, was not the case with her and German Chancellor Helmut Kohl. In her bold and steadfast “I want my money back” campaign, the prime minister eventually reached an agreement on the famous Brit rebate in 1985, which meant a payback of 66% of the British yearly net contribution to the EU.</em></p>
<p><em>To put this into perspective, between 1985 and 2017, this rebate saved UK taxpayers a total sum of 128 billion euros,  a sum almost equivalent to the entire European budget for a full year. I’m not mentioning this to foster debates on cherry picking, but rather to show that money was not the driver. With such a significant rebate, the UK had quite a financial advantage that will be lost with any Brexit.</em></p>
<p><em>When, in 1990, John Major became PM, it meant a new generation of politicians. He said:</em>”We want to be at the heart of Europe!” <em>But his party, the Tories, urged him at the same time to negotiate exit options from the EU.</em></p>
<p><em>In May 1995, the Eurotunnel opened. It was an event that had quite an impact on the British mind – and not a very positive one, for that matter. Nowadays, about 10 million people travel on the tunnel trains, each year. The travel time between London and Brussels is only 2 hours and 40 minutes.</em></p>
<p><em>Furthermore, there is no real need to mention that the Brits did not abolish the border passport control in 1995, as Continental Europe did. And, of course, they did not give up the pound for the euro; nor did they adopt the metric measurement system. Indeed, even for non-Brits, either would have been unthinkable, I’d say!</em></p>
<p><em>When, in 2004, the EU was enlarged with the accession of 10 eastern European states, the UK was fast in opening their labour market to these work forces, which resulted in the strong immigration issue during the Brexit campaign, nailed in the outcry:</em> “Take back control!” <em>Thus, the referendum in 2016 was characterised by three major issues: (1) a protest against London, or what it stood for, (2) immigration, and (3) sovereignty. Of course, we could further elaborate on the two sides of the Brexit vote and how heterogeneous each is, in itself – be it old versus young, rural versus urban, or workers versus the establishment –, but would take this essay too far afield.</em></p>
<p><em>Before concluding, there is one more important feature I wish to highlight: </em><em>A study co-authored by researchers at Queen Mary University of London has revealed that negative coverage of the European Union in UK newspapers increased from 24 to 45 per cent between 1974 and 2013.</em></p>
<p><em>Actually, according to another source I once read, in the 4 years prior to the Brexit referendum, UK media coverage of the EU was 4 times as negative as the coverage of the Syrian war, which, beyond doubt, is a very bad contemporary event.</em></p>
<p><em>I now ask all of you to imagine being asked to vote on whether to remain in the EU, or leave it, after having read in the papers every day, year after year, about how bad the EU is. Well, you might feel, as I do, that a vote of 48% to remain was actually quite a success!</em></p>
<p><em>After sharing this historical perspective with you, let me conclude that the relationship between the UK and the EU didn’t go well from the very beginning and, therefore, isn’t – thus far, at least – ending well. It has been a series of misunderstandings and differing perceptions. To the pragmatic British, the EU is understood as a basis for economic opportunity, while the Germans and French have a more idealistic approach beyond economic benefits – namely one that strives to form a political union that would sustain peace in Europe.</em></p>
<p><em>Over time, I have developed a better understanding of the British mentality after learning the historical aspects I have mentioned here.</em></p>
<p><em>So, here we are, trying to unscramble the egg! – watching the political chaos created by a referendum result that shouldn’t, after all, have been so very surprising. Brexit, a poor player who struts and frets his hour upon the stage and then is heard no more. A tale full of sound and fury!</em></p>
<p><em>I think, it is bad for the Brits, bad for the EU, bad for all of us. I personally assess the Brexit vote as a catastrophe. Europe is already losing its political and economic relevance, and this unfortunate development is further nurtured by the UK leaving the EU. In 1950, Europe had about 25% of the world’s population; it is estimated that this proportion will drop to merely 7% by 2050.</em></p>
<p><em>Hopefully, we all agree that, as important as the European Union is, Europe is more than the EU. Indeed, it is often said that the UK is leaving the EU but not Europe!</em></p>
<p><em>This is where we start the future: by respecting history, respecting the vote of the British people, cooperating closely to deliver on this vote while trying even harder to mitigate subsequent problems. These are mostly regarded as economic in nature, but I think there is a lot more to it. Therefore, I can’t stress strongly enough that only education fosters understanding, and that understanding builds bridges. And the key for future cooperation lies in the respect and decency with which we allow the UK to leave. This includes offering the UK the chance to re-enter the EU, be it in 5 or in 50 years.</em></p>
<p><em>I shall finally quote the words of His Royal Highness Prince Charles, which he spoke in Berlin on 7 May of this year:</em></p>
<p>Today, we are so much more than simply neighbours: we are friends and natural partners, bound together by our common experience, mutual interests and shared values, and deeply invested in each other’s futures.</p>
<p><em>This tale is far different from one told by an idiot. This is our common ground.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/02/brexit-bccg/">Brexit &#8211; und wie weiter?</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Die Freitags-Kolumne: Sang- und klanglos &#8211; Brexit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2020 13:49:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IHK]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Austritt]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Ingo Zamperoni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Jetzt hat es seinen Willen. Britannien tritt heute Nacht aus der Europäischen Union aus. Gut, es ändert sich erstmal wenig, aber nach dem langjährigen Drama mit wechselnder Besetzung und lautstarken Newcomern auf der politischen Bühne („O-dddääär! O-ddddääärr!!!“) hätte man doch mehr erwartet. Was? Na irgendwas, der Bedeutung des Ereignisses angemessen. Aber die Insulaner verabschieden sich  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/01/glosse-brexit-sang-und-klanglos/">Die Freitags-Kolumne: Sang- und klanglos &#8211; Brexit</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Jetzt hat es seinen Willen. Britannien tritt heute Nacht aus der Europäischen Union aus. Gut, es ändert sich <a href="https://www.hannover.ihk.de/?id=70965">erstmal wenig</a>, aber nach dem langjährigen Drama mit wechselnder Besetzung und lautstarken Newcomern auf der politischen Bühne („O-dddääär! O-ddddääärr!!!“) hätte man doch mehr erwartet. Was? Na irgendwas, der Bedeutung des Ereignisses angemessen. Aber die Insulaner verabschieden sich doch insgesamt ziemlich sang- und klanglos. Immerhin zelebriert Ingo Zamperoni ab 23.40 Uhr in einem <a href="https://www.presseportal.de/pm/69086/4507875">Tagesthemen-Extra</a> den Exit. Hat was von Silvester. Vermutlich wird auch der Countdown kurz vor zwölf runtergezählt. Auch sonst nehmen die Nachrichtensendungen natürlich Notiz vom Brexit – historischer Tag und so. Aber das Ganze ist läuft doch eher nüchtern ab. Von Emotionen keine Spur nach dem mehrmals verschobenen Termin. Schon die letzten Abstimmungen im EU-Parlament wurden von anderen Fragen in den Hintergrund gedrängt. Zumal schon die nächste Frist läuft: Die entscheidende bis zum Jahresende mit der Frage, ob es sich Britannien und die EU, die frisch Geschiedenen, <a href="https://nw-ihk.de/2020/01/brexit-handel-irland/">handelseinig</a> werden. Falls nicht, wird der Brexit doch noch kalt. pm[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
<p><strong>Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.</strong>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/01/glosse-brexit-sang-und-klanglos/">Die Freitags-Kolumne: Sang- und klanglos &#8211; Brexit</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Brexit: Neue Wege über Irland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2020 12:00:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kaum ein anderes Thema bewegt die deutsch-irischen (Handels-)Beziehungen wie der Brexit, der mittlerweile unausweichlich zu sein scheint. Es gibt verschiedene Spekulationen darüber, wie er aussehen kann. Verkehrt ist es jedoch nicht, sich auf das schlimmstmögliche Szenario einzustellen: ein unorganisierter Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ohne ein mögliches Wirtschaftsabkommen mit den ehemaligen Partnern. Die  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/01/brexit-handel-irland/">Brexit: Neue Wege über Irland</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Kaum ein anderes Thema bewegt die deutsch-irischen (Handels-)Beziehungen wie der Brexit, der mittlerweile unausweichlich zu sein scheint. Es gibt verschiedene Spekulationen darüber, wie er aussehen kann. Verkehrt ist es jedoch nicht, sich auf das schlimmstmögliche Szenario einzustellen: ein unorganisierter Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ohne ein mögliches Wirtschaftsabkommen mit den ehemaligen Partnern.</h5>
<p>Die Unsicherheiten und Herausforderungen, mit denen der Brexit einhergeht &#8211; wie der Einbruch der Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland – durch neu erhobene Zölle und bürokratische Hemmnisse, ergeben aber auch eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten, vor allem für die deutsch-irischen Beziehungen. Irland ist sehr abhängig vom Vereinigten Königreich, und ein No-Deal Brexit könnte nach Schätzung der irischen Zentralbank zum Verlust von über 73 000 Arbeitsplätzen führen. Auch die politische Stabilität ist angesichts eines Brexits bedroht, vor allem in Hinblick auf die Beziehungen zu Nordirland. Zum anderen weist Irland eine sehr hohe Abhängigkeit von Importen auf, was deutschen Unternehmen noch unausgeschöpfte Chancen bietet. Irische Unternehmen haben große Sorgen hinsichtlich der zusätzlichen bürokratischen und zeitlichen Kosten beim Grenzübergang zu Nordirland im Falle eines unorganisierten Brexits. Heute ist es Normalität, dass Menschen und Güter die Grenze passieren, um zur Arbeit zu fahren, Familie und Freunde zu besuchen oder um einzukaufen.<br />
Eine Wiedervereinigung von Nordirland und der Republik Irland wäre zwar eine Möglichkeit, die möglichen Grenz- und Zollkontrollen zu umgehen, jedoch würde es sich ökonomisch nicht rentieren. Die Wirtschaft Nordirlands ist im Vergleich zum Rest des Vereinigten Königreichs und der Republik Irland relativ schwach. Zurzeit erhält Nordirland Transferleistungen in Höhe von 20 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts aus London – der Brexit könnte dies gefährden. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre der Wohlstandsunterschied auf der irischen Insel sehr hoch und es würde zu einem Einbruch des Lebensstandards und des Bruttoinlandsprodukts der Republik Irland führen.<br />
Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des Ministeriums für Wirtschaft, Unternehmen und Innovation (DBEI) zeigt, dass 72 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen schon bei einem „geordneten Brexit“ einige oder sogar massive Auswirkungen spüren werden – im Falle eines „No-Deal-Brexit“ steigt diese Zahl auf 85 Prozent. Den Umfragen des AIB Brexit Sentiment Index zufolge sind über 75 Prozent der irischen Unternehmen besorgt über ihre Zukunft und sogar 86 Prozent erwarten negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft des Landes.<br />
Aus dieser Situation und Herausforderung heraus können sich jedoch neue, unentdeckte Chancen ergeben. Deutsche Exporteure, die jetzt noch mit dem Vereinigten Königreich handeln, können in Irland einen neuen potenziellen Absatzmarkt finden. Die exportorientierte Wirtschaft Irlands zählt zu den am schnellsten wachsenden innerhalb der EU. Die Europäische Kommission geht in Ihren Schätzungen von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von etwa 3,5 Prozent aus, trotz Brexit und weiteren weltweiten Handelskonflikten. Des Weiteren weist Irland einen kontinuierlichen Bevölkerungsanstieg auf. Es wird prognostiziert, dass die Bevölkerung Irlands innerhalb der nächsten Dekade um 8,1 Prozent wachsen wird. Das liegt vor allem an den hohen Geburtenraten und am Zuzug von gut ausgebildeten Fachkräften in den Wachstumsbranchen.<br />
Gemeinsam mit einem überdurchschnittlichen BIP pro Kopf von 66 670 Euro und einem hohen Preisniveau, das knapp 30 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegt, stellt Irland attraktive Bedingungen für deutsche Exporteure bereit, die sich nach einem neuen Markt umschauen. Die Deutsch-Irische Handelskammer hat eine Untersuchung gestartet und den Ökonomieprofessor Edgar Morgenroth (Dublin City University) beauftragt, in einer Studie zu untersuchen, welche britischen Exportgüter in Irland von deutschen Waren substituiert werden können. Er ging von der Annahme aus, dass Zölle in Höhe des Meistbegünstigungsprinzips der Welthandelsorganisation (WHO) für britische Waren erhoben werden und hat analysiert, welche Güter trotz höherer Transportkosten und längerer Transportwege zwischen Irland und Deutschland, günstiger aus Deutschland zu beziehen wären. Es hat sich herausgestellt, dass 61 Prozent der Güter aus Deutschland günstiger wären als ihr britisches Äquivalent.<br />
Wenn Zölle in Folge des Brexits erhoben werden, so wäre eine Konsequenz auch, dass sich die Transportwege zeitlich verlängern und verteuern. Der beliebteste Lieferweg von Kontinentaleuropa nach Irland erfolgt nach wie vor über den Eurotunnel nach Großbritannien, um genauer zu sein, bis nach Liverpool und Holyhead und von da aus weiter nach Irland. Im Falle eines Brexits würde es bedeuten, dass im deutsch-irischen Handel Güter stets nicht-europäisches Gebiet passieren müssten &#8211; und somit mehrere Kontrollen.<br />
Eine alternative Route, die sich einer immer höheren Beliebtheit erfreut, ist der Weg von Deutschland nach Rotterdam, Antwerpen oder Zeebrugge über das Meer direkt nach Dublin oder Cork. Das dauert zwar doppelt so lange, jedoch umgeht man die zeitintensiven und nicht kalkulierbaren Zoll und Grenzkontrollen des Vereinigten Königreichs. Zudem kann man ein höheres Volumen an Waren gleichzeitig transportieren und erspart sich die relativ hohen Kosten für LKW-Fahrer.<br />
Es ist vorauszusehen, dass ein Brexit mit möglichen Zöllen die Wirtschaftsleistung des Vereinigten Königreichs als auch der EU beeinflussen wird. Sowohl Irland als auch Deutschland stehen dabei vor großen Herausforderungen, jedoch auch vor neuen und noch unentdeckten Möglichkeiten. Der irische Markt bietet dabei deutschen Exporteuren eine interessante und attraktive Alternative, da viele Güter, die Irland aus dem Vereinigten Königreich bezieht, sich verteuern und Importeure sich nach Alternativen umschauen werden. Dies bietet deutschen Unternehmen eine Möglichkeit, von einem neu entstandenen Preisvorteil zu profitieren und neue Transportwege ohne bürokratische und zeitliche Hindernisse zu entdecken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/01/brexit-handel-irland/">Brexit: Neue Wege über Irland</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Die Freitags-Kolumne: Wir schweben</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2019 14:40:26 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]An diesem Freitag fühlen wir eine Art Schwebezustand. Nicht völlig losgelöst, wie damals Peter Schilling alias Major Tom, aber ein bisschen. Die Print-Ausgabe der Niedersächsischen Wirtschaft ist gerade erschienen, die Planung für die April-Ausgabe wird nächsten Montag konkret. Der Frühling hat einen Vorgeschmack abgeliefert, sich aber wieder davongemacht, was für viele heißt: Warten auf die Sonne – Waiting for the Sun, sang seinerzeit schon Jim Morrison, Seele und Stimme der Rockband The Doors. Schwebezustand auch für Hannovers Top-Fußballclub, irgendwo zwischen Abstiegsnot und Klassenerhaltshoffnung: Sonntag steht ein wegweisendes Spiel an – am Abend wissen wir mehr. An Terry Jacks denken wir dabei heute noch nicht: &#8222;Good bye, my Love, it&#8217;s hard to die, when all the birds are singing in the sky&#8220;, dichtete der in seiner Jaques-Brel-Adaption Seasons in the Sun. Aber ja, 96 hatte sonnige Spielzeiten. Und ‘s ist wieder März geworden (schrieb August Freiherr von Seckendorff ein Jahr nach der März-Revolution von 1848, wiederentdeckt übrigens von der deutschen Folk-Band Zupfgeigenhansel). In Hannover heißt das: Ein Jahr nach der Cebit-Revolution ist die Cebit endgültig Geschichte. Im März keine Computermesse, das war letztes Jahr ungewohnt, in diesem Jahr gibt’s gar keine IT-Messe mehr. Nicht mehr ganz schwebend, aber immer noch mit offenen Geld-Fragen: die Zukunft der Nord/LB. Dazu spielen wir natürlich Money von Pink Floyd. Und dann noch das große Schweben: der Brexit. Da hat man sich ja schon dran gewöhnt, dass man nichts weiß: Oh, England, melancholisierte die Popmusik-Künstlerin Kate Bush auf ihrem 1978-Album Lionheart. Der Brexit bleibt ein merkwürdig schwebender, eigentlich bizarrer Zustand, vielleicht sogar ein paar Monate länger. Das alles (und noch viel mehr – sang Rio Reiser) macht die Frühjahrstage 2019 irgendwie schwerelos, aber nicht unbeschwert. pm</p>
<p><strong>Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.</strong>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
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		<title>Die Freitags-Kolumne: Damals ein Brexiteer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jan 2019 16:25:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text] Die Episode ist lange her: Eine Begegnung vor vielen Jahren, die aber doch wieder aktuell scheint, weil sie dem Brexit in gewisser Weise eine Gestalt gibt. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Erinnerung an sein Gesicht ist verblasst. Die an den Mann nicht. Damals, kurz vor Ausbruch des zweiten Golfkrieges, war er Sergeant in der britischen Armee. 1st Battalion,  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
<h5>Die Episode ist lange her: Eine Begegnung vor vielen Jahren, die aber doch wieder aktuell scheint, weil sie dem Brexit in gewisser Weise eine Gestalt gibt.</h5>
<p>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Erinnerung an sein Gesicht ist verblasst. Die an den Mann nicht. Damals, kurz vor Ausbruch des zweiten Golfkrieges, war er Sergeant in der britischen Armee. 1st Battalion, Queen’s Regiment. Und an jenem Abend in der Nähe von Salisbury Gastgeber für deutsche Journalisten: Kontakt knüpfen, denn die Soldaten kamen vom Einsatz in Nordirland und wurden nach Westfalen verlegt und nicht an den Golf. Was denn sein junger, deutscher Tischnachbar von der Europäischen Gemeinschaft halte, wollte der Sergeant wissen. Und ließ, militärisch knapp und im Ton eine klare, schnelle Antwort fordernd, keinen Raum für Abwägungen: „Good thing or bad thing?“ Gut. Natürlich. Selbstverständlich, auf jeden Fall. War der Soldat von dieser Antwort überrascht? Mag sein. Nach einer kurzen Pause des Nachdenkens, so war es wohl, grummelte er nur: „Für mich ist das nichts. Vielleicht für meine Kinder.“ Oder sagte er sogar: Enkel? Der Brexit hat die Gedanken an jenes Gespräch neu belebt. Heraus kommt ein Nein, aus Überzeugung, ohne Zwischentöne, ohne Spielraum. Die Zeit seither hat nichts geändert, und wenn die Kinder (oder Enkel) anderer Meinung waren, haben sie nicht in genügender Zahl abgestimmt. Auch wenn sein Gesicht verblasst ist: In der Erinnerung gibt dieser Mann dem Brexit eine Gestalt. <em>pm</em></p>
<p><strong>Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.</strong>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/01/damals-ein-brexiteer/">Die Freitags-Kolumne: Damals ein Brexiteer</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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