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	<title>Berufsschulen Archive - NW IHK</title>
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		<title>Berufsschulen: Finger in viele Wunden gelegt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2023 14:33:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Service]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschulen]]></category>
		<category><![CDATA[IHKN]]></category>
		<category><![CDATA[Maike Bielfeldt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine ganze Reihe von Problemen, die sich zum Teil gegenseitig verstärken: Die niedersächsischen Industrie- und Handelskammern haben sich jetzt gemeinsam mit den vier niedersächsischen Verbänden der beruflichen Bildung zur Situation der Berufsschulen geäußert und vor allem konkrete Lösungsvorschläge auf den Tisch gelegt. Wichtig aus Sicht der Schulen: Mehr Entscheidungsfreiheit.    Vielen Berufsschulen in Niedersachen fehlt  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2023/03/berufsschulen-ihkn/">Berufsschulen: Finger in viele Wunden gelegt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Eine ganze Reihe von Problemen, die sich zum Teil gegenseitig verstärken: Die niedersächsischen Industrie- und Handelskammern haben sich jetzt gemeinsam mit den vier niedersächsischen Verbänden der beruflichen Bildung zur Situation der Berufsschulen geäußert und vor allem konkrete Lösungsvorschläge auf den Tisch gelegt. Wichtig aus Sicht der Schulen: Mehr Entscheidungsfreiheit. </strong></h5>
<p><strong> </strong></p>
<p>Vielen Berufsschulen in Niedersachen fehlt es derzeit an den Möglichkeiten, um junge Menschen bestmöglich zu unterrichten. Und das in einer Zeit, der die Wirtschaft dringend gut ausgebildeten Nachwuchs sucht. Allein schon, weil die geburtenstarken Jahrgänge auf dem Sprung in den Ruhestand sind, wie IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt betonte. Also gehe es darum, das machte sie deutlich, „gemeinsam die berufliche Bildung zu stärken.“ Sie wies auf die aktuell bei 93 Prozent liegende Unterrichtsversorgung an den Berufsschulen hin: Hier müsse man alles daransetzen, das zu verbessern – „und zwar wohnortnah.“</p>
<h6><strong>Teufelskreis: Weite Wege &#8211; fehlender ÖPNV</strong></h6>
<p>Wenn für einen Ausbildungsberuf die Berufsschule zu weit entfernt oder wegen schlechter ÖPNV-Anbindungen zu schlecht erreichbar sind, entscheiden sich junge Menschen für andere Möglichkeiten: Das hätten alle Studien gezeigt, so Maike Bielfeldt. Man kann sich eine Art Teufelskreis vorstellen: Weite Wege zur Berufsschule schrecken ab, die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den betroffenen Berufen und Regionen sinkt, und es wird schwieriger, Klassen zu bilden – schlimmstenfalls mit der Folge, dass der Unterricht für die betroffenen Berufe nicht mehr möglich ist. Das würde eine weitere Konzentration der Standorte bedeuten, mit noch weiteren Wegen für Schülerinnen und Schüler. Oder es gibt nur noch alle zwei Jahre eine KIasse: Damit allerdings wird die Ausbildung für Unternehmen zunehmend unattraktiv, es werden weniger Lehrstellen angeboten. „Wenn Sie die Standorte beerdigen, beerdigen Sie die Ausbildung vor Ort“, sagte Joachim Maiß, Vorsitzender des Verbandes für Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen in Niedersachsen (<a href="https://vlwn.de/">VLWN</a>). Auch Ralph Böse vom Berufsschullehrerverband Niedersachsen (<a href="https://www.blv-nds.de/">BLVN</a>) warnte vor einer Zersplitterung der Berufsschulen und einer Abstimmung mit den Füßen, wenn wohnortnaher Unterricht nicht mehr möglich sei.</p>
<h6><strong>&#8222;Schulförderung ist Wirtschaftsförderung&#8220;</strong></h6>
<p>Solchen Entwicklungen wollen die Industrie- und Handelskammern und die Verbände etwas entgegensetzen. Dabei geht es sowohl um die Lehrkräfte als auch um die Ausstattung der Schulen, insbesondere im IT-Bereich. Dazu wurde das gemeinsame Papier zur Weiterentwicklung der Berufsschulen erarbeitet, das Ende März vorgestellt wurde. „Schulförderung ist Wirtschaftsförderung“, betonte Bielfeldt.</p>
<h6><strong>Digitalisierung: Ausstattung und Konzepte </strong></h6>
<p>Wesentlich ist dabei die Digitalisierung der Berufsschulen. Dabei geht es sowohl um die IT-Ausstattung als auch um die Inhalte. Joachim Maiß, auch langjähriger Leiter der Multimedia-BBS in Hannover, wie darauf hin, dass „E-Didaktik“ in der Lehrerausbildung bislang kaum etabliert sei. Mittel für die IT-Ausstattung seien vorhanden, so Maiß. Er rief aber dazu auf, bei Vorhaben weniger ängstlich zu sein: Der deutsche Hang zur perfekten Planung behindere die Umsetzung ebenso wie Bürokratie, die entschlackt werden müsse. Wesentlich aber seien die Konzepte für den Unterricht, so Maiß: „Wir buddeln das Kabel ein, aber was wird damit machen, das ist noch nicht klar.“</p>
<h6><strong>Lehrer nur für den Unterricht einsetzen</strong></h6>
<p>Carsten Melchert, Geschäftsführer des Schulleitungsverbandes Niedersachsen (<a href="https://www.slvn.de/">SLVN</a>), sprach die „schlechte Unterrichtsversorgung“ an den Berufsschulen an, von der gerade ländlichen Regionen besonders betroffen seien. Damit Lehrerinnen und Lehrer mehr unterrichten können, sollten sie von Aufgaben befreit werden, die auch anders erledigt werden können. Dazu schlagen Kammern und Verbände die Bildung sogenannter multiprofessioneller Teams vor. Neben organisatorischen Aufgaben, etwa der Bearbeitung von Krankmeldungen, ist dabei die Betreuung der IT-Systeme ein zentraler Bereich. Ein altes Problem, so Ralph Böse: Die Verantwortung für den IT-Support werde zwischen Kommunen und Land hin- und hergespielt. Leittragende seien die Schulen. Hier könnten die multiprofessionellen Teams helfen. Allerdings fehlt den Schulen dazu offenbar noch die nötigen Freiräume, wenn etwa nur Lehrkräfte eingestellt und ansonsten nur befristete und damit vergleichsweise unattraktive Arbeitsverträge für gesuchte Fachleute abgeschlossen werden dürften,</p>
<p>Um die Unterrichtsversorgung zu verbessern, könne man nur übergangsweise auf zusätzlich qualifizierte Fachleute, die über einen Quereinstieg an die Schulen kommen, sowie auf bereits pensionierte Lehrkräfte zurückgreifen. Vor allem müsse es attraktiver werden, als Lehrerin oder Lehrer zu arbeiten, so die Verbände. Eine bloße Ausweitung der Studienkapazitäten werde nicht ausreichen.</p>
<h6><strong>Mehr Berufe gemeinsam unterrichten</strong></h6>
<p>Kritik von den Berufsschulen gab es für die Vorgaben des Landes, nach denen Azubis verschiedener Berufe gemeinsam unterrichtet werden können. Die Liste dieser so genannten affinen Berufe sei aktuell zu restriktiv, erklärte Ralph Böse. Gemeint sind Berufe, in die sich inhaltlich überschneiden, zum Beispiel in der Metalltechnik. So sei es jetzt nicht mehr möglich, Feinmechaniker gemeinsam mit Industriemechanikern zu unterrichten, obwohl das aus Sicht der Schule wie auch der Wirtschaft möglich wäre.</p>
<h6><strong>ProReKo wie vereinbart umsetzen</strong></h6>
<p>Grundsätzlich wird im gemeinsamen Papier mehr Entscheidungsfreiheit für die Berufsschulen gefordert. Joachim Maiß erinnerte an das ProReKo-Projekt zwischen 2003 und 2007. Dabei hätten 19 Berufsschulen in Niedersachsen eigenverantwortlich arbeiten. Inzwischen seien andere Länder hier weiter, sagte Maiß. Im aktuellen Koalitionsvertrag in Niedersachsen habe man zwar ein „ProReKo 2.0“ vereinbart, passiert sei aber noch nichts.</p>
<p>Die Verbände der beruflichen Bildung setzen sich auch für eine verbesserte Berufsorientierung ein. Damit und mit einem Coachingsystem an den Berufsschulen lasse sich nicht nur Ausbildungsabbrüchen entgegenwirken: Der Ausbau der beruflichen Orientierung an allgemein bildenden Schulen sei ein wesentlicher Baustein zur Stärkung der dualen Ausbildung insgesamt. Auch die Industrie- und Handelskammern setzen sich seit langem für die Stärkung der Berufsorientierung ein, insbesondere nach den von der Pandemie erzwungenen Einschränkungen in diesem Bereich. Uwe Backs, Vorsitzender der Niedersächsischen Direktorinnen- und Direktorenvereinigung Berufsbildender Schulen (<a href="https://www.ndvb.de/">NDVB</a>), sprach dabei insbesondere die Gymnasien an. Backs ist Leiter der Berufsschule in Neustadt am Rübenberge. Hier gibt es seit vielen Jahren das Neustädter Modell der Berufsorientierung, das mit Unterstützung der IHK Hannover eingerichtet wurde und sich an Schülerinnen und Schüler der 9. und  10. Klassen von Haupt- und Realschulen wendet. Aktuell müsse er um die Mittel für dieses Projekt kämpfen, so Backs. Und selbst in Neustadt seien die Gymnasien in diesem Modell unterrepräsentiert.</p>
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<p><strong>Hier finden Sie das g<a href="https://www.ihk-n.de/blueprint/servlet/resource/blob/5755386/d88deff6257940dede6c0f4238a571cb/anforderungen-an-berufliche-schulen-heute-und-morgen-maerz-2023-data.pdf">emeinsame Papier der IHK Niedersachen und der Verbände der beruflichen Bildung</a> zur Zukunft der Berufsschulen.</strong></p>
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		<title>Duale Ausbildung und Fachkräfte: Das Rückgrat stärken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2021 14:09:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured IHK]]></category>
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		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum zweiten Mal startet ein Ausbildungsjahr in der Pandemie. Corona hat auch den Blick auf die berufliche Ausbildung als Rückgrat der Fachkräftesicherung geschärft.   Sie kommen nicht zurück. Zumindest nicht alle: In der Gastronomie fehlt es an Personal. Köche, Restaurantfachleute, Beschäftigte in Minijobs haben der Branche während der Pandemie den Rücken gekehrt. Das behindert in  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/ausbildung-fachkraefte-rueckgrat/">Duale Ausbildung und Fachkräfte: Das Rückgrat stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Zum zweiten Mal startet ein Ausbildungsjahr in der Pandemie. Corona hat auch den </strong><strong>Blick auf die berufliche Ausbildung als Rückgrat der Fachkräftesicherung geschärft.</strong></h4>
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<p>Sie kommen nicht zurück. Zumindest nicht alle: In der Gastronomie fehlt es an Personal. Köche, Restaurantfachleute, Beschäftigte in Minijobs haben der Branche während der Pandemie den Rücken gekehrt. Das behindert in so manchem Unternehmen den Neustart nach der Krise.</p>
<p>Erfolglose Suche nach Fachkräften auf leer gefegten Märkten: Was die Gastronomie derzeit allzu deutlich und erholungshemmend spürt, galt bereits vor Corona quer durch alle Branchen als Konjunkturrisiko Nummer eins. Im Sommer 2019 sahen in der Quartalsumfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern 60 Prozent den Fachkräftemangel als Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung. Ein Spitzenplatz, der in der Pandemie dann von der Sorge um die Inlandsnachfrage und von den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen übernommen wurde.</p>
<p>Aber das ändert sich gerade wieder. Zwar brach in den ersten Corona-Monaten mit der Konjunktur auch die Nachfrage nach Fachkräften ein. Doch, fast überraschend, war ein Tiefpunkt bereits im Juni vergangenen Jahres erreicht. Das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) jedenfalls sieht seitdem die Fachkräftelücke – definiert als Zahl der offenen Stellen, für die es keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt – wieder wachsen. Bei den akademischen Abschlüssen Diplom oder Master ist die Lücke heute laut IW sogar bereits wieder größer als vor Corona.</p>
<p><strong>Trügerischer Zwischenstand</strong></p>
<p>Fachkräfte mit einer beruflichen Ausbildung im Rücken werden dagegen derzeit noch nicht wieder so intensiv gesucht wie vor der Pandemie. Doch das dürfte aus verschiedenen Gründen ein trügerischer Zwischenstand mit kurzer Halbwertszeit sein. Denn: Auch wenn die Lücke zwischen offenen Stellen und Arbeitssuchenden bei den Absolventen einer Berufsausbildung derzeit noch kleiner ist als bei anderen Qualifikationen, gibt es in diesem Bereich die weitaus meisten unbesetzten Jobs, wenn man auf die absoluten Zahlen blickt. In diesem Mai fehlten in Deutschland laut IW fast 269 000 qualifizierte Arbeitskräfte. Davon entfielen mit etwa 156.500 rund 58 Prozent auf Fachkräfte, die eine Lehre im dualen Ausbildungssystem absolviert haben. Der Rest verteilt sich dann auf Fortbildungsabschlüsse oder die akademischen Qualifikationen, also Bachelor und Master oder Diplom.</p>
<p>Und das wird sich weiter verschärfen. Entscheidend sind dabei die grundsätzlichen demografischen Trends. In den nächsten Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge in Ruhestand gehen: So oft wurde das schon verkündet, dass man sich vorkommt wie Cato der Ältere mit seiner angeblich ständig wiederholten Forderung nach Zerstörung Karthagos, wenn  man das schreibt.</p>
<p>Gleichzeitig sinkt die Zahl der Jugendlichen, die von den allgemein bildenden Schulen kommen. In Niedersachen wird es diesen Abwärtstrend bis 2028 geben, mit dann voraussichtlich weniger als 73.000 Jugendlichen. In den Jahren 2018 und 2019 waren es noch über 80.000. Bundesweit wird die Talsohle etwas früher erreicht. Unter dem Strich stehen aber Langfrist-Prognosen wie die des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom vergangenen Herbst. Danach fehlen 2040 in Deutschland 2,4 Millionen Fachkräfte mit beruflichem Abschluss.</p>
<p>Wenn also Fachkräfte mit dualer, beruflicher Ausbildung in deutlich größerer Zahl fehlen als akademische, dann ist klar: „Die duale und schulische Ausbildung ist das Rückgrat der Fachkräftesicherung in Deutschland.“ So steht es in einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa), die sich mit den Folgen der Pandemie beschäftigt. Corona setze einen ohnehin gestressten Ausbildungsmarkt weiter unter Druck, so der Tenor. Drastisch formuliert: Wenn das duale System der Ausbildung das Rückgrat der Fachkräftesicherung ist, können Fehlentwicklungen in diesem Bereich künftig noch richtig wehtun. Rückenprobleme eben.</p>
<p>Bereits in den vergangenen Jahren, so die Kofa-Studie, ist es Unternehmen zunehmend schwerer gefallen, Ausbildungsplätze zu besetzen. Das deckt sich mit den Ergebnissen der jährlichen Aus- und Weiterbildungsumfrage der Industrie- und Handelskammer. In Zahlen liest sich das so: Laut Kofa ging das Ausbildungsplatzangebot von 2007 bis 2020 um gut 18 Prozent zurück, die Lehrstellen-Nachfrage von Jugendlichen nach Ausbildungsplätzen im gleichen Zeitraum aber noch stärker um fast 25 Prozent. Selbst wenn diese Zahlen nicht den gesamten Markt erfassen, spricht doch viel dafür, dass sie den Trend richtig beschreiben.</p>
<p>Dieser Trend wird derzeit von den Pandemie-Folgen überlagert. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2020 bis zum Mai 2021 sogar noch einmal um rund acht Prozent, die der angebotenen Ausbildungsplätze um etwa drei Prozent reduziert.</p>
<p>Aber das Problem, Lehrstellen zu besetzen, ist nicht allein mit Zahlen zu erklären. „Die Berufsorientierung erweist sich als Achillesferse am Ausbildungsmarkt“, schreibt das Institut der Deutschen Wirtschaft.</p>
<p>Unternehmen und Jugendliche finden nicht zueinander: Auch das ein Problem, das durch die Pandemie noch einmal verstärkt wurde. Berufsorientierung ohne Praktika, ohne Berufsmessen vor Ort, ohne persönliche Begegnung. Und vielleicht hat ja auch die Sorge, in den vergangenen Monaten Unterrichtsstoff versäumt zu haben, bei Eltern und Jugendlichen zu der Entscheidung geführt, lieber noch ein Jahr im schulischen System dranzuhängen als einen Ausbildungsplatz zu suchen.</p>
<p><strong>Appell zur Berufsorientierung</strong></p>
<p>„Die Mehrheit der Betriebe sehen den fehlenden Zugang zu Bewerbern und die erschwerte Berufsorientierung als aktuell größte Herausforderungen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen“, sagte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover, bereits im März. Gemeinsam mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Johannes Pfeiffer, Chef der Arbeitsagentur Niedersachsen-Bremen, appellierte sie im Frühjahr, die verschiedenen Informationswege zu nutzen. Beispielsweise haben in Niedersachsen Kammern, Verbände, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit, koordiniert vom Kultusministerium, ihre Angebote zur Berufsausbildung auf dem Portal www.buendnis-duale-berufsausbildung.de gebündelt. Die niedersächsischen Industrie- und Handelskammern sind unter dem Slogan „Moin Future“ mit einer Social-Media- Kampagne unterwegs, die IHK Hannover engagiert sich in weiteren Aktionen. Es gibt digitale Speed-Datings, Online-Berufsmessen und,nicht zu vergessen, die bereits seit Jahren etablierten Lehrstellenbörsen im Internet. Und die IdeenExpo als bundesweit größte Plattform zur Berufsorientierung fiel dieses Jahr nicht aus, sondern fand Mitte Juli im Internet statt.</p>
<p>Flankiert werden diese Anstrengungen auch noch in anderer Weise: Mit einem „Aktionsplan Ausbildung“ für Niedersachsen sichert die Landesregierung bestehende Ausbildungsplätze und fördert neue Ausbildungsverträge. Dafür wurden aus dem Landeshaushalt 18 Mio. Euro bereitgestellt, von denen im Juli noch etwa die Hälfte zur Verfügung stand.</p>
<p>Die Pandemie, so scheint es, hat auch den Blick auf die Bedeutung der beruflichen Bildung geschärft. Genug? Joachim Maiß sagte im Juni, noch während seiner Zeit als Leiter der Multimedia-BBS in Hannover, worum es in letzter Konsequenz geht: Gleichberechtigung. Die akademische Bildung dürfe nicht länger als Königsweg und die berufliche Ausbildung dagegen allenfalls als zweiter Königsweg gesehen werden, so Maiß bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit IHK-Chefin Maike Bielfeldt. Ziel war es, den Anliegen der Berufsschulen und damit der beruflichen Bildung insgesamt mehr Nachdruck zu geben. Die IHK Niedersachsen und der niedersächsische Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen (VLWN) haben dazu ein gemeinsames Papier vorgelegt mit dem Ziel, die 132 Berufsschulen Niedersachsens als Säule der beruflichen Bildung zukunftsfit zu machen. Da hat sich einiges aufgestaut: „Viele Themen sind seit Jahren bekannt, werden aber nicht angefasst“, so Maiß, der auch VLWN-Landesvorsitzender ist.</p>
<p><strong>Zeitgemäße I T-Ausstattung?</strong></p>
<p>Bildungsangebote müssten in Zukunft noch moderner, flexibler und digitaler werden, heißt es im gemeinsamen Papier der IHKN und des Lehrkräfteverbandes mit Blick auf die im Schulsystem insgesamt während der Pandemie deutlich gewordenen Probleme. Und weiter: „Dass die Schulen über eine zeitgemäße IT-Ausstattung und Netzanbindung verfügen, wird hier als selbstverständlich vorausgesetzt.“ Ein etwas überraschender Satz, den man auch falsch lesen könnte, denn selbstverständlich ist eine ausreichende IT-Infrastruktur an den niedersächsischen Berufsschulen zurzeit noch keineswegs. Joachim Maiß forderte unter anderem die Möglichkeit, in den Schulen IT-Administratoren einstellen zu können. Die Wirklichkeit beschrieb er dagegen so, dass heute Lehrkräfte „unter den Tischen liegen, um sich um die Kabel zu kümmern.“</p>
<p>Er wies auch darauf hin, dass die Anforderungen an die Informationstechnik in den Berufsschulen sogar eher noch höher seien als in den allgemein bildenden Schulen, weil sie sich auf Augenhöhe mit den Unternehmen bewegen müssten. Umso mehr: Die Betreuung der IT-Infrastruktur dürfe keine Nebenaufgabe für Lehrerinnen und Lehrer sein, pflichtete IHKN-Hauptgeschäftsführerin Bielfeldt bei.</p>
<p>Wie sich die Berufsschulen im Hintertreffen sehen, wird wohl besonders deutlich bei der Unterrichtsversorgung. Bielfeldt nannte das Minus von zehn Prozent nicht akzeptabel, Maiß wies auf die deutlich höhere Quote bei den Gymnasien hin –</p>
<p>Stichwort Gleichberechtigung. In ihrem gemeinsamen Papier nennen IHKN und VLWN gleich eine ganze Reihe von Vorschlägen, um hier zu einer Entlastung zu kommen. Beispielsweise könnten Quer- und Seiteneinsteiger, Studenten oder auch aus dem Ruhestand reaktivierte Lehrkräfte helfen. Insbesondere sei mehr Flexibilität nötig: Als Schulleiter, so Joachim Maiß, habe er zuletzt eine hoch qualifizierte Fachfrau nur deshalb nicht als Lehrerin einstellen können, weil ein einziges formales Kriterium nicht erfüllt gewesen sei.</p>
<p>In diesen Tagen beginnt zum zweiten Mal ein Ausbildungsjahr unter den Bedingungen der Pandemie. Die <a href="https://www.hannover.ihk.de/presse/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldungen-2021/ausbildungsmarkt-im-plus.html">bislang veröffentlichten Zahlen</a> sind noch sehr in Bewegung. Nach dem August folgt Anfang September der zweite große Starttermin für die Lehre 2021. Und auch danach ist noch einiges möglich: Nachvermittlungsaktionen können für einen Start in die Ausbildung bis Ende des Jahres sorgen. Wobei das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung skeptisch war, was die Ergebnisse der Nachvermittlung im vergangenen Jahr betrifft.</p>
<p>Wenn dann die endgültigen Zahlen für das Ausbildungsjahr 2021 vorliegen, werden vielleicht die neuen Ausbildungsverträge in der Gastronomie besonders im Blick stehen, angesichts des derzeit so spürbaren</p>
<p>Fachkräftemangels. Dabei ist die Branche bemüht, eine Empfehlung des Kompetenzzentrums umzusetzen: als Ausbildungsbetrieb attraktiv sein. Der Hotel- und Gaststättenverband in der Region Hannover hat inzwischen fünf Unternehmen als <a href="https://www.dehoga-niedersachsen.de/ueber-uns/dehoga-vor-ort/hannover/meldungen/?tx_news_pi1%2525255B%25252540widget_0%2525255D%2525255BcurrentPage%2525255D=2&amp;tx_news_pi1%25255B%252540widget_0%25255D%25255BcurrentPage%25255D=5&amp;cHash=dd867053b408b96558c54a8be7bae32f">Leuchttürme in der Ausbildung</a> ausgezeichnet.</p>
<p><strong><span style="color: #ff9900;">Das neue Ausbildungsjahr beginnt: Wie Unternehmen aus der IHK-Region Hannover ihre neuen Azubis gegrüßen, lesen Sie <a href="https://nw-ihk.de/2021/08/azubis-start-2021/">hier</a>.</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/08/ausbildung-fachkraefte-rueckgrat/">Duale Ausbildung und Fachkräfte: Das Rückgrat stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Berufsschulen: Den Finger in die Wunde gelegt</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2021/06/berufsschulen-niedersachsen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 13:27:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich den Berufsschulen die Aufmerksamkeit geben, die sie verdienen: Das steht unter dem Strich in einem gemeinsamen Papier der IHK Niedersachsen und des Verbandes der Berufsschullehrerinnen und –lehrer. Dem Titel nach geht es um die Weiterentwicklung der beruflichen Schulen. Gemeint ist aber eigentlich: Bislang Versäumtes dringend aufholen.   Eine Unterrichtsversorgung in den Berufsschulen, die seit  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/06/berufsschulen-niedersachsen/">Berufsschulen: Den Finger in die Wunde gelegt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Endlich den Berufsschulen die Aufmerksamkeit geben, die sie verdienen: Das steht unter dem Strich in einem gemeinsamen Papier der IHK Niedersachsen und des Verbandes der Berufsschullehrerinnen und –lehrer. Dem Titel nach geht es um die Weiterentwicklung der beruflichen Schulen. Gemeint ist aber eigentlich: Bislang Versäumtes dringend aufholen</strong>.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Unterrichtsversorgung in den Berufsschulen, die seit Jahren nur 90 Prozent erreicht. Ein Nachholbedarf bei der Digitalisierung, sowohl bei der technischen Ausstattung als auch bei den Unterrichtskonzepten, der durch Corona noch deutlicher geworden ist. Beides wiegt schon schwer, aber die IHK Niedersachsen (IHKN) und der niedersächsische Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen (VLWN) zählen in einem jetzt vorgelegten Papier noch ganze Reihe weiterer Punkte auf, an denen gearbeitet werden muss, damit die 132 Berufsschulen des Landes für die aktuellen und künftigen Herausforderungen gerüstet sind. Da hat sich einiges aufgestaut: „Viele Themen sind seit Jahren bekannt, werden aber nicht angefasst“, so der VLWN-Landesvorsitzende Joachim Maiß.</p>
<p><strong>Gemeinsam mit mehr Nachdruck</strong></p>
<p>Grund genug, zusammen mit IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt zusammen an die Öffentlichkeit zu gehen, um den Anliegen der Berufsschulen und damit der beruflichen Bildung insgesamt mehr Nachdruck zu geben. Denn in letzter Konsequenz, das machte Maiß deutlich, geht es darum: Die akademische Bildung dürfe nicht länger als Königsweg und die berufliche Ausbildung dagegen allenfalls als zweiter Königsweg gesehen werden.</p>
<p><strong>Berufsschulen mit Vorrang digitalisieren</strong></p>
<p>Die Berufsschulen und ihre Möglichkeiten haben dabei eine Schlüsselstellung. Beispiel Digitalisierung: Maike Bielfeldt stellte diesen Punkt nach ganz oben und betonte die Notwendigkeit digitaler Bildungsangebote. „Auch berufliche Bildungsangebote müssen in Zukunft noch moderner, flexibler und digitaler werden“, heißt es im gemeinsamen Papier der IHKN und des Lehrendenverbandes mit Blick auf die im Schulsystem insgesamt während der Pandemie deutlich geworden Probleme. Und weiter: „Dass die Schulen über eine zeitgemäße IT-Ausstattung und Netzanbindung verfügen, wird hier als selbstverständlich vorausgesetzt.“ Ein etwas überraschender Satz, den man auch falsch lesen könnten, denn selbstverständlich ist die eine ausreichende IT-Infrastruktur an den niedersächsischen Berufsschulen zurzeit noch keineswegs. Joachim Maiß, der in Hannover die Multimedia-BBS leitet, forderte für die Schulen die Möglichkeit, IT-Administratoren einzustellen. Die Wirklichkeit beschrieb er dagegen so, dass heute Lehrkräfte „unter den Tischen liegen, um sich um die Kabel zu kümmern.“ Er wies auch darauf hin, dass die Anforderungen an die Informationstechnik in den Berufsschulen sogar noch etwas höher seien als in den allgemein bildenden Schulen, weil sie sich auf Augenhöhe mit den Unternehmen bewegen müssten. Umso mehr: Die Betreuung der IT-Infrastruktur dürfe keine Nebenaufgabe für Lehrerinnen und Lehrer sein, pflichtete IHKN-Hauptgeschäftsführerin Bielfeldt bei.</p>
<p><strong>Defizit bei der Unterrichtsversorgung inakzeptabel</strong></p>
<p>Wie sehr sich die Berufsschulen im Hintertreffen sehen, wird wohl besonders deutlich bei der Unterrichtsversorgung. Maike Bielfeldt nannte das Minus von zehn Prozent nicht akzeptabel, Joachim Maiß wies auf die deutlich höherer Quote bei den Gymnasien hin. In ihrem gemeinsamen Papier nennen IHKN und VLWN gleich eine ganze Reihe von Vorschlägen, um hier zu einer Entlastung zu kommen. Beispielsweise könnten Quer- und Seiteneinsteiger, Studenten oder auch aus dem Ruhestand reaktivierte Lehrkräfte helfen. Insbesondere sei mehr Flexibilität nötig: Als Schulleiter, so Joachim Maiß, könne er aktuell eine hoch qualifizierte Fachfrau nur deshalb nicht als Lehrerin einstellen, weil ein einziges formales Kriterium nicht erfüllt sei.</p>
<p><strong>Empfehlung für ein Fortbildungsinstitut</strong></p>
<p>Auch die Qualifizierung der Lehrkräfte in der beruflichen Bildung ist aus Sicht der Wirtschaft und des Lehrendenverbandes ein wesentliches Thema. IHKN-Chefin Maike Bielfeldt sprach ein eigenes Fortbildungsinstitut für diesen Bereich an, das im gemeinsamen Papier ausdrücklich empfohlen wird. Lehrerinnen und Lehrer müssten in die Lage versetzt werden, die neuen digitalen Möglichkeiten auch zu nutzen: Nicht nur, um Distanzunterricht &#8211; wie von Corona erzwungen &#8211; bestmöglich umzusetzen. Sondern auch, um neue Formen wie Blended Learning, virtuelle oder digital unterstützte Realität oder individualisierte Unterrichtskonzepte einsetzen zu können.</p>
<p><strong>Azubi-Ticket für Gleichwertigkeit</strong></p>
<p>Es ist ein großes Gebiet, das in der gemeinsamen Initiative abgesteckt wird. Gefordert wird unter anderem auch mehr Transparenz bei Schülerzahlen und Bildungsgängen, um in den Regionen passgenaue Angebote machen zu können. Auf die Unterrichtszeiten abgestimmte ÖPNV-Verbindungen können die Berufsschulen in der Fläche unterstützen. Und ein Azubi-Ticket wäre das „lang geforderte Bekenntnis des Landes zur Gleichwertigkeit zwischen dualer Ausbildung und Studium“, betonen Bielfeldt und Maiß – Stichwort Königsweg. Denn das ist aus Sicht der Wirtschaft die berufliche Bildung für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Im Schulterschluss wollen IHKN und VLWN erklärtermaßen dafür sorgen, dass die Berufsschulen in Zukunft dazu beitragen können. Denn der Fachkräftemangel droht weiter, und zwar inbesondere in dual ausgebildeten Berufen. Umso wichtiger ist die Berufsorientierung. Hier gibt es auch Sicht des VWLN und der Industrie- und Handelskammern auch noch ungenutzte Möglichkeiten: In ihrem gemeinsamen Papier fordern beide, hier die Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen und allgemein bildenden Schulen zu intensivieren.</p>
<p><a href="https://www.ihk-n.de/blueprint/servlet/resource/blob/5167038/c2a4b4c7bfc6b18ffe7aeaf56d57bf47/gemeinsames-papier-anforderungen-berufliche-schulen-data.pdf">Gemeinsames Papier von IHKN und VLNW</a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/06/berufsschulen-niedersachsen/">Berufsschulen: Den Finger in die Wunde gelegt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Kraftakt mit gutem Ende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2020 11:20:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das große Ziel war, trotz Corona alle Zwischen- und Abschlussprüfungen im Bereich der IHK noch im laufenden Ausbildungsjahr abzuschließen. Das hat geklappt, doch es war ein Kraftakt. Der Dank geht an die vielen Beteiligten, die seit den ersten Absagen im März mitgeholfen haben, einen Kraftakt zu bewältigen.   Freitag, der 13. März 2020 war für  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/09/kraftakt-mit-gutem-ende/">Kraftakt mit gutem Ende</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Das große Ziel war, trotz Corona alle <strong>Zwischen- und Abschlussprüfungen</strong> im Bereich der IHK noch im laufenden Ausbildungsjahr abzuschließen. Das hat geklappt, doch es war ein Kraftakt. Der Dank geht an die vielen Beteiligten, die seit den ersten Absagen im März mitgeholfen haben, einen Kraftakt zu bewältigen.</h5>
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<p>Freitag, der 13. März 2020 war für mehr als 200 000 Auszubildende in Deutschland ein bedeutender Tag: Sie erwarteten, in den nächsten Wochen ihre Zwischenprüfungen oder ihre schriftlichen und praktischen Abschlussprüfungen absolvieren zu können. Viele hatten die Einladungen zu den Prüfungen schon erhalten. Aber dann: Am Morgen dieses Freitags lief eine Eilmeldung durch alle Medien: „Lage spitzt sich in einzelnen Ländern zu. Zahlreiche Schulen haben bereits geschlossen oder wollen für heute entsprechende Maßnahmen ankündigen“. Damit standen sehr kurzfristig auch die Industrie- und Handelskammern vor der Frage: Können oder dürfen die anlaufenden Prüfungen überhaupt durchgeführt werden? Die Antwort fiel kurzfristig in einer bundesweiten Telefonkonferenz: „Die IHK-Organisation sieht sich angesichts der momentanen Lage gezwungen, die bundeseinheitlichen Zwischen- und Abschlussprüfungen Teil 1 in allen Ausbildungsberufen abzusagen. Die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen ist objektiv nicht mehr möglich.“ Alle Weiterbildungsprüfungen vom 16. März bis einschließlich 24. April wurden abgesagt. Hinter den Kulissen waren zweierlei Aufgaben vordringlich: erstens das Absagen der angemieteten Prüfräume und die Information der Prüferinnen und Prüfer. Nahezu gleichzeitig begannen die Planungen, wann und vor allem auch wie diese Prüfungen nachgeholt werden konnten. Zum zweiten ging es darum, die verschobenen Prüfungen nahezu komplett neu zu organisieren – und zwar unter Corona-Bedingungen mit Hygienekonzept. Und nicht nur das: Jeder neue Termin stand ja stets unter dem Vorbehalt, dass der Lockdown soweit gelockert sein würde, dass die Prüfungen tatsächlich stattfinden konnten. Zudem waren etliche Betriebe, bei denen praktische Prüfungen stattfinden sollten, entweder komplett geschlossen oder für Außenstehende gesperrt.</p>
<p><strong>Hygienekonzepte entwickelt</strong><br />
Wie alle anderen Unternehmen und Institutionen hat auch die IHK ein Hygienekonzept entwickelt, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Darüber hinaus musste für die über 900 Prüfräume allein im Gebiet der IHK sichergestellt werden, dass Abstände eingehalten und Hygieneregeln befolgt wurden. Tausende von Masken und Desinfektionsmittel wurden beschafft und verteilt. Hilfreich war sowohl die volle Rückendeckung durch das Land Niedersachsen als auch durch die fast 40 Berufsschulen im Bereich der IHK. Die Hygienekonzepte der Berufsschulen wurden auch für die dort stattfindenden IHK-Prüfungen angewendet.</p>
<p><strong>Berufsschulen tragen die Last</strong><br />
Angesichts der Versammlungsverbote war es zu dieser Zeit nicht möglich, beispielsweise schriftliche Prüfungen im Räumen mit bis zu 500 Prüflingen abzunehmen. Was also tun? Hier sind mit großem Einsatz die <a href="https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Bildung/Schulen/Berufsbildende-Schulen/Informationen-zur-Berufsschule" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berufsschulen</a> eingesprungen. Und das in jeweils sehr kleinen Gruppen in Klassenräumen mit vielen Aufsichten. Auch dafür haben sich sind vielerorts Berufsschullehrkräfte zur Verfügung gestellt. So war zwar eine Vervielfachung des Bedarfs an Räumen und Aufsichten zu verzeichnen, aber letzten Endes war es besonders die Unterstützung der Berufsschulen, die den erfolgreichen Abschluss der Prüfungen ermöglicht hat.</p>
<p><strong>Prüferinnen und Prüfer zogen mit</strong><br />
Eine große Unbekannte bei der Neuplanung war die Frage, wie viele Prüferinnen und Prüfer sich mitten in der Pandemie zur Verfügung stellen. Immerhin waren allein bei der IHK Hannover rund 8000 <a href="https://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/ausbildung/pruefungen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausbildungsprüfungen</a> (schriftlich und mündlich/praktisch) in etwa 185 Ausbildungsberufen sowie rund 2000<a href="https://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/weiterbildung/fortbildungspruefungen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Weiterbildungsprüfungen der Höheren Berufsbildung</a> ebenfalls in mehreren Teilen abzunehmen. Zur großen Erleichterung aller Beteiligten gab es nur sehr wenige und begründete Absagen. Hier haben sich die <a href="https://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/ausbildung/pruefungen/pruefer-in-bei-der-ihk.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer</a> besonders engagiert.</p>
<p><strong>Ungewohnter Ablauf</strong><br />
Für Betriebe und Azubis war von Anfang an eines besonders wichtig: Der 31. Juli als Abschlussdatum der Ausbildung muss stehen! Erfreulicherweise ergab sich nicht die Notwendigkeit, die Prüfungen abermals zu verschieben. Anfang Juni wurde zwar bundesweit sehr intensiv nach Göttingen geschaut, ob wegen des dortigen Infektionsgeschehens die Terminierung noch wackeln könnte. Erfreulicherweise konnte dann aber planmäßig weiter verfahren werden. Allerdings gab es wegen des definierten Enddatums in diesem Jahr für einige Prüflinge die Besonderheit, dass die mündliche vor der schriftlichen Prüfung erfolgen musste. Das war der zeitlichen Enge geschuldet.</p>
<p><strong>Fortbildungsprüfungen</strong><br />
Rund 2000 Fachkräfte, die sich teils jahrelang auf <a href="https://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/weiterbildung/fortbildungspruefungen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prüfungen der Höheren Berufsbildung</a> zu Industriemeistern oder Fachwirtinnen vorbereitet hatten, mussten ebenfalls damit klarkommen, dass ihre für das Frühjahr terminierten und komplett durchorganisierten Examina um zwei bis drei Monate in den Sommer verschoben werden mussten. Auch hier haben alle mitgespielt: die <a href="https://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/ausbildung/pruefungen/pruefer-in-bei-der-ihk.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prüferinnen und Prüfer</a> ebenso wie die Vermieter der Prüfräume. Hygienekonzepte waren flächendeckend vorhanden und haben sich im Einzelfall auch in der Praxis bewährt. Diejenigen, die von der Prüfung coronabedingt zurückgetreten sind, werden im Herbst und im Frühjahr alles nachholen können.</p>
<p><strong>Im Nachhinein: Was bleibt?</strong><br />
Auch bei der Abwicklung der Prüfungen war die Situation für alle Beteiligten in den vergangenen Monaten schwierig. Immerhin ist die Ursache eine ausgewachsene Pandemie. Aber in Ton und Inhalt bleibt in der Rückschau vor allem der Eindruck einer sehr vertrauensvollen und intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das betrifft operativ vor allem die<a href="https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Bildung/Schulen/Berufsbildende-Schulen/Informationen-zur-Berufsschule" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Berufsschulen</a> und die prüfenden Lehrkräfte, aber auch die <a href="https://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/ausbildung/pruefungen/pruefer-in-bei-der-ihk.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prüfer, die als Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter ehrenamtlich tätig sind</a>. Auch die Ausbildungsbetriebe, die trotz Corona praktische Prüfungen auch von Externen möglich gemacht haben, sind hier zu nennen. Auch die Mitarbeiter der IHK haben alles getan, um die erforderlichen Komplett-Verschiebungen zu ermöglichen. Wenn diese Zusammenarbeit unter dem zeitlichen Druck und den Unsicherheiten der Pandemie möglich war, dann muss einem um die Zukunft nicht bange werden. Wir sind zusammengerückt und es hat funktioniert.</p>
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<p><span style="color: #ff6600;"><strong>Land startet Aktionsplan</strong></span><br />
Mit einem 18 Mio. Euro schweren<a href="https://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/ausbildung/aktuell/aktionsplan-ausbildung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Aktionsplan Ausbildung“</a> will die niedersächsische Landesregierung in der Corona-Krise bestehende Ausbildungsplätze schützen und neue Ausbildungsverträge fördern. Mit einmalig gezahlten Beträgen von bis zu 1000 Euro sollen etwa Unternehmen unterstützt werden, die zusätzliche Lehrstellen anbieten und damit gleichzeitig auch vermehrt Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen eine Ausbildungsperspektive bieten: Die Landesförderung greift auch dann, wenn die Unternehmen nicht, wie bei der <a href="https://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/ausbildung/aktuell/ausbpr2020.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausbildungsprämie des Bundes</a> vorausgesetzt, in erheblichem Umfang von der Covid-19-Krise betroffen sind. Man muss sich aber <strong>zwischen Landes- und Bundesförderung entscheiden</strong>: Beides zusammen geht nicht. Unterstützung gibt es auch bei verschobenen Prüfungsterminen oder zur Förderung der Mobilität Jugendlicher.</p>
<hr />
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<p><a href="https://nw-ihk.de/2020/09/ausbildungsmarkt-im-corona-jahr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ausbildungsmarkt im Corona-Jahr</strong></a></p>
<p><a href="https://nw-ihk.de/2020/09/ausbildung-in-der-corona-krise/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ausbildung in der Corona-Krise</strong></a></p>
<p class="entry-title"><a href="https://nw-ihk.de/2020/07/ausbildungsstart-2020-9/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Wie viele Azubis 2020?</strong></a></p>
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<p>[vc_row][vc_column][vc_text_separator title=&#8220;Kontakt zum Autor&#8220;][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_column_text]</p>
<h2>Prof. Dr. Günter Hirth</h2>
<p>[/vc_column_text][vc_column_text]Sie haben Fragen oder Anregungen?<br />
Dann schreiben Sie dem Autor:[/vc_column_text][vc_btn title=&#8220;E-Mail schreiben&#8220; color=&#8220;warning&#8220; align=&#8220;left&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1512573022419{margin-left: 10px !important;padding-left: 10px !important;}&#8220; link=&#8220;url:mailto%3Ahirth%40hannover.ihk.de|||&#8220;]</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/09/kraftakt-mit-gutem-ende/">Kraftakt mit gutem Ende</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Berufsschulen: Einbeck und Hildesheim bei Englisch-Wettbewerb vorn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Feb 2020 14:12:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bei einem länderübergreifenden Englisch-Wettbewerb haben sich die Berufsschulen Einbeck und Hildesheim ganz vorn platziert.   Die BBS Einbeck setzte sich beim Englisch-Wettbewerb Go4Goal durch schaffte es auf Platz 1. Die Berufsschule siegte in ihrer Kategorie nicht nur in der Gesamtwertung, sondern stellte auch die beste Klasse des zweiten Ausbildungsjahres. Die beste Englischklasse des ersten Ausbildungsjahres  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Bei einem länderübergreifenden Englisch-Wettbewerb haben sich die Berufsschulen Einbeck und Hildesheim ganz vorn platziert.</strong></h5>
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<p>Die BBS Einbeck setzte sich beim Englisch-Wettbewerb Go4Goal durch schaffte es auf Platz 1. Die Berufsschule siegte in ihrer Kategorie nicht nur in der Gesamtwertung, sondern stellte auch die beste Klasse des zweiten Ausbildungsjahres. Die beste Englischklasse des ersten Ausbildungsjahres kommt aus Hildesheim von der Werner-von-Siemens-Schule. Der Wettbewerb Go4Goal wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgetragen. Insgesamt nahmen 145 Schulen teil. Auch im erstmals ausgetragenen Grundschul-Wettbewerb kommt mit der Waldschule Eichelkamp der Sieger aus Niedersachsen.</p>
<p>Den Wettbewerb, der Ende vergangenen Jahres zum sechsten Mal stattfand, bestritten rund 4100 Jugendliche in mehr als 300 Lerngruppen. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhielten international anerkannte Toefl- bzw. Toeic-Sprachzertifikate, die sie beispielsweise bei Bewerbungen oder Auslandsaufenthalten sowie für die Zulassung an der Universität als Sprachnachweis nutzen können, und außerdem je nach absolviertem Testformat einen Toefl- oder Toeic-Score-Report mit Stärken- und Schwächenanalyse für das Lese-, Hör- und Grammatikverständnis. Die Tests gibt es im Rahmen des Wettbewerbs zu Sonderkonditionen. Lehrkräfte nehmen an einer kostenlosen online Toefl-Schulung teil und sind dann zertifizierte Testleiter.</p>
<p>Für die Gewinnerklassen gab es unter anderem Sachpreise wie Klassenreisen. Weitere Preise waren etwa Sprachliteratur oder Sprachkurse. Unter allen Klassen wurde unabhängig vom Resultat eine englische Filmwoche verlost, die das Berufskolleg Höxter gewann.</p>
<p>Mehr Informationen zum Wettbewerb sowie zu den Wertungen und Preisen in den einzelnen Kategorien gibt es auf <a href="http://www.go4goal.eu/">www.go4goal.eu</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/berufsschulen-einbeck-hildesheim/">Berufsschulen: Einbeck und Hildesheim bei Englisch-Wettbewerb vorn</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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