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	<title>Aufsteigerregion Archive - NW IHK</title>
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		<title>Nase vorn</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2020 09:12:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bundesregierung hat das Thema Wasserstoff im Juni weit nach oben auf die Tagesordnung gesetzt. Die Südniedersachsenstiftung hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den Zuschlag in der Tasche, um das Konzept für ein regionales Wasserstoff-Projekt weiter auszuarbeiten.   Um Aufsteiger-Region zu werden, muss man wohl die Nase vorn haben. Wenige Tage, bevor das Institut der Deutschen  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/07/nase-vorn/">Nase vorn</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Die Bundesregierung hat das Thema Wasserstoff im Juni weit nach oben auf die Tagesordnung gesetzt. Die Südniedersachsenstiftung hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den Zuschlag in der Tasche, um das Konzept für ein regionales Wasserstoff-Projekt weiter auszuarbeiten.</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um Aufsteiger-Region zu werden, muss man wohl die Nase vorn haben. Wenige Tage, bevor das Institut der Deutschen Wirtschaft <a href="https://nw-ihk.de/2020/07/aufsteigerregion/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Südniedersachsen ein gutes Entwicklungspotenzial</a> bescheinigte, gab es aus Berlin auch grünes Licht für die nächste Stufe des regionalen <a href="https://www.suedniedersachsenstiftung.de/viridish2-2-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wasserstoff-Projekts viridisH2</a>. Damit haben ab September die Projektpartner in Südniedersachsen neun Monate Zeit, ihre Idee einer dezentralen Wasserstoffwirtschaft im Bereich der Mobilität weiterzuentwickeln. Auf den Punkt gebracht geht es dabei darum, Wasserstoff möglichst vor Ort und über ein innovatives Verfahren herzustellen und damit dann zum Beispiel Busse im ÖPNV anzutreiben. Die Südniedersachsenstiftung hatte sich Anfang des Jahres um die Förderung für das Projekt beworben.<a href="https://www.innovation-strukturwandel.de/de/wir---wandel-durch-innovation-in-der-region-2061.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Wir! – Wandel durch Innovation in der Region“</a> heißt das Programm des Bundesforschungsministeriums. Von deutschlandweit 130 Projekten wurden zunächst 44 ausgewählt, darunter viridisH2 Südniedersachsen. Von den in dieser ersten Runde ausgewählten schaffen 25 die nächste, ziemlich entscheidende Hürde: Sie werden dann sechs Jahre bei der Umsetzung ihrer Vorhaben gefördert. Die Entscheidung fällt im Herbst 2021.</p>
<p>Wichtig aus Sicht der Südniedersachsenstiftung ist die Vernetzung in der Region. Im Boot sind bei viridisH2 die <a href="https://www.uni-goettingen.de/en/smart+mobility/450340.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Mobility Research Group der Uni Göttingen</a> und das Berliner Startup <a href="https://www.elomobility.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ELO Mobility GmbH</a>, das eine Niederlassung in Hardegsen hat. ELO entwickelt Konzepte und Lösungen für emissionsfreie Fahrzeuge, zum Beispiel Wasserstoff-Busse. Das Netzwerk in der Region, das hinter dem Projekt steht, ist aber weit größer und landkreis- sowie branchenübergreifend, wie Dr. Martin Rudolph, Vorstandsvorsitzender der Südniedersachsenstiftung und Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Göttingen, betont.</p>
<p>Wirtschaftliche und wissenschaftliche Kompetenz, außerdem kurze Wege, die den Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft erleichtern: Die Region sei bestens geeignet für viridisH2, meint Dr. Jochen Kuhl, der im Vorstand der Südniedersachsen-Stiftung sitzt und das Projekt angestoßen hat. Ziel ist es, Wasserstoff vor Ort durch Plasmalyse zu gewinnen. Dabei soll das Gas mit Hilfe eines Plasmas aus Wasser, das bei Gärprozessen übrig bleibt, oder aus Methan gewonnen werden.</p>
<p>Viridis: Das kommt aus dem Lateinischen und bedeutet grün. Im Rahmen des südniedernächsischen Wasserstoff-Projekts hat das verschiedenene Aspekte. Zum einen soll der Wasserstoff dezentral produziert werden – damit entfallen Transportkosten, wie Dr. Peter Oswald erläutert. Der Chemiker ist als Technologieberater im Rahmen des <a href="https://www.snic.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SüdniedersachsenInnovationsCampus</a> unterwegs – und bei viridisH2 als Vermittler und Koordinator. Außerdem, so Oswald, kann bei der Plasmalyse eben auch Gärrestwasser genutzt werden, um Wasserstoff zu gewinnen. Eine solch trübe Mischung funktioniert bei der Elektrolyse nicht. Grundsätzlich ist es auch das Ziel, für die Plasmalyse Strom aus nachhaltigen Quellen zu verwenden. Das entspricht dann der üblichen Vorstellung von grünem Wasserstoff.</p>
<p><strong>Wasserstoffstrategie sorgt für weiteren Schub</strong><br />
Zeitlich hätte der Zuschlag für das südniedersächsische Vorhaben kaum besser passen können. Nur einen Monat später, Anfang Juni, rief die Bundesregierung das Ziel aus, Deutschland in der Wasserstofftechnologie, die als ein Schlüssel zur Klimaneutralität gilt, international ganz nach vorn zu bringen.<br />
Das unter Normalbedingungen gasförmige Element kann aufgrund seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten eine zentrale Rolle spielen, um Klimaschutzziele zu erreichen, heißt es auch beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Zum Beispiel die Nutzung als Energiespeicher: Power to Gas ist der Begriff dafür. Wasserstoff kann in Erdgasnetze eingespeist und damit für die Heizung von Gebäuden eingesetzt werden. Die Helmstedter Avacon AG will in einem bislang einmaligen Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt noch in diesem Jahr testen, ob sich der Anteil auf 20 Prozent gegenüber dem aktuellen Grenzwert verdoppeln lässt. In der Stahlerzeugung verändert Wasserstoff den Produktionsprozess: Auch daran wird in Niedersachsen gearbeitet. Brennstoffzellen gewinnen aus Wasserstoff emissionsfrei Strom – und damit fahren nicht nur Autos oder Busse. Niedersachsen machte 2018 international Schlagzeilen mit einer <a href="https://www.alstom.com/de/our-solutions/rolling-stock/coradia-ilint-der-weltweit-erste-wasserstoffzug" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wasserstoff-Regionalbahn</a>. Die Technik habe aber keine große Lobby, schrieb noch im April letzten Jahres die Süddeutsche Zeitung.</p>
<p>Das sieht nach der – manche sagen: späten – Entscheidung der Bundesregierung anders aus. Ganz abgesehen davon, dass Wasserstoff jetzt mit 9 Mrd. Euro gefördert wird. Und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat ebenfalls im Juni mit den Energieministern des sogenannten Pentalateralen Forums, zu dem aber tatsächlich mit Deutschland, Frankreich, den Beneluxstaaten, Österreich und der Schweiz sieben Länder gehören, eine gemeinsame Erklärung zur Rolle von Wasserstoff bei der Kohlenstoffreduzierung der Energiesysteme und insbesondere des Gassektors vorgestellt. Unter anderem sprechen sich die Minister dafür aus, zügig einen Markt für Wasserstoff sowie die erforderliche Infrastruktur aufzubauen. Das deckt sich mit Forderungen aus der Wirtschaft.</p>
<p>Genauso vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten ist aber auch die Wasserstoff-Herstellung. Hier gibt es ein ganzes Farbenspektrum: Neben grünem, der aus Wasser und mit Öko-Strom erzeugt wird, auch blauen, grauen und türkisen Wasserstoff. Klar, das ist nur ein Etikett, das dem unabhängig von der Erzeugung immer farb- und geruchslosen Gas zugedacht wird. Entscheidend für die farbliche Einstufung sind Ausgangsstoff und Energiequelle für die Produktion, abhängig also unter anderem davon, ob bei der Produktion CO2 oder Kohlenstoff freigesetzt wird und was damit geschieht. Auf grünen Wasserstoff konzentriert sich die Bundesregierung in ihrer nationalen H2-Strategie. Aus Sicht der Wirtschaft sollte aber die Klimawirkung des Wasserstoffs nicht nach der Farbe des Etiketts beurteilt werden, sondern nach der tatsächlichen Klimabilanz. Und um Wasserstoff für Unternehmen nutzbar zu machen, gilt das, was für jeden anderen Energieträger gilt: Er muss in verlässlicher Qualität verfügbar, sein Einsatz wirtschaftlich sein.<br />
Jede Menge Forschungsbedarf also. Die niedersächsische Landesregierung hat zeitgleich mit der Verkündung der nationalen Wasserstoffstrategie fünf Forschungsverbünde benannt, in denen ein halbes Dutzend niedersächsische Hochschulen, darunter die hannoversche<a href="https://www.uni-hannover.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Leibniz-Uni</a>, mit weiteren Einrichtungen zusammenarbeiten. Dazu gehören<a href="https://www.dlr.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt</a>, die<a href="https://www.ptb.de/cms/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Physikalisch-Technische Bundesanstalt</a> oder das <a href="https://isfh.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für Solarenergieforschung</a> in Emmerthal bei Hameln. Sie werden zunächst für zehn Monate mit insgesamt 500 000 Euro unterstützt, um ihre jeweiligen Forschungsansätze weiter auszuarbeiten. Dann werden die aus Sicht des Landes vielversprechendsten ausgewählt und in den folgenden drei Jahren mit jeweils bis zu 2 Mio. Euro unterstützt.</p>
<p>Ähnlich also wie beim <a href="http://www.suedniedersachsenstiftung.de/viridish2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">viridisH2-Projekt in Südniedersachsen</a>, wo man ab dem Spätsommer alles dafür tun wird, um das Ticket für die Weiterförderung zu bekommen: „An diesem Ziel werden wir nun gemeinsam mit den Projektpartnern hochmotiviert arbeiten“, so Dr. Tim Schneider aus der Geschäftsführung der Südniedersachsenstiftung und Koordinator des Projekts. Regional und verzahnt: Nicht nur Wasserstoff vor Ort herstellen und in der Region nutzen, sondern Nebenprodukte der Plasmalyse als Rohstoffe in der chemischen Industrie oder bei der Dünger-Herstellung zu nutzen: Bei der Plasmalyse entstehen Stickstoff und Stickstoffverbindungen.<br />
Von einer solchen sektorenübergreifenden Wertschöpfungskette könnten zunächst die lokalen Energieerzeuger, Netzagenturen, Wasserstoffhersteller, Abwasserlieferanten wie Biogas- oder Kläranlagen, Chemieunternehmen, Logistiker, Busunternehmen und Düngemittelhersteller profitieren. Als Projektpartner haben die, so heißt es bei der Südniedersachsenstiftung, bereits ihr Interesse am <a href="http://www.suedniedersachsenstiftung.de/viridish2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekt viridisH2</a> angemeldet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>[vc_row][vc_column][vc_text_separator title=&#8220;Kontakt zum Autor&#8220;][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_column_text]</p>
<h2>Klaus Pohlmann</h2>
<p>[/vc_column_text][vc_column_text]Sie haben Fragen oder Anregungen?<br />
Dann schreiben Sie dem Autor:[/vc_column_text][vc_btn title=&#8220;E-Mail schreiben&#8220; color=&#8220;warning&#8220; align=&#8220;left&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1508406554351{margin-left: 10px !important;padding-left: 10px !important;}&#8220; link=&#8220;url:mailto%3Apohlmann%40hannover.ihk.de|||&#8220;][/vc_column][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;1304&#8243; alignment=&#8220;center&#8220; style=&#8220;vc_box_circle_2&#8243;][/vc_column][/vc_row]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/07/nase-vorn/">Nase vorn</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Ein neues Gefühl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2020 14:00:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Südniedersachsen ist eine von bundesweit zwölf Aufsteigerregionen, und in Niedersachsen gibt es noch zwei weitere: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft.   Ein bisschen ist es so, als ob man eine Tabelle auf den Kopf stellt, wie das manchem Fußballtrainer nachgesagt wurde. Dass Südniedersachsen jetzt als Aufsteigerregion in Deutschland eingestuft  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/07/aufsteigerregion/">Ein neues Gefühl</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Südniedersachsen ist eine von bundesweit zwölf <strong>Aufsteigerregionen</strong>, und in Niedersachsen gibt es noch zwei weitere: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft.</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein bisschen ist es so, als ob man eine Tabelle auf den Kopf stellt, wie das manchem Fußballtrainer nachgesagt wurde. Dass Südniedersachsen jetzt als Aufsteigerregion in Deutschland eingestuft wurde, kam ziemlich unvermittelt, nachdem in der Vergangenheit zumeist auf die Schwächen dieses Landesteils hingewiesen wurde. Aber offenbar steckt ein längerer Aufholprozess dahinter. Denn das <a href="https://www.iwkoeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut der Deutschen Wirtschaft (IW)</a> in Köln, das den positiven Befund ermittelte, hat sich die Entwicklung in den Jahren 2011 bis 2019 angesehen.</p>
<p>Aufsteigerregionen, so heißt es in der Studie, zeichnen sich dadurch aus, dass sie ausgehend von einem unterdurchschnittlichen Ausgangsniveau eine besonders positive Entwicklung genommen hätten und sich damit sehr erfolgreichen Regionen annäherten. Das bestätigt nur die Sicht, dass es in Südniedersachsen einiges zu tun gab. Kommunen, Wirtschaft und Hochschulen reagierten darauf 2004 mit der Gründung der Südniedersachsenstiftung.</p>
<p>Das IW hat die Aufsteiger unter den 96 deutschen Raumordnungsregionen – die südniedersächsische besteht aus den Landkreisen Göttingen, Northeim und Holzminden – mit einem kühlen, an Zahlen orientierten Blick ausfindig gemacht. Erfasst wird die Entwicklung von sieben Standortfaktoren: Arbeitslosenquote, Kaufkraft, Durchschnittsalter, Breitbandausstattung, Bevölkerungsdichte und die private sowie die kommunale Verschuldung &#8211; eine Art Cocktail, mathematisch zusammengemixt, wobei die Zutaten jeweils stellvertretend für bestimmte Entwicklungsaspekte stehen. Die Breitbandausstattung beispielsweise soll die Versorgung sowohl privater Haushalte als auch von Unternehmen mit moderner Infrastruktur widerspiegeln. Übrigens: Bei der Breitbandversorgung beobachteten die IW-Forscher in allen drei niedersächsischen Aufsteigerregionen – neben Südniedersachsen auch das Emsland und Oldenburg &#8211; eine gute Entwicklung.</p>
<p>Die IW-Studie beschreibt Entwicklungen, nennt aber keine Gründe für den Aufstieg. Bei der Südniedersachsenstiftung, die sich seit mehr als 15 Jahren für die Region einsetzt, freut man sich über das Ergebnis, will aber den Zusammenhang mit der eigenen Arbeit auch nicht überbewerten. Denn die in der Studie untersuchten Faktoren kann die Stiftung nicht unmittelbar beeinflussen. Andererseits passt vieles natürlich zusammen. Die Studie nimmt ausdrücklich auch Städte mit ihrem funktionalen Umland in den Blick. Damit, so die Forscher, könnten scheinbar unbedeutende und ländlich geprägte Landesteile in den Fokus rücken, deren vorteilhafte Entwicklung allzu leicht in der politischen Diskussion übersehen werde. Bei der Südniedersachsenstiftung hat man an dieser Stärke aber nie gezweifelt, sie ist vielmehr eine Grundlage der Arbeit: „Wir haben die gesamte Region Südniedersachsen im Blick &#8211; Stadt und Land, Zentrum und Umland. Wir sind überzeugt, dass ein starkes Oberzentrum ein attraktives Umland braucht wie auch umgekehrt. Und dass die Fläche als Lebensraum vor allem dann interessant ist, wenn sie an starke Wirtschafts- und Wissenschaftsräume grenzt“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Rudolph. Deshalb seien die Projekte der Stiftung jeweils auf alle Landkreise in Südniedersachsen und die Stadt Göttingen ausgerichtet.</p>
<p>Mit diesen Projekten arbeitet die Südniedersachsenstiftung gemeinsam mit ihren Partnern insbesondere auf zwei Themenfeldern, die zumindest mittelbar mit den vom IW herangezogenen Kriterien zu tun haben: Fachkräfte und Innovationskraft. Bereits 2013 wurde mit Topas – das steht für Top-Arbeitgeber Südniedersachsen – eine Initiative ins Leben gerufen, damit sich regionale Unternehmen im bundesweiten Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte behaupten können. Auch das Fachkräftebündnis Südniedersachsen, das <a href="https://welcome-to-suedniedersachsen.de/?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Welcome Centre</a> sowohl für Göttingen als auch für die gesamte Region sowie das gerade entstehende Regionale Fachkräftemarketing zielen in diese Richtung. „So unterstützen wir die Akteure vor Ort konkret in ihrer Entwicklung und präsentieren Südniedersachsen zugleich nach außen als attraktiven Arbeits- und Lebensraum. Auch die Innovationskraft von Unternehmen hängt ein gutes Stück weit davon ab, ob sie gute Mitarbeiter finden.“, so Rudolph weiter. Darüber hinaus sieht die Stiftung jedoch großes Potenzial in der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, wie sie in Südniedersachsen im Rahmen des <a href="https://www.snic.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC)</a> mittlerweile beispielhaft funktioniere. Nicht von ungefähr weist die IW-Studie eigens darauf hin, dass sich Göttingen als guter Universitätsstandort auszeichne.</p>
<p>Die Südniedersachsenstiftung sieht sich als Plattform in der Region, auf der sich Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen auf Augenhöhe begegnen. „In diesem Jahr haben wir beispielsweise mit insgesamt rund 70 Partnern bereits Drittmittel in Höhe von 2,5 Mio. Euro bei Bund und Land beantragt“, sagt Dr. Tim Schneider, seit Januar Geschäftsführer der Stiftung. Das <a href="https://www.suedniedersachsenstiftung.de/viridish2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wasserstoff-Projekt ViridisH2 Südniedersachsen</a> etwa wurde vom Bundesforschungsministerium für eine Konzeptförderung ausgewählt. Darüber hinaus stehen regionale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen hinter dem Vorhaben.</p>
<hr />
<p><a href="https://nw-ihk.de/2020/07/nase-vorn/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grünes Licht für die nächste Stufe des regionalen Wasserstoff-Projektes viridisH2</a></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit drei Aufsteigerregionen von insgesamt zwölf ist Niedersachsen in der IW-Liste vertreten. Weitere sechs – darunter die vier Top-Platzierten – liegen im Osten Deutschland. Nach den Göttinger Erfahrungen ist das gute Abschneiden des Landes kaum verwunderlich: „Wir erfahren ressort- und fraktionsübergreifend große Unterstützung durch die Landesregierung“, sagt Martin Rudolph, der auch Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Göttingen ist. Die habe mit dem Südniedersachsenprogramm einen Prozess ins Leben gerufen, der die Region weiter zusammengeschweißt und die Voraussetzungen für eine abgestimmte Regionalentwicklung geschaffen hat. Drei Viertel der geförderten Projekte hätten mittel- oder unmittelbar einen direkten Bezug zur regionalen Wirtschaft. Diese Erfolgsgeschichte werde mit der Regionalstrategie Südniedersachsen bis ins Jahr 2025 fortgeschrieben, wobei man weiter auf die Zusammenarbeit mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig und dessen Projektbüro Südniedersachsen setzt: „Dort haben wir Ansprechpartner, die die regionalen Gegebenheiten kennen und engagiert in Hannover vertreten.“</p>
<p>Die vollständige Studie finden Sie auf der Website des Instituts der Deutschen Wirtschaft: <a href="https://t1p.de/mym5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://t1p.de/mym5</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2>Klaus Pohlmann</h2>
<p>[/vc_column_text][vc_column_text]Sie haben Fragen oder Anregungen?<br />
Dann schreiben Sie dem Autor:[/vc_column_text][vc_btn title=&#8220;E-Mail schreiben&#8220; color=&#8220;warning&#8220; align=&#8220;left&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1508406554351{margin-left: 10px !important;padding-left: 10px !important;}&#8220; link=&#8220;url:mailto%3Apohlmann%40hannover.ihk.de|||&#8220;][/vc_column][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;1304&#8243; alignment=&#8220;center&#8220; style=&#8220;vc_box_circle_2&#8243;][/vc_column][/vc_row]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/07/aufsteigerregion/">Ein neues Gefühl</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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