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	<title>Algorithmen Archive - NW IHK</title>
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		<title>KI und Algorithmen: Zwischen Unwissen und Unbehagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 15:19:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht macht eine Session wie die zu Algorithmen und Künstlicher Intelligenz das Ziel der Techtide besonders deutlich: Keine Nerd-Diskussion über programmatische Winkelzüge, sondern an Anwender und bis hin zu einer breiten Öffentlichkeit gerichtete Informationen. Denn ein bloßer Appell, die Chancen von KI zu sehen, wird zur Akzeptanz nicht reichen [vc_row][vc_column][vc_column_text] Rund 80 Prozent der Europäer  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/12/techtide-algorithmen/">KI und Algorithmen: Zwischen Unwissen und Unbehagen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6><strong>Vielleicht macht eine Session wie die zu Algorithmen und Künstlicher Intelligenz das Ziel der Techtide besonders deutlich: Keine Nerd-Diskussion über programmatische Winkelzüge, sondern an Anwender und bis hin zu einer breiten Öffentlichkeit gerichtete Informationen. Denn ein bloßer Appell, die Chancen von KI zu sehen, wird zur Akzeptanz nicht reichen</strong></h6>
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<p>Rund 80 Prozent der Europäer fühlen sich beim Gedanken an Künstliche Intelligenz unbehaglich. Allerdings weiß fast jeder zweite nach eigener Einschätzung nichts oder gar nichts darüber. Das ergab eine Umfrage der Bertelsmanns-Stiftung. Carla Hustedt, die dort im Bereich Ethik und Algorithmen arbeitet, wies bei der Techtide außerdem darauf hin, dass KI überwiegend mit negativen Assoziationen verbunden sei: Angst vor der Macht der Programmierer oder Kontrollverlust, nur zum Beispiel.</p>
<p>Andererseits gilt Künstliche Intelligenz als die Zukunftstechnologie schlechthin. Dazu passt, dass beim Techtide-Auftakt vier Nachwuchstalente in diesem Bereich von Hochschulen in Osnabrück, Braunschweig und Hannover ausgezeichnet wurden: Dr. Joachim Hertzberg, Professor an der Uni Osnabrück und Mitglied beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), zeigte sich dabei selbstbewusst, was die KI-Arbeit an den deutschen Hochschulen betrifft. Aber: Im Vergleich zum Beispiel mit den USA entstehen daraus weniger Unternehmen.</p>
<p>Einer, der ein KI-Startup mitgegründet hat, gleichzeitig aber noch im akademischen Bereich an der TU Kaiserslautern arbeitet, ist Tobias Krafft. Unternehmerisch berät er beim Kauf von KI-Systemen. Bei der Techtide war er sich mit Carla Hustedt von der Bertelsmann-Stiftung weitestgehend einig: Die Verankerung von KI braucht eine breite Diskussion – gegen Vorbehalte hilft nur Wissen.</p>
<p>Wobei, wenn man ehrlich ist: So ganz unbegründet sind die Vorbehalte nun auch wieder nicht. Gerade die Gesichtserkennung ist in den letzten Jahren immer wieder in Gerede gekommen, weil sie am besten bei weißen Männern funktioniert. Aktuell berichtete Bertelsmann-Mitarbeiterin Hustedt noch von Fällen, in denen Menschen mit dunkler Hautfarbe nicht von Geräten erkannt wurden, die Seife oder – umso wichtiger in Corona-Zeiten – Desinfektionsmittel spenden. Allerdings, das machte sie deutlich, ist das kein notwendiger Mangel von Algorithmen, sondern ein Problem des programmierenden Menschen. Wenn lernfähige Software mit den falschen Daten gefüttert wird, kann sich eine diskriminierende Wirkung sogar noch verstärken. Allerdings, so Hustedt, ist diskriminierende Technik kein IT-Problem. Frauen hatten lange ein höheres Risiko, bei Autounfällen zu sterben. Die Testpuppen, als die Crash Test Dummies, so berichtete sie, entsprachen männlichen Körpermaßen. Und das hat nichts mit KI zu tun.</p>
<p>Überhaupt: Künstliche Intelligenz. Carla Hustedt vermeidet den Begriff. Ähnlich hatte schon Philip Becker, Laser Vision GmbH, in der Techtide-Einstiegssession am Morgen argumentiert. Von Intelligenz kann bei Software eben nicht die Rede sein: Es ist Software, die die menschliche Intelligenz nachahmt und dabei effizienter und fairer zu Ergebnissen kommt. Nicht mehr und nicht weniger Ein algorithmisches System eben, das in einem bestimmten, vom Menschen vorgegebenen Rahmen funktioniert. Und noch meilenweit davon entfernt ist, so etwas wie Bewusstsein zu bekommen. Eben nicht so etwas wie Magie, das sei im Hinblick auf Künstliche Intelligenz das falsche Narrativ, so Hustedt. Auch hier geht es darum, in der öffentlichen Wahrnehmung die Luft rauszulassen. Wie nahezu jede Technik ist auch KI nicht von vornherein gut oder schlecht.</p>
<p>Und dann die Anwendungen. Es sind nicht die großen, weltverändernden, um die es geht. Tobias Krafft hob zum Beispiel die Spracherkennung hervor, bei der es in den vergangenen Jahren große Fortschritte gegeben habe. Das ermögliche Menschen mit Einschränkungen eine größere Teilhabe am Leben, weil sie nur mit der Stimme Geräte steuern können. Ebenso Übersetzung: Das habe während der Pandemie die Weitergabe von Informationen in unterschiedlichen Sprachen erleichtert. Carla Hustedt nannte die Vergabe von Kita-Plätzen als mögliches Anwendungsfeld, um hier zu mehr Fairness zu kommen.</p>
<p>Beide, Hustedt und Krafft, halten eine breit angelegte Diskussion über KI in der Zivilgesellschaft für erforderlich, über die Medien, aber auch beispielsweise in den Kommunen oder – hier gibt es offenbar einiges Interesse – in den Kirchen. Warum also nicht Weiterbildung an diesen Stellen fördern, so Krafft.</p>
<p>Natürlich gibt es auch die großen Wünsche. Carla Hustedt vermisst zum Beispiel eine eigene Vision der Europäer. Die Positionen würden vor allem in Abgrenzung zu den USA oder China festgelegt: Was will man in Europa nicht? Stattdessen solle man lieber festlegen, was denn in der EU gewollt sei. Auch die Macht der Plattformen ist ein Thema: Die bislang dort gesammelten Daten zugänglich zu machen, das wäre ein weiterer großer Schritt. Und dazu passt die Forderung nach einer vielfältigen Algorithmik: Keine Monopole, sondern die Kultivierung einer vielfältigen KI-Landschaft, auch mit den Mitteln des Wettbewerbsrechts.</p>
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<p>Weitere Beiträge über zu einzelnen <a href="https://nw-ihk.de/2020/12/techtide-2020/">Techtide</a>-Themen:</p>
<p><a href="https://nw-ihk.de/2020/12/techtide-2020/">Techtide: &#8222;Welche Wucht!&#8220;</a></p>
<p><a href="https://nw-ihk.de/2020/12/techtide-new-work-freiraum-42-wolfsburg/">Vom Arbeitsumfeld zum Freiraum</a></p>
<p><a href="https://nw-ihk.de/2020/12/techtide-digitalisierung-ethik/">Kommentiert: Tastende Ethik-Diskussion</a></p>
<p><a href="https://nw-ihk.de/2019/12/tech/">Techtide 2019 (1/4): Grundstein einer Zukunftswerkstatt</a></p>
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		<title>Die Freitags-Kolumne: Algorithmen-TÜV</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2019 11:01:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text] Wie legen wir fest, wie wir mit Algorithmen umgehen? Und das möglichst, bevor die entscheiden, wie mit uns umgegangen wird. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text] Man kann zumindest die Hoffnung haben, dass sich Gesetzgebung und Ethik diesmal auf Augenhöhe mit der technischen Entwicklung befinden. Oder vielleicht sogar die Nase vorn haben. Wie auch immer die Bundeskanzlerin den Begriff  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
<h5>Wie legen wir fest, wie wir mit Algorithmen umgehen? Und das möglichst, bevor die entscheiden, wie mit uns umgegangen wird.</h5>
<p>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
<p>Man kann zumindest die Hoffnung haben, dass sich Gesetzgebung und Ethik diesmal auf Augenhöhe mit der technischen Entwicklung befinden. Oder vielleicht sogar die Nase vorn haben. Wie auch immer die Bundeskanzlerin den Begriff „Neuland“, bezogen auf das Internet, gemeint hat: Die Technik lief eigentlich immer vorneweg und steckte des Terrain ab. Dieses immer weiter wachsende Feld galt es zu erobern – gesellschaftlich, persönlich, rechtlich, politisch. Und natürlich unternehmerisch und ökonomisch.</p>
<p>Noch spüren wir nicht mit aller Wucht, welche Wirkung Algorithmen – und eng verbunden damit Maschinenlernen – haben können. Es ist noch mehr eine Ahnung. Aber die rechtliche und ethische Diskussion darüber kommt auf Touren. Schon die von vielen ungeliebte DSGVO verbietet vollständig automatisierte Entscheidungen, die rechtliche Relevanz haben oder erhebliche Auswirkungen haben könnten. Die Diskussion dreht sich auch um ethische Fragen: Nach welchen Kriterien entscheiden Algorithmen zum Beispiel beim autonomen Fahren? Aber allein schon in den Griff zu kriegen, wie Algorithmen überhaupt funktionieren: Tut er eigentlich genau das, was von ihm erwartet wird? Oder glauben wir einfach nur, dass die Ergebnisse richtig sind, weil der Algorithmus diese richtigen Ergebnisse ja liefern <em>soll</em>? Selbst für IT-Experten scheinen Algorithmen in mancher Hinsicht noch eine Black Box zu sein. Immer wieder liest man den Vergleich mit Alchemie: Man sieht, dass etwas passiert, weiß aber gar nicht genau, warum. Und das ganze wird noch verschärft, wenn die Software regelmäßig aktualisiert wird. Oder sogar selbst lernt.</p>
<p>Kein Wunder, dass der TÜV in Hannover gerade deutlich die Forderung nach einem <a href="https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-bessere-kontrolle-fuer-ki-ein-tuev-fuer-algorithmen-muss-her/25269900.html?ticket=ST-47162591-4he0jQVLdx7qWxbWmOpD-ap1">Algorithmen-TÜV augenommen</a> hat. Das ist eine Facette der aktuellen Diskussion. Die vielleicht diesmal mit der Technik Schritt hält. Und dass es gerade die technischen Überwacher sind, die heute vor schwer zu durchschauenden Fehlfunktionen schützen wollen, hat durchaus auch eine historische Parallele: So wie man heute ratlos manchen Ergebnissen gegenübersteht, die Algorithmen liefern, war vor 150 Jahren, als in <a href="https://nw-ihk.de/2019/11/tuev-nord/">Norddeutschland die TÜV-Vorläufer</a> gegründet wurden, oft genug völlig unklar, warum gerade wieder ein Dampfkessel explodierte. pm</p>
<p><strong>Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.</strong>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/11/glosse-algorithmen-sicherheit/">Die Freitags-Kolumne: Algorithmen-TÜV</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Die Freitags-Kolumne: Unpassend</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2019/07/glosse-streiflicht-schumpeter-gossen-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jul 2019 12:07:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text] Manchmal wundert man sich, was man so alles vorgeschlagen bekommt im Internet. Und manchmal geht das auch richtig schief. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text] Sie ist noch nicht so weit, die künstliche Intelligenz. Und das führt manchmal zu schlimmen, makabren Ausrutschern. Jedenfalls dann, wenn man davon ausgeht, dass Online-Werbung algorithmengesteuert personalisiert untergemischt wird: Wer dies liest, ist auch  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
<h5>Manchmal wundert man sich, was man so alles vorgeschlagen bekommt im Internet. Und manchmal geht das auch richtig schief.</h5>
<p>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]</p>
<p>Sie ist noch nicht so weit, die künstliche Intelligenz. Und das führt manchmal zu schlimmen, makabren Ausrutschern. Jedenfalls dann, wenn man davon ausgeht, dass Online-Werbung algorithmengesteuert personalisiert untergemischt wird: Wer dies liest, ist auch daran interessiert. Wir erinnern uns, bestürzt den Brand von Notre Dame im Internet verfolgend, Werbung für irgendwas rund ums Thema Feuer gesehen zu haben, irgendein Grillzubehör oder so. Zufall? Immerhin waren in Paris keine Todesopfer zu beklagen. Wenn aber, wie in der vergangenen Woche geschehen, online über einen schweren Autounfall berichtet wird, von dessen Opfern, junge Menschen allesamt, eines in Lebensgefahr schwebte, am Schluss des Beitrags dann eine Anzeige mit dieser Überschrift auftaucht: „Jetzt habe ich Mama mal ganz für mich allein“, zuckt man unwillkürlich zusammen. Zufall? Wenn ja, dann sollte er doch wohl eine solche Kombination vermieden werden, im Sinne des Anzeigenkunden, dessen Werbung an dieser Stelle wohl kaum mit Interesse, sondern eher stirnrunzelnd aufgenommen wird. Wofür er nichts kann. Und im Sinne des Mediums, dessen Berichterstattung über ein ernstes Thema Schaden nimmt. Luft nach oben also für automatisierte Prozesse im Internet, die so gerne und manchmal wohl vorschnell künstliche Intelligenz bezeichnet werden. pm</p>
<p><strong>Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.</strong>[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/07/glosse-streiflicht-schumpeter-gossen-2/">Die Freitags-Kolumne: Unpassend</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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