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		<title>Finnlands Hang zur Digitalisierung: Botschafterin Anne Sipiläinen im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Apr 2021 07:41:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Frühjahr berichteten Experten aus Finnland im Rahmen einer viruellen Veranstaltung des in Hannover ansässigen Skandinavischen Wirtschaftsvereins über den Stand der digitalen Gesundheitswirtschaft in Finnland. Und der ist beeindruckend! Das Grußwort der Veranstaltung kam von der finnischen Botschafterin in Berlin: Grund genug, bei Anne Sipiläinen noch einmal nachzufragen.   Frau Sipiläinen, seit über 20  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/04/finnland-botschafterin-interview/">Finnlands Hang zur Digitalisierung: Botschafterin Anne Sipiläinen im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>In diesem Frühjahr berichteten Experten aus Finnland im Rahmen einer viruellen Veranstaltung des in Hannover ansässigen Skandinavischen Wirtschaftsvereins über den Stand der digitalen Gesundheitswirtschaft in Finnland. Und der ist beeindruckend! Das Grußwort der Veranstaltung kam von der finnischen Botschafterin in Berlin: Grund genug, bei Anne Sipiläinen noch einmal nachzufragen.</strong></h5>
<p>&nbsp;</p>
<p class="IHK-ReInterviewFrageIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;"><strong>Frau Sipiläinen, seit über 20 Jahren gibt es in Finnland schon die digitale Patientenakte, vernetzt mit anderen Behörden und Einrichtungen. Die Daten stehen zum Beispiel anonymisiert zu Forschungszwecken zur Verfügung. Sorgen Sie sich darum, was mit Ihren sehr persönlichen Informationen passiert?</strong> </span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Neue Technologien und digitale Dienste sind wichtige Instrumente zur Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertigen Dienstleistungen für die Bürger. Erfolgreiche digitale Dienste und Systeme erfordern eine unterstützende Infrastruktur. Aus diesem Grund baut Finnland ein Ökosystem für Innovationen für Gesundheit und Wohlbefinden auf. Der öffentliche Sektor spielt hierbei eine entscheidende Rolle, insbesondere indem er die notwendigen Rechtsvorschriften und den Zugang zu Datenbeständen im Bereich der öffentlichen Gesundheit ermöglicht.</span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Finnland ist die rechtlichen und ethischen Fragen proaktiv angegangen, um eine verantwortungsvolle Entwicklung voranzutreiben. Alle medizinischen Unterlagen in Finnland sind in elektronischem Format und digital zugänglich. Sie liefern reale Daten, mit denen Ideen in konkrete Lösungen umgesetzt werden können. </span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Im Jahr 2019 haben wir ein Gesetz über die sekundäre Nutzung von Gesundheits- und Sozialdaten verabschiedet. Dieses Gesetz garantiert einen sicheren Zugang zu Behörden, Instituten und Unternehmen, damit diese die Daten für Forschung, Entwicklung und Innovationen sowie für Aufgaben in den Bereichen Bildung und Wissensmanagement nutzen können.</span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Auf der Grundlage dieses Gesetzes haben wir auch einen nationalen One-Stop-Shop für die Daten eingerichtet. Diese nationale Datengenehmigungsbehörde heißt Findata und erteilt Berechtigungen für die verschiedenen Datenregister.</span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Das Biobank-Gesetz ermöglicht eine schnellere Wirkstoffentdeckung und klinische Studien, indem Zugang zu Daten und Proben gewährt wird. Das Gesetz über die sekundäre Nutzung von Gesundheits- und Sozialdaten gewährt einen verbesserten Zugang zu Daten und schützt gleichzeitig die persönlichen Daten der Patienten.</span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Wir müssen uns der neuen regulatorischen Anforderungen bewusst sein, die durch die fortschreitende digitale Transformation im Gesundheits- und Pflegebereich entstehen, insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von Datenanalyse und künstlicher Intelligenz. Vertrauen ist ein Schlüsselelement in der Gesellschaft und es gilt, dieses Vertrauen zu schützen. </span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Ich glaube, dass das transparente Vorgehen der Behörden und die traditionell guten digitalen Fähigkeiten der Bevölkerung Gründe dafür sind, dass Finnen ein großes Vertrauen in die Datensicherheit und -nutzung haben. Die Daten sind schon seit Jahren online. </span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Die Anbieter von Sozial- und Gesundheitsdiensten stellen durch Selbstkontrolle des Datenschut-zes und der Datensicherheit eine sachgemäße Datensicherheitspraxis sicher, zum Beispiel durch eine Überwachung der Protokolle. Durch eine Zertifizierung wird sichergestellt, dass die eingesetzten Informationssysteme seitens der Systemlieferanten die Sicherheitsanforderungen erfüllen. Auch der Zugang zu den eigenen Daten ist wichtig. Natürlich gibt es Risiken, aber Risi-ken gibt es auch mit Gesundheitsdaten, die nicht online sind. Niemand will, dass seine Daten – und besonders die Gesundheitsdaten – in falsche Hände fallen, auch die Finnen nicht.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="IHK-ReInterviewFrageIHK-Re170424"><strong><span style="letter-spacing: -.05pt;">Die Finnen sind neuer Technologie gegenüber sehr aufgeschlossen. Woran liegt das? </span></strong></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Finnland ist in Europa führend bei der Nutzung neuer Technologien. Wir haben lange in die Ausbildung von Experten sowie in Forschung und Entwicklung, die digitale Infrastruktur und die Förderung von Innovationen auf diesem Gebiet investiert. Der Anteil der digitalen Technologie am Bruttoinlandsprodukt unseres Landes ist sehr hoch und zum Beispiel beim Einsatz künstlicher Intelligenz sind wir vielen europäischen Ländern voraus. Health Tech ist derzeit unser am schnellsten wachsendes High-Tech-Exportsegment. Viele der Innovationen in Finnland nutzen künstliche Intelligenz, 3D und XR, also Extended Reality, und finnische Start-ups dieser Branche gehören zu den attraktivsten Investitionszielen für Risikokapitalgeber.</span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Die Finnen sind traditionell offen für die Einführung neuer Technologien. Neue Technologien – seit den ersten NMT-Handys von Nokia – haben trotz unseres abgelegenen Standortes, der großen Entfernungen und der geringen Bevölkerungsdichte in unserem Land vieles möglich gemacht. In den neunziger Jahren erließen öffentliche Entscheidungsträger Regeln zur Förderung der Digitalisierung, zugleich priorisierten Bildungseinrichtungen die Vermittlung von Fähigkeiten, die für ein globales digitales Unternehmen erforderlich sind.</span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Im vergangenen Jahr stand Finnland zum dritten Mal in Folge an der Spitze des DESI-Indexes zur Messung des Digitalisierungsgrades und war damit das am stärksten digitalisierte Land in Europa: 76 Prozent der Finnen verfügten über grundlegende oder gute digitale Fähigkeiten. Im Vergleich der EU-Durchschnitt: 58 Prozent.</span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Auch der finnische öffentliche Sektor setzte frühzeitig auf neue digitale Technologien. Finnland hat beispielsweise das AI-Programm Aurora implementiert, das maschinelles Lernen zur Verbesserung der öffentlichen Dienste einsetzt. Die öffentlichen Dienste Finnlands sind und werden weitgehend digital, wobei die Bürger nicht gezwungen sind, digitale Kanäle zu nutzen. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="IHK-ReInterviewFrageIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;"><strong>Die Offenheit der Menschen ist ja nur ein Baustein für Innovation, ein anderer wichtiger sind die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Wie ist Finnland hier aufgestellt, wo sehen Sie Unterschiede zu Deutschland?</strong> </span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Finnland fördert schon seit Langem die Bereiche Bildung, Forschung und Entwicklung sowie Entwicklung des Innovationsystems besonders intensiv. Wir haben schon früh erkannt, dass Finnland als ein kleines Land am Rande Europas nur dann Erfolg haben kann, wenn es die Kompetenzen seiner Bürgerinnen und Bürger voll ausschöpft und dazu fähig ist, durch Innovationen etwas Neues zu schaffen. Beispielsweise unsere Wirtschaftsförderungsorganisation Business Finland, die Innovationsfinanzierung, Exportförderung und Tourismusförderung unter einen Hut bringt, ist international fast ohne Vergleich. </span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Finnland wurde schon oft zu einem der innovativsten Länder der Welt gekürt, zum Beispiel im Bloomberg Innovation Index 2019. Das ist teilweise schon auf die hohe Qualität der Bildung zurückzuführen – liegt doch Finnland bei den PISA-Studien Jahr für Jahr weit vorn. Auch bei den internationalen PCT-Patentanmeldungen &#8211; Global Innovation Index 2019 &#8211; rangiert Finnland an der Spitze; als eine Stärke Finnlands wird oft vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und der Industrie hervorgehoben; und in den letzten Jahren hat sich Finnland zu einer europäischen Wiege für Start-ups entwickelt. In Bezug auf den Zugang von Unternehmen zu Risikokapital steht Finnland nach den Vereinigten Staaten und Israel an zweiter Stelle: Obwohl die Wirtschaft unter der Coronakrise gelitten hat, haben die Fonds für Wachstumsunternehmen gleichzeitig neue Rekorde aufgestellt. </span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Obwohl es bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung im Vergleich zu den Boomjahren einen gewissen Rückgang gegeben hat, gehören die Forschungs- und Entwicklungsausgaben Finnlands nach wie vor zu den größten in Europa, zurzeit 2,7 Prozent des BIP. Das Ziel der Re-gierung ist es, die Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Innovation bis 2030 auf 4 Prozent des BIP anzuheben. </span></p>
<p class="IHK-ReFlietextohneEinzugIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;">Finnlands Stärken im Vergleich zu Deutschland sind der gute Zugang von Start-ups zu Risikokapital; Aufgeschlossenheit der Bürgerinnen und Bürger für neue Innovationen und Technologien; die weit vorangeschrittene Digitalisierung und das damit verbundene Know-how sowie das hohe Niveau der Bildung. </span></p>
<p><a href="https://nw-ihk.de/2021/04/finnland-botschafterin-interview-2/"><strong><span style="color: #ff6600;">Lesen Sie hier den zweiten Teil des NW-Interviews mit Anne Sipiläinen.</span></strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/04/finnland-botschafterin-interview/">Finnlands Hang zur Digitalisierung: Botschafterin Anne Sipiläinen im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Gegenseitige Ergänzung: Finnlands Botschafterin im NW-Interview (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Apr 2021 07:33:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Finnland und Deutschland haben jeweils Stärken, die gut zueinander passen.  Darauf weist Botschafterin bei Anne Sipiläinen im zweiten Teil des NW-Interviews hin.   Frau Sipiläinen, in welchen Bereichen können sich Finnen und Deutsche gut ergänzen? Finnland und Deutschland arbeiten traditionell eng zusammen. Schon seit 2014 ist Deutschland unser wichtigster Handelspartner. So haben sich unsere Wirtschaften  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/04/finnland-botschafterin-interview-2/">Gegenseitige Ergänzung: Finnlands Botschafterin im NW-Interview (2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Finnland und Deutschland haben jeweils Stärken, die gut zueinander passen.  Darauf weist Botschafterin bei Anne Sipiläinen im zweiten Teil des NW-Interviews hin. </strong></h5>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="letter-spacing: -.05pt;"><strong>Frau Sipiläinen, i</strong></span><span style="letter-spacing: -.05pt;"><strong>n welchen Bereichen können sich Finnen und Deutsche gut ergänzen?</strong> </span></p>
<p>Finnland und Deutschland arbeiten traditionell eng zusammen. Schon seit 2014 ist Deutschland unser wichtigster Handelspartner. So haben sich unsere Wirtschaften dahingehend entwickelt, dass sie sich gegenseitig ergänzen. Vor allem Maschinen, Kraftfahrzeuge, Holz- und Papierprodukte sowie Metallerzeugnisse stehen im Mittelpunkt unserer Handelsbeziehungen. Finnland exportiert nach Deutschland auch viele Zwischenprodukte, die in Deutschland zum Teil für andere Länder weiterverarbeitet werden. Auch neue, interessante Branchen sind im Kommen: Beispielsweise steigt auf dem deutschen Markt die Nachfrage im Nahrungsmittelsektor und im Gesundheitstechnologiesektor.</p>
<p>Während der Coronakrise hat sich herausgestellt, dass die Stärken Finnlands auf dem deutschen Markt vor allem im Bereich des digitalen und des grünen Wandels liegen. Die Energiewende Deutschlands mit Atom- und Kohleausstieg verlangt energieeffizientere und umweltfreundli-chere Lösungen: von Wasserstoff- und Batterietechnologie über Intelligente Netze bis hin zum Reservestrom. Auch auf EU-Ebene arbeiten Finnland und Deutschland bei wichtigen Energieprojekten von gemeinsamem europäischem Interesse zusammen. Deutschland hat bei der Digitalisierung der Industrie große Fortschritte gemacht: Industrie 4.0; Finnland wiederum verfügt über Know-how in den Bereichen 5G/6G-Technologien, Quantentechnologien sowie Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, von Schulen oder beispielsweise von Krankenhäusern. Ein gutes Beispiel für einen vielversprechenden Zusammenarbeitsbereich ist die Automobilindustrie, die den Grundstein der deutschen Wirtschaft bildet: Der Digitalisierungsdruck der Branche ist groß, und Finnland kann vor allem in den Bereichen Datenübertragung, Datensicherheit und drahtlose Datenübertragung sein Know-how anbieten.</p>
<p class="IHK-ReInterviewFrageIHK-Re170424"><span style="letter-spacing: -.05pt;"> </span></p>
<p class="IHK-ReInterviewFrageIHK-Re170424"><strong><span style="letter-spacing: -.05pt;">Zum Abschluss: Corona hat Finnland nicht so fest im Griff wie viele andere Länder, der Inzidenzwert lag immer deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Auch die Wirtschaft ist weniger betroffen gewesen. Was tun Sie jetzt für die Unternehmen? Gibt es einen Exit-Plan aus der Pandemie?</span></strong></p>
<p>Dank der guten Vorsorge und der Resilienz des Gesundheitswesens hat Finnland die Coronakrise lange Zeit besser als viele andere EU-Länder gemeistert. Ein absoluter Lockdown konnte in Finnland bis jetzt vermieden werden. Leider steigen die Infektionszahlen derzeit auch in Finnland, weshalb die Regierung des Landes am 1. März den Ausnahmezustand verhängt und neue Einschränkungen beschlossen hat.</p>
<p>Laut vorläufigen Angaben ist die Wirtschaftsleistung Finnlands letztes Jahr in Folge der Coronakrise um 2,9 Prozent zurückgegangen. Für dieses Jahr erwartet die Regierung ein Wachstum von 2,5 Prozent. Vor allem unser Außenhandel hat unter der Krise gelitten: Er ist im Vorjahr um mehr als zehn Prozent geschrumpft.</p>
<p>Der Anteil der staatlichen Beihilfen für Unternehmen ist auf rund zehn Prozent des BIP gestiegen. Bevorzugt unterstützt worden sind Entwicklungsmaßnahmen von Unternehmen, da die Krise nicht von heute auf morgen vorbei sein wird. Ziel war es, den Unternehmen zu helfen, die schwierige Zeit zu überwinden und stärker aus der Krise herauszukommen. Bei den staatlichen Corona-Hilfen handelt es sich hauptsächlich um Kostenunterstützung für Unternehmen, deren Umsatz aufgrund der Pandemie beträchtlich eingebrochen ist. Weitere Unterstützungsformen sind staat¬liche Bürgschaften und Finanzierungsprogramme der staatlichen Investmentgesell-schaft. Gemeinsam mit den Sozialpartnerorganisationen wurde ein Beschäftigungspaket entwickelt, das das Funktionieren des Arbeitsmarktes verbessern soll. Darüber hinaus hat Finnland viele der gleichen Instrumente wie Deutschland eingesetzt: beispielsweise eine zeitlich befristete Änderung des Insolvenzgesetzes, Unterstützung der Gastronomiebranche sowie Corona-Hilfen für Soloselbständige.</p>
<p>Die vom finnischen Finanzministerium geleitete Arbeitsgruppe für Exit-Strategie und Wiederaufbau hat letzten Juni den zweiten Teil ihres Berichts an die Regierung übergeben. Der Bericht befasst sich mit den kurz- und langfristigen Auswirkungen der Coronakrise auf die Gesellschaft, und in ihm wird auch ein Plan für eine Strategie für Folgenbewältigung und Wiederaufbaustrategie entworfen. Ziel der Folgenbewältigung, die nach der akuten Krisenphase erfolgen soll, ist es, die Gesellschaft bei ihrer Erholung zu unterstützen, Langzeitfolgen vorzubeugen und Vertrauen zu stärken. Auch der Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Coronakrise soll die Folgenbewältigung dienen.</p>
<p><a href="https://nw-ihk.de/2021/04/finnland-botschafterin-interview/"><span style="color: #ff6600;"><strong>Hier geht es zum ersten Teil des NW-Interviews im Anne Sipiläinen.</strong></span></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2021/04/finnland-botschafterin-interview-2/">Gegenseitige Ergänzung: Finnlands Botschafterin im NW-Interview (2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Hybrid-Strategie: Messe Hannover macht nächsten Schritt</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2020/09/hannover-messe-hybrid-strategie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2020 13:23:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dicht Dran]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Messe Hannover baut an ihrer Hybrid-Strategie: Nachdem insbesondere die Industriemesse in diesem Jahr ins Internet verlagert wurde, wird es künftig in einer Messehalle künftig die Möglichkeit geben,  Veranstaltungen live, online oder in der Mischung aus beidem zu organisieren. Corona zwingt die Messebranche zur Veränderung: Das ergab gerade erst eine Umfrage des Münchener ifo-Instituts. Die  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/09/hannover-messe-hybrid-strategie/">Hybrid-Strategie: Messe Hannover macht nächsten Schritt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Die Messe Hannover baut an ihrer Hybrid-Strategie: Nachdem insbesondere die Industriemesse in diesem Jahr ins Internet verlagert wurde, wird es künftig in einer Messehalle künftig die Möglichkeit geben,  Veranstaltungen live, online oder in der Mischung aus beidem zu organisieren.<br />
</strong></h5>
<p>Corona zwingt die Messebranche zur Veränderung: Das ergab gerade erst eine <a href="https://www.hannover.ihk.de/internationalzoll/messen/umfrage-sieht-zurueckhaltung-bei-industrieausstellern-nach-corona.html">Umfrage</a> des Münchener ifo-Instituts. Die Deutsche Messe in Hannover macht jetzt den nächsten Schritt. Im Rahmen ihrer Hybrid-Offensive – der Kombination von Präsenz- und Onlineangebot &#8211; gibt es künftig unter dem Namen H’Up eine flexible Veranstaltungsplattform: multifunktional, mit fest installiertem, aber variablen Streaming-Studio auf dem Messegelände in Halle 18.</p>
<p><strong>Verschiedene Veranstaltungsformate digital unterstützt</strong></p>
<p>Mit den Möglichkeiten dieser Plattform werden dann Veranstaltungen geplant und umgesetzt. Unterschiedliche Bühnen bieten Möglichkeiten für Podiumsgespräche, Diskussionsrunden, Interviews oder Produktpräsentationen. Auch LKW oder Produktionsanlagen sollen dort gezeigt werden können. Auf einer Szenefläche kann Augmented oder Virtual Reality eingesetzt werden, ebenso Holografie. Das H’Up hat eine 5G-Infrastruktur, wie sie nach und nach auf dem gesamten Messegelände eingeführt werden soll. Umgesetzt wird neue Angebot von der Messegesellschaft und ihrer Tochter event it.</p>
<p>Messechef Dr. Jochen Köckler sieht die H’Up als weiteren Schritt nach den Digital Days, mit denen die in diesem Jahr ausgefallene Hannover Messe ins Internet verlagert wurde: „Mit der idealen Kombination aus online, hybrid und live führt das H’Up unsere Digitalstrategie fort.“</p>
<p><strong>NDR-Sendezentrum jetzt für Medienproduktion genutzt</strong></p>
<p>Eine weitere Ergänzung im Rahmen der Hybrid-Offensive der Deutschen Messe ist die aus 15 Film- und Tonstudios bestehende Media Factory in fußläufiger Distanz zum H’Up. Das ehemalige NDR-Sendezentrum wurde von der Deutschen Messe übernommen und kann für Online- und Hybrid-Events sowie Video- und Audiobeiträge genutzt werden. In den Räumen der Media Academy entsteht zudem ein Kreativ-Hub, der sich auf digitale Kommunikation zwischen Industrieunternehmen spezialisiert. Er ist ein Zentrum für Firmen, Institutionen und Kreative, die einzeln oder in Gruppen an Kundenaufgaben arbeiten.</p>
<p><strong>Neustart auf dem Messegelände</strong></p>
<p>Gerade arbeitet die Messe in Hannover am <a href="https://nw-ihk.de/2020/09/neustart-fuer-die-messen/">Neustart</a> der Veranstaltungen: In diesem Jahr sind noch vier geplant, darunter die Konferenzmesse Techtide des niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Zu der gab es im September einen Vorort-Termin im gerade entstehenden H&#8217;Up, wie Digitalstaatssekretär Stefan Muhle twitterte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/09/hannover-messe-hybrid-strategie/">Hybrid-Strategie: Messe Hannover macht nächsten Schritt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Eigenes Netz bietet Perspektiven</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2020/09/praxiswissen-digitalisierung-eigenes-netz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2020 12:15:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neue Mobilfunkstandard 5G verspricht Schnelligkeit und Verlässlichkeit. Zunehmend greifen Unternehmen auf 5G-Lösungen zurück, um etwa ihre Produktion mithilfe eines eigenen Campusnetzes zu integrieren.   Der Bedarf nach digitaler Vernetzung steigt in der Wirtschaft enorm. Die Datenmengen nehmen immer weiter zu und ein verzögerungsfreier sowie sicherer Datenaustausch wird immer wichtiger. In modernen Produktionsstätten, in denen  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/09/praxiswissen-digitalisierung-eigenes-netz/">Eigenes Netz bietet Perspektiven</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><img decoding="async" class="wp-image-11663 alignleft" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/05/Digitalisierung_Bild.jpg" alt="" width="167" height="100" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/05/Digitalisierung_Bild-200x120.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/05/Digitalisierung_Bild.jpg 229w" sizes="(max-width: 167px) 100vw, 167px" /></h5>
<h5>Der neue Mobilfunkstandard 5G verspricht Schnelligkeit und Verlässlichkeit. Zunehmend greifen Unternehmen auf 5G-Lösungen zurück, um etwa ihre Produktion mithilfe eines eigenen Campusnetzes zu integrieren.</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Bedarf nach digitaler Vernetzung steigt in der Wirtschaft enorm. Die Datenmengen nehmen immer weiter zu und ein verzögerungsfreier sowie sicherer Datenaustausch wird immer wichtiger. In modernen Produktionsstätten, in denen Maschinen, Prozesse, Werkzeuge und Menschen vernetzt arbeiten. Autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz, Fernwartung und Telemedizin sind nur einige Schlagworte. Eine der Schlüsseltechnologien dabei ist der neue Mobilfunkstandard 5G.<br />
5G bietet Unternehmen erstmals die Möglichkeit, mit sogenannten Campusnetzen eine betriebseigene, lokale Mobilfunk-Infrastruktur aufzubauen, die individuell und skalierbar auf die eigenen Anforderungen maßgeschneidert werden kann und der eigenen Qualitätssicherung unterliegt. Prinzipiell ist ein Campusnetz nichts Neues. Die meisten heutigen Netze basieren aber auf Wireless-LAN-Technologie. Mit einer steigenden Zahl vernetzter Maschinen und Anwendungen sind hier aber schnell Grenzen erreicht. Zudem sind Drahtlosnetzwerke eher instabil und auch nur eingeschränkt für mobile Lösungen wie fahrerlose Transportsysteme geeignet, da beim Wechsel der Funkzellen eine kurze Unterbrechung eintritt.</p>
<p><strong>Verlässlichkeit deutlich höher</strong><br />
Deutlich leistungsfähiger sind und nach wie vor für eine Vielzahl von Anwendungsfällen (use cases) geeignet sind Netze auf Basis von 4G/LTE . Aber erst mit 5G sind höchste Anforderungen an Latenz, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit realisierbar, wie sie bei der Steuerung von Produktionssystemen bei autonomen Fahren oder Fernzugriffsanwendungen nötig sind. Für 5G-Campusnetze ist ein Frequenzspektrum von 3700 bis 3800 MHz vorgesehen. Es ist abgetrennt vom versteigerten Frequenzspektrum für 5G (3400 &#8211; 3700 MHz). Die Lizenzen können seit Ende November 2019 für zunächst zehn Jahre beantragt werden. Verlängerungen der Nutzungsdauer sind möglich.<br />
Für ein eigenes Campusnetz ist die <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/OeffentlicheNetze/LokaleNetze/lokalenetze-node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beantragung einer Lizenz bei der Bundesnetzagentur</a> erforderlich. Stand Anfang Juli sind bereits 60 Lizenzen vergeben worden. Das Verfahren ist vergleichsweise schlicht, wobei zu beachten ist, dass Campusnetze ausschließlich für innerbetriebliche Anwendungen und nicht für öffentliche Angebote genutzt werden dürfen. Wichtiger weiterer Punkt ist, dass bei benachbarten Campusnetzen Betreiberabsprachen über die jeweiligen Störreichweiten getroffen werden sollen und nicht (außer es kommt zu keiner Einigung), wie sonst üblich, durch Auflagen der Bundesnetzagentur die Sendeleistung in Randbereichen &#8211; dann meist aber deutlich stärker &#8211; beschränkt wird.<br />
An den Kosten für die Frequenznutzung dürften eigene Campusnetze eher nicht scheitern. Sie stellen bei den Gesamtkosten, die je nach Anforderungen extrem variieren werden, zumeist den geringsten Anteil dar. Die Gebühr setzt sich aus einem Grundbeitrag von 1000 Euro, der Bandbreite (B), der Laufzeit in Jahren (t) und der Fläche (a) nach der Formel G = 1000+B*t*5*(6*a1+a2) zusammen, wobei Siedlungs- und Verkehrsflächen (a1) den sechsfachen Preis gegenüber anderen beispielsweise landwirtschaftlichen Flächen (a2) haben. Zur Größeneinschätzung: Ein Campusnetz im Siedlungsgebiet auf 25 Hektar über zehn Jahre mit einem Frequenzband von 30 Mhz würde insgesamt 3250 Euro, also 325 Euro pro Jahr kosten.</p>
<div id="attachment_13700" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/09/iStock-1145886786.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13700" class="size-medium wp-image-13700" src="https://nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/09/iStock-1145886786-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p id="caption-attachment-13700" class="wp-caption-text">Foto: istockphoto.com/B4LLS</p></div>
<p><strong>Auch Teilnetze können Option sein</strong><br />
Der Aufbau und Betrieb eines eigenständigen Campusnetzes ist allerdings nicht die einzige Variante. Zwar stellt diese Form des Betreibermodells die individuellste, leistungsfähigste und aufgrund der Möglichkeit der strikten Abgrenzung zu öffentlichen Netzen, sicherste Variante dar. Allerdings sind hier auch die Erstellungskosten hoch und ein großes Know-how ist erforderlich. Einen „gegenteiligen“, völlig virtuellen Weg bietet ein privates Teilstück (slice) innerhalb des Netzes eines Mobilfunkbetreibers für firmeninterne Anwendungen. Dies setzt eine entsprechende 5G-Abdeckung des Firmengeländes voraus. Ähnlich, aber deutlich individueller, ist eine Variante, bei der das öffentliche Netz über das die Steuerung durch den Mobilfunkdienstleister erfolgt („Control Plane“) durch private Komponenten („User Plane“) ergänzt wird. Darüber hinaus gibt es verschiedene Hybrid-Lösungen, die entweder als Basis die Netze des Mobilfunkbetreibers oder eigene Campuslizenzen verwenden.<br />
Zentrales Kriterium für die Entscheidung zur Nutzung von 5G Campusnetzen und der Wahl des Betreibermodells stellt die Analyse der Anwendungsfälle dar, um daraus die Anforderungen zu analysieren. Dabei ist beispielsweise zu klären: Welche Vorteile bietet der Einsatz von 5G gegenüber anderer Technologie? Soll ein Campusnetz eine Alternative oder Ergänzung bisheriger Systeme sein? Wie sind die Anforderungen an die Leistungsdaten, die Sicherheit und Abgeschlossenheit des Systems? Welches technische Know-how ist vorhanden oder zu generieren? Noch befindet sich 5G in einer frühen Phase. Vielfach sind die aktuellen Anwendungen auch mit den bereits etablierten Techniken abbildbar. Allerdings sollten sich Unternehmen aufgrund der riesigen Potenziale dennoch schon heute mit dem Thema beschäftigen, um Erfahrungen zu sammeln. Vielleicht kann dies auch räumlich begrenzt mit einer kleinen Zahl an Endgeräten erfolgen. Wen die möglichen Kosten für die Anschaffung von 5G-Endgeräten abschrecken, der sollte berücksichtigen, dass die 5G-Campusnetzfrequenz grundsätzlich technologieunabhängig funktioniert, also in einer Übergangszeit kann hier auch 4G/LTE-Technik zum Einsatz kommen kann.<br />
<a href="https://www.hannovermesse.de/de/presse/pressemitteilungen/hannover-messe/pressemitteilung-detailseite_1912" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktuell ist die Deutsche Messe AG dabei das hannoversche Messegelände mit einer flächendeckenden 5G-Infrastruktur zu versorgen</a>. Ein Teilausbau wird Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Gesamtprojekt soll bis Ende 2022 realisiert sein. Unternehmen soll die Möglichkeit gegeben werden, das Netz als Testfeld für ihre Lösungen zu nutzen.</p>
<p><strong>5G-Projekt in Göttingen</strong><br />
Anwendungsbeispiele zeigen die Projekte des <a href="https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g-mobilfunk-zukunft.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">5G-Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur</a>. Mit elf der 67 Modellregionen ist Niedersachsen hier hervorragend vertreten. Im Bereich der IHK Hannover ist etwa das Projekt <a href="https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g-innovationswettbewerb-tabelle.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Health5Gnet“</a> im Landkreis Göttingen zur innovativen Patientenversorgung bereits umfangreich konzipiert worden. Schwerpunkt ist dabei die Entwicklung eines mobilen, mit umfangreicher Sensortechnik, intelligenten Reaktionsfunktionen und smarter Medizintechnik ausgestatteten Krankenbettes. Auf diese Weise kann der Patient während des gesamten Aufenthalts in den verschiedenen Stationen des Krankenhauses optimal begleitet, überwacht und versorgt werden. Ein anderes Projekt ist <a href="https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g-innovationswettbewerb-tabelle.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„NortNet“</a>, das in Northeim die Präzisionslandwirtschaft erprobt, bei der über Sensoren in Drohnen und Maschinen ein exakte, räumlich differenzierte Überwachung und Prognose von Boden-, Pflanzen- und Erntedaten erfolgt.<br />
Zur Unterstützung des Aufbaus von 5G-Campusnetzen plant das Land Niedersachsen für Herbst 2020 die Veröffentlichung einer Förderrichtlinie. Private Campusnetze können dann mit bis zu 200 000 Euro gefördert werden.<br />
Umfangreiche Informationen bietet der <a href="https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitale-Welt/leitfaden-5G-campusnetze-orientierungshilfe-fuer-kleine-und-mittelstaendische-unternehmen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Leitfaden 5G-Campusnetze“</a> des Bundeswirtschaftsministeriums. Auch beim <a href="http://www.bznb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Breitbandzentrum Niedersachsen Bremen</a> finden Sie weitere Informationen sowie direkte Beratungsmöglichkeiten und Unterstützung, etwa beim Antragsverfahren für die Frequenznutzung. Darüber hinaus bieten Mobilfunknetzbetreiber und einige Systemtechnikhersteller Informationen und Lösungen an.</p>
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<hr />
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>Die 5G-Technik</strong></span><br />
5G ist eine Weiterentwicklung des 4G/LTE Mobilfunkstandards. Dabei ist der Standard nicht starr, sondern wird stetig erweitert und verbessert. Die erste vollständige Spezifikation (Release 15) wurde Mitte 2018 fertiggestellt und stellt die Basis der heute verfügbaren Lösungen dar. Eine wesentliche Weiterentwicklung des 5G-Standards, durch das eine Vielzahl neuer Anwendungen möglich wird erfolgt mit dem Release 16, das in diesen Wochen erwartet wird. Endgeräte für Unternehmensanwendungen soll es voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 geben. Die möglichen optimalen Leistungsdaten von 5G liegen weit oberhalb derjenigen von 4G/LTE: So sind Spitzenbandbreiten von über 10 Gbit/s – verglichen mit 1 Gbit/s bei 4G und extrem kurze Latenzzeiten (Reaktionszeiten) von unter 1 Millisekunde (ms) im Vergleich zu 15 ms bei 4G möglich. Darüber hinaus kann bei 5G eine extrem hohe Dichte an Endgeräten von einer Million/km2 bei gleichzeitig deutlich geringerem Energieverbrauch versorgt werden – ein wesentlicher Punkt, wenn man beispielsweise an die Nutzung von Sensoren und Aktoren denkt.</p>
<hr />
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<p style="text-align: center;"><a href="https://www.hannover.ihk.de/ihk-themen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>+++ AKTUELLE INFORMATIONEN FÜR UNTERNEHMEN ZU DEN THEMEN DIGITALISIERUNG, INNOVATION, TECHNOLOGIE +++</strong></a></p>
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<p>[vc_row][vc_column][vc_text_separator title=&#8220;Kontakt zum Autor&#8220;][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_column_text]</p>
<h2>Frank Wagner<img decoding="async" class="size-full wp-image-13000 alignright" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/08/Wagner_IMG_2258.jpg" alt="" width="200" height="133" /></h2>
<p>[/vc_column_text][vc_column_text]Sie haben Fragen oder Anregungen?<br />
Dann schreiben Sie dem Autor:[/vc_column_text][vc_btn title=&#8220;E-Mail schreiben&#8220; color=&#8220;warning&#8220; align=&#8220;left&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1512573022419{margin-left: 10px !important;padding-left: 10px !important;}&#8220; link=&#8220;url:mailto%3Awagner%40hannover.ihk.de|||&#8220;]</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/09/praxiswissen-digitalisierung-eigenes-netz/">Eigenes Netz bietet Perspektiven</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>Neuer Leitfaden für 5G-Campusnetze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2020 10:30:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit November letzten Jahres können Unternehmen eigenständige 5G-Netze für ihren Unternehmensstandort aufbauen. Die fünfte Generation (5G) des Mobilfunks bietet die Möglichkeit, große Datenmengen nahezu in Echtzeit und zuverlässig zu übertragen. Dies ergibt völlig neue Möglichkeiten für betriebliche Prozesse. Im 5G-Frequenzspektrum wurde in Deutschland ein Bereich für sogenannte Campus-Netze vorgesehen, die auch Unternehmen nutzen können. Die  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/08/praxiswissen-digitalisierung-leitfaden-5g/">Neuer Leitfaden für 5G-Campusnetze</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><img decoding="async" class="wp-image-11663 alignleft" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/05/Digitalisierung_Bild.jpg" alt="" width="167" height="100" srcset="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/05/Digitalisierung_Bild-200x120.jpg 200w, https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/05/Digitalisierung_Bild.jpg 229w" sizes="(max-width: 167px) 100vw, 167px" /></h5>
<p>Seit November letzten Jahres können Unternehmen eigenständige 5G-Netze für ihren Unternehmensstandort aufbauen. Die fünfte Generation (5G) des Mobilfunks bietet die Möglichkeit, große Datenmengen nahezu in Echtzeit und zuverlässig zu übertragen. Dies ergibt völlig neue Möglichkeiten für betriebliche Prozesse. Im 5G-Frequenzspektrum wurde in Deutschland ein Bereich für sogenannte Campus-Netze vorgesehen, die auch Unternehmen nutzen können. Die Kosten für die Frequenzen selbst sind überschaubar.</p>
<div id="attachment_13002" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/08/iStock-1225585603.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13002" class="size-medium wp-image-13002" src="https://nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/08/iStock-1225585603-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p id="caption-attachment-13002" class="wp-caption-text">Foto: iStocphoto.com/xijan</p></div>
<p>Ein <a href="https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitale-Welt/leitfaden-5G-campusnetze-orientierungshilfe-fuer-kleine-und-mittelstaendische-unternehmen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leitfaden des Bundeswirtschaftsministeriums</a> bietet vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen eine wichtige Orientierungshilfe zur Frage eines eigenständigen Netzbetriebs. Der <a href="https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitale-Welt/leitfaden-5G-campusnetze-orientierungshilfe-fuer-kleine-und-mittelstaendische-unternehmen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=10" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leitfaden zeigt das Vorgehen beim Aufbau und Betrieb von 5G-Campusnetzen</a>, Anwendungsgebiete, Eigenschaften sowie Betreibermodelle.<br />
Angesprochen sind insbesondere das produzierende Gewerbe und die Logistikbranche. Durch die universelle Vorgehensweise kann er jedoch auf viele weitere Anwendungsbereiche übertragen werden.</p>
<p><a href="https://www.hannover.ihk.de/ihk-themen/planen-bauen/bauleitplanung/breitbandinfrastruktur/neuer-leitfaden-5g-campusnetze.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der IHK Hannover.</a></p>
<p><a class="external-link-new-window" title="Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster" href="https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/20200518-leitfaden-5g-campusnetze-des-bmwi-gibt-kmu-orientierungshilfe.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zur Pressemeldung des BMWi</a></p>
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<p>[vc_row][vc_column][vc_text_separator title=&#8220;Kontakt zum Autor&#8220;][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1/2&#8243;][vc_column_text]</p>
<h2>Frank Wagner<img decoding="async" class="size-full wp-image-13000 alignright" src="https://archiv.nw-ihk.de/wp-content/uploads/2020/08/Wagner_IMG_2258.jpg" alt="" width="200" height="133" /></h2>
<p>[/vc_column_text][vc_column_text]Sie haben Fragen oder Anregungen?<br />
Dann schreiben Sie dem Autor:[/vc_column_text][vc_btn title=&#8220;E-Mail schreiben&#8220; color=&#8220;warning&#8220; align=&#8220;left&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1512573022419{margin-left: 10px !important;padding-left: 10px !important;}&#8220; link=&#8220;url:mailto%3Awagner%40hannover.ihk.de|||&#8220;]</p>
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		<title>Deutsche Messe: Campus-Lizenz für 5G auf dem Gelände</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2020/06/deutsche-messe-5g-campus-lizenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2020 13:43:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured Unternehmensticker]]></category>
		<category><![CDATA[5G]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Messe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hannover. Startschuss für die private 5G-Campus-Lizenz der Deutschen Messe: Von der Bundesnetzagentur gab es die offizielle Urkunde für die Frequenz-Zuteilung des privaten 5G-Netzes. Ein wichtiges Signal, besonders in Zeiten von Corona, kommentierte Messe-Chef Dr. Jochen Köckler. Bis Jahresende soll das Messegelände für 5G fit gemacht werden. Im ersten Schritt werden in allen 25 Hallen entsprechende Kabel  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/06/deutsche-messe-5g-campus-lizenz/">Deutsche Messe: Campus-Lizenz für 5G auf dem Gelände</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hannover. </strong>Startschuss für die private 5G-Campus-Lizenz der Deutschen Messe: Von der Bundesnetzagentur gab es die offizielle Urkunde für die Frequenz-Zuteilung des privaten 5G-Netzes. Ein wichtiges Signal, besonders in Zeiten von Corona, kommentierte Messe-Chef Dr. Jochen Köckler. Bis Jahresende soll das Messegelände für 5G fit gemacht werden. Im ersten Schritt werden in allen 25 Hallen entsprechende Kabel verlegt, sodass in der Folge kabellos von den montierten 5G-Antennen zu allen Geräten in den Messehallen gefunkt werden kann. Erste professionelle Anwendungen können dann beispielsweise im Bereich des automatisierten Fahrens oder in der Gesichtserkennung in den Eingängen realisiert werden. Die Messe arbeitet schon seit längerem daran, 5G auf das Gelände zu bekommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/06/deutsche-messe-5g-campus-lizenz/">Deutsche Messe: Campus-Lizenz für 5G auf dem Gelände</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>5G und Campus-Netze: Der neue Standard gewinnt Konturen</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/5g-gewinnt-konturen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 11:17:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es wird konkret: Der neue Mobilfunkstandard 5G gewinnt klare Konturen. Die Lizenzen für öffentliche Netze wurden letztes Jahr versteigert. Doch davon unabhängig sind die so genannten Campus-Netze, die Unternehmen neue Möglichkeiten bieten. Und die Deutsche Messe ist mittendrin: Das zeigte eine Veranstaltung des Industrie-Clubs Hannover. Der neue Mobilfunkstandard 5G – nur ein Hype oder unverzichtbare  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/5g-gewinnt-konturen/">5G und Campus-Netze: Der neue Standard gewinnt Konturen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Es wird konkret: Der neue Mobilfunkstandard 5G gewinnt klare Konturen. Die Lizenzen für öffentliche Netze wurden letztes Jahr versteigert. Doch davon unabhängig sind die so genannten Campus-Netze, die Unternehmen neue Möglichkeiten bieten. Und die Deutsche Messe ist mittendrin: Das zeigte eine Veranstaltung des <a href="http://www.industrieclub-hannover.de">Industrie-Clubs Hannover</a>.</strong></h5>
<p>Der neue Mobilfunkstandard 5G – nur ein Hype oder unverzichtbare Schlüsseltechnologie? Die Veranstaltung des Industrie-Clubs Hannover Anfang Februar bot eine überraschend differenzierte Antwort. Ja, derzeit gibt es einen Hype um den neuen Mobilfunkstandard. Aber nicht im Sinne einer Blase, die irgendwann platzt und das Thema erledigt. Hype um 5G: Das bedeutet, dass darüber derzeit sehr intensiv und vielstimmig gesprochen wird. Allerdings manchmal offenbar noch etwas wolkig.</p>
<p>Um das zu ändern, hatte der Industrie-Club im Februar eine Dreieinigkeit aus Vordenker, Anbieter und Anwender auf die Bühne gebracht: Mit Professor Hans Dieter Schotten als Netzexperte des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Mit Thomas Hainzel, der bei Nokia im deutschsprachigen Raum die großen Unternehmenskunden betreut. Und mit Marcus Eibach, der bei der <a href="http://www.messe.de">Deutschen Messe AG</a> unter anderem für den Aufbau des 5G-Netzes verantwortlich ist. Die drei machten, dem Thema durchaus angemessen, das 3. Zukunftsforum Industrie auf dem Messegelände weniger zu einer Vortrags- als zu einer Informationsveranstaltung: Druckbetankung in Sachen 5G in gut zwei Stunden und damit länger als geplant. Was ebenfalls dem Thema angemessen war.</p>
<p>Denn Netzexperte Hans Dieter Schotten hatte bereits im <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/09/hannover-5g-kongress/">vergangenen September in Hannover 5G als vielleicht wichtigste Schlüsselindustrie der Digitalisierung bezeichnet</a>. Und damit als unverzichtbar? Wie gesagt, fiel die Expertenantwort ziemlich differenziert aus. Die Möglichkeiten sind gewaltig, aber vieles hängt davon ab, was man ganz konkret damit machen will. Aber wenn eines aus Schottens Sicht unverzichtbar ist, dann das: sich mit dem neuen Standard auseinanderzusetzen und die Entwicklung zu beobachten. Daran, so eine seiner Botschaften, kommt niemand vorbei.</p>
<p><strong>Informationsbasis zum neuen Mobilfunkstandard</strong></p>
<p>Der auch international in für den Mobilfunk zuständigen Institutionen eingebundene Schotten sorgte bei den Mitgliedern des Industrie-Clubs für die Informationsgrundlage, um das Thema 5G zu erden und in gewisser Weise zu entmystifizieren. Wesentliche Begriffe in groben Zügen: Die 5. Generation des Mobilfunks hat ihre Ursprünge 2012 und damit fast zeitgleich mit der Entstehung des Begriffs Industrie 4.0. Kern ist die Möglichkeit, große Datenmengen nahezu in Echtzeit und zuverlässig zu übertragen: Die Verzögerungen – im Experten-Jargon: Latenz &#8211; liegen im Millisekundenbereich. Im 5G-Frequenzspektrum wurde in Deutschland ein Bereich reserviert, der nicht für öffentliche Netze, sondern für sogenannte Campus-Netze vorgesehen ist. Damit können Unternehmen beispielsweise über ihr Firmengelände eine 5G-Infrastruktur spannen. Die Deutsche Messe AG ist gerade dabei, das für das hannoversche Messegelände zu tun.</p>
<p>Campus-Netze sind dabei keineswegs untrennbar mit 5G verbunden. Thomas Heinzel erläuterte beispielsweise, dass Nokia im Werk in Oulu 5G-Antennen herstellt, dort bereits ein 4G-Campusnetz betreibt, das aber nach und nach auf den neuen Standard gebracht wird.</p>
<p><strong>5G-Dreieck: Automatisierung &#8211; Vernetzung &#8211; Intelligenz</strong></p>
<p>Auch Künstliche Intelligenz hat zunächst einmal nichts mit dem neuen Mobilfunkstandard zu tun. Beide Bereiche entwickeln sich getrennt, aber Schotten wies auf die riesigen Möglichkeiten hin, die in der Kombination von KI und 5G stecken. Er sprach von einem 5G-Dreieck, bestehend aus den Eckpunkten Automatisierung, Vernetzung und Intelligenz. Ganz vereinfacht gesagt: Maschinen und Geräte werden untereinander verbunden, arbeiten selbstständig zusammen, wobei das Ganze ständig kontrolliert wird – in letzter Instanz vom Menschen. Die kabellose Verbindung über 5G bezeichnete Schotten dabei als bestverfügbare Technik für das Rückgrat dieser Entwicklung, die so etwas wie die zweite Welle der Digitalisierung sei: Die ist, so der Experte, nicht mehr nur gekennzeichnet durch das Erfassen oder Austauschen von Daten. Jetzt geht es darum, die Daten zu verstehen, zu veredeln, aktiv zu nutzen – und zu monetarisieren, also Geld damit zu verdienen, erläuterte Schotten, der auch schon die sechste Mobilfunk-Generation vor Augen hat: 6G könnte 2030, vielleicht 2032 kommen, sagte der Experte.</p>
<p>Wie kommt man zu einem 5G-Netz? Das lesen Sie im <a href="https://nw-ihk.de/2020/02/5g-gewinnt-konturen-2/">zweiten Teil</a> der Berichts über die Veranstaltung im Industrie-Club.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/5g-gewinnt-konturen/">5G und Campus-Netze: Der neue Standard gewinnt Konturen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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		<title>5G und Campus-Netze: Der neue Standard gewinnt Konturen (2)</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/5g-gewinnt-konturen-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 11:04:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die frobese GmbH Informatikservices kann in diesem Monat auf 20 erfolgreiche Jahre zurückblicken: Im Juli 1998 gründete der Namensgeber Dr. Dirk Frobese das IT-Unternehmen in Hannover. Statt dies groß mit Kunden und Partnern zu feiern, verstärkt die Firma ihr soziales Engagement und ermöglicht 20 Kindern aus einkommensschwachem Elternhaus eine Ferienreise.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2020/02/5g-gewinnt-konturen-2/">5G und Campus-Netze: Der neue Standard gewinnt Konturen (2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Es wird konkret: Der neue Mobilfunkstandard 5G gewinnt klare Konturen. Die Lizenzen für öffentliche Netze wurden letztes Jahr versteigert. Doch davon unabhängig sind die so genannten Campus-Netze, die Unternehmen neue Möglichkeiten bieten. Und die Deutsche Messe ist mittendrin: Das zeigte eine Veranstaltung des <a href="http://www.industrieclub-hannover.de">Industrie-Clubs Hannover</a>.</strong></h5>
<p>Die Einsatzmöglichkeiten für 5G-getriebene Technik sind Legion. In der Industrie, aber beispielsweise auch in der tatsächlich bereits weit digitalisierten Landwirtschaft. Das mag zunächst überraschen. Aber Dr. Jochen Köckler, Vorstandschef der Deutschen Messe AG und mit der Landwirtschaft eng vertraut, unterstrich diese Einschätzung: Gleichzeitige Datenübertragung aus einer Vielzahl von Sensoren oder auch die Übertragung nicht-komprimierter Video-Signale machen schnell deutlich, um was es geht.</p>
<p>Die Deutsche Messe AG hat sich früh auf das Thema 5G geworfen. Bereits im vergangenen Jahr gab es auf der Hannover Messe eine 5G-Arena. Marcus Eibach nannte als Projektverantwortlicher dafür gleich eine ganze Reihe von Gründen. Zunächst ganz schlicht, den Ausstellern bei den Investitionsgütermessen – nicht nur Hannover Messe, sondern auch Agritechnica, IAA Nutzfahrzeuge oder die Metallbearbeitungsmesse EMO – eine Infrastruktur zu bieten, um 5G-Anwendungen zu zeigen.</p>
<p>Die Messe will aber auch an die eigenen Prozesse ran: Parkplätze suchen oder besser gesagt finden gehört dazu, ebenso die Besucherführung in den Hallen, Abfallmanagement, vorausschauende Wartung, Bezahlsysteme, Präsentationsmöglichkeiten, autonomer Shuttle-Verkehr Wie gesagt: Die Möglichkeiten für 5G-gestützte Anwendungen sind unüberschaubar. Auch, und ziemlich umstritten: Gesichtserkennung. Bei einem solchen Thema will die Messe sich als Diskussionsplattform anbieten, betonte Marcus Eibach.</p>
<p><strong>Messe als Reallabor für 5G</strong></p>
<p>Womit ein drittes Ziel der 5G-Aktivitäten auftaucht: Die Messe als „Reallabor“, darauf hatte schon Jochen Köckler hingewiesen. Die Messe liegt auch im Testfeld Niedersachsen für automatisierte und vernetzte Mobilität, das im Januar eröffnet wurde. Mit seiner gewachsenen Struktur und rund zehn Kilometern Straße bietet das hannoversche Ausstellungsgelände eine nahezu städtische, aber trotzdem nicht öffentliche Umgebung. Der Zaun um das Gelände schafft einen Raum, in dem auch noch nicht zugelassene Technik gezeigt und getestet werden kann. Gerade erst wird das Messegelände komplett digital kartiert, mit einer Genauigkeit im Fünfzentimenterbereich.</p>
<p>Das alles gehört zu den Vorbereitungen, um eine Basis für das „Reallabor Messe“ zu schaffen. Marcus Eibach spricht von einer Erweiterung des Geschäftsmodells Messegelände, von einem „smart venue“, einem intelligenten Ort der Zusammenkunft. Und auch Mobilfunk-Vordenker Hans Dieter Schotten sieht die Fülle der Anwendungsfälle, die beispielsweise während der Industriemesse gebündelt werden, Hannover als ideale Plattform. Die Messe wäre aber nicht die Messe, wenn sie aus dem Thema nicht auch eine eigene Veranstaltung bauen würde. <a href="http://www.5gcmm.com">5G CMM</a> lief im vergangenen Jahr erstmals als Kongress. Vom 1. bis zum 3. Dezember dieses Jahres wird die Veranstaltung auch einen Ausstellungsteil haben.</p>
<p><strong>Zum Campus-Netz in vier Schritten</strong></p>
<p>Wie aber kommt man zu einem Campus-Netzwerk, wie es die Messe plant? Eine Anleitung in vier Schritten bot Nokia-Mann Thomas Hainzel. Der Österreicher stellte immer wieder die Anwendung, den <em>use case</em>, in den Mittelpunkt. Derzeit häufig nachgefragt: autonomer innerbetrieblicher Transport. Aber, als wären der Beispiele für 5G-Einsatz noch nicht genug, auch Videoüberwachung, Maschinenlernen oder die Navigation und Lokalisierung in Gebäuden können dazugehören. Nokia nutzt das selbst in Oulu, und hat nach Hainzels Angaben die Produktivität um 50 Prozent steigern können.</p>
<p><strong>„Start small. Start smart. Start now.“</strong></p>
<p>Vom <em>use case</em> ausgehen, das betonte Hainzel immer wieder. Und zeigte mit seiner Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie greifbar 5G heute schon ist. Zumindest bei den Campus-Netzen: Weg vom undeutlichen Gefühl zur konkreten Planung: Braucht man tatsächlich 5G, und wenn ja: wofür? Wie holt man es auf das Firmengelände, wie betreibt man das Netz? Festlegen der Anforderungen an Latenz, Mobilität und Sicherheit. Auch Kosten, wobei die Lizenzgebühren für die Frequenz vergleichsweise wenig ins Gewicht fallen. Man könnte in dieser Phase sogar zu dem Ergebnis kommen, so Hainzel, dass man 5G – heute jedenfalls &#8211; noch gar nicht unbedingt erforderlich ist. Aber: „Start small. Start smart. Start now.“ Einfach anfangen, auch klein, und das aber jetzt, rät Hainzel.</p>
<p><strong>Keine weißen Flecke lassen</strong></p>
<p>Schritt zwei: Deployment nennt man bei Nokia die konkrete Planung, wie und vor allem wo die für das Netzwerk nötigen Geräte aufgestellt werden – so, dass zum Beispiel nicht in einer Halle des Messegeländes ein Funkloch entsteht. In der 5G-Area während der Hannover Messe 2019 etwa ging es beispielsweise darum, ein Netzwerk für eine Messehalle und rund zehn <em>use cases</em> zu planen.</p>
<p>In einem dritten Schritt wird das Netz installiert, werden Geräte und Maschinen integriert. Und schließlich dreht sich ein letzter Schritt um den Betrieb des Netzes: Wer ist Operator? Ein Campus-Netzwerk kann selbstständig und in eigener Verantwortung betrieben werden, man kann sich aber auch einen entsprechenden Anbieter suchen.</p>
<p><strong>Lizenzen für Campus-Netze erteilt</strong></p>
<p>Die Deutsche Messe AG durchläuft gerade diesen Prozess zum Aufbau eines Netzes. Wer aber noch einen Beleg braucht, wie sehr das Thema Campus-Netze gerade an Konturen gewinnt: Eine nicht ganz aktuelle Zahl der Bundesnetzagentur belegt, dass rund 25 Unternehmen Lizenzen für 5G-Netze beantragt haben. In Niedersachsen liegt die Zahl im unteren einstelligen Bereich. Eines davon ist die Götting in Lehrte, die auch im Dezember per Twitter die Inbetriebnahme gemeldet hat. Wohl nicht zufällig führt die Niedersachsen-Rundreise des Ministerpräsidenten Mitte Februar zu KI-Standorten des Landes auch dorthin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">5G Veranstaltungen der Deutschen Messe 2020</span></h4>
<p><span style="color: #ff6600;">19./20. Februar: <strong>5G Industrie Summit</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;">20.-24. April: <strong>HANNOVER MESSE – 5G Arena</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;">30. Juni:<strong>  Smarte Intralogistik </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;">2. September:  <strong>Höhere Effizienz in der Fertigung durch 5G</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;">13.Oktober:<strong>  Smarte Intralogistik</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;">1. &#8211; 3. Dezember:<strong> 5G CMM Expo</strong></span></p>
<p>Hier geht&#8217;s zum ersten Teil des Beitrags.</p>
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		<title>Messe bietet neue Plattform für 5G in Hannover</title>
		<link>https://archiv.nw-ihk.de/2019/09/hannover-5g-kongress/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pohlmann.k]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2019 16:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[5G]]></category>
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		<category><![CDATA[Jochen Köckler]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Muhle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Konferenz 5G CMM startet die Deutsche Messe AG zusammen mit Partnern ein Konferenzformat rund um den neuen Mobilfunkstandard. Damit wird das Thema Industrie 4.0 fortgesetzt. Premiere ist vom 8. bis zum 10. Oktober.   Das Kürzel CIA hat für Professor Hans Schotten noch eine zweite Bedeutung. CIA bedeutet für ihn auch: connected, intelligent  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Mit der Konferenz 5G CMM startet die Deutsche Messe AG zusammen mit Partnern ein Konferenzformat rund um den neuen Mobilfunkstandard. Damit wird das Thema Industrie 4.0 fortgesetzt. Premiere ist vom 8. bis zum 10. Oktober.</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Kürzel CIA hat für Professor Hans Schotten noch eine zweite Bedeutung. CIA bedeutet für ihn auch: connected, intelligent und – wahlweise – autonome oder automatic. Muss man diese Begriffe noch übersetzen? So verstanden, steht CIA jedenfalls für die Dreieinigkeit der Digitalisierung, sagt Schotten. Und genau darum dreht sich eine neue Konferenz im Oktober in Hannover, die von der Deutschen Messe AG mit einer Reihe von Partnern vorangetrieben wird. Zentral ist dabei der neue Mobilfunkstandard 5G.</p>
<p>Dieser neue Standard gilt als wesentlicher Schrittmacher auf dem Weg zur Industrie 4.0, in den letzten Jahren das zentrale Thema der Hannover Messe. 5G ermöglicht Datenübertragung in Echtzeit bei höherer Verlässlichkeit: Dr. Reinhard Heister, Experte beim Maschinenbauverband VDMA, erwartet in der Industrie einen Paradigmenwechsel weg von der kabelgebundenen Datenübertragung hin zum Mobilfunknetz. Mit 5G ergeben sich neue Möglichkeiten für die Vernetzung von Maschinen und Anlagen. Kein Wunder, dass Hans Schotten, der im Bereich Funkkommunikation und Navigation forscht und Netz-Experte im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz ist, 5G für eine Schlüsseltechnologie der Digitalisierung hält – „vielleicht die wichtigste“, sagte er.</p>
<p>Das Potenzial für den neuen Mobilfunkstandard sehen Experten dabei eher nicht im privaten Bereich, sondern in der Industrie. Über ein Unternehmensgelände kann dabei ein eigenes 5G-Netz gespannt werden – die Experten sprechen von einem so genannten Campus-Netz. Das kann vom Unternehmen selbst betrieben oder bei einem Netzanbieter eingekauft werden. Hauptsache, es ist für den Mittelstand erschwinglich: Kleine und mittlere Unternehmen müssen bei 5G mitgenommen werden, entsprechend dürfen die Frequenzgebühren nicht zu hoch sein. Die wurden noch gar nicht festgelegt, wofür Digitalstaatssekretär Stefan Muhle deutliche Worte fand: Dass technisch alles vorbereitet sei, es aber auf der Seite der Verwaltung hakt, sei schon „ein bisschen bekloppt.“</p>
<p>Muhle vertrat bei der Vorstellung des neuen Konferenzformats in Hannover die niedersächsische Landespolitik: 5G CMM heißt dieses neue Format, und hinter der Abkürzung CMM steckt connected mobile machines. Vernetzung von Maschinen – damit sind unter anderem auch (autonome) Fahrzeuge gemeint, und künstliche Intelligenz schwingt ohnehin immer mit. Damit ist man im Prinzip wieder bei der Dreieinigkeit der Digitalisierung, bei Hans Schottens CIA als Zusammenwirken von Vernetzung und künstlicher Intelligenz mit dem Ziel Automatisierung und Autonomie. Die rund 100 Austeller, die an den drei Tagen vom 8. bis zum 10. Oktober Hannover erwartet werden, bringen zehn bis 15 Beispielanwendungen mit. Etwa eine Toranlage mit Zugangskontrolle für autonome Autos. Oder digitale Fahrspuren, wiederum für selbststeuernde Fahrzeuge. Erweiterte Realität, sprich: Augmented Reality, und virtuelle Welten sind ebenso Thema wie die Frage, auf welche Weise sich ein Campus-Netz schützen lässt. Ein so genannter Expert Circle, eine Gruppe von Fachleuten, justiert dabei die Themen im Vorfeld der 5G CMM, um möglichst auf der Höhe der Zeit zu sein. Als die Konferenz Anfang September vorgestellt wurde, hatten sich unmittelbar vorher rund 20 Experten in Hannover getroffen – insgesamt sind mehr als doppelt so viele Unternehmen und Institutionen im Expertenkreis vertreten.</p>
<p>Die 5G CMM sieht Messechef Dr. Jochen Köckler als „logischen Folgeschritt“ für einen Messestandort, an dem das Thema digitale Transformation nicht nur bei der Hannover Messe eine wesentliche Rolle spielt. Unmittelbar nach der Versteigerung der Frequenzen will er das Thema früh besetzen und zog Parallelen zur Industrie 4.0: Hier war die Messe nicht nur früh dabei, sondern 2012/13 so etwas wie eine Geburtshelferin eines heute zentralen Themas. Die weitere Entwicklung zum Megathema ist bekannt. Mit dem frühen Zugriff – der neue Kongress wurde schon vor Monaten angekündigt – will Köckler das Thema in Hannover sichern. Und ausbauen. Bereits im Dezember 2020 soll aus dem Kongress eine Messe werden. Das würde sicher helfen, ein Ziel zu erreichen, dass von 5G-Experten so fomuliert wird: Wenn Deutschland schon nicht beim Netzausbau ganz vorne ist, dann sollte aber gute Ausgangsposition bei der Umsetzung und Nutzung von 5G in der Industrie gehalten und ausgebaut werden.</p>
<p><a href="http://www.5gcmm.com">www.5gcmm.com</a></p>
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		<title>Interview mit Martin Beltrop: Europa schläft nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fengler.s]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2019 06:30:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weltweit]]></category>
		<category><![CDATA[5G]]></category>
		<category><![CDATA[Beltrop]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieder gilt Skandinavien als Vorreiter, wenn es um die nächste Mobilfunk-Generation geht. Grund genug, dorthin zu blicken. Das macht naturgemäß der Skandinavische Wirtschaftsverein und holt im Juni Vertreter von Nokia nach Hannover. Thema: 5G in der Logistik. Drei Fragen an Martin Beltrop, der für den finnischen Konzern in München arbeitet. Herr Beltrop, wenn wir über  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Wieder gilt Skandinavien als Vorreiter, wenn es um die nächste Mobilfunk-Generation geht. Grund genug, dorthin zu blicken. Das macht naturgemäß der Skandinavische Wirtschaftsverein und holt im Juni Vertreter von Nokia nach Hannover. Thema: 5G in der Logistik. Drei Fragen an Martin Beltrop, der für den finnischen Konzern in München arbeitet.</h5>
<p><strong>Herr Beltrop, wenn wir über die Infrastruktur der Digitalisierung sprechen, gelten die nordischen Länder als Vorzeigeregion. Wie groß ist der Vorsprung der nordischen Länder, insbesondere auch im Hinblick auf 5G?</strong><br />
In den USA und in Südkorea hat der Ausbau schon begonnen, aber auch Europa schläft nicht. Allerdings ist in vielen europäischen Ländern das benötigte 5G-Funkspektrum noch gar nicht vergeben, hier sind den Netzbetreibern (und uns) also noch die Hände gebunden. Nordeuropa ist traditionell früh beim Ausrollen einer neuen Netzgeneration mit dabei und das ist auch diesmal so. Wir werden aber auch in einigen anderen Ländern Europas, wie etwa Österreich und der Schweiz, frühzeitig 5G-Netze sehen, teilweise bereits in diesem Jahr. In anderen Ländern wird es noch etwas länger dauern.</p>
<p><strong>Was bedeutet 5G für die Logistik?</strong><br />
Wenn wir über 5G lesen, steht meist der Smartphone-Nutzer im Hindergrund, der mehr Bandbreite und Kapazität bekommen wird. 5G ist aber weit mehr als 4G plus eins. Mehr Bandbreite und Kapazität ist nur ein Merkmal von 5G. Mit 5G können wir die Übertragungsverzögerung – die Latenz – bis auf eine Millisekunde verringern und 5G bringt Mechanismen mit, die für mehr Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit sorgen. Damit werden neue Anwendungen etwa im industriellen Bereich möglich, wie die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Wenn hier die Maschine zeitverzögert reagiert, kann das zu Problemen führen oder sogar für den Menschen gefährlich werden. Auch die hohe Zuverlässigkeit ist ein Muss für die Industrie. Wir werden diese neuen Anwendungen nicht nur in der Industrie sondern in beinahe allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen sehen und wir erachten deshalb 5G als einen wichtigen Motor der 4. Industriellen Revolution insgesamt.</p>
<p>Wenn wir über die industrielle Anwendung von 5G sprechen, werden tatsächlich noch drei bis vier Jahre ins Land ziehen. Maßgebend ist hier der Status der Standardisierung, die beispielsweise wichtige Eigenschaften und Funktionen definiert und dafür sorgt, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren können. Die für die Industrie relevanten 5G-Eigenschaften sind noch nicht standardisiert. Das geschieht erst im kommenden Jahr, und dann müssen auf dieser Basis Chipsätze, Endgeräte, etc. entwickelt werden. Bis dahin kann 4G / LTE jedoch gute Dienste leisten und bereits heute viele industrielle Anwendungsfälle abdecken.</p>
<p>Speziell im Bereich Logistik lassen sich durch den Einsatz von 5G Vernetzungstechniken hohe Effizienzsteigerungen erreichen. Ein wichtiger Anwendungsfall sind selbstfahrende Roboter und Gabelstapler in den Lagerhäusern. Eine hochverfügbare Vernetzung mit hoher Datenrate ist hier unerlässlich um diese Systeme effizient und sicher steuern zu können. Jedoch profitieren auch die in den Lagern arbeitenden Menschen von 5G Technologie: Der 5G-vernetzte Arbeiter kann so effizienter arbeiten und lokalisiert, bzw. gesteuert werden. Durch die Verbindung mit den Kontrollsystemen kann er mit automatischen Systemen und Robotern kollaborieren.</p>
<p>Zusätzlich lassen sich mit 5G alle beweglichen, vernetzten Teile im Lager nachverfolgen, so dass zu jeder Zeit im Kontrollraum eine komplette Situation in der Lagerhalle dargestellt werden kann und die Abläufe gelenkt werden können. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz Algorithmen erlauben diese Daten dann eine Optimierung sowohl der Logistik Prozesse als auch der Einsatzpläne der Lagerarbeiter.</p>
<p><strong>Wie ist Nokia im Bereich 5G aufgestellt?</strong><br />
5G ist da und wir sind voll dabei. Nokia hat inzwischen bereits 37 kommerzielle 5G-Deals vorzuweisen. Zuletzt haben wir unter anderem kommuniziert, dass sich Elisa in Finnland und A1 in Österreich bei 5G für Nokia entschieden haben. Teilweise sind wir bei unseren Netzbetreiberkunden bereits dabei 5G auszurollen, teils startet der Infrastrukturaufbau später in diesem Jahr oder im kommenden Jahr.</p>
<p>Aus Technologie-Sicht verfügt Nokia über ein sogenanntes Ende-zu-Ende Portfolio für 5G, das heißt, wir können nicht nur die Funknetze bauen, über die „Endgeräte“ wie Smartphones, Sensoren, aber auch Fahrzeuge, Maschinen angebunden sind. Wir bauen genauso die Kernnetze der Netzbetreiber, die Transportnetze, die Cloud-Technologie und wir bieten auch Software, Beratung und Services an. 5G ist weit mehr als nur ein Funknetz. Die Netzarchitektur (der Aufbau des Netzes) ist ein anderer. Das wird häufig unterschlagen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Sie benötigen eine leistungsfähige Glasfaser-Infrastruktur, um die Daten aus dem 5G-Funknetz entsprechend weitertransportieren zu können. Dieses umfassende Portfolio ist eines der Alleinstellungsmerkmale von Nokia.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archiv.nw-ihk.de/2019/07/beltrop-interview-nokia/">Interview mit Martin Beltrop: Europa schläft nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://archiv.nw-ihk.de">NW IHK</a>.</p>
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